Komplettansicht

Liebe Leserin, lieber Leser,

Aufgrund eines technischen Problems ist der Dienstagsbrief gestern nur an einen Teil der Adressaten versendet worden. Wir wiederholen den Versand und bitten Euch die Verspätung oder die Doppelung zu entschuldigen.

____________________________________________________

heute im Dienstagsbrief: Stimmzettel jetzt zurückschicken - Verkaufsstopp bundeseigener Wohnungen gefordert - #digitalLEBEN - Termine

Mitgliedervotum: Stimmzettel jetzt zurückschicken!

 

Das Mitgliedervotum der Berliner SPD geht in dieser Woche zu Ende. SPD-Landesgeschäftsführer Dennis Buchner hat auf dem Mitgliederforum am vergangenen Mittwoch noch einmal darauf hingewiesen, dass alle Stimmzettel am 17. Oktober vor Mitternacht eingetroffen sein müssen, damit sie bei der Auszählung am 18. Oktober berücksichtigt werden können. Wer sicher gehen will, sollte den frankierten Umschlag spätestens am 15. Oktober in einen Briefkasten eingeworfen haben. Nur der Postweg ist möglich, eine Annahme in Kreisbüros oder im Landesverband erfolgt nicht. Die Wahlbriefe werden in einem speziellen Postfach der Deutschen Post gesammelt und erst am 18. Oktober an die SPD übergeben.

In den Wahlbrief kommt zum einen der verschlossene Umschlag mit dem ausgefüllten Stimmzettel. Beigelegt werden muss zudem, darauf wies Dennis Buchner noch einmal nachdrücklich hin, die unterschriebene eidesstattliche Erklärung. Nur damit ist die Stimme gültig.

Durch einen Fehler der Post waren zunächst zu hohe Angaben über die bereits abgegebenen Stimmen gemacht worden. Statt der am Montag, 6. Oktober 2014, mitgeteilten Zahl von 8.788 Stimmen sind mit Stand vom Freitag, dem 10. Oktober 2014, nach Mitteilung der Deutschen Post tatsächlich 7692 Stimmen eingegangen. Damit haben bislang 44,7 Prozent der Mitglieder am Votum teilgenommen. Die Deutsche Post hat der Berliner SPD diesen Fehler am Freitag schriftlich mitgeteilt und sich dafür entschuldigt. Nach aktuellem Stand von gestern sind 8.402 Stimmern eingegangen.

 

4. Mitgliederforum heute im Wedding und im Livestream

Auf dem 4. Mitgliederforum der Berlier SPD gibt es heute Abend noch einmal die Gelegenheit, mit allen drei Kandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters über ihre Ziele und Vorstellungen zu sprechen. Beginn ist um 19 Uhr im Auditorium von Bayer HealthCare Pharmaceuticals. Die Veranstaltung kann wieder per Livestream im Internet verfolgt werden: livestream.spd-berlin.de
Das vierte und letzte Forum:

Dienstag, 14. Oktober 2014, ab 19.00 Uhr
Bayer HealthCare Pharmaceuticals Auditorium
Müllerstr. 178, 13353 Berlin

 

3. Mitgliederforum der Berliner SPD

3. Mitgliederforum in Karlshorst
 

Das Interesse an den Mitgliederforen der Berliner SPD ist ungebrochen. Auch wenn inzwischen knapp die Hälfte der Mitglieder ihre Wahl getroffen hat, waren beim 3. Mitgliederforum im Theatersaal des Kulturhauses Karlshorst alle Plätze besetzt. Gut 200 Mitglieder verfolgten die Diskussion mit Jan Stöß, Michael Müller und Raed Saleh, die ihre Bewerbung für das Amt des Regierenden Bürgermeisters begründeten. Auch per Livestream konnte die Veranstaltung wieder verfolgt werden. Die Aufzeichnung steht dort weiter zur Verfügung,

Mitschnitte der drei Reden und der Fragerunden findet Ihr bei uns im Internet.

