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Liebe Leserin, lieber Leser,

wir begrüßen Sie beim aktuellen Newsletter der Berliner SPD.

Stöß: "Feiger Anschlag auf die Berliner Sozialdemokratie"

Farbanschlag KSH 3.5.2013
 

Als "feigen Anschlag auf unsere Demokratie und Werteordnung" hat der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß den Anschlag auf die Parteizentrale der Berliner SPD im Weddinger Kurt-Schumacher-Haus (KSH) verurteilt.

In den frühen Morgenstunden des 3. Mai 2013 wurden die Front-Fassade breitflächig mit Teerfarbe beschmiert und die Scheiben des KSH, des Bürgerbüros der Bundestagsabgeordneten Dr. Eva Högl und des August-Bebel-Instituts großflächig zerstört. "Im 150. Jahr der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und 80 Jahre nach Zerschlagung der Gewerkschaften müssen wir auch im Jahr 2013 noch Anschläge auf demokratische Institutionen erdulden", so Stöß. "Wenn eines gewiss ist, dann, dass wir uns von niemandem einschüchtern lassen. Wir werden unsere Stimme auch in den nächsten 150 Jahren lautstark gegen Intoleranz, Gewalt und Rassismus erheben.“
Die SPD-Zentrale ist die einzige betroffene parteipolitische Institution, die angegriffen wurde. Daneben wurden mehrere Berliner Job-Center und das Rathaus in Steglitz beschädigt. Innensenator Frank Henkel hat den Landesvorsitzenden der Berliner SPD Jan Stöß über den Stand der Ermittlungen in Kenntnis gesetzt. Der Staatsschutz ermittelt in alle Richtungen.

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh verurteilte die Straftaten auf das Schärfste. "Anschläge auf öffentliche Einrichtungen sind kriminell und kein Ausdruck politischen Handelns", sagte er. "Wer sozialen Zusammenhalt will, muss Gewalt ablehnen! Die Anschläge werden mit allen rechtsstaatlich zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgt. Wir hoffen, dass die Polizei alle Täter schnell fassen kann. Für kriminelles Handeln gibt es keine Legitimation und keine Rechtfertigung. Der 1. Mai mit seinen friedlichen Demonstrationen hat gezeigt, dass es zahlreiche Möglichkeiten in dieser Stadt gibt, sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren."

Boris Velter, Kreisvorsitzender der SPD Mitte, deren Büro ebenfalls betroffen ist, zeigte sich bestürzt: „Vollkommen egal, welche angeblich politischen Differenzen für so etwas womöglich herhalten sollen. Solche Angriffe sind weit jenseits jeglicher legitimer Auseinandersetzung und sind aufs schärfste zu verurteilen. Vor allem unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen jetzt unter den Folgen leiden.“ Die SPD Mitte wies darauf hin, dass erst wenige Tage zuvor auch Anschläge auf Büros des Quartiersmanagement verübt wurden.

 

Europaquiz startet heute

Zum Beginn der Europawoche am 4. Mai starten der Fachausschuss EU-Angelegenheiten und die Berliner SPD ihr Europaquiz im Internet. Wer zwölf aktuelle Fragen zur Situation in Europa und den Zielen der SPD richtig beantwortet, hat die Chance, eine Reise nach Brüssel, einen Restaurantgutschein oder ein spannendes Buch zu gewinnen. Mit dem vom Fachausschuss erarbeiteten Quiz kann das Wissen zu Fragen der Europapolitik und zu europapolitischen Vorschlägen der SPD getestet und ggf. erweitert werden. Das Quiz läuft von heute bis zum 31. Mai auf der Internetseite www.spd-berlin.de/europaquiz2013.

 

Gründungsversammlung von "Selbst aktiv" in Berlin

Am Samstag, den 4. Mai 2013 gründet sich im Willy-Brandt-Haus in Berlin die erste Arbeitsgemeinschaft behinderter Menschen in der SPD.  Die Gründungsveranstaltung findet im Rahmen der Europäischen Aktionswoche zur Gleichstellung behinderter Menschen mit dem Aktionstag am 5. Mai 2013 statt. Das Motto dieses europäischen Aktionstages „Wir sind entscheidend - 100 % nur mit uns“ soll hier auch politisch mit Leben gefüllt werden. Neben der Wahl eines Bundesvorstandes werden verschiedene Anträge diskutiert und beschlossen. Diese reichen von der Stärkung des aktiven und passiven Wahlrechts behinderter Menschen bis hin zu dem lange geforderten einkommens- und vermögensunabhängigen Teilhabegeld.
Ziel der sich am 4. Mai gründenden Arbeitsgemeinschaft, die aus dem bestehenden Netzwerk „Selbst Aktiv“ hervorgeht, ist, das Bewusstsein für die Belange der ca. 13 Millionen Menschen mit einer Behinderung in Politik und Gesellschaft zu stärken.

In Berlin engagieren sich die Mitglieder von "Selbst Aktiv bereits seit längerem für diese Ziele. Nähere Informationen gibt es unter www.spd-berlin.de/selbstaktiv

 

12.000 bei der Mai-Kundgebung des DGB

Mai-Demonstration 2013
 

Zwölftausend Berlinerinnen und Berliner sind dem Maiaufruf des DGB gefolgt und haben an der Demonstration und der Kundgebung am Brandenburger Tor teilgenommen. Darunter waren viele Berliner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. "Ich freue mich, dass die Berliner SPD so zahlreich an der DGB-Demonstration teilgenommen hat und für die Rechter der Arbeitnehmer auf die Straße gegangen ist", so der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß. "Auch bei vielen Bürgerfesten in der ganzen Stadt hat die SPD das Maifest begangen und in Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern für eine Politik der sozialen Gerechtigkeit und der internationalen Solidarität geworben."

(Im Bild: Fritz Felgentreu, Jan Stöß, Cansel Kiziltepe, Sandra Scheeres, Raed Saleh)

 

 

SPD: "Für gerechte Entlohnung und sichere Renten"

Mai 2013 Stöß, Steinberg, Saleh
 

"Es ist wichtig, am 1. Mai auf die Straße zu gehen und für eine gerechte und solidarische Gesellschaft einzutreten, in der Fremdenfeindlichkeit und Rassismus keinen Platz haben", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh. "Wir sind am 1. Mai unterwegs, um für gerechte Entlohnung, sichere Renten und eine solidarische Gesellschaft Flagge zu zeigen. Es gibt nur wenige Feiertage, an denen die Menschen so zusammenkommen, um für ein gerechtes und soziales Zusammenleben, für gute Arbeit und gute Rente einzutreten. Es macht mich froh, dass an diesem 1. Mai wieder so viele unterwegs waren."

"Auch in Europa geht es um einen Richtungswechsel", so der stellvertretende Landesvorsitzende Philipp Steinberg, der den SPD-Fachausschuss Europa leitet.. "Wir müssen endlich die Menschen und nicht die Finanzmärkte in den Mittelpunkt unserer Politik stellen."

 

DGB fordert Verteilungsgerechtigkeit

Mai-Demonstration 2013, Doro Zinke
 

Der Tag der Arbeit gehöre den Gewerkschaften, also den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, nicht den Krawallmachern und Störenfrieden aus der braunen Ecke, stellte Doro Zinke, Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg, auf der Maikundgebung des DGB vor dem Brandenburger Tor klar.
Gerade 2013, 80 Jahre nach der sog. Machtergreifung durch Hitler und der Zerschlagung der Gewerkschaften sei dies kein Anlass für Neonazis, unter dem Schutz der Meinungsfreiheit ihre antidemokratischen Parolen zu verbreiten. Zinke erinnerte daran, dass die Faschisten 1933 damit begannen, erste Boykotte gegen jüdische Geschäfte zu verhängen, die Presse gleichzuschalten und deutsch-jüdische Beamte aus ihren Berufen zu vertreiben. Deshalb sei der 1. Mai auch ein Tag des Gedenkens und Erinnerns.

