Berliner SPD trauert um Alfred Gleitze

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Berliner SPD trauert um Alfred Gleitze

Im Alter von 70 Jahren ist am 27. August der langjährige SPD-Kommunalpolitiker und frühere Schöneberger Bürgermeister Alfred Gleitze verstorben.  "Die Berliner SPD trauert um Alfred Gleitze, einen der markantesten und aktivsten Vertreter der Berliner Kommunalpolitik", erklärte der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller. "Bestürzt und tief betroffen haben wir heute vom plötzlichen Tod erfahren. Wir haben einen Menschen verloren, der als leidenschaftlicher Kommunalpolitiker bis zum Schluss seine ganze Kraft in den Dienst der Gesellschaft gestellt hat."

Alfred Gleitze habe 50 Jahre Berliner Sozialdemokratie und über drei Jahrzehnte sozialdemokratische Kommunalpolitik in Schöneberg und später in Tempelhof-Schöneberg geprägt. Michael Müller: "Sein ehrenamtliches Engagement in diversen Sport- und Kulturvereinen, in Förderkreisen und bei anderen gesellschaftlichen Gruppen, zeigte sein besonderes Politikverständnis, für das er parteiübergreifende Anerkennung bekam. Ob als Bürgermeister, Stadtrat oder Bezirksverordneter: Alfred Gleitze war tief in der Gemeinschaft verwurzelt, für die er Politik gemacht hat. Mit der Verleihung der Stadtältestenwürde vor etwas mehr als 6 Wochen haben Senat und Abgeordnetenhaus dem beeindruckenden Engagement von Alfred Gleitze ein ehrendes Zeichen gesetzt.

Besonders stolz ist die Berliner SPD auf seine Leistungen bei der Aussöhnung mit Osteuropa. Als Landesvorsitzender und Landesgeschäftsführer der Berliner Falken organisierte er mit dem früheren SPD-Landesvorsitzenden und Senator Harry Ristock bereits in den sechziger Jahren Gedenkstättenfahrten in den damaligen Ostblock. Lange vor den Ostverträgen Brandts brach er damit mit eigenen Worten eine erste Fahrrinne in das Eis des Kalten Krieges.

Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie."