Komplettansicht

Danke für Deine Spende
 
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: 100 Tage Michael Müller - Bauverfahren beschleunigen - Kaufmann: Effizientere EU-Gesetze - Termine

100 gute Tage für Berlin

Senator Michael Müller | Foto Marco Urban
 

100 Tage ist Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller jetzt im Amt. Und die Bilanz kann sich sehen lassen. Der von ihm geführte Senat setze auf solide Arbeit, so Michael Müller im Interview mit der sozialdemokratischen Wochenzeitung BERLINER STIMME. "Wir haben eine Reihe von Herausforderungen in der Stadt. Viele haben damit zu tun, dass Jahr für Jahr um die 40.000 Menschen nach Berlin ziehen. Wachstum ist gut. Aber der damit verbundene Wandel macht vielen, gerade in den Kiezen, auch Angst. Ich möchte der Stadt in der ganzen Aufregung, die Berlin auch ausmacht, etwas mehr Ruhe geben. Ruhe und auch Sicherheit im Wandel", erklärte der Regierende Bürgermeister.

Müller wies darauf hin, dass das Land Berlin aus eigener Kraft eine halbe Milliarde Euro in seine Infrastruktur investieren könne. "Das wird mir schon als viel zu selbstverständlich angesehen. Wenn man das vor ein oder zwei Jahren erzählt hätte, wäre man ungläubig angeschaut worden.  Das hat viel mit unserem konsequenten Konsolidierungskurs und der wachsenden Stadt zu tun. Alle, die sich über immer mehr Touristen und Zuzügler ärgern, sollten bedenken, dass wir auch wegen dieser positiven Entwicklungen finanzielle Handlungsspielräume gewinnen."

Jede Investition, die die Infrastruktur stärke, sei wichtig. "Auch wegen der wachsenden Stadt, aber besonders, weil es den Berlinerinnen und Berlinern zugute kommt, die in den letzten Jahren des Sparens vieles geduldig ertragen haben, damit wir wieder handlungsfähig werden. Bewusst legen wir unsere Schwerpunkte auf die Sanierung von Schulen und die Verkehrsinfrastruktur. Aber wir investieren auch in unsere Krankenhäuser, in mehr Wohnungen und Sicherheit sowie in Kultur und Wissenschaft. Am Ende werden alle Berlinerinnen und Berliner profitieren." 

Das wurde erreicht:

- Mehr Investitionen. 500 Millionen Euro  werden zusätzlich in die Infrastruktur für die wachsende Stadt investiert. Allein 80 Millionen Euro davon fließen in die Sanierung von Schulen, weitere 12 Millionen in ein Schultoilettensanierungsprogramm, zusätzliche 66 Millionen an BAFÖG-Mitteln in Investitionen in den (Hoch-)Schulbereich. Im Zuge des Bäderkonzepts 2015 entstehen zwei neue Kombibäder.
- Mehr Personal. Die Serviceleistungen für die Berlinerinnen und Berliner in den Bezirks- und Hauptverwaltungen sollen durch Neueinstellungen verbessert werden,  Planungs- und Genehmigungsprozesse werden beschleunigt.
- Mehr Wirtschaftskraft.  Durch die Investitionsoffensive erhält die Berliner Wirtschaft einen kräftigen Schub. Start-ups bekommen zusätzliches Gründungskapital. Die Vergabe öffentlicher Aufträge wurde vereinfacht.
- Mehr Mieterschutz. Berlin nutzt jetzt sämtliche zur Verfügung stehenden Mittel zur Stabilisierung der Mieten. Die neue Umwandlungsverordnung schützt Mieterinnen und Mieter vor Verdrängung. Große Neubauvorhaben sind angesichts der weiter anhaltenden Zuzüge in die Stadt von gesamtstädtischem Interesse und werden vom Land übernommen.
- Mehr Kultur. Der Karneval der Kulturen wurde als wichtiger Bestandteil der Stadt der Vielfalt erhalten. Über die neue Liegenschaftspolitik werden künstlerische Produktionsorte und Freiräume gesichert.
- Mehr Klarheit. Beim BER wurden zügig Personal- und Strukturentscheidungen getroffen. Damit sind alle Voraussetzungen für ein verlässliches Abarbeiten der anstehenden Aufgaben und die Einhaltung des genannten Terminbandes mit der Eröffnung in der 2. Jahreshälfte 2017 geschaffen.
- Mehr Kommunikation. Michael Müller setzt auf das Gespräch mit der Stadtgesellschaft und mehr Bürgernähe. Der Senat besucht monatlich die Bezirke  und der Regierende Bürgermeister lädt halbjährlich zur Bürgersprechstunde. 