Der DGB und sein Bündnis gegen Rechts verleihen in diesem Jahr zum 20. Mal den Preis für Zivilcourage. Das Bündnis habe einen langen Atem gehabt, den brauche es auch angesichts der fortwährenden Provokationen von Rechts, so die DGB-Vorsitzende. Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus müssten weiterhin offensiv bekämpft werden.
Hart ins Gericht ging Zinke mit Unternehmern, die jungen Arbeitslosen keine zweite Chance beim Berufseinstieg einräumten: Berlin habe mit 50.000 die höchste Arbeitslosenquote bei jungen Menschen; sie würden im Regen stehen gelassen. Sie wollten keine Warteschleifen auf ihrem Lebensweg, sondern setzten auf eine Arbeits- und Lebensplanung, die Zukunftschancen eröffne. Meistens allerdings vergeblich.
Zur aktuellen Tarifrunde bemerkte die DGB-Vorsitzende, es gehe nicht um betteln, sondern um verhandeln. Die Reallöhne lägen wieder auf dem Niveau von 2002, also sei viel Nachholbedarf vorhanden. Wer gute Arbeit wolle, müsse die auch entsprechend entlohnen. Die 120.000 Aufstocker in der Stadt, die finanzielle Unterstützung vom Staat benötigten, würden mit 400 Millionen Euro aus Steuergeldern alimentiert, weil ihnen Unternehmer zu karge Löhne zahlten. Das sei ein Skandal!
Zur Verteilungsgerechtigkeit gehöre nicht nur die überfällige Vermögensteuer, sondern auch Einkommen, die den Namen verdienten. Selbst in der Hochzeit der Finanzkrise sei die Zahl der Millionäre in Deutschland weiter angestiegen: Allein in der Schweiz bunkerten die Vermögenden 200-300 Milliarden Euro. Dadurch gingen dem Fiskus rd. 20 Mrd. an Steuereinnahmen verloren. Geld, das die Kommunen und Städte gut für Bildung, Kultur und Infrastruktur bräuchten, so Zinke. Gebe es die Vermögensteuer wieder, würde allein Berlin mit 500 Millionen Euro pro Jahr profitieren.

 

Deutliches Signal gegen Neonazis

"Mir ist wichtig, die Zivilgesellschaft zu stärken. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich engagiert gegen Nazis zu stellen", sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Högl. SPD-Berichterstatterin im NSU-Untersuchungsausschuss, am 1. Mai auf einer Protestkundgebung gegen die Aktionen von Rechtsextremisten in Schöneweide. "Wir werden die Stadtteile nicht den Nazis überlassen."  Auch Berlins Integrationssenatorin Dilek Kolat beteiligte sich an der Kundgebung. Die Kieze dürften nicht von Rechtsradikalen in Beschlag genommen werden. "Alle Demokraten müssen zusammenstehen", sagte sie. "Der Senat lässt Treptow-Köpenick und Schöneweide bei dieser Auseinandersetzung nicht alleine. Wir werden noch vor dem Sommer zusammen mit dem Bürgermeister Oliver Igel einen „Beirat für Schöneweide“ ins Leben rufen Und was für Schöneweide gilt, gilt für die ganze Stadt: Es ist die gemeinsame Aufgabe aller Demokratinnen und Demokraten Verantwortung für ihre Kieze zu übernehmen und diesen braunen Rattenfängern mit Zivilcourage gegenüber zu treten."

 

Rund  350 Rechtsextremisten beteiligten sich an einer Demonstration, an den Protestaktionen dagegen nahmen rund 3000 Berlinerinnen und Berliner teil. 

 

Klaus Wowereit betont Bedeutung unabhängiger Gewerkschaften

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat die Bedeutung unabhängiger Gewerkschaften  für eine demokratische Gesellschaft betont. Am 80. Jahrestag der Besetzung der Gewerkschaftshäuser sagte er: "Mit der Besetzung der Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933 zerschlugen die Nationalsozialisten die Zentren gewerkschaftlichen Lebens und beendeten jede Form der gewerkschaftlichen Mitbestimmung. Mit ihren Aktionen haben die braunen Verbrecher damals einen weiteren Teil der demokratischen Kultur zerstört. Wir gedenken an diesem Tag der Opfer, die durch die Nazis misshandelt, verhaftet und getötet wurden." 

 
3. Mai:

"Gute Arbeit, gutes Bier"

Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin, nimmt am Freitag, den 3. Mai 2013 um 18 Uhr den Maibock-Anstich in der Markthalle Neun in Kreuzberg vor. Im Anschluss an den traditionellen Brauch des Maibock-Anstichs lädt dort um 18.30 Uhr das August Bebel Institut zur Diskussionsveranstaltung „Wir wollen euer Bier nicht mehr!“ ein.
Der Politologe Reinhard Wenzel berichtet dabei vom Berliner Bierstreik von 1894 und seiner politischen Wirkung. Bier und Politik gehörten in Berlin immer schon eng zusammen. In der Großstadt gab es um 1900 noch über 100 Brauereien. Im Bierboykott von 1894 weigerten sich die Arbeiter/innen, Bier zu trinken. Die Aktion diente der Unterstützung des Streiks der Bierbrauer und Böttcher zur Durchsetzung des 1. Mai als Feiertag. Die Gewerkschaften verständigten sich darauf, ein halbes Jahr lang bestimmte Biere nicht mehr zu trinken.

