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Frohe Weihnachten 2012
 

Wir wünschen Dir erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Der nächste Dienstagsbrief erreicht Dich am 14. Januar 2014.

Herzliche Grüße von der Dienstagsbrief-Redaktion

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: - Bundesregierung im Amt - Bericht von der Auszählung des Mitgliedervotums - Gratis Stromsparberatung noch bis Ende des Jahres - Termine

 

Betriebsferien: Wir im Kurt-Schumacher-Haus sind vom 23. Dezember 2013 bis zum 3. Januar 2014 nicht erreichbar.

Bundesregierung im Amt

Seit heute ist die Bundesregierung im Amt. Das Parlament kann nun in vollem Umfang seine Arbeit aufnehmen. In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist dies die dritte große Koalition. Sigmar Gabriel nannte den Koalitionsvertrag im Anschluss an seine Unterzeichnung am Montag einen „Vertrag für die kleinen Leute“.

Angela Merkel erhielt 462 Stimmen der insgesamt 631 Bundestagsabgeordneten. 504 Stimmen haben CDU/ CSU und die SPD insgesamt. Die SPD stellt die Leitung der folgenden Ministerien:

• Auswärtiges Amt - Frank-Walter Steinmeier
• Wirtschaft und Energie, Vize-Kanzler - Sigmar Gabriel
• Arbeit und Soziales - Andrea Nahles
• Justiz und Verbraucherschutz - Heiko Maas
• Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Manuela Schwesig
• Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit - Barbara Hendricks
Aydan Özguz wird Migrations-Staatsministerin. Iris Gleicke, Ostbeauftragte der Bundesregierung

„Die SPD hat hier sehr ordentlich verhandelt und wichtige Ressorts erstritten, die für die Gestaltung zentraler sozialdemokratischer Wahlversprechen notwendig sind. Von Iris Gleicke erwarten und wissen wir, dass sie sich nachdrücklich und vernehmbarer als ihr Vorgänger für die Interessen der Neuen Bundesländer einsetzen wird. Mit Aydan Özguz haben wir eine profilierte und fundierte Stimme für die Anliegen der Migrantinnen und Migranten in unserem Land. Gemeinsam mit den insgesamt sechs BundesministerInnen werden sie eine gute Arbeit für unser Land leisten“, so der Landesvorsitzende Jan Stöß.

Der Übersicht halber: CDU, CSU
• Innen - Thomas de Maizière, CDU
• Finanzen - Wolfgang Schäuble, CDU
• Verteidigung - Ursula von der Leyen, CDU
• Gesundheit - Hermann Gröhe, CDU
• Bildung und Forschung - Johanna Wanka, CDU
• Verkehr und digitale Infrastruktur - Alexander Dobrindt, CSU
• Ernährung und Landwirtschaft - Hans-Peter Friedrich, CSU
• Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - Gerd Müller, CSU
Chef des Bundeskanzleramtes ist Peter Altmaier.

 

Stöß: „Mitgliedervotum wird unsere Demokratie verändern“

Jan Stöß
 

Fast drei Monate nach der Wahl stand am Samstag das Ergebnis über die Frage, ob es eine große Koalition zwischen CDU/CSU und der SPD geben wird, fest. Die Entscheidung lag am Ende bei den über 470.000 Mitgliedern der SPD. 370.000 beteiligten sich. Gut 75 Prozent votierten mit Ja. 80.000 votierten mit Nein (= rund 24 %). 30.000 Stimmen konnten wegen Formfehlern nicht in die Berechnung aufgenommen werden.

„Allein die enorme Teilnahme an dem Votum zeigt die breite Akzeptanz dieses Instruments und den Willen der SPD-Mitglieder, sich an solch elementaren Fragen zu beteiligen. Dieser Vorgang ist bisher einzigartig in unserem Land und wird nicht nur die SPD, sondern unsere ganze Demokratie verändern", so Jan Stöß, Vorsitzender der SPD Berlin, nach der Auszählung am Samstag. „Insbesondere für Berlin wurden im Vertrag wichtige Themen zugunsten der SPD verhandelt, darunter der gleiche Mindestlohn in Ost und West, die längst überfällige Rentenangleichung zwischen West und Ost und die Mietpreisbremse“, so Stöß weiter. Die Umsetzung dieser Themen wird auch der Landesverband Berlin kritisch begleiten und wo nötig, auf die Einhaltung der Vereinbarung drängen.

