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Michael Müller: Auftakt der Füreinander-Tour

© Marco Urban

 

Start der "Füreinander-Tour" mit Michael Müller in Mitte: Gut anderthalb Stunden beantwortete der Regierende Bürgermeister die Fragen der mehr als 120 Bürgerinnen und Bürger, die in die Galerie des Hauses am Lützowplatz gekommen waren. Eine breite Palette von Themen kam zur Sprache, angefangen von Bauprojekten im Bezirk über soziale Fragen, den Wohnungsbau, die Mieten und die Entwicklung der Renten bis hin zur Integration von Geflüchteten. Es gab keine  trennende Bühne und kein Podest, dafür einen ganz direkten und offenen Dialog miteinander. 

Begonnen hatte Michael Müller die Runde mit einem Plädoyer für mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft. "Füreinander" sei bewusst zum  Motto der Tour geworden, sagte Müller. Das Engagement füreinander sei entscheidend für die Zukunft der Stadt. Die Stadt wächst weiter, in einigen Jahren könnte die Einwohnerzahl die Vier-Millionenmarke erreichen, so Michael Müller. Jedes Jahr müssen 12.000 bis 15.000 neue Wohnungen gebaut werden. Im vergangenen Jahr zogen 50.000 Menschen neu in die Stadt, es entstanden aber gleichzeitig auch 50.000 neue Arbeitsplätze. 

Viele der FragestellerInnen engagieren sich in Vereinen und Initiativen im Bezirk. Sie schilderten Michael Müller ihre Sorgen und Wünsche, etwa, dass Verkehrskonzepte nicht an der Bezirksgrenze Halt machen dürfen oder dass Modernisierungen Wohnraum nicht zu stark verteuern dürfen. Michael Müller zählte die ganze Palette von Maßnahmen auf, die der Berliner Senat bereits einsetzt, um die Mietenentwicklung zu dämpfen, die meisten Instrumente sind von der SPD durchgesetzt worden. Er machte aber auch deutlich, dass Neubau dringend notwendig sei. Wenn es zu keiner Zersiedelung kommen soll, müsse in der Innenstadt behutsam verdichtet werden.  

An das Ende der Fragerunde stellte Michael Müller einen Appell: „Wir befinden uns in einer wichtigen Phase, wo man sich entscheiden muss, was passiert, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.“ Es gehe, so Müller, um die Frage, ob wir künftig in einer offenen Gesellschaft leben oder in einer ausgrenzenden. Hier sei jede und jeder einzelne gefordert, sich zu engagieren und zur Wahl zugehen.

Viele setzten die Gespräche zum Schluss in kleiner Runde fort. Gefragt waren da auch die Abgeordneten und Bezirkspolitiker aus Mitte, die nahezu vollständig vertreten waren, ebenso wie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Abgeordnetenhauswahl.

Der nächste Termin:
Tempelhof-Schöneberg: Mittwoch, 16.3.2016, um 18.00 Uhr - ufa-Fabrik, Theatersaal, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin

Alle Termine und Anmeldeformulare unter www.spd.berlin/fuereinander

 

Berliner SPD verteilt 36.000 Rosen zum Internationalen Frauentag

Rosenverteilung mit dem SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß in Mitte.
 

36.000 Rosen verteilen die Berliner Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten heute auf Berlins Straßen. In allen Kiezen sind sie unterwegs und erinnern an diesen so bedeutenden wie aktuellen Tag der Frauenbewegung.

Es gebe dabei nicht nur  Grund zur Freude, stellt Eva Högl fest, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Berliner Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen. „Frauen werden im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen immer noch schlechter bezahlt. Sie reiben sich besonders auf beim Spagat zwischen Familie, Beruf und zunehmend auch der pflegerischen Betreuung von Angehörigen“, so Högl. Die Berliner ASF-Vorsitzende macht zudem auf die Situation von geflüchteten Frauen aufmerksam: „Gerade bei Frauen und Kindern kommt es darauf an, das sie sich in ihrer Unterkunft sicher und geschützt fühlen. Deshalb brauchen wir für sie schnell separate Unterbringungen. Zugleich schlummert in ihnen ein unheimliches Potenzial, das durch Programme zur Berufsorientierung gefördert werden muss.“

Jan Stöß, Vorsitzender der SPD Berlin und Kandidat für das Abgeordnetenhaus in Mitte, weist auf die besondere Belastung für die Alleinerziehenden hin: „Berlin ist bundesweit leider die Hauptstadt der Alleinerziehenden. Gut 1/3 der Berliner Kinder wird mit nur einem Elternteil groß. Deshalb hat vor allem die SPD dafür gekämpft, dass der Entlastungsbetrag für sie um 600 Euro erhöht wird und flexible Arbeitszeitmodelle weiter ausgebaut werden.“

Auch der Regierende Bügermeister Michael Müller weist darauf hin, was alles noch zu tun bleibt: „Für mich bleibt es das Wichtigste, für gute Arbeit und Ausbildung zu sorgen. Dabei müssen wir besonders für Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen sorgen. Und wir müssen durch gute Kinderbetreuung alleinerziehenden Müttern die Chance auf gute Arbeit geben, durch die sie mit ihren Kindern ein gutes Leben führen können. Nur so können wir Frauen vor Altersarmut bewahren.“

 

12. März 14.00 Uhr: Für ein weltoffenes und tolerantes Berlin - SPD ruft zur Gegenkundgebung auf!

Ein breites Bündnis von Parteien, Gewerkschaften und Verbänden ruft auf, sich am 12. März einem geplanten Aufmarsch Rechtsradikaler entgegenzustellen. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Und hier ist der Aufruf (PDF-Dokument).

Samstag, 12. März 2016, um 14.00 Uhr
Hauptbahnhof – Washingtonplatz, Rahel-Hirsch-Straße Ecke Ella-Trebe-Straße, 10557 Berlin

 

Senatorin Dilek Kolat zur ReachOut-Statistik über rechtsextreme Gewalt

 

Die von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen finanzierte Opferberatungsstelle ReachOut hat in ihrer Statistik zum Jahr 2015 insgesamt 320 rechts und/oder rechtsextrem motivierte Angriffe auf Angehörige von Minderheiten und politische Gegnerinnen und Gegner in Berlin verzeichnet. Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 80%. Besorgniserregend sind dabei die zahlreichen Angriffe auf geflüchtete Menschen und ihre Unterkünfte. Auch Kinder sind unter den Betroffenen.

Dazu erklärt Integrationssenatorin Dilek Kolat: „Die Ächtung von Gewalt, Hass und Menschenverachtung ist eine Grundbedingung für eine funktionierende Demokratie. Der Berliner Senat steht für Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt. Deswegen werden wir laufenden Doppelhaushalt 2016/17 die finanzielle Unterstützung für die Opferberatung ReachOut weiter ausbauen. Wir lassen nicht zu, dass Rassismus und Ausgrenzung das gesellschaftliche Klima bestimmen.“

Kolat betont: „Die Zahlen der zivilgesellschaftlichen Dokumentationsstellen stehen nicht in Konkurrenz zu den Zahlen der Berliner Polizei, sondern ergänzen diese und sind ein Beitrag zur Ausleuchtung des Dunkelfeldes rechtsmotivierter Gewalt. Es ist mir wichtig, das Ausmaß von rassistischen und antisemitischen Vorfällen in Berlin klar zu benennen. Denn eine schonungslose Problembenennung ist Ausgangspunkt für die Prävention.“

Der Berliner Senat fördert im Rahmen seines Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus das Opferberatungsprojekt ReachOut, die Berliner Registerstellen und Dokumentationsstellen zu antisemitischen und antiziganistischen Vorfällen (Projekt „RIAS“ des VDK e.V. und Amaro Foro e.V.). Im aktuellen Doppelhaushalt wurden diese Mittel nochmals erhöht. Insgesamt stehen für diese Arbeit im laufenden Jahr mehr als 800.000 Euro zur Verfügung.

 

SPD Pankow wählt neuen Kreisvorstand

Auf ihrer ersten Kreisdelegiertenversammlung (KDV) der Wahlperiode 2016 bis 2018 hat die SPD Pankow am 5. März 2016 turnusmäßig ihren neuen Kreisvorstand gewählt. Die Delegierten wählten Knut Lambertin erneut zum Kreisvorsitzenden. Auch die stellvertretenden Vorsitzenden Dennis Buchner und Rolf Henning sowie Clara West wurden bestätigt. Neu im Vorstand ist Katharina Berten als Kassiererin sowie Birte Darkow als Schriftführerin. Die beiden bisherigen Amtsinhaberinnen traten nicht erneut an. Vervollständigt wurde der Kreisvorstand mit der Wahl von neun Beisitzerinnen und Beisitzern sowie den Vertreterinnen und Vertretern der 13 Pankower Abteilungen und neun Arbeitsgemeinschaften.