Heute gibt es in Berlin wieder zahlreiche kleine, unabhängige Brauhäuser und Mikrobrauereien, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Wie können sich diese, von großen Unternehmen unabhängigen Brauereien am Markt behaupten? Hierzu gibt Johannes Heidenpeter von Heidenpeters Craft Bier, der hauseigenen Brauerei der Markthalle Neun, Auskunft.
Die Markthalle Neun in Kreuzberg beherbergt seit Oktober 2011 freitags und samstags wieder einen Wochenmarkt mit kleinteiligem Lebensmitteleinzelhandel und Lebensmittelhandwerk. Die Markthalle hat sich zum Sprungbrett für junge Existenzgründer im Bereich Lebensmittel und Gastronomie entwickelt – über ein Dutzend von ihnen haben hier ihr Geschäft neu eröffnet. Bekannte Berliner Lebensmittelunternehmen wie z.B. Knippenbergs oder Bio-Lüske haben in der Halle in einen weiteren Verkaufsstandort investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen.
Gegenwärtig entsteht ein Netzwerk des kleinteiligen Lebensmitteleinzelhandels im Quartier rund um die Markthalle Neun und den Lausitzer Platz (BILEnet Lausitzer), dessen Aufbau im Rahmen des durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und den Europäischen Sozialfond geförderten Programms „Lokales Soziales Kapital“ (LSK) unterstützt wird.

Freitag. 3. Mai 2013 18.00 Uhr Maibock-Anstich 18.30 Uhr Veranstaltungsbeginn: Wir wollen euer Bier nicht mehr!
Veranstalter: August Bebel Institut in Zusammenarbeit mit der Markthalle Neun, Heidenpeters Craft Bier, Kantine Neun und Slow Food Berlin
Ort: Markthalle Neun, Eisenbahnstr. 42/43, 10997 Berlin

 
3. Mai:

Buchpremiere! WILLY BRANDT UND GÜNTER GRASS | DER BRIEFWECHSEL

Als Willy Brandt 1961 dreißig Schriftsteller nach Bonn einlud, um sie für den Bundestagswahlkampf der SPD zu gewinnen, fehlte ausgerechnet Günter Grass auf seiner Liste. Der Bestsellerautor sei, so ging das Gerücht, Anarchist und für die Politik nicht zu haben. Auf den verzögerten Start folgte eine Liaison von Geist und Macht, die ihresgleichen sucht: Der Schriftsteller stieg in den tagespolitischen Nahkampf ein und erprobte eine freigeistige Beteiligung an der Partei- und Regierungsarbeit.
Der Vorsitzende und spätere Bundeskanzler fasste ein vitales Interesse an seiner kritischen Dreinrede und förderte nachdrücklich die parteilose Wählerinitiative. Das geheime Herzstück dieser Liaison bildet der bislang unveröffentlichte Briefwechsel von Brandt und Grass. Fast drei Jahrzehnte lang haben sie ihn geführt, dabei das Wechselbad der großen Politik durchlaufen und zögerlich, über Euphorien und Zerwürfnisse hinweg, zu einer bemerkenswerten Freundschaft gefunden.
Das Buch präsentiert erstmals sämtliche Briefe und Briefbeigaben, versieht sie mit einem ausführlichen Stellenkommentar und veranschaulicht sie mit zahlreichen Abbildungen. Ein Essay des Herausgebers erläutert die Hintergründe dieses bedeutenden Dokuments zur zweiten, der intellektuellen Gründung der Bundesrepublik.
DER BRIEFWECHSEL zwischen Willy Brandt und Günter Grass erscheint im Mai im STEIDL Verlag.