Jan Stöß: „Sicher, ein Koalitionsvertrag ist noch kein Gesetz, aber allein durch das Mitgliedervotum haben sich die Menschen wie noch nie zu vor mit den dort stehenden Eckpunkten auseinander gesetzt. Der Koalitionsvertrag hat dadurch eine viel höhere Legitimität bekommen. Jetzt kommt es für die nächsten vier Jahre darauf an, dass Partei und Fraktion ein klares SPD-Profil vertreten, dass SPD pur erkenn- und spürbar wird. Auf diesem Wege müssen auch jene engagierte Genossinnen und Genossen mitgenommen werden, die mit Nein votiert haben.“

 

Ein Neumitglied berichtet von der Auszählung des Mitgliedervotums

 

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass ich bei der Auszählung des Mitgliedervotums nicht gebraucht werde, aber am Freitag wurde ich kurz vor Mitternacht angerufen und für 4.30 Uhr zur Station bestellt. Nach nur drei Stunden Schlaf war ich dann pünktlich dort. Nach sorgfältiger Eingangskontrolle, dem Einschließen von persönlichen Gegenständen und einem schnellen Frühstück ging es dann los: Wir saßen uns an Zweiertischen gegenüber, auf dem Tisch waren drei Kisten und eine kleine Box. So konnten wir nach Ja, Nein, Ungültig und Strittig sortieren. Links neben dem Arbeitsplatz war ein großer brauner Sack für die Umschläge und rechts stand eine rote Kiste mit den schon geöffneten Umschlägen. Unsere Aufgabe bestand darin, die Abstimmungskarten aus den Umschlägen zu nehmen und in die jeweils richtige Kiste zu werfen. Beim Sortieren kam man sehr schnell ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass ich nicht die Einzige mit so wenig Schlaf war. Selbst die "regulären" Helfer hatten genauso wenig geschlafen wie ich. Dadurch, dass wir jeder dann Pause machen konnten, wann wir wollten, hatte das Ganze etwas von "Blind Date", da das Gegenüber ständig wechselte. Trotz früher Stunde und Schlafmangels war die Stimmung von Anfang an sehr gut und wir kamen zügig voran. Allerdings waren die Briefumschläge trotz der prominenten Schlitzmaschine nur zum Teil ganz geöffnet. Das haben wir dann selber gemacht, bzw. Helfer haben die ungeöffneten Exemplare dann nochmal durch die Maschine gejagt. Da wir alle sehr motiviert waren, waren wir mit dem Sortieren schon gegen 9.45 Uhr fertig. 

Um 9.30 Uhr kamen dann die Auszähler und wir Sortierer hatten jetzt eine lange Pause, die wir mit einem zweiten Frühstück, Zeitungslektüre oder auch einer Mütze Schlaf im Ruheraum ausgefüllt haben. Auch die Auszähler waren viel schneller fertig als gedacht. Nach der Pressekonferenz gab es dann für uns Helfer ein kalt-warmes Büffet und Freibier. Wir haben dann zusammen gefeiert und neu geknüpfte Kontakte vertieft. Als ich dann abends gegen 19.00 Uhr nach Hause kam, war ich nicht nur sehr müde, sondern auch sehr froh über die gemachte Erfahrung. Für mich war das ein sehr langer, schöner und aufregender Tag.
Daphne Jordahn, SPD Mitte – Abt. 8 Alt- Moabit

 

Neumitgliedertreffen der Berliner SPD: Viele neue Gesichter, viele neue Ideen

 

Am Dienstag, dem 10. Dezember, fand im Willy-Brandt-Haus das landesweite Neumitgliedertreffen der Berliner SPD statt. Über 100 Genossinnen und Genossen, die seit dem Jahresbeginn 2013 zur SPD kamen und einige Gast-Mitglieder, konnten dabei nicht nur das Willy-Brandt-Haus von innen kennenlernen, sondern vor allem dem Berliner SPD Landesvorsitzenden Jan Stöß und der Landesgeschäftsführerin Kirstin Fussan viele Fragen stellen.

