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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: 8. Mai muss offizieller Gedenktag werden - 60plus erinnert an Kriegsende - Senatsbeschluss zur Berliner Energiewende - Geisel zum GDL-Streik - Termine

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„8. Mai muss offizieller Gedenktag werden!“

 

Der 8. Mai soll zum offiziellen Gedenktag werden. Das fordert die Berliner SPD in einer gemeinsamen Erklärung mit dem DGB Berlin-Brandenburg, Bündnis 90/ Die Grünen und DIE LINKE Berlin. „Die Berliner SPD unterstützt die Initiative, den 8. Mai zu einem offiziellen Gedenktag zu machen", so der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß. "Frank-Walter Steinmeier hat bei seiner Rede im Abgeordnetenhaus vor wenigen Tagen zu Recht davon gesprochen, dass dieser 8. Mai als Tag der Befreiung eben nicht nur die Befreiung von etwas, sondern zugleich eine Befreiung zu etwas war."

Steinmeier habe darauf hingewiesen, indem wir befreit wurden vom dunkelsten Irrweg unserer Geschichte, "wurden wir zugleich befreit zu ‚mehr Licht‘ auf unserem Weg nach vorn; zu Wachsamkeit und zur Selbstverpflichtung für diejenigen menschlichen und politischen Prinzipien, die Deutschland auf so beispiellose Art und Weise geschändet hatte. In unserer Befreiung also liegt zugleich unsere Verantwortung – die Verantwortung des Nie wieder!“

Stöß: "Dieser Verantwortung des 'Nie wieder' stellen wir uns, indem wir alle Tendenzen von Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit bekämpfen. Der gemeinsame, parteiübergreifende Aufruf mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund soll deshalb auch das Zeichen setzen, dass die offene und solidarische Gesellschaft unsere Antwort auf den 8. Mai 1945 sein muss."

 

Senatsbeschluss zur Berliner Energiewende

In den letzten Tagen wurde viel über die Berliner Energie - das Strom- und das Gasnetz - berichtet. Heute kam der Senat zu einer Kurz-Klausur zusammen, um darüber zu beraten. Dieser gemeinsame Beschluss wurde am Nachmittag erzielt:

1. Das Land Berlin bekennt sich zu den klimaschutz- und energiepolitischen Zielen, welche im Entwurf des Energiewendegesetzes dargelegt sind. Der Senat verfolgt mit seiner Energiepolitik das Ziel die Energiewende für die privaten Verbraucher sowie für Gewerbe und Industrie in Berlin sicher, umweltverträglich, effizient und preisgünstig umzusetzen. Berlin hat den Anspruch führende Smart City in Europa zu sein. Dazu gehört auch, dass die Stadt durch intelligente Energienetze und den Einsatz modernster Energietechnologien eine Leuchtturmfunktion einnimmt für eine innovative und nachhaltige Energieversorgung im urbanen Raum. So wird Berlin sein ehrgeiziges Ziel die CO²-Emissionen bis 2050 um 85% zu reduzieren erreichen können. Zudem kann Berlin als Senke für überregional erzeugte Energie zur Verfügung stehen und einen über die Stadt hinausreichenden Beitrag zur Energiewende leisten.

2. Mit einer strategischen Beteiligung des Landes Berlin an den Netzen und dem Energiemanagement muss ein Innovationsschub für den Energiestandort Berlin verbunden sein. Die Netze müssen als Plattform für die Anwendung innovativer Technologien genutzt werden. Dies erfordert intelligente Netze – smart grids.

3. Das Land Berlin verfolgt die Strategie einer gesellschaftsrechtlichen Beteiligung in den Berliner Gas- und Stromunternehmen bzw. ihrer Netzgesellschaften.

4. „Berlin Energie“ wird bieterfähig ausgestattet, um eine Fortsetzung der Konzessionsverfahren offen zu halten.

5. Das Land Berlin nimmt Verhandlungen mit den Anteilseignern der Gasag auf, mit dem Ziel maximalen Einfluss bei strategischen Rechten, der Beteiligungshöhe sowie der Unternehmensstruktur zu erreichen.

6. Im Zusammenhang mit den jetzigen Entscheidungen strebt der Senat keine Beteiligung an zentraler oder überregionaler Energieerzeugung, überregionalem Handel, Vertrieb und überregionalen Erzeugerkapazitäten an. Auch eine Beteiligung am Fernwärmenetz wird in dieser Legislaturperiode nicht angestrebt.

7. Für seine Beteiligungen präferiert der Senat einen industriellen Partner. Welcher der GASAG-Anteilseigner als Partner für eine solche Kooperation in Betracht kommt, kann derzeit nicht abgeschätzt werden.

8. Der Senator für Finanzen als zuständiger Beteiligungssenator wird beauftragt gemeinsam mit der Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung zu verhandeln; dazu gehört ein wettbewerblicher Dialog mit den Anteilseignern der GASAG.

9. In diesem wettbewerblichen Dialog soll erörtert werden, wie die oben angegebenen Ziele erreichbar sind. Die finanziellen und unternehmerischen/ gesellschaftsrechtlichen Implikationen sind dem Senat darzustellen. Dabei können auch Standortverlagerungen oder die Ansiedlung von Konzernfunktionen eine Rolle spielen.

10. Die haushaltspolitischen Ziele des Senats dürfen durch das Engagement des Landes Berlin im Energiesektor nicht beeinträchtigt werden.

Der Senat wird im Lichte der Ergebnisse des Dialogs eine energiepolitische Grundsatzentscheidung über Unternehmensbeteiligungen treffen. Diese Entscheidung soll spätestens Ende August 2015 getroffen werden.

 

Geisel: Streik nicht auf dem Rücken hunderttausender Fahrgäste austragen!

 
Mit Blick auf den erneuten Streik der Lokführergewerkschaft GDL fordert der für den Verkehr zuständige Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel die Tarifparteien auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren: „Bei allem Respekt vor dem Streikrecht der Beschäftigten fordere ich, zügig eine Lösung zu finden. Gerade eine Stadt wie Berlin kann sich einen so langen Ausstand in Teilen des Öffentlichen Nahverkehrs nicht leisten. Der Tarifkonflikt darf nicht weiter auf dem Rücken der hunderttausenden von Fahrgästen ausgetragen werden, die täglich die S-Bahn benutzen und auf sie angewiesen sind. Der große Vorteil von Berlin ist das dichte Ineinandergreifen der unterschiedlichen Verkehrsmittel. Ich bitte alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in den kommenden Streiktagen um erhöhte Rücksichtnahme und gegenseitigen Respekt.“
 

Justizpanne führt zur Freilassung von Drogenbande - Senator Heilmann muss Abhilfe schaffen

Der Vorsitzende des Fachausschusses für Inneres und Recht, Florian Dörstelmann, äußert sich entsetzt über den Fall von vier mutmaßlichen Mitgliedern einer Drogenbande, denen auf Grund des Schmuggels von 12 Kilo Heroin mehrjährige Haftstrafen drohten, und die allein deswegen aus der Untersuchungshaft entlassen werden mussten, weil die zuständige Kammer des Landgerichts zu selten tagte.

Dörstelmann wörtlich: „Derartige Pannen gefährden die Erfolge der Polizei, die miterheblichem Ermittlungsaufwand den Drogenschmuggel aufgedeckt und diemutmaßlichen Täter gefasst hat. Sie sind aber vor allem eine Belastung für dasSicherheitsgefühl der Berlinerinnen und Berliner, deren Vertrauen in die Justiz erschüttertwird.“

Dörstelmann fordert den zuständigen Justizsenator Heilmann auf, die Verfahren im Richterwahlausschuss für die Besetzung der Richterstellen zu beschleunigen und der Überlastung der Justiz entgegen zu wirken.

 

Sylvia-Yvonne Kaufmann: "Betrug am europäischen Steuerzahler einen Riegel vorschieben"

 

Zigarettenschmuggel, Betrug bei Agrarsubventionen oder Zollunterschlagung: Der Schaden, den solche Straftaten verursachen, ist mit bis zu drei Milliarden Euro pro Jahr enorm, so die SPD-Europaabgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann, Verhandlungsführerin der Sozialdemokraten zum Thema Europäische Staatsanwaltschaft.. "Das sind schließlich zwei Prozent des gesamten EU-Haushaltes. Wenn die nationalen Behörden in einzelnen Ländern nicht effektiv dagegen vorgehen, tragen die Steuerzahler in ganz Europa den Schaden davon", warnt die SPD-Abgeordnete. Deshalb soll künftig eine Europäische Staatsanwaltschaft grenzüberschreitend in Europa ermitteln.