Freitag, 3. Mai 2013, 20.00 Uhr: Buchpremiere! WILLY BRANDT UND GÜNTER GRASS | DER BRIEFWECHSEL herausgegeben von Martin Kölbel | gelesen von DIETER MANN und BURGHART KLAUßNER

Veranstalter: Berliner Ensemble
Ort: Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 10117 Berlin
Kartenvorverkauf: (030) 284-08-155 oder theaterkasse@berliner-ensemble.de
http://www.berliner-ensemble.de

 
6. Mai

Buchvorstellung: Wolfgang Abendroth und der "reale Sozialismus". Ein Balanceakt. Von Uli Schöler

Die vorwärts:buchhandlung und das Kulturforum laden ein zur Buchvorstellung und zum Gespräch mit Uli Schöler, dem Autor des Buches Wolfgang Abendroth und der "reale Sozialismus". Ein Balanceakt. Uli Schöler, Jurist und Politikwissenschaftler, untersucht das Werk des wirkungsmächtigen linken Politologen Wolfgang Abendroth (1906 - 1985).
Gemeinsam mit Helga Grebing, Historikerin und emeritierte Professorin, und Wolfgang Thierse, dem Vorsitzenden des Kulturforums der Sozialdemokratie, wird der spannende Wandlungsprozess im Werk Abendroths hin zum Vordenker der Neuen Linken beleuchtet. Von der frühen "linkskommunistischen" Prägung über die Abwendung vom organisierten Kommunismus und der scharfen antitotalitären Kritik am Stalinismus bis hin zur kritischen Sicht des "realen Sozialismus" in den späten Jahren.
Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, ist eine kurze Anmeldung erbeten.

Montag, 6. Mai 2013, um 19.00 Uhr
vorwärts:buchhandlung + antiquariat GmbH, Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, 10963 Berlin

 
8. Mai:

Gedenkveranstaltung "INGE DEUTSCHKRON Erfahrungen im Nachkriegsdeutschland und in Berlin"

Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Als Gedenktag erinnert er jährlich an die tiefe Zäsur von 1945: den Neuanfang und die Befreiung von Krieg und der Diktatur des Nationalsozialismus. In einer Gedenkstunde erinnerte der Deutsche Bundestag an die Millionen Opfer des Nationalsozialismus. In ihrer Gastrede schilderte Inge Deutschkron ihre Erinnerungen an die Machtübernahme der Nationalsozialisten, die sie als Zehnjährige erlebte. Als Inge Deutschkron im Nachkriegsdeutschland gesagt wurde, sie solle vergessen und sie müsse vergeben können, sei sie wie besessen gewesen von der Idee, dass Vergleichbares nie wieder geschehen dürfe. Auf Einladung des Freundeskreises spricht sie am 8. Mai auf einer Gedenkveranstaltung im Willy-Brandt-Haus.

Mittwoch, 8. Mai 2013, 19:30 Uhr: Gedenkveranstaltung "INGE DEUTSCHKRON Erfahrungen im Nachkriegsdeutschland und in Berlin"
Ort: Willy-Brandt-Haus, Stresemannstr. 28, 10963 Berlin
Begrüßung: Walter Momper, stellv. Vorsitzender Freundeskreis Willy-Brandt-Haus
Inge Deutschkron  Rede im Deutschen Bundestag zum Holocaust-Gedenktag am 30. Januar 2013
Volker Ludwig im Gespräch mit Inge Deutschkron
Tel. 030 25 99 37 87 | www.freundeskreis-wbh.de | Eintritt frei | Ausweis erforderlich

 
8. Mai:

ASG Berlin: Aktuelle psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung in Berlin

Dr. med. Iris Hauth, ärztliche Direktorin und Geschäftsführerin im Zentrum für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des St. Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee, wird mit der ASG Berlin über die aktuelle psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung in Berlin und mögliche Auswirkungen des PsychEntgeltgesetzes sprechen. Die ASG und Thomas Isenberg, MdA, laden alle Interessierten dazu ein.

Mittwoch, 8. Mai 2013, um 19.00 Uhr 
Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 320, Niederkirchnerstr. 5, 10117 Berlin

 

Bustour "Von Revolution zu Revolution"

Eine Bustour, organisiert von der Berliner SPD und der Historischen Kommission, führt am 8. Juni an Berliner Orte mit besonderer historischer Bedeutung. Unter dem Motto "Von Revolution zu Revolution" startet die Fahrt am Brandenburger Tor. Begleitet wird sie vom SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß, dem Vorsitzenden der Historischen Kommission Siegfried Heimann und der Abgeordneten Susanne Kitschun, Leiterin des Projektes Entwicklung einer nationalen Gedenkstätte Friedhof der Märzgefallenen in Berlin- Friedrichshain.

Der 18. März gilt in der deutschen Geschichte als bedeutendes Datum mit doppeltem Bezug: Er steht für den Höhepunkt der Barrikadenkämpfe 1848 und für die ersten freien Wahlen zur Volkskammer der DDR 1990. Beide Ereignisse standen in engem Zusammenhang mit Forderungen nach politischer Freiheit. Um die Geschehnisse von 1848 in Erinnerung zu rufen, begeben wir uns in der Berliner Innenstadt auf historische Spurensuche.