Das vollständige Interview mit Michael Müller ist in der BERLINER STIMME 6-2015 vom 21. März (PDF-Dokument, 452.1 KB) erschienen (Link zur vollständigen PDF-Ausgabe exklusiv für Newsletter-Abonnenten) 

Die 100 Tage in der Berichterstattung:

Deutschlandfunk: Ernsthaft, nüchtern, sachorientiert Berliner Morgenpost: Hundert Tage Strebsamkeit
Die Welt: Müllers Meinung zu entscheidenden Themen
Der Tagesspiegel: 100 Tage Michael Müller - Ihr Eindruck?

 

Verfahren für Bebauung beschleunigen

 

Der Senat will das Aufstellungsverfahren für Bebauungspläne beschleunigen. Dazu soll das Ausführungsgesetzes zum Baugesetzbuch (AGBauGB) geändert werden.

Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt: „Berlin braucht neue Wohnungen und langfristige Perspektiven – für die Menschen, die hier bereits leben, aber auch für all jene, die in den nächsten Jahren noch in unsere Stadt kommen. Berlin hat den großen Standortvorteil, dass es noch ausreichend Flächen gibt, um Wohnungen zu bauen. Unsere Aufgabe ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, das bezahlbarer Wohnraum möglichst schnell und ohne bürokratische Umwege entsteht.“

Das Anzeigeverfahren bezirklicher Bebauungspläne bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt soll künftig zeitlich vor der Beschlussfassung der Bezirksverordnetenversammlung über den Entwurf des Bebauungsplans erfolgen. Diese gesetzliche Änderung der Rechtsprüfung ist auch eindringlicher Wunsch der Berliner Bezirke. Mit der Gesetzesänderung stimmt die Bezirksverordnetenversammlung dann immer einem Bebauungsplan zu, der beanstandungsfrei ist, weil die sich aus dem Anzeigeverfahren ergebenden Beanstandungen vorher ausgeräumt sind.

Zur Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Berliner Bezirke soll nur noch bei Bebauungsplänen, die von gesamtstädtischer Bedeutung sind, eine Rechtsprüfung durch die zuständige Senatsverwaltung vorgenommen werden.

 

Mauerpark: Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung

Im Senat wurden heute die Erweiterungsflächen für den Mauerpark zwischen Bernauer Straße und Gleimtunnel sowie die Flächen für ein neues Wohngebiet zwischen Gleimtunnel und Nordring zu einem Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung nach § 9 AGBauGB erklärt. Die Zuständigkeit für die Bebauungsplanverfahren liegt damit bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Wesentliche Ziele sind die Erweiterung der Flächen des Mauerparks um ca. 7 ha und die Sicherung einer Wohnbebauung auf einem bislang als Gewerbefläche genutzten Areal von ca. 3,5 ha im nördlichen Bereich. Auf dieser Fläche sollen fast 700 Wohnungen entstehen: 120 Wohnungen baut das landeseigene Wohnungsbauunternehmen Gewobag, 122 sind freifinanzierte Wohnungen; weiterhin entstehen 219 Studentenwohnungen, 194 Eigentumswohnungen, 43 seniorengerechte Wohnungen und eine Kindertagesstätte mit 80 Plätzen.

Dazu der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel: „Wir wollen die seit über 20 Jahren laufende Diskussion über die Nutzung des Mauerparks abschließen und die erzielten Ergebnisse zügig umsetzen. Neben der Erweiterung der Grünflächen des Mauerparks sollen 700 Wohnungen entstehen, 70 % davon als Mietwohnungen. Diese Dimension ist angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen in Berlin von stadtweiter Bedeutung und kann nicht mehr nur von den unmittelbar angrenzenden Nachbarschaften entschieden werden.“