Wie das vonstatten gehen soll, hat das Europäische Parlament am Mittwoch in einer Resolution den Mitgliedstaaten mit auf den Weg gegeben. Denn diese verhandeln derzeit darüber, wie die künftige Europäische Staatsanwaltschaft ausgestaltet sein soll. Die Europaabgeordneten haben ein gewichtiges Wort mitzureden, da sie dem Gesetzestext letztendlich zustimmen müssen. "Ich unterstütze daher grundsätzlich die Schaffung einer Europäischen Staatsanwaltschaft, um dem Betrug am europäischen Steuerzahler endlich einen Riegel vorzuschieben. Einen Blankoscheck für unsere Zustimmung stellen wir den Mitgliedstaaten jedoch nicht aus", stellt Sylvia-Yvonne Kaufmann klar. "Eine Europäische Staatsanwaltschaft muss unabhängig von jeglicher Einflussnahme durch die Mitgliedstaaten arbeiten können und effiziente Strukturen aufweisen. Das heißt aber nicht, dass das auf Kosten der Verfahrensrechte der Beschuldigten gehen darf."

Konkret konnten die Sozialdemokraten durchsetzen, dass das Parlament ein transparentes Ernennungsverfahren für europäische Staatsanwälte vorschlägt, um deren Unabhängigkeit sicherzustellen. Auch bei der Forderung, wonach europäische Staatsanwälte nicht weiterhin in Teilzeit als nationale Staatsanwälte arbeiten dürfen, ist das Parlament der SPD-Europaabgeordneten gefolgt. Ebenfalls auf sozialdemokratische Initiative werden den Mitgliedstaaten klare Leitlinien für hohe Standards bei Beschuldigtenrechten vorgegeben, wie die Möglichkeit der gerichtlichen Überprüfung von Entscheidungen der Staatsanwaltschaft.

 

AG 60plus: Erinnerung an das Kriegsende

Mit einem Aktionstag am 8. Mai auf dem Neuköllner Alfred-Scholz-Platz erinnert die Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ der Berliner SPD zum 70. Jahrestag an Kriegsende und Befreiung vom Nazi-Terror.  Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der AG 60plus, Werner Kleist, stehen in Talk-Runden die neugewählte Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey, der SPD-Landesvorsitzende  Jan Stöß, der Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu,  Baustadtrat Thomas Blesing, der Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer sowie zahlreiche Neuköllner Abgeordnete  Rede und Antwort. Für Musik sorgt die Berliner Band „Di Grine Kuzine“.

Freitag, 8. Mai 2015, von 14.00 bis 17.00 Uhr
Alfred-Scholz-Platz in Neukölln, Karl-Marx-Straße Ecke Ganghoferstraße, 12043 Berlin

 

Historische Kommission Berlin: Diskussion zur Befreiung Mai 1945

Die Historische Kommission der Berliner SPD lädt am 8. Mai zu einer Diskussionsveranstaltung über die "Befreiung Mai 1945". In einem aktuellen historischen Gespräch werden die Historkerin Prof. Dr. Helga Grebing und Karsten Voigt  über das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und den Neubeginn sozialdemokratischer Arbeit in den Ruinen sprechen. Die Veranstaltung findet im Willy-Brandt-Haus statt.

Freitag, 8. Mai 2015, um 18.00 Uhr
Willy-Brandt-Haus, Casino 4. Etage, Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin

 

Initiativkreis 8. Mai 1945/2015 in Steglitz-Zehlendorf: Verpflichtung zum Frieden - Kundgebung auf dem Hermann-Ehlers-Platz

Am 8. Mai 1945 befreiten die Alliierten Deutschland vom Nationalsozialismus. Deshalb ist dieser Tag ein Symbol für die besondere Verantwortung und Verpflichtung für den Frieden in der Welt. Am 8. Mai 2015 hat sich unsere Hoffnung, die Welt würde dauerhaft friedlicher werden, als trügerisch erwiesen. Die Waffen schweigen nicht. Die Politik des Friedens hat mit der Entwicklung des Krieges nicht Schritt gehalten.

Deshalb fordert der Initiativkreis 8. Mai 1945/2015 in Steglitz-Zehlendorf, den 8. Mai zum Anlass zu nehmen, den Weg zum Frieden in der Welt mit mehr Nachdruck fortzusetzen.
Es sprechen:
René Rögner-Francke, Bezirksverordnetenvorsteher Steglitz-Zehlendorf
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors
Dr. Ute Finckh-Krämer, Mitglied des Deutschen Bundestags
Freitag, 8. Mai 2015, von 16.30 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt an der Gedenktafel "Der erhängte Soldat - Tödlicher Verdacht",
Hermann-Ehlers-Platz, 12165 Berlin | S-/U-Bhf. Rathaus Steglitz

 

Rundgang durch den Boxhagener Kiez

Anlässlich des 70. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs, bietet Sven Heinemann, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, am 8. Mai um 17 Uhr eine kostenlose Tour durch den Boxhagener Kiez an. Dabei sollen die Schicksale von mehreren Menschen vorgestellt und ihre Stolpersteine geputzt werden. Anhand von Fotos und Karten wird Sven Heinemann Kriegszerstörungen zeigen. Der Spaziergang endet am Ostkreuz.