Ausgehend vom Platz des 18. März am Brandenburger Tor suchen wir im Tiergarten den Standort einstiger Ausflugslokale auf, in denen auf spontan organisierten Volksversammlungen politische Forderungen laut wurden. Auch werfen wir einen Blick zurück auf die Situation am königlichen Schloss am Tag des 18. März 1848, als eine riesige Menschenmenge auf die Antwort des Monarchen auf ihre Forderungen wartete. Wir kommen vorbei an einstigen Barrikadenstandorten, an denen die Aufständischen sich mit den preußischen Regierungstruppen anschließend blutige Gefechte lieferten. Bei einem Ausstieg am Gendarmenmarkt rufen wir den eindrucksvollen Trauerzug für die 183 zivilen Opfer dieser Kämpfe in Erinnerung. Der Gendarmenmarkt bietet ebenfalls Gelegenheit, sich mit der im Mai 1848 aus allgemeinen Wahlen hervorgegangenen Preußischen Nationalversammlung zu befassen. Bevor wir uns auf den Weg machen zum Friedhof der Märzgefallenen, wo eine abschließende Führung geplant ist, lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf die erste deutschlandweite Organisation der Arbeiterbewegung, die „Allgemeine deutsche Arbeiterverbrüderung“. Sie nahm im August 1848 im programmatischen Teil ihrer Statuten wirtschaftliche und politische Forderungen auf, die zum Teil heute noch oder wieder aktuell sind. Die Tour endet hier gegen 13 Uhr.

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich. Die Fahrt ist kostenfrei, die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 45 begrenzt, es gilt die Reihenfolge der Anmeldung. Anmeldungen sind im Internet unter www.spd-berlin.de/bustour möglich oder telefonisch unter 4692 222. Angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten in der Woche vor der Tour genauere Informationen zum Treffpunkt.

 
22. Mai:

"Von Null auf hundert": Christine Bergmann liest

Buchcover "Von Null auf Hundert"
 

Am 22. Mai liest die ehemalige Berliner Senatorin und Bundesfamilienministerin Christine Bergmann auf Einladung des Berliner SPD-Kulturforums aus ihrem Buch „Von Null auf Hundert: Stationen eines politischen Lebens“. Beginn ist um 19 Uhr in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus.

Christine Bergmann hat sich nie in die erste Reihe gedrängt, aber jede Aufgabe schlicht gut gemeistert: ob als Parlamentspräsidentin der Ostberliner Stadtverordnetenversammlung, als Senatorin für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen der Berliner Großen Koalition, als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und bis zum 31. Oktober 2011 als Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Auf die promovierte Naturwissenschaftlerin und engagierte Protestantin Christine Bergmann gehen so nachhaltige Reformen wie die Einführung der Elternzeit und das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung zurück. Mit ihrem unverstellten Blick für Ungerechtigkeiten prägte sie die Debatten um Frauenquote, Pornografie und gewaltverherrlichende Spiele. Durch ihre hohe moralische Autorität schaffte sie es, Tausenden von Missbrauchsopfern in Familie, Schule und Kirchen gesellschaftliches Gehör zu verschaffen. In einem ausführlichen biografischen Interview erzählt Christine Bergmann von ihrer Kindheit in Dresden, ihrem ersten Beruf als Pharmazeutin und ihrem Schritt 1989 in die Politik, als sie an einer Kirchenmauer der Gethsemane-Kirche im Prenzlauer einen Hinweis auf die neu gegründete SDP entdeckte. So landete sie in der Politik. Von Null auf Hundert.

Christine Bergmann liest aus ihrer Biographie „Von Null auf Hundert: Stationen eines politischen Lebens“ 
Mittwoch, 22. Mai 2013, um 19.00 Uhr
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Anmeldungen erbeten unter www.spd-berlin.de/LesungBergmann

 

Hörfunk & TV-Tipp: SPD-Geschichte im MDR

Die SPD ist die älteste Partei Deutschlands und feiert am 23. Mai den 150. Jahrestag ihrer Gründung. Der MDR widmet sich ihrer Geschichte und aktuellen Bedeutung in zahlreichen Beiträgen - u. a. im Ersten mit "Wie weit links? 150 Jahre SPD" am 13. Mai. 23.30 Uhr.