Das 3. Mitgliederforum in der Presse
RBB: Routiniertes Aneinanderreiben in Karlshorst
Tagesspiegel: Saleh will bei der Wahl 35 Prozent holen
Berliner Zeitung: Stöß will als Regierender Bürgermeister alle Senatoren behalten

 

Berliner Bundestagsabgeordnete für Verkaufsstopp von bundeseigenen Wohnungen

Begehung Großgörschenstraße Stöß
 

Veräußerungen von Wohnungen der bundeseigenen Immobiliengesellschaft BImA sollen solange unterbleiben, bis die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen sind, nicht mehr nur das Höchstgebot, sondern auch stadtentwicklungs- und wohnungspolitische Aspekte berücksichtigen zu können. Das fordern Berliner Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU in einem gemeinsamen Positionspapier.

Eine entsprechende Regelung für den Verkauf landeseigener Grundstücke hatte die Berliner SPD bereits im Senat durchgesetzt. Mechthild Rawert, Sprecherin der Berliner Landesgruppe im Bundestag: "Ziel der beabsichtigten Neuregelung ist, dass die BImA ihre Wohnungen nicht ausschließlich zu Höchstpreisen verkaufen muss, sondern zum Beispiel auch eine Veräußerung an das Land Berlin und seine Wohnungsbaugesellschaften  möglich wird. Zuvor hatten Senat und Abgeordnetenhaus bereits ihre Absicht erklärt, die Mietwohnungen der BImA in Berlin zu erwerben. Im Einklang mit der neuen Berliner Liegenschaftspolitik soll auf diese Weise sichergestellt werden, dass Wohnraum in der Stadt bezahlbar bleibt und kein zusätzlicher Druck auf den Mietenmarkt entsteht."

Das Positionspapier der Berliner Bundestagsabgeordneten von SPD und CDU (PDF-Dokument, 49.6 KB) (PDF)

 

Iris Spranger: Kommunales Vorkaufsrecht für Bundesimmobilien

Iris Spranger BTW 2013
 

Bereits im Juli titelte die Berliner Morgenpost, der Bund verschärfe durch sein Handeln die angespannte Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Konkret geht es um das Prinzip des Höchstpreisverfahrens: Aktuelle Beispiele von Grundstücken in Berlin, die der Bund zum Verkauf anbietet, zeigen deutliche Diskrepanzen zwischen den wohnungspolitischen Zielsetzungen der Bundesregierung und der Veräußerungspraxis der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Für die wohn- und mietenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Iris Spranger, ist das nicht hinnehmbar: „Die Wohnungen werden häufig zu Preisen verkauft, die eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände und damit die Bezahlbarkeit der Mieten unmöglich machen. Mit ihrer Verkaufspraxis heizt die BImA die Immobilien- und Mietpreise weiter an, anstatt preisdämpfend zu wirken.“

Mit einem dringlichen Antrag haben die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU den Bund aufgefordert, endlich die notwendige soziale Verantwortung für seine zum Verkauf stehenden Wohnungsbestände in Berlin zu übernehmen. Ziel des gemeinsamen Antrags ist es, beim Bund einen Verkaufsstopp zu erwirken, bis eine entsprechende Regelung gefunden ist, die es Gemeinden und Kommunen mittels Vorkaufsrecht erlaubt, die Bestände zu einem neutral ermittelten Verkehrswert zu übernehmen. Iris Spranger zeigte sich erfreut, dass dieser gemeinsame Antrag das Votum aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Fraktionen erhalten hat: „Dieses breite Votum hilft uns in den anstehenden Verhandlungen mit dem Bund enorm weiter.“

In einem Brief an den Bundesfinanzminister hat Stadtentwicklungssenator Michael Müller bereits das grundlegende Interesse des Berliner Senats bekundet, alle Wohnungen des Bundes in Berlin übernehmen zu wollen und signalisiert, entsprechende Wohnungsankäufe durch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften vornehmen zu lassen. Iris Spranger begrüßt das ausdrücklich und weist daraufhin, dass dieses Verfahren beispielhaft auch Anwendung für Hamburg, München und andere Ballungsräume mit steigenden Mieten finden könnte. Eine bundesweite Regelung und eine gemeinsame Koordination wären sinnvoll. Das Haushaltsgesetz des Bundes müsste dementsprechend angepasst werden.