Freitag, 8. Mai 2015, um 17.00 Uhr
Treffpunkt Mittelinsel Warschauer Straße an der Ecke Kopernikusstraße, 10243 Berlin

 

QueerSozis Berlin begrüßen die SoHo Wien in Berlin

2014 waren die QueerSozis (Schwusos) Berlin mit einer Delegation in Wien bei der Schwesterorganisation, der SoHo Wien. Am kommenden Wochenende, vom 8. Mai 2015 bis 10. Mai 2015, kommen nun die GenossInnen der SoHo nach Berlin.

Der Freitag, 8. Mai 2015, steht unter den Motto „Projekte“. Begonnen wird mit einem Gespräch mit dem queerpolitischen Sprecher Tom Schreiber, MdA, um 10.00 Uhr. Am Nachmittag steht der Besuch des Lesbenarchivs Spinnbogen in Mitte und des Lebensorts Vielfalt in Charlottenburg an. Ein gemeinsames Abendessen mit den Wiener FreundenInnen rundet den ersten Tag des Besuchs ab. Während des Abendessen wird Jan Stöß die Gäste begrüßen.

Der Sonnabend ist für einen Workshop „Get out – get in! Strategien zur Mobilisierung“ im Kurt-Schumacher-Haus reserviert. Nach Abschluss des inhaltlichen Teils gibt es eine vorfristige Aktion zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie (17. Mai 2015) am Brandenburger Tor.

Zur besseren Planung und Anmeldung gibt es eine Doodle-Abfrage.

 

Gemeinsame Sitzung von FA Inneres und ASJ zum Wahlprogramm

Am Montag, 11. Mai 2015, tagen der Fachausschuss Inneres und Recht und die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ) gemeinsam, um die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des Wahlprogramms vorzustellen und zu erörtern. Die vier eingesetzten Gruppen befassen sich mit den Themen Justizpolitik, Rechtspolitik, Verwaltung/Personal und Innere Sicherheit.

Montag, 11. Mai 2015, um 19.30 Uhr
Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

 

Fachausschuss Internationales im Mai im Doppelpack

Aus organisatorischen Gründen bietet der Fachausschuss Internationales im Mai in kurzer Folge zwei Diskussionsforen zu konfliktträchtigen Regionen der europäischen und internationalen Politik an, am 20. Mai zum Westbalkan mit der Problematik der EU-Erweiterung und am 27. Mai zum 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern, der vor kurzem auch den Bundestag beschäftigt hat.  Der Fachausschuss freut sich auf eine rege Teilnahme und eine fruchtbare Diskussion.
 

Kiezfrühstück mit Ina Czyborra

Kiezfrühstücke stehen im Wahlkreisbüro der Zehlendorfer SPD-Abgeordneten Dr. Ina Czyborra in den Wochen bis zu den Sommerferien auf dem Programm: Den Auftakt bildet ein Kiezfrühstück am Samstag, dem 9. Mai 2015, bei der die Nachbarinnen und Nachbarn der Onkel-Tom-Straße 1 zwischen 10 und 12 Uhr bei einem Kaffee und morgendlichen Imbiss vorbeischauen und mit der Abgeordneten ins Gespräch kommen können. Ein weiteres Kiezfrühstück ist für Samstag, den 6. Juni 2015, ebenfalls in der Zeit von 10 bis 12 Uhr geplant. Interessierte können sich per Mail anmelden.
 

Podiumsdiskussion: Erbschaftssteuer gerecht gestalten

Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Erbschaftssteuer in ihrer jetzigen Form für verfassungswidrig erklärt hat, hat der Bundesfinanzminister kürzlich einen Vorschlag zu deren Reform vorgelegt. Allerdings enthalten Schäubles Eckpunkte nach wie vor zahlreiche Ausnahmen. Mit der von ihm vorgeschlagenen Regel würden voraussichtlich weiterhin zahlreiche Unternehmen von der Steuer ausgenommen.