MDR INFO betrachtet die Entstehung der Sozialdemokratie, deren Wurzeln in Mitteldeutschland liegen. Hier gab es schon früh Gesellenvereine und Genossenschaften. Zudem ließen die liberalen Gesetze in Sachsen Vereinsgründungen zu. In einer fünfteiligen Serie über die Gründung der SPD wird vom 6. bis 10. Mai im Frühprogramm (5 bis 9 Uhr) die Geschichte in Leipzig, Eisenach und Gotha lebendig.

Auch MDR FIGARO sucht bedeutende Orte der Arbeiterbewegung in Mitteldeutschland auf und geht der Frage nach, wie heute an sie erinnert wird. Die Serie wird vom 7. bis 21. Mai jeweils dienstags, 7.10 Uhr sowie am 23. Mai, 6.45 Uhr und 13.40 Uhr ausgestrahlt.

"Wohlan, wer Recht und Wahrheit achtet!" heißt das Feature, das am 15. Mai, 22 Uhr bei MDR FIGARO zu hören ist. Erzählt wird vom "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein", den Ferdinand Lassalle 1863 in Leipzig gründete. Im Programm stand, dass der ADAV die "Vertretung der sozialen Interessen des deutschen Arbeiterstandes" übernehmen solle. Doch was ist nach 150 Jahren aus dem Streben nach Bildung, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität geworden?

Am 23. Mai sendet das MDR-Kulturradio von 18.05 Uhr bis 19 Uhr ein FIGARO Spezial zum Thema "Es war einmal: der Arbeiter". Beleuchtet werden das Bild des Arbeiters und die Forderungen der Arbeiterbewegung im Wandel der Zeit. In einer Podiumsdiskussion, die am gleichen Tag um 22 Uhr ausgestrahlt wird, sprechen unter anderem Franz Müntefering und der Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge über die Teilhabe des Einzelnen an der Gesellschaft. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Michael Götschenberg. Zudem wird MDR FIGARO an diesem Abend aktuell vom Festakt zum 150. Gründungstag der SPD in Leipzig berichten. Neben Bundespräsident Joachim Gauck sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande eingeladen.

Im MDR FERNSEHEN geht es am 23. Mai, 22.35 Uhr um die lange und wechselvolle Geschichte der Partei: vom "Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" über das Godesberger Programm bis zur deutschen Wiedervereinigung und der Agenda 2010. "MDR extra: 150 Jahre SPD" berichtet auch vom  Festakt der SPD im Leipziger Gewandhaus sowie von einem der ältesten SPD-Ortsvereinshäuser mit angeschlossener Kneipe und eigenem Traditionskabinett in Sachsen-Anhalt. MDR-Chefredakteur Stefan Raue moderiert die Sendung.

Im Anschluss wird um 23.10 Uhr (und zuvor am 13. Mai, 23.30 Uhr im  Ersten) der Frage "Wie weit links? 150 Jahre SPD" nachgegangen. Die Frage "Wie weit links?" hat die Partei einerseits fast zerrissen, zugleich aber auch in der Abgrenzung vom Totalitarismus stark gemacht. Das Problem wird in der Fernsehdokumentation am Beispiel wichtiger Persönlichkeiten der Partei wie August Bebel, Friedrich Ebert oder Willy Brandt beleuchtet.

Alle MDR-Radioprogramme und ihre Webchannel können via Internet empfangen werden.

 
August Bebel Institut

Seminare, Workshops, Termine

Das August-Bebel-Institut bietet regelmäßig Veranstaltungen zur politischen Bildung an. Die nächsten Termine:

 

Fr 7. Juni, 17–19 Uhr - Berliner Tatorte
Dokumente rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Die Ausstellung ist ein Aufruf zum Einmischen. Ganz gewöhnliche Berliner Straßen und Plätze sind auf den Fotografien von Jörg Möller zu sehen. Sie lassen nichts von der Angst und den Schmerzen erkennen, die Menschen an diesen Orten erlitten haben. Und doch handelt es sich um Tatorte rassistischer und rechter Gewalt. Die Ausstellung der Opferberatung ReachOut zeigt die erschreckende Normalität dieser Angriffe und die Erkenntnis, dass Opfer häufig an keinem Ort und zu keiner Tageszeit wirklich sicher sind.