Die Planungen konzentrieren sich auch auf die dauerhafte Vergrößerung des weit über Berlin hinaus bekannten Mauerparks – dieser wird auf ca. 15 ha fast verdoppelt. Die bestehenden Nutzungen auf dem Areal wie der Kinderbauernhof, der Spielplatz, Kletterfelsen, die parkaffinen Gewerbenutzungen, Gastronomiebetriebe, Flohmarkt und Blumenhandel bleiben erhalten und werden noch besser in den Mauerpark integriert. Mit der vorliegenden Planung können die lange avisierte Parkerweiterung und auch die Anbindung des Brunnenviertels an den Mauerpark realisiert werden. Die Vergrößerung wird den vor allem im Sommer chronisch übernutzten östlichen Teil des Parks spürbar entlasten. Berlin hat 1993 einen „Mauerparkvertrag“ mit der Allianz Umwelt Stiftung geschlossen. Darin hat sich das Land verpflichtet, den Mauerpark dauerhaft zu erweitern. Sollte das Land dem nicht nachkommen, müsste es Gelder in Millionenhöhe zurückzahlen.

 

Sylvia-Yvonne Kaufmann: "Fitness-Programm für EU-Gesetze" - REFIT-Berichterstatterin macht Vorschläge für effizientere Regelungen

 

Die Gesetzgebung in der Europäischen Union soll effizienter und weniger bürokratisch werden. Zu diesem Zweck hat die EU-Kommission das sogenannte REFIT-Programm ins Leben gerufen. Am Montag stellt nun die SPD-Europaabgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann ihren Bericht zum REFIT-Programm im Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments vor. In dem Entwurf bezieht sie Stellung zu den Plänen der Kommission und macht eigene Vorschläge für mehr Leistungsfähigkeit von EU-Regelungen.

„Ein Fitness-Programm für EU-Gesetze ist der richtige Weg", stellt Sylvia-Yvonne Kaufmann klar. "Europäische Gesetzgebung muss so detailliert wie nötig, aber so klar verständlich wie möglich formuliert sein. Dies erleichtert die Umsetzung in den Mitgliedstaaten und verringert den Verwaltungsaufwand für Bürger und Unternehmen. Ich will jedoch nicht, dass sinnvolle Regelungen auf EU-Ebene wegfallen, wie zum Beispiel eine Reform der Mutterschutzrichtlinie.“

Zusätzlich zu der Prüfung von EU-Gesetzesvorschlägen auf wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Folgen sollten laut der Sozialdemokratin auch die Auswirkungen berücksichtigt werden, wenn keine europaweite Regelung geschaffen wird. „Ein europäisches Gesetz ersetzt 28 einzelstaatliche Normen. Das ist häufig effektiver und bedeutet weniger Bürokratie als ein Flickenteppich aus einzelstaatlichen Regelungen", unterstreicht Sylvia-Yvonne Kaufmann. "Die Kosten, die anfallen, wenn keine europäische Lösung gefunden wird, müssen daher zur besseren Vergleichbarkeit auf den Tisch.“
Sylvia-Yvonne Kaufmann unterstützt die Prüfung von Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen durch EU-Gesetze: „Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft in Europa", so Sylvia-Yvonne Kaufmann. "Sie sollten sich auf ihre Kerntätigkeiten konzentrieren können, statt mit unnötigen Verwaltungsaufgaben beschäftigt zu sein. Zugleich arbeiten zwei Drittel der Beschäftigten in der EU in diesen Betrieben. Die Rechte dieser Arbeitnehmer, zum Beispiel in Bezug auf Arbeits- oder Ruhezeiten, dürfen keinesfalls zur Disposition gestellt werden."

Laut der Kommission sind die EU-Mitgliedstaaten durch eine ineffiziente Umsetzung für ein Drittel der Verwaltungslasten von EU-Gesetzen verantwortlich. „Wenn Mitgliedstaaten bei der Umsetzung von EU-Gesetzen weitergehende Regelungen treffen, die mehr Verwaltungsaufwand erzeugen als von der EU beabsichtigt, sollte dies auch kenntlich gemacht werden", schlägt Sylvia-Yvonne Kaufmann daher vor. "Im Sinne von mehr Transparenz und Bürgernähe sollten die Bürgerinnen und Bürger wissen, wer wofür tatsächlich die Verantwortung trägt.“

 

Besserer Schutz der Privatsphäre von Politikern

 

Die im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien haben sich auf einen besseren Schutz der Privatanschriften von KandidatInnen und PolitikerInnen vereinbart. Anlass sind diverse Übergriffe auf demokratisch gewählte Abgeordnete wie z.B. auf den stellvertretenden Juso-Vorsitzenden und Bezirksverordneten in Treptow, wie auch Schmierereien und Angriffe auf Wohnungen von Abgeordneten. Zuletzt demonstrierte die rechtsgerichtete Bürgerbewegung in Hellersdorf vor dem Wohnhaus der Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und versetzte die Anwohner in Angst und Schrecken.