 

#digitalLEBEN

Die SPD hat einen bundesweiten Programmprozess gestartet, der eine wesentliche Frage in den Mittelpunkt stellt: „Wie verändert das Internet unser Leben?” Und: Wie soll sie aussehen, die Gesellschaft von morgen? Antworten sollen nicht nur Blogger oder Netzpolitiker geben. Gefragt ist die gesamte Gesellschaft, die ganze Partei.

Der auf dem Parteikonvent im September gestartete Prozess ist in drei Phasen gegliedert. Bis zum Januar 2015 werden längere und kürzere Diskussionspapiere und die Ideen auf den Dialogkarten eingesammelt, auf der Online-Plattform http://digitalleben.spd.de können Beiträge eingereicht werden. Über 100 Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft, Kultur – aber auch ganz normalen Bürgerinnen und Bürgern – wurden jeweils zehn Fragen zur digitalen Gesellschaft von Morgen gestellt. Auf die Reise geht auch ein digitaler Briefkasten, der Antwortkarten einliest und Online zur Verfügung stellt.

In einer zweiten Phase von Februar bis September 2015 werden die Vorschläge debattiert. Der Programmbeirat, in dem insgesamt 74 Fachleute in sieben Themenfeldern mitarbeiten, wird erste Zwischenergebnisse beraten. Dem Steuerungskreis gehören Yasmin Fahimi, Gesche Joost, Brigitte Zypries und Lars Klingbeil an.

So entsteht das SPD-Programm für die digitale Gesellschaft, das in der dritten Phase im Dezember 2015 dem Bundesparteitag zur Entscheidung vorgelegt wird.

Die Themen, die jetzt zur Diskussion stehen, decken alle Bereiche ab. Es geht um Kultur und Medien, um die Veränderung der Industrie und Arbeitswelt, um Sicherheit und Überwachung, um die Nutzung in Verwaltung und Dienstleistungssektor, um die Entwicklung der digitalen Wirtschaft. „Der digitale Wandel wird buchstäblich alle unsere Lebensbereiche erfassen. Und wie schon im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung stehen Gesellschaft und Politik heute wieder vor der Aufgabe, einer technischen Revolution einen Rahmen zu geben. Unser Anspruch muss es sein, aus dem epochalen technischen Fortschritt der Digitalisierung auch einen gesellschaftlichen Fortschritt zu machen“, so der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel.

Diskussionspapier zum Programmprozess (beschlossen auf dem Parteikonvent im September): http://digitalleben.spd.de/digitalleben/diskussionspapier-digitalleben
Jetzt mitmachen und eigene Beiträge einbringen: http://digitalleben.spd.de

 

Wowereit mahnt zu Fairness bei der Reform der Bund-Länder-Finanzbeziehungen

In einem gemeinsamen Positionspapier, das Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit vorgestellt hat, warnen die ostdeutschen Bundesländer vor „Brüchen und Rückschlägen“ im wirtschaftlichen Aufholprozess“, falls die geplanten Neuregelungen bei der Reform der Bund-Länder-Finanzbeziehungen den Osten benachteiligen sollten.