Die Bandbreite der Anwesenden war beeindruckend. Vom Azubi über die junge Arbeitnehmerin bis hin zum 89 Rentner kamen sie alle. Stöß leitete mit einer kurzen Rede ein, ging auf das aktuelle Mitgliedervotum und das Für und Wider des Koalitionsvertrags ein. Vor allem aber erzählte er von seinen persönlichen Beweggründen, sich in der SPD zu engagieren. Kirstin Fussan erläuterte die Struktur der Berliner SPD, u.a. dass Abteilungen das gleiche sind wie Ortsvereine und welche Dienstleistungen das Kurt-Schumacher-Haus im Wedding anbietet. Als dann die Diskussion begann und viele noch zögerten, brach Jan Stöß das Eis mit einer Anekdote von einem SPD-Mitglied, das vor kurzem für sein 50. Parteijubiläum geehrt wurde. Dieser wollte sich bei seinem ersten Abteilungsbesuch zu Wort melden und erhielt nach mehrstündigem Sich Melden und schlussendlichen Einwurf die Antwort des Abteilungsvorsitzenden, dass er mal schön ein Jahr lang kommen soll und dann darf er überhaupt erst sich zu Wort melden. „Das, liebe Genossinnen und Genossen, hat sich gründlich geändert“, so Stöß.

Über drei Stunden ging dann die Diskussion, bei der konkreten Fragen u.a. zu den Themen NSA, Kooperationsverbot in der Bildungspolitik, Bürgerversicherung und bezahlbarer Wohnraum in der Runde gemeinsam diskutiert wurden.

 

18. Dezember: Kranzniederlegung am Grab von Willy Brandt

Aus Anlass des 100. Geburtstages von Willy Brandt legen der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Vertreter des Parteivorstands und Mitglieder der Berliner SPD am 18. Dezember Kränze am Grab auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof nieder. Ihr seid herzlich eingeladen, am Gedenken an Willy Brandt teilzunehmen.

Mittwoch, 18. Dezember 2013, um 11.00 Uhr
Waldfriedhof Zehlendorf, Eingang Wasgensteig 30, 14129 Berlin

 

17. Januar: Gedenkfeier für Max Sievers

Am 17. Januar 1944 wurde der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbandes Max Sievers von den Nationalsozialisten im Zuchthaus Brandenburg ermordet. Aus diesem Anlass lädt der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg, die Nachfolgeorganisation des Freidenker-Verbandes, am 70. Todestag von Sievers zu einer Gedenkfeier im Kurt-Schumacher-Haus.

Nach der Begrüßung durch Steffen Zillich, stellvertretender Präsident des HVD Berlin-Brandenburg, erinnern die stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Berlin und der Vorstandsvorsitzende des HVD Berlin-Brandenburg Manfred Isemeyer an das Wirken des Sozialdemokraten, der seit 1922 Geschäftsführer des Vereins der Freidenker für Feuerbestattung war und ab 1927 dessen Vorsitzender. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung findet eine Kranzniederlegung an der Gedenkstele auf dem Urnenfriedhof Gerichtstraße statt.

Freitag, 17. Januar 2014, um 11.00 Uhr 
SPD Landesverband Berlin, Kurt-Schumacher-Haus, Erika-Heß-Saal, Müllerstrasse 163, 13353 Berlin-Wedding

 

Daniel Buchholz: Gratis Stromsparberatung bis Ende 2013

Der Spandauer und Umweltexperte SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz weist auf die Möglichkeit einer kostenlosen Energieberatung durch die Verbraucherzentrale hin. "Im Dezember steigt mit der Vorfreude aufs Fest oft auch der Stromverbrauch", so Buchholz. "Weihnachtlicher Lichterschmuck, selbstgebackene Kekse, leckeres Essen und die passende Beleuchtung. Gut beraten ist, wer neben dem Weihnachtsbaum gelegentlich auch den Stromzähler in den Blick nimmt."

Buchholz: „Es ist ein kleines Weihnachtsgeschenk, das die Verbraucherzentrale noch bis zum Jahresende anbietet: Eine kostenlose und persönliche Beratung, die viele Fragen rund um den Stromverbrauch klärt und Hinweise gibt, wo das Sparen am meisten nützt. Genau das Richtige für alle, die eine hohe Stromrechnung nicht mehr länger hinnehmen wollen. Energiesparen schont den Geldbeutel und die Umwelt."