Nach der jetzigen Rechtslage sind KandidatInnen für das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung verpflichtet, ihre Privatanschrift an die Landeswahlleiterin zu melden. Diese erscheint z.B. auf Wahlzetteln, wird aber auch auf Wählerlisten veröffentlicht. Zukünftig sind KandidatInnen nicht mehr verpflichtet, ihre Wohnanschrift anzugeben, ausreichend ist dann eine Erreichbarkeitsanschrift. Dies kann z.B. das örtliche Parteibüro, das eigene Wahlkreisbüro aber auch die Privatanschrift sein. Auf dem Wahlzettel wird zukünftig nicht mehr die Wohnanschrift, sondern nur noch die Postleitzahl der Wohnanschrift veröffentlicht. Mit einem Antrag im Abgeordnetenhaus wird der Senat aufgefordert, die Landeswahlordnung zu ändern.

Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Sven Kohlmeier, der den Antrag mit den Fraktionen verhandelt hat: "Es gibt keine absolute Sicherheit für KandidatInnen und PolitikerInnen. Mit der Änderung steigt aber die Hürde, die Privatanschrift herauszubekommen. Wir wollen nicht, dass Politiker und Politikerinnen und deren Familien durch die Veröffentlichung der Privatanschrift angegriffen und verfolgt werden, wie es mehrfach vorgekommen ist." Der vollständige Antrag (PDF-Dokument) ist hier nachzulesen. Interessant in diesem Zusammenhang: Wie die Landeswahlleiterin mitteilte, haben bei den letzten Wahlen von 15 NPD-Kandidaten 13 als Wohnanschrift die Parteizentrale in Köpenick angegeben. Dass die Kandidaten dort tatsächlich wohnen, darf bezweifelt werden. Angriffe auf demokratisch gewählte PolitikerInnen hatten oft einen fremdenfeindlichen oder rechtsradikalen Hintergrund. Die Feinde der Demokratie haben die Veröffentlichung ihrer Privatanschrift durch Angabe einer falschen Wohnanschrift (in der Parteizentrale) damit umgangen.

Zukünftig gelten für alle Kandidaten und Kandidatinnen die gleichen Maßstäbe. Es ist zwingend eine Erreichbarkeitsanschrift und die Postleitzahl der Wohnanschrift anzugeben. Mit letzterer ist auf dem Wahlzettel erkennbar, ob die Kandidatin oder der Kandidat überhaupt im Kiez oder Bezirk wohnt.

 

SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus: Das Bäderkonzept 2025 – Ein neues Multifunktionsbad für Pankow

Im Februar hat der Berliner Senat das Bäderkonzept 2025 vorgelegt. Es sieht neben dem Erhalt aller derzeitigen Bäder auch den Neubau von zwei Schwimmhallen in den Bezirken Pankow und Schöneberg vor.

Mit über 30 Millionen Euro aus dem neu eingerichteten „Sondervermögen Infrastruktur in der wachsenden Stadt“ (SIWA) entsteht in den nächsten Jahren am Standort Wolfshagener Straße in Alt-Pankow ein neues Multifunktionsbad mit Becken für sportliches Schwimmen, Lehrschwimmen, Sauna, Rutsche, Außenbereich mit Becken, Familienbecken nebst Wellenanlage und Gastronomie. Die Standortauswahl trägt der Unterversorgung im einwohnerreichsten Bezirk Berlins und dem Umstand Rechnung, dass hier der Platz für ein Kombibad vorhanden ist, die neue Schwimmhalle also das bestehende Sommerbad ideal ergänzt. Außerdem können in derselben Schwimmhalle verschiedene Nutzergruppen mit unterschiedlichen Wassertiefen und Temperaturen versorgt werden.
Die SPD Fraktion möchte in dieser Veranstaltung das neue Bäderkonzept vorstellen und diskutieren, was es konkret für den Bezirk Pankow bringt.
Podium:
Raed Saleh
, MdA, Vorsitzender der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses
Ole Bested Hensing, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe
Torsten Schneider, MdA, Haushalts- und Finanzpolitischer Sprecher sowie Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses, Abgeordneter für den Wahlkreis 03/Pankow
Dennis Buchner, MdA, Sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses
Dr. Hans Misselwitz, Förderverein Schwimmhalle Pankow e.V.
Anmeldung unter spd-fraktion@spd.parlament-berlin.de oder per Telefax: 23 25 22 29