„Wir wollen bundesweit deutlich machen, dass in der aktuellen Finanzdebatte Fairness im Mittelpunkt stehen muss", so der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit als derzeitiger Vorsitzender der Ost-Ministerpräsidenten-Konferenz. "Dass die Finanzkraft der Bundesländer teilweise immer noch sehr unterschiedlich ist, hat historische Ursachen. Umso wichtiger ist es, dass die finanzstarken Länder und der Bund weiter zur gesamtstaatlichen Solidarität stehen. Das bedeutet aus Sicht der ostdeutschen Länder, dass im Vergleich zur heutigen Praxis es keine einseitigen Belastungen derer geben darf, die mit viel Engagement daran arbeiten, alte Benachteiligungen zu überwinden und eigene Wirtschaftsstärke aufzubauen.“
Die ostdeutschen Länder sind trotz aller Fortschritte weiterhin auf einen hohen Ausgleichsgrad im Finanzausgleichssystem angewiesen, um den Abstand zu den westdeutschen Ländern bei der Finanzkraft zu kompensieren, heißt es im gemeinsamen Positionspapier. Deshalb wird unter anderem gefordert, dass das Finanzaufkommen des bisherigen Solidarzuschlags erhalten werden muss, um „stabile öffentliche Finanzen“ zu gewährleisten. Steuerstarke Länder dürften dabei aber nicht noch zusätzlich gestärkt werden. Auch eine Ausweitung der „Einnahmeautonomie der Länder und Kommunen“ über das bisherige Maß hinaus wird im Interesse einer fairen Finanzverteilung abgelehnt. Die ostdeutschen Länder fordern unter anderem die Beibehaltung des Wohnsitzprinzips bei der Lohnsteuerzerlegung und des Umsatzsteuervorwegausgleichs in der bisherigen Form.
Im Wortlaut: „Positionspapier der ostdeutschen Länder zu den Bund-Länder-Finanzbeziehungen“ (PDF-Dokument, 42 KB).

 

Länderübergreifende Zusammenarbeit bei Zugverbindungen zwischen Berlin und der Ostseeküste - Bund spart beim Bahn-Fernverkehr auf Kosten der Länder

Die Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern setzen sich dafür ein, im Rahmen des Schienenpersonennahverkehrs eine auskömmliche Zugverbindung zwischen dem Großraum Berlin und der Ostseeküste sicherzustellen. So werden ab dem Jahr 2015 in der Woche insgesamt zehn Regional-Express-Zugpaare in der Zeit von 4.30 Uhr und 22.30 Uhr (jeweils Abfahrt Rostock) verkehren.

Hierzu erklären die verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, Ole Kreins und der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Jochen Schulte:
„Die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unternehmen im Rahmen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit alles, um entsprechende Verkehrsverbindungen von und nach Berlin aufrechtzuerhalten. Damit kommen wir aber einer Aufgabe nach, die eigentlich durch den Bund und die DB AG als typischer Fernverkehr in eigener Verantwortung und ohne Finanzierung durch die betreffenden Länder erfolgen müsste.

Deshalb fordern wir den Bund auf, zukünftig wieder seiner grundgesetzlichen Verpflichtung der Daseinsvorsorge im Verkehrsbereich gerecht zu werden. Sofern der Bundesfinanzminister in Unkenntnis der tatsächlichen Situation davon redet, dass in den einzelnen Bundesländern beim Schienenpersonennahverkehr noch Einsparpotenziale bestünde, übersieht er offenkundig, dass derzeit der Bund auf Kosten der Bundesländer seine ‚Einsparungen‘ vornimmt.

Um es klar zu sagen: Die dringend erforderliche Schaffung eines echten Fernverkehrsangebotes zwischen der Metropolregion Berlin und der Ostseeküste ist Aufgabe und Pflicht des Bundes. Dabei gilt es vor allem, eine attraktive Direktverbindung im Fernverkehr auf der Strecke Berlin – Rostock-Warnemünde herzustellen, um die möglichen Fahrzeitverkürzungen des 850 Millionen Euro teuren Ausbaus der Strecke kundenfreundlich zu nutzen und den Tourismus zu stärken.“

 