Im März stellte nun die saarländische SPD Wirtschaftsministerin, Anke Rehlinger, einen eigenen Vorschlag zur Neufassung der Erbschaftssteuer vor, um diese gerechter und einfacher zu machen. Über ihren Vorstoß und weitere Möglichkeiten einer gerechten Erbschaftssteuer soll diskutiert werden.

Anke Rehlinger, Wirtschaftsministerin des Saarlandes
Cansel Kiziltepe, MdB und Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages
Dr. Dierk Hirschel, Bereichsleiter Wirtschaftspolitik bei ver.di

Donnerstag, 7. Mai 2015, von 18.00 bis 20.00 Uhr
taz-Café, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin

 

Fraktion vor Ort: TTIP und CETA: Aktueller Verhandlungsstand & kritische Debatte über die transatlantischen Freihandelsabkommen - mit Ute Finckh-Krämer und Cansel Kiziltepe

Die derzeit laufenden Verhandlungen zwischen den USA und der EU über das Freihandelsabkommen „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP) werden kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert. Ebenfalls in der Diskussion sind das bereits weitgehend ausverhandelte „Comprehensive Economic and Trade Agreement“ (CETA) zwischen Kanada und der EU sowie das in Verhandlung befindliche „Trade in Services Agreement“ (TiSA) zwischen 50 Staaten der WTO, darunter die Länder der EU und die USA. All diese Abkommen haben eine positive wirtschaftliche Entwicklung zum Ziel, indem der Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen den entsprechenden Ländern liberalisiert, Zölle und andere bestehende Handelshemmnisse abgebaut und gemeinsame technische Standards gesetzt werden sollen.

Doch es gibt auch kritische Stimmen, die nicht nur Chancen, sondern auch große Risiken sehen. Viele Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert aufgrund der unterschiedlichen, oft widersprüchlichen Informationen, die an die Bevölkerung herangetragen werden. Kritiker befürchten einen unkontrollierten Abbau von Verbraucherschutz- und Umweltstandards, Klagen vor privaten Investor-Staat-Schiedsgerichten und die Aushöhlung der kommunalen Organisationsfreiheit bei der Daseinsvorsorge. Durch den geheimen Charakter der Verhandlungen steigen das Misstrauen und die Sorge, dass wirtschaftliche Interessen vor die der Bevölkerung gestellt werden.

Aus diesem Grund laden die SPD-Bundestagsabgeordneten Ute Finckh-Krämer und Cansel Kiziltepe ein, um über die Kernpunkte der transatlantischen Handels- und Investitionsabkommen zu informieren und zu diskutieren.

Dienstag, 26. Mai 2015, um 19.30 Uhr
Rathaus Steglitz, Schloßstraße 37, 12163 Berlin

Um Anmeldung bis zum 18. Mai wird gebeten.

 

SPD Mitte: Studientag - Schwarze Häftlinge im KZ Sachsenhausen

Der Arbeitskreis Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die AG Migration und Vielfalt und die Projektgruppe Afrikanisches Viertel der SPD Mitte laden zu einem Studientag in der Gedenkstätte Sachsenhausen ein.

Wie hängen die deutschen Kolonialgeschichte und der Nationalsozialismus zusammen? Wie wirkten sich die Kolonialpläne der Nationalsozialisten auf die Situation von Schwarzen in Deutschland aus? Vor dem Hintergrund aktueller Debatten um die nicht aufgearbeitete deutsche Kolonialvergangenheit und die Verbindung zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus rückt auch das Verfolgungsschicksal schwarzer Menschen im Nationalsozialismus näher in den Fokus. Wie in vielen anderen Konzentrationslagern waren auch im KZ Sachsenhausen einige Schwarze inhaftiert.

Nach einem einführenden Rundgang durch die Gedenkstätte wird die Lebenswirklichkeit Schwarzer Menschen im Nationalsozialismus untersucht und die Erkenntnisse im heutigen Kontext diskutiert.

Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten, da die Teilnehmeranzahl für den Studientag begrenzt ist.