 

Fachausschuss Mobilität: Besuch bei der S-Bahn

Der Fachausschuss Mobilität lädt ein zu einem Besuch der S-Bahn Berlin GmbH, Werk Friedrichsfelde. Es können maximal 35 Personen teilnehmen. Es wird um Anmeldung bis zum 8. April 2015 gebeten per Mail an sybille-uken@t-online.de
Mittwoch, 15. April 2015, um 18.00 Uhr, Treffpunkt um  17.50 Uhr am Empfang
S-Bahn Berlin GmbH, Werk Friedrichsfelde, Rosenfelder Straße 30, 10315 Berlin
(nicht barrierefrei)

Desweiteren richtet der Fachausschuss eine „AG TRAM“ als temporäre Arbeitsgruppe  unter der Leitung von Roland  Schröder ein. Die AG trifft sich erstmals am Montag, 11. Mai 2015, um 18.00 Uhr. Wer interessiert ist, in der AG mitzuarbeiten, melde sich bitte bis zum 16. April 2015 bei Roland Schröder an. Alle, die sich anmelden, erfahren dann direkt von Roland, wo die AG am 11. Mai 2015 tagt.

 

Fachtagung: Wohnen für alle - Teilhabe für Menschen mit Behinderungen

Unter der Schirmherrschaft der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Ulla Schmidt, führt die Spastikerhilfe Berlin eG und der Paritätische WohlfahrtsverbandBerlin gemeinsam mit Klaus Mindrup, MdB und Michael Groß, MdB (beide Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit im Deutschen Bundestag) und der Bank für Sozialwirtschaft Berlin eine Folgeveranstaltung zum Thema: „Wohnen für Alle - Teilhabe für Menschen mit Behinderungen“ durch.

Auf der Auftaktveranstaltung im vergangenen Oktober wurden u.a. genossenschaftliche Wohnmodelle als mögliche Wohnformen für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen vorgestellt. Gerade für diese Menschen ist es notwendig, dass das Zusammenwirken von Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Sozialwirtschaft und den betroffenen Menschen für eine bezahlbare Wohnraumversorgung besser gelingt. Vor welchen Herausforderungen stehen die Trägerlandschaften und Wohnungswirtschaft? Was kann politisch getan werden, um dieser Herausforderung zu begegnen? Darüber soll u.a. mit Dr. Adolf Ratzka vom Institut für Selbst-bestimmtes Leben, Stockholm, den baupolitischen Sprechern aller Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses und mit allen Beteiligten diskutiert und in verschiedenen Fach-AGs Lösungswege erarbeitet werden.

Dienstag, 14. April 2015, 11.00 bis 17.30 Uhr
Bank für Sozialwirtschaft, Oranienburger Straße 13, 10178 Berlin

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zur Anmeldung zur Fachtagung gibt es unter: www.lebensraum-inklusiv.de

 

Politik & Biographie: Autorin-Lesung mit Anke Martiny

 

In ihrer Lesereihe Politik & Biographie hat Franziska Becker Dr. Anke Martiny zu Gast. Sie liest aus ihrer kürzlich veröffentlichten Biographie "…und vor allem muss man jederzeit als voller Mensch leben. Als Frau in der Politik" (nicolai Verlag, 2014).

Dreimal stand Anke Martiny im Zentrum politischer Veränderung: 1972 war sie eine von 15 weiblichen SPD-Bundestagsabgeordneten der Ära Brandt/Schmidt. 1989, im Jahr des Mauerfalls, wurde sie Berliner Kultursenatorin im von Frauen dominierten rot-grünen Momper-Senat. 1992 kam sie als Leiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Tel Aviv und erlebte die Wahl von Yitzhak Rabin zum Ministerpräsidenten und die Vorbereitungen und Folgen des Osloer Friedensabkommens.