Sylvia-Yvonne Kaufmann: Besucherfahrt nach Straßburg vom 24.-27. Nov. 2014

© European Union 2002

 

Im Juni hat Sylvia-Yvonne Kaufmann ihre Arbeit als Abgeordnete des Europäischen Parlaments aufgenommen und möchte nun Berliner Genossinnen und Genossen die Möglichkeit geben, ihre neue Wirkungsstätte - das Europäischen Parlament in Straßburg – im Rahmen einer Gruppenreise kennenzulernen. Die Besucherfahrt wird von Sylvia-Yvonne Kaufmann und dem Europäischen Parlament bezuschusst. Der Eigenanteil beträgt 150,- € pro Person. Es sind die folgenden Leistungen enthalten: Busfahrt im klimatisierten Reisebus von Berlin nach Straßburg und zurück, 3 Übernachtungen (im Doppelzimmer) im ates Hotel Straßburg Kehl (http://www.ates-hotel.de/), ein Abendessen, Besuch des Europäischen Parlaments und eine Stadtführung/Bootsfahrt.

Das Anmeldeformular ist online unter sylvia-yvonne.kaufmann.de/besucherfahrt zu finden. Bei Fragen steht das Europabüro unter 030 4692 256 zur Verfügung.

 

AWO und Berliner SPD erinnerten an Franz Neumann

Ehrung Franz Neumann 2014
 

Mit einer Kranzniederlegung haben die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die Berliner SPD am 9. Oktober auf dem Friedhof Tegel an den 40. Todestag  von Franz Neumann erinnert. Der AWO-Landesvorsitzende Hans Nisblé und der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Fritz Felgentreu würdigten die Verdienste Neumann, der zwölf schwierige Jahre lang Vorsitzender der Berliner SPD (1946 - 1958), 14 Jahre lang Mitglied des Landesparlamentes (1946 – 1960), 20 Jahre lang Bundestagsabgeordneter (1949 - 1969) und 28 Jahre lang – bis zu seinem Tode – Mitvorsitzender der Berliner Arbeiterwohlfahrt war.

„Franz Neumann hat klassische sozialdemokratische Werte vorgelebt: Solidarität und Freiheit. Das war in der Nazi-Zeit so. Und davon ist er auch danach keinen Zoll abgewichen.“ Mit diesen Worten würdigte 2004 Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit den 1974 verstorbenen ehemaligen Landesvorsitzenden der Berliner SPD Franz Neumann.
„Franz Neumann war ein Arbeiterkind aus dem Berliner Bezirk Friedrichshain“, so beschreibt ihn der Historiker Manfred Rexin. „Aufgewachsen in einer sechsköpfigen Familie unter arg bedrängten Wohnverhältnissen, wie sie für proletarisches Leben in der wilhelminischen Klassengesellschaft kennzeichnend waren.“ Mit 14 findet er zur Sozialdemokratie, bewusst erlebte er 1918 die Gründung der Republik mit und registrierte in den Jahren danach ihre Bedrohung. Der junge Metallarbeiter bildet sich weiter, wird examinierter Fürsorger und baut Anfang der 30er Jahre am Prenzlauer Berg „Werkstätten für arbeitslose Jugendliche“ auf. Als 1932 die preußische Regierung von der Papen-Regierung entmachtet wird, ist er mit Reichsbanner-Freunden bereit zur Verteidigung der Demokratie. Aber das Reichsbanner wird nicht gerufen. Ein Jahr später jagen ihn die Nazis aus dem Amt, 1934 wird er verhaftet und schwer misshandelt. Diese Erfahrungen prägen ihn, sein Freiheitsbegriff war für ihn auch in der Auseinandersetzung der Nachkriegszeit Orientierung, als die Offerten aus der KPD zur Vereinigung mit der SPD kamen.

