Ehrke, Franz

Geschichte: Personen A-K

Franz Ehrke

Franz Ehrke und Michael Müller
 

Geboren: am 20.09.1921 in Prenzlau (Provinz Brandenburg)

Ausbildung als Industriekaufmann; Wehrdienst;
1946- 1960 kaufmännischer Angestellter bei BEWAG;
1960 Abteilungsleiter bei der Deutschen Klassenlotterie Berlin
1965-1984 Vorstandsmitglied bei der Deutschen Klassenlotterie Berlin

1949 Mitglied der SPD
zahlreiche Parteiämter im Kreisverband Spandau und auf Landesebene
Vom März 1955 bis Juni 1981 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
Vorsitzender des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung, später Vorsitzender des Hauptausschusses)
1975 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion
1977 Fraktionsvorsitzender

Am 10.10.1983 hat er die Ernst-Reuter-Plakette in Silber überreicht bekommen
Am 16.10.1986 erhielt Herr Ehrke die Auszeichnung- Stadtältester von Berlin

Über Franz Ehrke:
Richard von Weizsäcker (CDU), damals Regierenden Bürgermeister, bei derVerleihung der Ernst-Reuter-Plakette:"Sie haben auf unverwechselbare Weise einen geradlinigen Weg beschritten. Sie waren streng gegen sich selbst, gerecht gegen jedermann und immer warmherzig“

Peter Rebsch (CDU), damals Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, bei der Verleihung der Stadtältestenwürde:
„Herr Ehrke ist ein großer Parlamentarier, ein Politiker aus Pflichtbewusstsein, ein überzeugter Sozialdemokrat, ein Mensch."
„Nur wenige haben sich in der Nachkriegsgeschichte Berlins so intensiv und konsequent auf die Legislative konzentriert wie er.“
„Für ihn hat es sicherlich auch etwas mit dem Stolz eines Parlamentarias zu tun, Einfluss nicht im Regierungsamt, sondern in maßgeblicher parlamentarischer Position zu suchen und auszuüben."
„Sie waren ein Parlamentarier und Fraktionsvorsitzender, für den stets die Devise galt: Ein Mann- ein Wort! Mit straffem Führungsstil haben Sie auch in Ihrer Fraktion nicht immer nur Freunde gewonnen. Sie haben Ihre Meinung mit Standfestigkeit vertreten,- wie oft erzählt und geschrieben wurde, mit einer „polternden“ Standfestigkeit, und die Spitznamen “der eiserne Franz“ und der grobe Franz“ haben Sie über viele Jahre hinweg in Ihrem politischen Wirken begleitet. In vorbildlicher Weise hatten Sie wesentlichen Anteil daran, das Abgeordnetenhaus und seine Tätigkeit im Bewußtsein der Öffentlichkeit zu verankern. Sie selbst sind im Laufe der Zeit zum „parlamentarischen Urgestein“ geworden, zu einem der Großen in der nunmehr vierzigjährigen Nachkriegsgeschichte des Berliner Landesparlaments."

Recherche: Georg Tromposch, Mai 2002
Foto: SPD-Fraktion