Die heute 75-Jährige blickt in ihrer Biographie auf ihr politisches Leben zurück, von den frühen prägenden Erfahrungen im bürgerlichen Milieu in der Nachkriegszeit bis zu ihrer heutigen ehrenamtlichen Tätigkeit bei Transparency International.

Es ist ein spannender Lebensbericht einer Frau, die nie, auch nicht in der eigenen Partei, ein klares Wort scheute, die sich für die Frauen einsetzte, die drei Kinder großzog und stets leidenschaftlich für die Demokratie eintritt, also "jederzeit als voller Mensch lebt".

Mittwoch, 15. April 2015, um 19.00 Uhr.
Wahlkreisbüro Franziska Becker, Fechnerstraße 6a, 10715 Berlin.

Anmeldung vor Ort, telefonisch unter 01575-4387074 oder per E-Mail

 

August-Bebel-Institut: Unerkannt durch Freundesland
 – Illegale Reisen durch das Sowjetreich - Ausstellungseröffnung

Um ihr Fernweh zu stillen, nutzten abenteuerlustige junge DDR-Leute ein Schlupfloch in der Visa-Bürokratie aus, indem sie die Möglichkeit eines Transitvisums durch die Sowjetunion in Anspruch nahmen. So reisten sie in das Land des »Großen Bruders« ein, verließen jedoch schnellstmöglich die vorgeschriebene Route und fuhren wochenlang ohne legalen Aufenthaltsstatus durch den Kaukasus, Mittelasien und Sibirien, immer auf der Flucht vor KGB und Miliz – »unerkannt durch Freundesland« (UdF). Jenseits von Propaganda und Stereotypen dokumentiert die Ausstellung in Fotoserien, Video-Interviews und Schmalfilmen Blicke und Erlebnisse der Reisenden.
Mit: Cornelia Klauß (Kuratorin, Filmemacherin) und 
Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung 
und ehem. UdF-Reisender)
Freitag, 17. April 2015, von 19.00 bis 21.00 Uhr
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 1353 Berlin

Anmeldung erbeten.

Ausstellung: Mo 20. April bis Fr 29. Mai 2015
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr 14–18 Uhr, Di nach Vereinbarung

 

August-Bebel-Institut: Solidarität für Geflüchtete organisieren

»Irgendwie sollte man da was machen!« – Ein Gedanke, der vielen Menschen schon durch den Kopf gegangen ist, die sich gerne für Geflüchtete engagieren wollen. Doch oft scheitert es am Wie. Im Workshop wird erprobt, wie Solidaritätsarbeit für Geflüchtete effektiv und bedarfsorientiert organisiert werden kann. Wie können eigene Ideen in Zielsetzung, Planung und Organisation umgesetzt werden?  VertreterInnen schon bestehender Initiativen berichten über ihre Erfahrungen. Wie haben sie sich organisiert? Wie beziehen sie Geflüchtete ein? Was würden sie heute anders machen?
Mit: Rejane Herwig (Politologin)

Mittwoch, 22. April 2015, von 17.30 bis 21.30 Uhr
August-Bebel-Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Beitrag 10 € inkl. Snacks und Getränken | Anmeldung bitte bis 31. März.

 

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus: Vivian Maier - Street Photographer noch bis zum 12. April

Vivian Maier, 1926-2009, ist innerhalb weniger Jahre zu eine der wichtigsten amerikanischen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts aufgestiegen. Dabei hat sie selbst zeitlebens niemandem ihre auf über 150.000 geschätzten Aufnahmen gezeigt und einen Grossteil ihres Werks nie gesehen.

Wem gehört Vivian Maier? Ausstellungsgespräch zur Rezeption und Deutung einer Kunstfigur mit der Kunstwissenschaftlerin Wiebke Trunk
Donnerstag, 26. März um 16.30 Uhr

Finissage am Samstag, den 11. April 2015, um 19.00 Uhr
Dokumentarfilm Finding Vivian Maier, Regie John Maloof, USA 2014, 84 min.