Der Historiker Manfred Rexin: „Franz Neumann und seinen Gefährten war dieser Traum nicht fremd gewesen, aber sie erkannten sehr früh, dass das, was da mit sowjetischem Beistand als Sozialistische Einheitspartei Deutschlands etabliert werden sollte, allen Verheißungen und Zusicherungen zum Trotz nichts anderes war als der Versuch, Sozialdemokraten einem kommunistischen Diktat zu unterwerfen, die Ideen eines demokratischen, freiheitlichen Sozialismus in das Joch leninistischer und stalinistischer Ideologie zu zwingen.“

Foto: Axel Sommer

 

ASF Charlottenburg-Wilmersdorf: Generationsübergreifendes genossenschaftliches Wohnen

Der Berliner Wohnungsmarkt gilt mittlerweile - wie auch der in anderen Groß- und Universitätsstädten - als angespannt. Seit Jahren steigen die Mieten. Eine Neuanmietung von Wohnraum ist für viele Bürger und Bürgerinnen unerschwinglich geworden, vielerorts besteht bereits eine Verdrängungsgefahr.

Nie zuvor waren Wohnungsgenossenschaften so gefragt wie heute. Das genossenschaftliche Modell stellt seit mehr als 100 Jahren erfolgreich die Kraft solidarischen Wirtschaftens als Verbindung bewohnerorientierter Bauformen, ökonomischer Sicherheit mit sozialer Nachhaltigkeit unter Beweis.

Die ASF Charlottenburg-Wilmersdorf hat die Architektin Renate Amann eingeladen, um mit ihr über Möglichkeiten generationsübergreifender Wohnformen, Genossenschaften und aktuelle Beispiele und auch über realisierte Frauenprojekte zu diskutieren.

Donnerstag, 16. Oktober 2014, um 19.30 Uhr
Bürgerbüro Goethe15, Goethestraße 15, 10625 Berlin

 

Daniel Buchholz + Swen Schulz: Extra-Touren durch das Abgeordnetenhaus und den Bundestag

Daniel Buchholz lädt zu einer exklusiven dreistündigen Tour durch das Berliner Abgeordnetenhaus am Donnerstag, 16. Oktober 2014 von 11 bis 14 Uhr ein.

Die dreistündige Tour umfasst einen Film über Geschichte und Arbeit des Parlaments, eine Führung durch das historische Gebäude, ein Hintergrund-Gespräch mit Daniel Buchholz und die Teilnahme an einer Plenarsitzung. Von der Besuchertribüne aus erleben man live, wie Klaus Wowereit und die weiteren Senatsmitglieder den Abgeordneten in der Fragestunde Rede und Antwort stehen.

Bitte anmelden bei info@daniel-buchholz.de mit den persönlichen Kontaktdaten. Bei einer Zusage gibt es rechtzeitig weitere Informationen zum Ablauf.


Am Dienstag, dem 18. November 2014, lädt der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz zu einer politischen Tagestour ein. Für die ganztägige Veranstaltung mit Besuch des Deutschen Bundestages und einem Gespräch mit Swen Schulz bitte direkt in seinem Büro anmelden per Mail mit vollständigem Namen, Anschrift, Geburtsdatum und –ort an swen.schulz.ma03@bundestag.de oder telefonisch unter Telefonnummer 227 70187.

 

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus: Ausstellungseröffnung Ara Güler - Das Auge Istanbuls - Retrospektive von 1950 bis 2005

Der wohl berühmteste türkische Fotograf, Ara Güler (geb. 1928), bereiste mit seiner Leica die ganze Welt. Aber seine große Leidenschaft galt immer seiner Heimatstadt Istanbul. Der Stadt am Bosporus widmete er eine einzigartige Hommage.

Wie kein anderer hat er seit den fünfziger Jahren das Straßenleben, den Trubel der Großstadt und das Alltagsleben der Bewohner festgehalten. Seine Bilder sind angefüllt mit Impressionen der verwunschenen Villen und verwilderten Gärten, den melancholischen Gassen, den Läden und dem Gewirr der Straßen, vom Verkehr der Pferdewagen, den Bussen und Taxis. Er beschreibt atmosphärisch dicht die Symphonie einer Stadt aus Häusern, Brücken, Schiffen und Wolken, die aus der Enge der Straßen auch den Blick in die Ferne lenken.

