Frohnert, Inge

Geschichte: Personen A-K

Inge Frohnert

geb. am 23. März 1924 in Domnau/Kreis Friedland. Ledig. Senatsrätin a. D.

gest. 21. Januar 2013 in Berlin


Grundschule, Realschule, 1940 mittlere Reife. Höhere Handelsschule. Abschluss 1942.
1946 Eintritt in den öffentlichen Dienst als Verwaltungsangestellte. 1955 Übernahme in das Beamtenverhältnis. Besuch der Verwaltungsschule und Verwaltungsakademie. 1960 Diplom-Kameralist. Senatsrätin beim Senator für Finanzen.
Sachbearbeiterin beim Zentralverband Politischer Flüchtlinge und Ostgeschädigter e. V. auf Honorarbasis.
seit 1967 Mitglied der SPD. Mitglied des Kreisvorstandes Spandau. Mitglied des Landesvorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen der SPD, bis 1983 stellvertretende Landesvorsitzende. Landesparteitagsdelegierte,
1976 bis 1981 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung Spandau.
Juni 1981 Mitglied des Abgeordnetenhauses über die Spandauer Bezirksliste
seit 1973 Mitglied der Gewerkschaft ÖTV. Mitglied im Kuratorium des Lette-Vereins. Stellvertretendes Mitglied im Beirat beim Bundesausgleichsamt

Verdienstorden des Landes Berlin: 01.10.2000
bis 2002 Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft AG 60 plus, Ehrenvorsitzende der AG 60plus

Vorsitzende des Arbeitskreises Berliner Senioren (ABS), Vorsitzende der EURAG-Deutschland - Sektion im Bund der älteren Generation Europas

Dank an Inge Frohnert

Liebe Inge,
Du kandidierst heute nicht mehr für den Landesvorsitz. Ich habe hier die 21 Ausgaben unserer INFO-Zeitung die wir nun mehr im 6. Jahrgang herausgeben. 3 oder mitunter auch 4-mal im Jahr. Es handelt sich um ein Stück Geschichte der Berliner SPD AG 60
plus. Du hast daran einen ganz entscheidenden Anteil.
Als wir in Berlin gleich nach dem Beschluss des Bundesparteitages daran gingen, eine AG ins Leben zu rufen gehörtest Du zu den Gründermüttern! Auf der Landesdelegiertenkonferenz am 6. Juli 1994, im BVV Saal des Rathauses Wedding wurdest Du
zur Landesvorsitzenden gewählt und hast die Arbeit von Karl Richter, der an diesem Tage Ehrenvorsitzender wurde, und von Bernhard Feldmann und Harry Hoffmann weitergeführt. Aber auch vor Deiner Wahl zur Landesvorsitzenden warst Du bereits viele Jahre aktiv als Seniorenbeauftragte des Landesvorstandes der Berliner SPD tätig. Als die Mauer fiel, war es Dir ein besonders Anliegen, die Genossinnen und Genossen aus Ost und West wieder miteinander zu vereinen.
Ich will Dir heute ganz persönlich Dank sagen. In den Jahren unserer Zusammenarbeit seit 1994 (Deiner Meinung nach, gehörte ich ja damals zu Deinen Gegnern), haben wir dies durch unser politisches Wirken im GLV- nach anfänglichen großen Schwierigkeiten im Kontakt zueinander - alles überwunden. Das hat dazu geführt, dass Du mir ziemlich viele Aufgaben überlassen hast, dass wir Vertrauen zueinander gefunden haben und - dies sage ich mit einem gewissen Stolz - Du es mir auch ermöglicht hast, meine Ideen von einer öffentlichen Präsentation der AG in Richtung auf wirksame Aktionen zum Aktionstag, zum Seniorentag, zur Beteiligung an der Eröffnung der Seniorenwoche, zu den Dampferfahrten, zur Herausgabe einer Info-Zeitung und nicht zuletzt zum Neujahrsempfang zu realisieren. Ganz besonders möchte ich Dir auch dafür danken, dass Du mich auch in schwierigen Situationen unterstützt und in die Arbeit des GLV mit einbezogen hast.
Liebe Inge, Dein Rat wird auch künftig für uns alle im Landesvorstand wichtig sein. Als Beisitzerin wirst Du für uns eine Ratgeberin sein und wir möchten auch von Deinen Funktionen als Vorsitzende des Arbeitskreises Berliner Senioren (ABS) und als Vertreterin der Deutschen Sektion der EURAG profitieren.
Im Namen von uns allen möchte ich Dir eine Radierung des Kreuzberger Malers "Cosimo" überreichen, der im Stil von Georges Grosz malt. Gemeinsam mit Valentin Topp haben wir uns bei einer Vernissage, die der Bundestagsabgeordnete Eckehart Barthel in seinem Wahlkreisbüro vor einiger Zeit veranstaltet hatte, ganz spontan dazu entschlossen, dieses Bild direkt vom Künstler zu kaufen.
Wir sagen Dank für Deine Arbeit. Du bist nicht im Ruhestand. Ich werde auch weiterhin sehr oft Deinen Rat in Anspruch nehmen.

(Rede von Hans Kohlberger auf der Landesdelegiertenkonferenz der AG 60plus am 12.4.2002. Hans Kohlberger wurde 2002 zum Nachfolger von Inge Frohnert gewählt, er trat später nach Vorwürfen, mit der Stasi zusammengearbeitet zu haben, aus der SPD aus)