Ausstellung bis 12. April 2015
Dienstag bis Freitag 12 bis 18 Uhr | Samstag und Sonntag 12 bis 20 Uhr
Die Ausstellung ist am Karfreitag, 3. April 2015, geschlossen, an allen Osterfeiertagen incl.
Ostermontag von 12 bis 20 Uhr geöffnet.
Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin | Eintritt frei | Ausweis erforderlich

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Inter.. was? Diskriminierung erkennen, Widerstand verstehen und eigenes Handeln verändern - Praxisworkshop

Alle Frauen sind weiß, alle Schwarzen sind Männer, aber einige von uns sind mutig, schrieben die afroamerikanischen Autor_innen Gloria T. Hull, Patricia Bell Scott und Barbara Smith im Titel einer bereits 1982 erschienen Publikation. Hier skizzierten sie das, was heute als zentraler Beitrag zum Konzept von „Intersektionalität“ gilt und zunehmend größere öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.

In der Schwarzen Frauenbewegung wurzelnd, ist bei diesem Konzept der Gedanke zentral, dass Menschen nie nur eines sind, zum Beispiel: „Frau“, „Mann“, „Schwarz“, „weiß“, „bürgerlich“ oder „Arbeiter_in“. Identitäten sind vielschichtig, genauso wie die damit zusammenhängenden Machtverhältnisse und Diskriminierungserfahrungen.

Schwarze Frauen mussten immer wieder Mut aufbringen, um für dieses erweiterte Verständnis von Diskriminierung zu streiten. Denn die Thematisierung ihrer Erfahrungen stellte dominante Erzählungen von „den Frauen“ oder „den Schwarzen“ in Frage. Richtet das Konzept der Intersektionalität im Kern also den Blick auf das Zusammenwirken unterschiedlicher Formen von Diskriminierung, so wird damit indirekt auch die Frage eröffnet, was es bedeutet, hinsichtlich der einen Identität diskriminiert, hinsichtlich einer anderen aber privilegiert zu sein.

„Wie bin ich selber in Prozesse von Diskriminierung verstrickt, auch wenn mir das nicht bewusst ist? Wie kann ich Privilegien auch nutzen, um gegen Diskriminierung aktiv zu werden?“, das sind zwei Fragen, die uns in diesem Workshop besonders interessieren werden.

Damit wird ein Raum der Selbstreflexion und des Austausches geschaffen, um – sensibler zu werden für häufig nicht bewusste Formen von Diskriminierung. Auch erproben wir praktische Grundhaltungen für den Alltag, die aus dem Wissen um die Schwierigkeit, Diskriminierung in ihrer Wechselwirkung und Komplexität (jederzeit) wahrzunehmen, folgen könnten. Methodisch kommen unterschiedliche Elemente zum Einsatz: Medien, Biographiearbeit, kurze Inputs, kreatives Schreiben, Achtsamkeitsübungen.
Herzlich lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung zu diesem Workshop ein!
Die TrainerInnen: Julia Lemmle, Kommunikationstrainerin, Performerin und Coach mit Schwerpunkt auf Rhetorik & Empowerment für Frauen (FLTI); André Vollrath, Trainer für Kommunikation, kritische Medienkompetenz und Diversity mit dem Schwerpunkt „Critical Whiteness“. Beide TrainerInnen sind weiß positioniert und aktiv bei der Initiative Bühnenwatch gegen Rassismus am Theater. Unterstützt werden beide durch Robin Büttner, Politikwissenschaftler, Projektreferent beim Jugendnetzwerk Lambda und Trainer mit den Schwerpunkten Antidiskriminierung und Rassismuskritik.
Dieser Workshop ist für die Teilnehmenden kostenlos. Die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht. Kinderbetreuung kann in bestimmten Fällen organisiert werden.

Freitag, 10. April 2015, von 16.00 bis 19.30 Uhr – mit anschließendem Imbiss und
Samstag, 11. April 2015, von 10.00 bis 18.30 Uhr, an beiden Tagen inklusive Pausen und Verpflegung.
Werkstatt der Kulturen, 1. OG, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin-Neukölln

Das Platzangebot ist, um ein intensives Arbeiten in kleiner Runde zu ermöglichen, beschränkt. Das Anmeldeverfahren ist zweistufig: Nach Anmeldung bei Birte Gerstenkorn bis zum 30. März 2015 werden den Interessierten drei Fragen zur Erwartungsabfrage zugeschickt. Deren Beantwortung (dabei gibt es kein „richtig“ oder „falsch“) ist Voraussetzung zur Bestätigung der Teilnahme.

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

Die Hotline der Berliner SPD 030 – 4692 222 oder spd@spd-berlin.de.

 

Termine