Ferner wählte die KDV eine neue Schiedskommission sowie eine Revision. Gewählt wurden schließlich die Mitglieder der Pankower Delegation zum Landesparteitag, die aufgrund des enormen Mitgliederzuwachses der Pankower SPD auf 24 Personen angestiegen ist. Schließlich waren noch Nominierungen vorzunehmen: Knut Lambertin als Vertreter des Kreises Pankow und Klaus Mindrup als Beisitzer wurden von der Versammlung einstimmig zum neuen Landesvorstand vorgeschlagen, Jan Stöß wurde erneut zum Landesvorsitzenden nominiert.

 

Forum Netzpolitik wählt neuen Vorstand

 

Das Forum Netzpolitik der Berliner SPD hat turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Hier der neugewählte Vorstand: SprecherInnen: Yannick Haan, Ute Pannen. BeisitzerInnen: Robert Budras, Franziska Jahke, Volkmar Stein, Julie Rothe, Wolfgang Gründinger.

 

Daniela Kaya als Vorsitzende der AG Migration und Vielfalt bestätigt

Logo AG Migration
 

Am 2. März 2016 hat die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der Berliner SPD auf ihrer ordentlichen Landesdelegiertenkonferenz Wahlen des Vorstandes vorgenommen. Zur Wahl waren 60 Delegierte der AG aufgerufen, 57 Delegierte waren anwesend. Daniela Kaya aus Friedrichshain-Kreuzberg wurde mit 43 Stimmen im Amt der Landesvorsitzenden der AG Migration und Vielfalt der Berliner SPD bestätigt. Die stellvertretenden Vorsitzenden Hakan Demir (Neukölln), Alev Deniz (Mitte), Doris Nahawandi (Friedrichshain-Kreuzberg), Dmitri Stratievski (Steglitz-Zehlendorf) bilden mit dem Schriftführer Mihail Groys (Charlottenburg-Wilmersdorf) den geschäftsführenden Landesvorstand.

Den Vorstand komplettieren die Beisitzerinnen und Beisitzer Bilge Bozkurt (Friedrichshain-Kreuzberg), Devrim Eren (Lichtenberg) Roland Hergesell (Tempelhof-Schöneberg), Ursula Fehling (Pankow), Rejane Herwig (Neukölln), Alexander Perov (Charlottenburg-Wilmersdorf), Ali Vurucu (Reinickendorf) und Katharina Noryskiewicz (Steglitz-Zehlendorf) und die Vertretungen der zwölf Kreise.

 

Familientagung der Berliner SPD

 

Die SPD Berlin lädt herzlich ein zur Familientagung 2016.

Berlin wächst und ändert sich. Allein im letzten Jahr sind 40.000 Neu-Berlinerinnen und -Berliner dazugekommen. Der Geburtenüberschuss in der Hauptstadt zeigt: Berlin ist eine Stadt für Familien. Ob verheiratet oder nicht, Patchwork- oder Regenbogenfamilie – Familie ist für uns, wo Kinder sind. Wir wissen: Familien brauchen unsere Unterstützung.
Gute Kitabetreuung erleichtert es, Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen und für alle Kinder von Anfang an gleiche Chancen zu bieten. Wie kann sich Berlin als familienfreundliche Stadt weiterentwickeln? Wie verbessern wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Wie gestalten wir das Miteinander in unserer Stadt, so dass sich Familien – ob zugezogen oder seit Jahren hier lebend – hier wohlfühlen? Wie kann Integration erfolgreich gemeistert werden? Wir laden herzlich ein zur SPD Familientagung 2016.

Einladungskarte (PDF-Dokument)

Freitag, 11. März 2016, um 16.30 Uhr
Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin

 

Frank Jahnke: Charlottenburger Gespräche: Berlin - Hauptstadt der Fotografie?