Voraussetzung ist ein Gutschein, der unter http://tinyurl.com/aktion-stromsparen im Internet zum Herunterladen bereitsteht. Mieter, private Hauseigentümer, Bauherren und Wohnungseigentümer können mit diesem noch bis zum 31.12.2013 eine kostenfreie Beratung über die gebührenfreie Telefonhotline 0800 - 809 802 400 verabreden. Buchholz: "Im Gespräch gibt es konkrete und leicht umsetzbare Spartipps für den Haushalt. Häufig lässt sich auch durch einen Wechsel des Stromversorgers einiges sparen. Die anbieterneutrale, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Beratung der Verbraucherzentrale gibt Hinweise, was manbei einem Wechsel beachten sollten."

Um zehn Prozent lässt sich der Stromverbrauch in fast jedem Haushalt durch einfache Maßnahmen und ohne größere Investitionen oder Komfortverzicht erfahrungsgemäß senken. "So lohnt es sich", sagt Buchholz, "beim Kauf von Weihnachts-Lichterketten genau hinzusehen. LED-Ketten sind die sparsame Wahl verglichen mit herkömmlichen Glühlampen. Beim Kochen und Backen lässt sich mit passenden Töpfen und Topfdeckeln, dem Verzicht auf das Vorheizen des Backofens und der richtigen Ausnutzung der Restwärme ebenso sparen wie bei der richtigen Beleuchtung. Schaltbare Steckerleisten unterbrechen den Standby-Stromverbrauch.“

 

Berlin bekommt ein Landesmindestlohngesetz

Im Januar 2014 tritt in Berlin das Landesmindestlohngesetz in Kraft, das am 12. Dezember vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen wurde. Das Landesmindestlohngesetz ergänzt die Regelungen des Berliner Ausschreibe- und Vergabegesetzes, mit dem die Bieter um öffentliche Aufträge des Landes Berlin bereits verpflichtet sind, einen Mindestlohn von 8,50 Euro zu zahlen. Nun geht Berlin noch einen Schritt weiter: Der  verbindliche Mindestlohns von 8,50 Euro brutto pro Stunde gilt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Landes Berlin, in Unternehmen mit überwiegender Beteiligung des Landes Berlin, für Beschäftigte bei entgeltfinanzierten, sozialen Dienstleistungen, für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei öffentlich geförderten Zuwendungsempfängern und für Teilnehmer an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsmaßnahmen. "Der Parlamentsbeschluss ist für alle Beschäftigten des Landes Berlin, in öffentlichen Unternehmen und bei Zuwendungsempfängern ein wichtiger Schritt zu mehr sozialer Gerechtigkeit", so die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Birgit Monteiro. "Zwar kann Berlin den immer noch fehlenden bundesgesetzlichen Mindestlohn nicht ersetzen - aber wir können im eigenen Einflussbereich als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen. Und das tun wir mit diesem Gesetz."

Für die SPD-Fraktion, so Birgit Monteiro, gelte: "Wer Vollzeit arbeitet, muss von seinem Lohn auch leben können. Mit dem jetzt beschlossenen Gesetz haben wir als SPD-Fraktion in der Großen Koalition im Abgeordnetenhaus einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung faire Entlohnung gemacht und Verbesserungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchgesetzt."

 

"Rechtsextremismus in Berlin" - Neue Info-Broschüre des Berliner Verfassungsschutzes

Mit der neuen Info-Broschüre „Rechtsextremismus in Berlin“ informiert der Berliner Verfassungsschutz komprimiert auf 56 Seiten über die Entwicklung der rechtsextremen Szene in Berlin in den vergangenen 15 Jahren.

Analysiert werden die Berliner Kameradschaften, die Entwicklung der „Autonomen Nationalisten“, die Veränderungen der „Freien Kräfte“ und die Rolle der Berliner NPD. Gewaltbereite Neonazigruppierungen werden zunehmend flankiert von vordergründig unverfänglich erscheinenden „Bürgerinitiativen“, islamfeindlichen Parteien und rassistisch argumentierenden Gruppen in sozialen Netzwerken.