Ara Güler begann als Autodidakt, war aber schnell international als Fotograf gefragt. Mitte der fünfziger Jahre lernte er über Marc Riboud auch Henri Cartier-Bresson in Paris kennen und gelangte in den Kreis der Fotografenagentur Magnum. Als Nahost-Korrespondent war er für internationale Magazine wie Time-Life, Paris Match und Stern unterwegs. Er proträtierte auch die Prominenz, darunter Brigitte Bardot, Maria Callas, Winston Churchill, Indira Gandhi, Alfred Hitchcock, Pablo Picasso.

Im Laufe eines halben Jahrhunderts hat Ara Güler zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten. Für das Museum of Modern Art in New York gehörte er bereits 1968 zu den „zehn Meistern der Farbfotografie“. Er wurde geehrt als Fotograf des Jahrhunderts, Dokumentar des Wahren, Visueller Historiker, doch am besten charakterisiert ihn die Auszeichnung, er sei „Das Auge Istanbuls“.
Redner: Dietmar Nietan, Schatzmeister der SPD | Hüseyin Avni Karslıoğlu, Botschafter der Republik Türkei | Hasan Şenyüksel, Kurator | Ara Güler wird anwesend sein.
Die Ausstellung wird anlässlich des 25. Jubiläums der Städte-Partnerschaft zwischen Istanbul und Berlin im Willy-Brandt-Haus gezeigt. 
Ausstellungseröffnung
Mittwoch, 15. Oktober 2014, um 19.30 Uhr
Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, 10963 Berlin

Die Ausstellung ist vom 16. Oktober 2014 bis 15. Januar 2015 zu sehen.
Bitte für den Einlass den Personalausweis bereit halten.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Von falschen und echten Ariern - Filmabend mit Mo Asumang

Zu einem Filmabend mit Mo Asumang lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung am 21. Oktober. Zu sehen ist ihr Dokumentarfilm "Die Arier".

„Arier“ ist nach wie vor ein Schlüsselbegriff in der Hetze und Gewalt gegen Menschen anderer Religion, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. Die afrodeutsche Filmemacherin Mo Asumang, die selbst schon zum Ziel einer Morddrohung der sogenannten „White Aryan Rebels“ wurde, versucht auf einer persönlichen Reise herauszufinden, was hinter dieser Herrenmenschenideologie steckt. Sie begibt sich zu Pseudo-Ariern auf Nazidemos, reist zu den wahren Ariern in den Iran und trifft sich in den USA mit berüchtigten Rassisten, darunter auch Mitgliedern des Ku Klux Klans.
Der Dokumentarfilm Die ARIER ist eine tour de force in die Abgründe des weltweiten Rassismus. Er wurde 2014 mit mehreren nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Im Anschluss an die Filmvorstellung wird das Thema auch in seiner globalen Dimension auf einer Podiumsdiskussion vertieft.
Einführung von Dr. Ralf Melzer, Friedrich-Ebert-Stiftung. Auf dem Podium: Shelly Kupferberg (freie Journalistin) im Gespräch mit der Regisseurin Mo Asumang, Thomas Heppener (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Ryan Lenz (Southern Poverty Law Center, Montgomery/Alabama)
Von falschen und echten Ariern - Ein Filmabend mit Mo Asumang
Dienstag, 21. Oktober 2014, um 17.30 Uhr 
Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus 2, Hiroshimastraße 28, 10785 Berlin.
Anmeldung erbeten per E-Mail: forum.cy@fes.de oder per Fax: 030 269 35-9242 

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

Die Hotline der Berliner SPD 030 – 4692 222 oder spd@spd-berlin.de.

 

Termine