Ausstellungseröffnung mit: Helga Seyb, ReachOut; Jörg Möller, Fotograf, und Teilnehmer/innen am internationalen Workshop „Understanding Marginalisation – Working for Inclusion“
In Kooperation mit ReachOut Berlin

Anmeldung erbeten [U52.1] -Ausstellung: Mo 10. bis Do 27. Juni, Öffnungszeiten Mo–Fr 14–18 Uhr
 
 

Sa 08. Juni, 10– 14 Uhr - „Ende einer Idylle?“ – Die Britzer Hufeisensiedlung 1933
Stadtrundgang mit Ausstellungsbesuch

Die Britzer Hufeisensiedlung wurde ab Mitte der 1920er Jahre als Siedlung für Arbeiter/innen errichtet. Neue architektonische Ideen sollten ihnen ein besseres Zuhause geben. Die Bewohner/ innen kamen überwiegend aus der organisierten Arbeiter/innen-Bewegung, draunter z.B.  Erich Mühsam. Mit der Machtergreifung der Nazis vor 80 Jahren änderte sich das.  Das Museum Neukölln fragt im Rahmen einer Ausstellung, wie sich die Machtübernahme der Nazis in der Hufeisensiedlung dargestellt hat. Welche Bewohner/innen mussten wegziehen?  Wer kam dazu? Wie wandelte sich das Gemeinschaftsleben?

Wir erkunden die Siedlung im Rahmen eines Stadtrundgangs und lassen uns durch die Ausstellung im Museum führen. In Kooperation mit dem Museum Neukölln.
Referent: Reinhard Wenzel (Diplom-Politologe)  Beitrag 5 €, Anmeldung bis 30. Mai [U89]

 

 

Die aktuelle Ausgabe der BERLINER STIMME

Seit 63 Jahren gibt es die BERLINER STIMME, die Abonnementszeitung der Berliner SPD.  Themen der  Ausgabe vom 27. April u.a.:

  • Die Berliner SPD ruft zur Mai-Demonstration des DGB auf. Unter dem Motto „Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.“ startet der Demonstrationszug um 10 Uhr am Hackeschen Markt. Mehr auf Seite 2
  • Karin Halsch im BS-Interview: Die Sportstadt Berlin lebt vom Engagement in den Vereinen. Mehr auf Seite 2.
  • „Die Seele der Stadt zurückgewinnen“: Jan Stöß fordert eine Debatte über die historische Mitte und die IBA als Planungsinstrument. Mehr auf Seite 3.
  • Vor Ort: Fachausschuss-Mitglieder trafen S-Bahn-Geschäftsführer. Mehr dazu auf Seite 4.
  • „Das Engagement unterstützen“: Raed Saleh und Sandra Scheeres stellen Förderprogramm für Brennpunktschulen vor. Mehr auf Seite 5.


Unter www.berliner-stimme.de finden Sie ein Formular zum Abonnement (PDF-Dokument).

Ein kostenloses Probeexemplar können Sie anfordern unter berliner.stimme@spd.de

 

Neu im Kreativblog-Berlin: Die Medienunternehmen der Hauptstadtregion

Das sollte man mit einem Blogbeitrag feiern: 66 Prozent der Medienunternehmen in der Hauptstadtregion sind mit dem Geschäftsverlauf 2012 zufrieden oder sehr zufrieden. Das ergab das aktuelle Medienbarometer, das jährlich von Medienboard und media.net berlinbrandenburg in Auftrag gegeben wird. Mehr noch, 63 Prozent der Befragten erwarten für 2013 steigende Umsätze. Wer erwartet hatte, dass sich die hiesige Medienbranche wie vielerorts auf dem Weg ins Jammertal befindet, hat sich augenscheinlich geirrt, wird im aktuellen Beitrag im Kreativblog-Berlin festgestellt.

Der Kreativblog-Berlin der AG Kreativwirtschaft im Fachausschuss Wirtschaft: bietet  eine neue Möglichkeit des Gedankenaustauschs und der Information in der Berliner Kreativszene. 
weiterlesen auf www.kreativblog-berlin.de

 

Termine: Unsere aktuellen Termine finden Sie jeden Tag auf unserem Kalender.

Presseschau: An jedem Werktag finden Sie bei uns übersichtlich in der aktuellen Presseschau eine Auswahl von Zeitungsartikeln des Tages, die nützlich für die politische Arbeit sein können.

Telefon-Hotline der Berliner SPD: (030) 46 92 222

E-Mail: spd@spd-berlin.de

 

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