Gießner, Erich

Geschichte: Personen A-K

Erich Gießner

Erich Gießner wurde am 10.Mai 1909 in Gera geboren und verstarb nach längerer Krankheit am 8. März 1995 in Berlin.
Er war seit 1946 hauptamtlich in der Gewerkschaftsbewegung tätig, begründet auf seinem sozialdemokratischen Engagement, das bis in die zwanziger Jahre zurückreicht. Schon in der Vorgängerorganisation der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG), der Gewerkschaft der kaufmännischen Berufe, war er aktiv im Geschehen beteiligt. Sein Verdienst war es, in schwieriger Zeit in Berlin die Vorgängerorganisationen im Angestelltenbereich zur DAG zusammenzuführen.
Vorstandssekretär der DAG Berlin war Gießner seit 1952 und vertrat diese in der Vertreterversammlung der BfA viele Jahrzehnte lang. Er erwarb sich den Ruf eines Experten in der Sozialversicherung. Die Position des Landesverbandsleiters der DAG hatte er von 1958 bis 1972 inne. Die wahrscheinlich schwierigste Phase, war die Übergangszeit von DAG zur heutigen Gesamtorganisation (Verdi).
1972 ging Erich Gießner in Ruhestand, wobei ihm 1973 die „Ernst-Reuter-Plakette“, die höchste Auszeichnung der Stadt Berlin, in besonderer Würdigung um die Verdienste für die Stadt Berlin verliehen wurde.
Des Weiteren bekam Erich Gießner große Anerkennung wegen seiner Tätigkeit im sozialpolitischen Gebiet als Mitglied im Abgeordnetenhaus, die vom Jahr 1955 bis 1975 dauerte.

 

Kolja Brandtstedt