Im alten Postfuhramt in Berlin-Mitte wurde C/O Berlin als ein Ausstellungshaus für Fotografie gegründet. Seit 2014 in Charlottenburg beheimatet, zeigt C/O Berlin im Amerika-Haus die Werke von renommierten Künstlerinnen und Künstlern, und die Stiftung „C/O Berlin Foundation“ begleitet mit einem vielseitigen Bildungsangebot Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf visuellen Entdeckungsreisen durch unsere Bildkultur. Zusammen mit dem Museum für Fotografie und der Helmut-Newton-Stiftung in der Jebensstraße ist rund um den Bahnhof Zoo ein einzigartiges Fotografie-Cluster in der City-West entstanden.
Frank Jahnke hat zu seinem nächsten Charlottenburger Gespräch den Gründer und Vorsitzenden der C/O Berlin Foundation, Stephan Erfurt, eingeladen. Über die Perspektiven dieses Kulturstandorts und die faszinierende Welt der Fotografie gilt es zu reden.

Mittwoch, 9. März 2016, um 19.00 Uhr
Bürgerbüro Goethe15, Goethestraße 15, 10625 Berlin

 

"Angekommen": Vier syrische Künstler stellen aus

junge Syrer Seba Nassreddine, Lilyan Gharbi, Osamah Abouzor und Anas Homsi
 

Ein ganz besonderes Projekt stellt die nächste Ausstellung des Kulturforums Stadt Berlin der Sozialdemokratie in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus dar. Vier syrische Künstlerinnen und Künstler werden dort nicht nur ab 11. März ihre Arbeiten ausstellen, zuvor haben sie die Galerie eine Woche lang als Atelier genutzt.

Die vier jungen Syrer Seba Nassreddine, Lilyan Gharbi, Osamah Abouzor und Anas Homsi sind vor einigen Monaten nach Berlin gekommen. In Berlin wollen sie leben und sich eine Zukunft  aufbauen. In einem Workshop können sie ihr Schicksal und ihre Hoffnungen mit künstlerischen Mitteln darstellen.  Das Kulturforum hat dafür Staffeleien, Leinwände und Materialien zur Verfügung gestellt.

Seba Nassreddine, 1985 in Syrien geboren, hat ein Diplom in Kunst sowie Bachelor-Abschlüsse in Architektur und Mode-Design. Osamah Abouzor studierte in Damaskus Kunst und war mit seinen Skulpturen aus Metall und anderen Materialien in Ausstellungen in Syrien vertreten. Lilyan Gharbi, 1995 geboren, hatte an der Fachhochschule für Bildende Künste in Damaskus studiert, dann ein Studium der Kindergartenpädagogik aufgenommen. Vierter Künstler ist Anas Homsi, 1987 in Syrien geboren, nach seinem Kunststudium in Damaskus in Ausstellungen in Beirut, London und Venedig vertreten.

Die Vernissage ist am Freitag, 11. März 2016, 19:30 Uhr
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Es sprechen:

Eckhardt Barthel, Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie
Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin

Musik: Hazem Nassreddine

Dauer der Ausstellung: 11. März bis 1. April 2016
Finissage: 1. April 2016 um 19.30 Uhr
Öffnungszeiten der Galerie: Di, Mi, Do, Fr, 16 - 18 Uhr und nach tel. Vereinbarung (030 – 883 7914 + 4692 150)

Das Kulturforum bittet herzlich um Unterstützung für das Projekt. Spenden können auf das Konto Kulturforum Stadt Berlin, IBAN DE05 1009 0000 2363 1800 überwiesen werden; Verwendung: für Projekt "Angekommen".

 

Buchvorstellung: Hochhuth-Biographie im Berliner Ensemble

Anlässlich des 85. Geburtstags des Schriftstellers und Dramatikers Rolf Hochhuth lädt der Dietz-Verlag am 13. März zur Vorstellung der Biografie "Hochhuth - Der Störenfried" mit der Autorin Birgit Lahann und Rolf Hochhuth.

Hochhuth feiert am 1. April 2016 seinen 85. Geburtstag. Sein literarisches Debüt "Der Stellvertreter", 1963 uraufgeführt, wurde zu einem Welterfolg. Er griff darin Papst Pius XII. für sein beharrliches Schweigen bei den Judendeportationen im Zweiten Weltkrieg an. In der Folge entwickelte Hochhuth sich zu einem der erfolgreichsten und umstrittensten Dramatiker der deutschsprachigen Bühnenwelt. Mit "Eine Liebe in Deutschland" zwang er den ehemaligen NS-Marine-Richter und späteren CDU-Ministerpräsidenten Hans Filbinger zum Rücktritt. Ludwig Erhard schmähte ihn für seine Angriffe als Pinscher, Helmut Kohl diffamierte ihn im Vatikan und Franz Josef Strauß beschimpfte ihn als Ratte und Schmeißfliege. Doch Hochhuth kämpfte weiter. Alle lieben die Freiheit, sagt er, aber nicht die, die ihnen dazu verhelfen wollen.