Zudem ist das Spektrum der rechtsextremistischen Angebote breiter geworden. So haben auch „klassisch“ rechtsextremistische Gruppierungen ihre äußere Erscheinung und ihr Auftreten spürbar verändert. Speziell der aktionsorientierte Rechtsextremismus in Form von Kameradschaften, „Autonomen Nationalisten“ und „Freien Kräften“ hat in Berlin in den vergangenen Jahren verschiedene Veränderungen durchlaufen. Diese haben maßgeblich zu einer „Modernisierung“ des aktionsorientierten Rechtsextremismus beigetragen. Die Broschüre gibt es im Internet. 

 

"Anbauverbot der Gentechnik-Kartoffel 'Amflora' ist Ohrfeige für die EU-Kommission!"

Dagmar Roth-Behrendt
 

Als "Ohrfeige für die EU-Kommission" hat die Berliner SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) bezeichnet, das den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora" gestoppt hat.

Der EuGH hat in seinem Urteil festgestellt, dass die Mitgliedstaaten keine ausreichende Möglichkeit hatten, ein von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) erstelltes Gutachten zu berücksichtigen. „In der Tat urteilt der EuGH nicht zum Inhalt, sondern zum Verfahren“, so Dagmar Roth-Behrendt. "Es ist nicht klar, was die Mitgliedstaaten gesagt hätten, aber die Art und Weise, in der die EU-Kommission unter Kommissar Dalli 2009 die Zulassung von „Amflora“ durchgepeitscht hat, spottete jeder Beschreibung und ist seinerzeit von uns heftigst kritisiert worden."

„Dass der Anbau von gentechnisch veränderten Produkten massive Auswirkungen auf die Biodiversität hat, ist ein alter Hut. Dabei ist es irrelevant, ob es sich bei der Freisetzung um Pflanzen zur Nahrungsmittel- oder Produkterzeugung handelt“, erläutert Matthias Groote, Vorsitzender des Umweltausschusses im Europäischen Parlament.  „Die Folgen einer Freisetzung sind überhaupt nicht kalkulierbar und selbst eine 100.000-fache ,Überprüfung' wird niemals alle Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Menschen vorhersehen können“, so Dagmar Roth-Behrendt. "Dies beweisen immer wieder neue Erkenntnisse zu negativen Auswirkungen von gentechnisch veränderten Produkten auf bestimmte Tier- und Insektenarten."

„Die Zulassung durch die EU-Kommission war seinerzeit ein wirklicher Skandal“, so Dagmar Roth-Behrendt, „deshalb ist es sehr gut, dass der EuGH den Anbau und Vertrieb nun gestoppt hat und der EU-Kommission damit zeigt, dass die Freihändigkeit, mit der sie nach Gutsherrenart handelt, nicht geht.“ Auch wenn einige Firmen inzwischen bereits angekündigt haben, keine weiteren Anstrengungen zum Anbau von gentechnisch veränderten Produkten in der EU zu unternehmen, ist die SPD-Europaabgeordnete skeptisch: „Dass alle Mitgliedstaaten die Vernunft besitzen zu erkennen, dass der Anbau keinen Mehrwert für die Gesellschaft bietet, glauben wir kaum“, so Dagmar Roth-Behrendt.

 

Kulturforum der Berliner SPD mit neuem Vorstand

Das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie hat auf seiner Mitgliederversammlung am 11. Dezember einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzender wurde Joachim "Bibi" Günther, Referent in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und früheres Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Er löst Nikolaus Sander ab, der nicht wieder für den Vorsitz kandidierte. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden wiedergewählt: Brigitte Lange, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus sowie der frühere kulturpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Eckhardt Barthel.

Das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie ist ein gemeinnütziger Verein, der den Dialog zwischen Kunst und Politik befördern will und Kunst- und Kulturthemen präsentiert und diskutiert. Die Mitgliedschaft im Kulturforum ist nicht an eine Mitgliedschaft in der SPD gebunden.

Mehr Informationen unter www.kultur-in-berlin.com

 

Im Martin-Gropius-Bau: Ein Abend für Willy Brandt

Im Martin-Gropius-Bau findet am 17. Dezember zu Ehren Willy Brandts ein Abend mit Barbara Klemm, langjährige FAZ Fotografin, Valentin Falin, ehemaliger Botschafter der Sowjetunion, Karl-Heinz Klär, letzter Büroleiter Willy Brandts, Hans Christoph Buch, Schriftsteller und Lateinamerikaexperte und dem Regisseur Robert Van Ackeren statt. Fotografien von Barbara Klemm, die auch Willy Brandt begleitete, sind derzeit in einer Ausstellung im Martin-Gropius-Bau zu sehen.