Samstag, 30. Mai 2015, von 11.00 bis 17.00 Uhr
Treffpunkt: um 9.30 Uhr, Haupteingang S-Bahnhof Gesundbrunnen, 13357 Berlin

 

August-Bebel-Institut: Russlandbilder vom Zarenreich bis heute

In Deutschland bestand und besteht nach wie vor ein widersprüchliches Bild Russlands: Nach dem Sieg über die napoleonischen Truppen wurde Zar Alexander der I. hierzulande noch als »Befreier Europas« gefeiert, Dichter wie Tolstoi und Dostojewski standen hoch im Kurs. Dagegen hatte während der beiden Weltkriege anti-russische und anti-sowjetische Propaganda Hochkonjunktur. Auch heute dominieren in den Medien Bilder Russlands als Bedrohung für Europa. In Bezug auf den Ukraine-Konflikt wird vor Russlands Machtinteressen gewarnt – während das strategische Interesse der EU an der Ukraine weitgehend unsichtbar bleibt. Worin genau manifestier(t)en sich diese Bilder? Worauf gründen sie sich? Wie erklären wir ihre Veränderung? Und wie können wir eine differenzierte Haltung entwickeln?Das August Bebel Institut lädt ein zur diskussion mit
Dmitri Stratievski, Politologe, Historiker und stellv. Vorsitzender des Osteuropa-Zentrums Berlin e.V.
Peter Jahn, Historiker, ehem. Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst
Moderation: Siegfried Heimann, Historiker und Politikwissenschaftler
Donnerstag. 7. Mai 2015, von 19.00 bis 21.00 Uhr
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 13353 Berlin
 

August-Bebel-Institut: Ost-Berliner Blicke auf die UdSSR - Ein musikalisches Gespräch

Ekkehard Maaß war seit 1978 mehrmals in der UdSSR unterwegs – meist illegal oder halb legal. Auf seinen Reisen traf er kritische KünstlerInnen und AutorInnen wie Tschingis Aitmatow, Andrej Bitow, Bulat Okudshawa und den armenischen Regisseur Serge Paradshanov. Sein “Literarischer Salon” in Ost-Berlin wurde bald zu einem Treffpunkt für junge KünstlerInnen aus Litauen, Mittelasien und vor allem Georgien. Heute leitet Maaß die von ihm gegründete Deutsch-Kaukasische Gesellschaft.

Wegen seiner Kritik an der russischen Politik in Tschetschenien erhielt Maaß 2011 ein Einreiseverbot in die Russische Föderation. Maaß berichtet über seine Reiseerlebnisse, seine künstlerischen Beziehungen zu den Ländern der (ehemaligen) UdSSR und singt dazu Lieder des Moskauer Dichtersängers Bulat Okudshawa auf Russisch und Deutsch.

Mit: Ekkehard Maaß, Literarischer Übersetzer, Publizist und Musiker
Donnerstag, 21. Mai 2015, von 19.00 bis 21.00 Uhr
August-Bebel-Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung erbeten.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: "Beyond (B)orders - Grenzen im und mit Frauen*-Fussball überwinden"

Fußball wird auf der ganzen Welt gespielt, er beherrscht die (Sport-)medien in Deutschland und ist auch international so populär wie kaum eine andere Sportart. Dies trifft jedoch nur auf den Männer-Fußball zu. Junge Fußballerinnen werden schlechter gefördert und müssen ihren Wunsch, Fußball zu spielen oft gegen starke Diskriminierungen und gesellschaftliche Stereotype durchsetzen. Weibliche Profis werden deutlich schlechter bezahlt, ihre Leistungen werden oftmals belächelt. Dieses Jahr treten die Nationalteams der Frauen in Kanada zur Weltmeisterschaft an, doch die mediale Aufmerksamkeit ist bisher sehr gering.

Es gibt für Frauen*-Fußball viele Gründe, eine andere Richtung als die des Männer-Fußballs einzuschlagen, bei dem Rassismus und Homophobie, aber auch Hooligan-Gewalt tägliche Probleme in Stadien und Vereinen sind. Doch die öffentlichen Diskussionen darüber, wie der Frauen*-Fußball gestärkt werden kann, sind meist von Stereotypen, Sexismus und Abwertung geprägt.

Dennoch wollen immer mehr Mädchen Fußball spielen und der Frauen*-Fußball wird zunehmend populärer. Anlässlich der WM organisiert der Verein DISCOVER FOOTBALL ein internationales Frauen*-Fußball-Festival in Berlin, um Amateurteams aus ganz unterschiedlichen Ländern zu vernetzen und Chancen für einen diversen und emanzipierten Frauen*-Fußball aufzuzeigen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung möchte diesen Anlass nutzen, um über die Probleme des Profi- und Amateursports, über geografische und soziale Grenzen im Sport und über die gesellschaftliche Bedeutung und die Chancen eines diversen Frauen*-Fußballs zu diskutieren.

Donnerstag, 4. Juni 2015, von 18.00 bis 20.15 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Haus 2, Hiroshimastr 28, 10785 Berlin

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