Birgit Lahann hat nun die erste Biografie über diesen großen politischen Dramatiker und Schriftsteller geschrieben, mit allem Witz und Wahnsinn, die sein Leben kennzeichnen. Sie erfuhr alles über den Irrsinn deutscher Zeitläufte, gegen die der Gerechtigkeitsfanatiker loszog, über Freund und Feind, über seine manische Kampfeslust und darüber, woher Mut und Kraft kommen, sich zügellos einer Wahrheit zu verschreiben. "Diese Biografie ist das Lebendigste, was ich in diesem Genre je zu lesen bekam." (Martin Walser)

Birgit Lahann, geb. 1940, Journalistin, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften, arbeitete u. a. mit Peter Zadek und war 25 Jahre Autorin beim STERN. Sie erhielt den Theodor-Wolff- und den Egon-Erwin-Kisch-Preis und schrieb mehrere Biografien.

Sonntag, 13. März 2016, um 11.00 Uhr
Berliner Ensemble / Theater am Schiffbauerdamm, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin.
Eintrittskarten für die Buchpremiere sind direkt beim Berliner Ensemble zu erwerben.

 

SPD Fraktion: Game Over für Berlins Spielhallen

Berlin ist seit Juni 2011 mit dem strengsten Spielhallengesetz Deutschlands Vorreiter im Kampf gegen die Spielhallen-Flut. Nach fünf Jahren Gesetzesvollzug ist es Zeit für eine deutliche Verschärfung des Berliner Spielhallengesetzes und die Auswahl der wenigen verbleibenden Spielhallen in Berlins Bezirken.

Die SPD-Fraktion hat erneut die Initiative ergriffen und gemeinsam mit dem Koalitionspartner im Februar 2016 eine umfangreiche Gesetzesänderung in das Berliner Abgeordnetenhaus eingebracht. Die wesentlichen Punkte: Verzehnfachung des Bußgeldrahmens auf 500.000 Euro, eine neue zentrale Sperrdatei für Spielsüchtige und erweiterte Möglichkeiten, illegale Spielgeräte Dritter einzuziehen. In einem gesonderten Gesetz wird geregelt, wie das mehrstufige und an Qualitätskriterien orientierte Verfahren zur Auswahl der verbleibenden Spielhallen rechtssicher zu vollziehen ist. Die Zahl der Spielhallen wird sich in Berlin dadurch in Kürze drastisch reduzieren. Schon in den letzten Jahren war die Zahl kontinuierlich gesunken, z.B. im Bezirk Spandau von 55 auf 48.

Auf einer Veranstaltung der SPD-Fraktion werden die Gesetzesänderungen und die damit verfolgten Ziele vorgestellt. Außerdem berichtet ein Experte des Landeskriminalamts an realen Fällen über die vielfältigen Formen des illegalen und organisierten Glücksspiels in Berlin und wie dagegen vorgegangen wird.

Begrüßung: Raed Saleh, MdA, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus
19.15 Uhr Das Berliner Spielhallengesetz: Wie wirkt es bisher, was wird verschärft und wie funktioniert eine landesweite Sperrdatei? Daniel Buchholz MdA, SPD-Stadtentwicklungsexperte
19.40 Uhr Illegales Glücksspiel in Berlin, Wolfgang Petersen, Leiter des Kommissariats Glücksspieldelikte im LKA Berlin
20.00 Uhr Podiumsdiskussion mit ExpertInnen und dem Publikum

Mittwoch, 16.März 2016, um 19.00 Uhr
Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 376, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

Anmeldung erbeten.

 

Clara West: Bürgerbeteiligung - Wie geht das?

Aktuell wird viel darüber diskutiert, wie sich Bürgerinnen und Bürger besser an politischen Entscheidungen beteiligen können. Auch wenn zunächst viele Entscheidungen in unserer Demokratie repräsentativ, durch Parlamente, entschieden werden, gibt es viele Möglichkeiten, sich als Bürger Gehör zu verschaffen, Entscheidungen zu beeinflussen oder Probleme auf den Tisch zu bringen - über die Einwohnerfragestunde in der BVV, über den Bürgerhaushalt oder auch durch eine Petition ans Parlament...
Wir wollen gemeinsam mit Ihnen darauf schauen, wie sich jede(r) Einzelne persönlich in politische Entscheidungsprozesse einbringen kann:
Was davon hat sich bewährt und wie funktioniert es genau? Wie kann ich mein Anliegen in die Bezirksverordnetenversammlung bringen?
Was genau macht eigentlich der Petitionsausschuss?