Der Abend beginnt einem verschollen geglaubten Film von Robert Van Ackeren: „19. September“. Ein Cinéma-Vérité-Porträt des Kandidaten Willy Brandt im Wahlkampf 1965.  Der Regisseur wird  über seine filmische Begegnung mit Willy Brandt berichten. Anschließend stehen Barbara Klemms Aufnahmen aus Anlass der Ostvertragsverhandlungen 1973 in Bonn zwischen Willy Brandt und Leonid Breschnew im Mittelpunkt. Sie sind ihrer aktuellen Ausstellung im Martin-Gropius-Bau entliehen. Auch Valentin Falin, damals Botschafter der Sowjetunion in der Bundesrepublik, ist zu sehen. Aber nicht nur das – er wird zugegen sein für ein Gespräch über das Ereignis, die Protagonisten und die mediale Seite des ostwestlichen Diwans.

Im dritten und letzten Teil des Abends, bei den stillen Bildern der Fotografin Barbara Klemm, steht Lateinamerika im Mittelpunkt. Zu einem Gespräch mit Barbara Klemm findet sich Hans Christoph Buch ein. Willy Brandts Rolle in den Nord-Süd-Beziehungen und deren Einfluss (oder nicht) auf die Werke kommen zur Sprache.

Durch das Programm und die Gespräche führt Karl-Heinz Klär (DGPh), Willy Brandt einst als Büroleiter und Redenschreiber verbunden und der Stadt Berlin 2000 bis 2011 als Chef der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in den Ministergärten.

Veranstalter: dctp in Kooperation mit dem Martin-Gropius-Bau im Rahmen der Ausstellung "Barbara Klemm. Fotografien 1968 - 2013"

Mittwoch, 17. Dezember, um 19.00 Uhr
Martin-Gropius-Bau, Kinosaal, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

Eintritt frei

 

Aktuelle Ausstellung von Miguel Esteban Cano: Ein Spanier in Berlin

Cano
 

In der aktuellen Ausstellung zeigt das Kulturforum in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus Arbeiten des Künstlers Miguel Esteban Cano. Cano, geboren 1947 in Barcelona, kann als Wegbereiter der gegenwärtigen Welle spanischer Künstler gelten, die es seit Jahren nach Berlin zieht. Er kam 1972 nach West-Berlin, um dem politischen Klima unter Franco in Spanien zu entgehen. Bis zu seinem frühen Tod 1998 lebte und arbeitete er in Berlin. Er hat als Bildhauer und Maler ein breites, facettenreiches Werk geschaffen. In seinen Gemälden verbinden sich figurative und expressive Tendenzen, kräftige Farbkontraste und gestische Linienführung. Seine Plastiken lassen sich als Brückenschlag zwischen konstruktiven und surrealen Traditionen verstehen.

In Ergänzung zu der Ausstellung von Bildern und Plastiken des Künstlers, die zur Zeit im spanischen Kulturinstitut "Instituto Cervantes" (Rosenstraße 18/19 in 10178 Berlin-Mitte, S-Bahn Hackescher Markt) gezeigt wird, werden in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus eine Auswahl bezaubernder Bilder vorgestellt, die Wachheit und Sensibilität eines Zeitgenossen zeigen, der als Emigrant und Ausländer Politik und Alltagsleben einer Großstadt, seines Geburtslandes und seiner Wahlheimat reflektiert. Der Kunsthistoriker Michael Nungesser beschreibt die Bilder: "Die meist in Mischtechnik auf Nessel ausgeführten Gemälde sind großformatig, farbenfreudig, spannungsvoll und augenscheinlich von starker innerer Anteilnahme."

Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 13353 Berlin
Dauer der Ausstellung bis zum 8. Januar 2014
Öffnungszeiten der Galerie: Mittwoch, Donnerstag, Freitag, 16 bis 18 Uhr
und nach tel. Vereinbarung (030-8837914). Vom 25. - 27.12. ist die Galerie geschlossen.

Bitte vormerken: Finissage am Mittwoch, 8. Januar 2014, am 18.30 Uhr

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

Die Hotline der Berliner SPD 030 – 4692 222 oder spd@spd-berlin.de.

 

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