DiskussionsparterInnen sind
Andreas Kugler,  Vorsitzender des Petitionsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses
Alexandra Kast, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Ronja  Tietje, Vorsitzende der SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Pankow
Moderation: Dr. Clara West

Dienstag, 15. März 2016, um 19.00 Uhr
Bürgerbüro Clara West, MdA, Naugarder Str. 43, 10409 Berlin

 

Knut Nevermann über die Berliner Studentenbewegung

Der frühere Berliner Wissenschafts-Staatssekretär Knut Nevermann liest am 17. März Texte zur Studentenbewegung in Berlin 1967-1970 im Wahlkreisbüro von Franziska Becker.

Die Keimzellen der Studentenbewegung in Westdeutschland waren an zahlreichen Universitäten bemerkbar, auffällig war die 1962 gegründete Gruppe Subversive Aktion oder die 1967 gegründete Kommune I.

Ab 1966/1967 entstand, verursacht durch die Restauration der Nachkriegs-1950er Jahre und die Große Koalition (ohne eine einflussreiche Opposition innerhalb des Bundestages), unter der Führung des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) die außerparlamentarische Opposition (APO).

Ein entscheidender, große Teile der Studentenschaft mobilisierender Faktor für die außerparlamentarische Opposition war die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien (Mohammad Reza Pahlavi), der sich auf Staatsbesuch in Berlin befand. Die Boulevardpresse, vor allem die Bild-Zeitung, verschärfte die Gegensätze durch eine polarisierende Berichterstattung.

Am 11. April 1968 wurde der Studentenführer Rudi Dutschke bei einem Attentat in Berlin lebensgefährlich verletzt. Daraufhin fanden nicht nur in Berlin, sondern auch in zahlreichen westdeutschen Städten Protestdemonstrationen statt, die sich teilweise zu bürgerkriegsähnlichen Straßenschlachten mit der Polizei entwickelten. Bei diesen Osterunruhen wurden zwei Menschen getötet und bundesweit etwa 400 Menschen verletzt. Das Attentat auf Dutschke und die Ereignisse des Pariser Mai 1968 verstärkten die beginnende Radikalisierung der Bewegung, die sich gleichzeitig immer mehr aufsplitterte. Als eine Folge der 68er-Bewegung gründete sich um Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof die terroristische Rote Armee Fraktion (RAF).

Große Teile der Bewegung wandten sich dagegen der SPD unter Willy Brandt zu. Auch die Grünen und weitere Bürgerrechtsbewegungen wie die Schwulenbewegung können als späte Folge der 68er-Bewegung gedeutet werden. (Quelle: Wikipedia).

Über Knut Nevermann:
Knut Nevermann wurde 1944 als Sohn des späteren Hamburger Bürgermeisters Paul Nevermann geboren. Knut Nevermann studierte Rechtswissenschaft in Hamburg, München und ab 1965 in Berlin. Er wurde 1966 zum AStA-Vorsitzenden der Freien Universität gewählt.

1967 war er Gründungsmitglied des Republikanischen Clubs in West-Berlin. Zugleich war er engagiert an den damaligen Aktivitäten der Studentenbewegung beteiligt, etwa an dem 1967er Kongress "Bedingungen und Organisation des Widerstands" (gemeinsam mit Rudi Dutschke und Jürgen Habermas).

Von 1970 bis 1986 arbeitete Nevermann als wissenschaftlicher Mitarbeiter zunächst beim Deutschen Bildungsrat, danach am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. 1981 promovierte er in Jura, 1986 habilitierte er sich in Politikwissenschaft. Seit 1988 war er als leitender politischer Beamter (meist: Staatssekretär) in der Hamburger Kulturbehörde, beim Kultur-Staatsminister des Bundes, in der Sächsischen Wissenschaftsbehörde und von 2010 bis 2014 in der Schul- und Wissenschaftsbehörde des Landes Berlin tätig. Knut Nevermann lebt in Berlin-Wilmersdorf.

Donnerstag, 17. März 2016, um 19.00 Uhr
Wahlkreisbüro Franziska Becker, Fechnerstraße 6a (Ecke Gasteiner Straße), 10715 Berlin
Anmeldung per E-Mail unter franziska.becker@spd.parlament-berlin.de oder telefonisch unter 863 19 653.

 

Franziska Becker: "Gedenkkultur in Charlottenburg-Wilmersdorf"

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann stellt die Erinnerungsarbeit des Bezirks in seinen vielen Ausprägungen dar. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Gedenken der zwölfjährigen Herrschaft der Nationalsozialisten.

Heute erinnern in Charlottenburg-Wilmersdorf viele Straßennamen und Namen öffentlicher Einrichtungen, eine Reihe von Gedenkstätten und Mahnmalen, rund 300 Gedenktafeln, das Gleis 17 in Grunewald sowie die mehr als 2.600 Stolpersteine an die Gräueltaten der Nazis, an die Täter, an den Widerstand und vor allem an die Opfer des Nationalsozialismus.

Dieses intensive Gedenken ist gerade in Charlottenburg-Wilmersdorf kein Zufall, denn Charlottenburg und Wilmersdorf waren vor 1933 die Bezirke mit dem höchsten Anteil jüdischer Berliner. 1933 lebten in Charlottenburg und Wilmersdorf jeweils rund 27.000 Jüdinnen und Juden, das waren in Charlottenburg knapp acht Prozent und in Wilmersdorf rund 14 Prozent der damaligen Berliner Bevölkerung.

Eine aktive Gedenk- und Erinnerungskultur pflegen heute viele Berlinerinnen und Berliner in unserem Bezirk. Das Bezirksamt von Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt ebenso die Aufarbeitung unserer jüngeren Geschichte, die für unsere Gegenwart und Zukunft Verpflichtung und Notwendigkeit ist und bleibt.

"Die Gedenkkultur in Charlottenburg-Wilmersdorf ist nicht beendet. Sie wird sich auch künftig weiter entwickeln. Wir wissen heute nicht, wie sie sich in Zukunft entwickeln wird. Möglicherweise werden neue Formen der Erinnerung gefunden. Möglicherweise werden auch neue Fragestellungen zu einer wiederum gewandelten Einstellung zur Geschichte führen. Aber darin werden unsere bisherigen Erfahrungen aufgehoben sein, und ich bin sicher: Die Erinnerung wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen." (Bezirksabürgermeister Reinhard Naumann).

Vortrag mit Diskussion
Freitag, 18. März 2016, um 17.30 Uhr
Wahlkreisbüro von Franziska Becker, Fechnerstraße 6a, 10715 Berlin

Anmeldung: Telefonisch unter 863 19 653 oder per E-Mail unter franziska.becker@spd.parlament-berlin.de.

 

August Bebel Institut: Finissage: ART WAR – Ägyptens Künstler*innen und die Revolution

»Art War« begleitet junge ägyptische Künstler*innen in der Zeit nach dem arabischen Frühling bis zum Sturz des Präsidenten Mursi und der Muslimbruderschaft. Der Dokumentarfilm erzählt, wie sie lernen, Kunst in noch nie gesehener Weise als Waffe im Kampf für ihre unvollendete Revolution einzusetzen. Anschließend Gespräch mit Regisseur Marco Wilms.

Mittwoch, 16. März 2016, von 18.00 bis 21.00 Uhr
Moviemento Kino, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

Eintritt 5 €, Reservierung: Tel. (030) 692 47 85 oder www.moviemento.de

 

August Bebel Institut: 1848-Utopie-Nachtlecture-Party

Ist das Ende der Utopie gekommen? Sind alle Forderungen von 1848 erfüllt, so dass Visionen keine Zukunft mehr haben? Oder gibt es immer noch Ausbeutung und Unterdrückung in der Welt, gegen die es sich zu kämpfen lohnt? Unter dem Motto »Vorwärts und nicht Vergessen« will das August Bebel Institut einen Blick auf die Bewegung der Arbeiterinnen und Arbeiter als »Große Erzählung« werfen. Jenseits von Tradition & Nostalgie wird gefragt, was diese Erzählung über unsere Gegenwart und Zukunft sagt.

Mit: Ralf Hoffrogge, Historiker und Autor von »Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland – von den Anfängen bis 1914«
Freitag, 18. März 2016, von 21.00 bis 24.00 Uhr
August Bebel Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten.

 

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Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

 

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