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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: - Parteitag am 2. November - Stöß: Armut in Deutschland - Wowereit: Kooperation mit vietnamesischen Unternehmen - Termine

2. November: Landesvertreterversammlung und Landesparteitag

Am kommenden Samstag, dem 2. November, ist es so weit: Die nächste Landesvertreterversammlung (LVV) und der nächste Landesparteitag (LPT) stehen an. Europa und die Folgen der Bundestagswahl erhalten zu Beginn ausreichend Raum um diskutiert zu werden. Danach geht es in die Wahl der Bundesparteitagsdelegierten und in die Antragsberatung. Auf die Delegierten wartet viel Arbeit – um die 100 Anträge stehen zur Beratung an.

Die LVV und der LPT werden von Beginn an via Live-Stream übertragen. Diesen findet Ihr auf der Startseite der SPD Berlin. Dort werdet Ihr auch sehr zeitnah über die aktuellen Beschlüsse und Diskussionen auf dem Laufenden gehalten. Wer lieber im Social Web unterwegs ist, findet Informationen auf Facebook und Twitter.

Samstag, 2. November 2013, ab 9.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr, bcc am Alexanderplatz

 

Bozkurt: „Keine faulen Kompromisse!“

Aziz Bozkurt
 

Am Wochenende brachte der CSU Vorsitzende Horst Seehofer ein neues Kompromissangebot zum Thema Mehrstaatigkeit ins Spiel. Er schlug die Einführung einer ruhenden Staatsbürgerschaft vor. Aziz Bozkurt, Landesvorsitzender und stellv. Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt in der SPD sagte dazu: „Lernt sie nun dazu oder nicht? Das fragt man sich bei der Union angesichts der Äußerungen Seehofers vom Wochenende. Das Einkassieren des Optionsmodells ist nun für sie denkbar. Selbstverständlich, ist es doch auch vollkommen sinnfrei. Die Vorschläge zur Hinnahme der Mehrstaatigkeit dagegen sind völlig inakzeptabel.“

Mehrstaatigkeit, laut CSU-Logik, wird dann möglich, wenn die Staatsbürgerrechte in dem Land ruhen, wo Mann oder Frau sich derzeit nicht aufhalten. Dazu Bozkurt: „Es wäre uns neu, dass Deutschland anderen Ländern vorschreiben könnte, wann Staatsbürgerschaftsrechte zu ruhen haben. Die CSU tut sich seit dem Wahlkampf mit Vorschlägen hervor, die – wie die PKW-Maut für „Ausländer“ – rechtlich unmöglich sind. Liebe Union, es wird Zeit sich zu entscheiden. Wollt ihr im Heute ankommen und eine Koalition im Sinne einer modernen Gesellschaftspolitik eingehen oder wollt ihr im Gestern verharren? Die SPD Basis jedenfalls wird ihre bisherige Skepsis zur Großen Koalition notfalls auch in der Ablehnung eines faulen Koalitionsvertrages deutlich machen."

 

Stöß: Drei Studien belegen Armut in Deutschland

Porträt Jan Stöß
 

Als alarmierend hat der Berliner SPD Landesvorsitzende Jan Stöß die neuesten Zahlen aus der Studie „LEBEN IN EUROPA 2012“ bezeichnet, die vom Statistischen Bundesamt vorgestellt wurde. Danach ist die Quote der Armutsgefährdeten in Deutschland um drei Prozent gewachsen. "Diejenigen, die die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich als Schimäre deklarieren, wurden jetzt gleich drei Mal eines besseren belehrt", sagte Stöß. "Die Zahlen des Statistischen Bundesamts vom 25. Oktober zeigen: Fast jede sechste Person in unserem Land ist armutsgefährdet. Das sind 13 Millionen BürgerInnen! Besonders Alleinerziehende in unserem Land sind dabei von Armut betroffen: 38,8 Prozent in 2011. Im Vergleich: 2010 lag die Quote bei 37,1 Prozent. Fast zwei Prozent Zuwachs. Sie weisen mit Abstand das höchste Armutsrisiko auf."

"Die Zahlen der Unicef-Studie vom 24. Oktober", so Stöß, "nehmen, bezogen auf die Kinder in unserem Land, vieles der heutigen Studie vorweg: Mehr als eine Million Kinder sind von Armut betroffen, 6,9 Prozent der 7 bis 11 Jährigen leben in Haushalten in denen die Armutsgrenze unterschritten wird. Die Studie belegt: Kinder, die ihr Leben lang mit Armut konfrontiert waren, sind als Erwachsene unzufriedener und entwickeln ein schwächer ausgeprägtes Selbstbewusstsein."

Am vergangenen Dienstag teilte ebenfalls das Statistische Bundesamt einen Anstieg um 6,6 Prozent bei den Menschen über 65 Jahren, die von Armut betroffen sind, mit, obwohl diese ihr Leben lang hart gearbeitet und Beiträge gezahlt haben. Das sind allein in Berlin fast 2.000 über 65 Jährige mehr als im Vorjahr.

Stöß: "Drei Studien – drei Mal das gleich Ergebnis: In Deutschland nimmt die Verteilungsgerechtigkeit ab und die Armut zu. Das spüren die Menschen, die davon betroffen sind täglich. Zeit, diese Ergebnisse endlich ernst zu nehmen. Wer ein Leben lang in Armut lebt, wird damit zugleich von der politischen Partizipation ausgeschlossen. Teilhabe zu ermöglichen, ist unsere Pflicht und sozialdemokratisches Kernanliegen – gerade in den jetzigen Koalitionsverhandlungen!“

 

Feiger Anschlag auf Zentrale der Berliner SPD

 

In der Nacht vom Sonntag zum Montag wurde das Kurt-Schumacher-Haus der Berliner SPD erneut angegriffen.

Gegen ein Uhr nachts bemerkte ein aufmerksamer Passant, dass ca. 3 bis 5 Personen die untere Fensterfront des Eingangsportals des Kurt-Schumacher-Hauses, des angrenzenden Wahlkreisbüros von Eva Högl und des Eingangsbereichs der Galerie des August-Bebel-Instituts (ABI) beschädigten. Durch das beherzte Eingreifen eines Passanten, der die Polizei alarmierte, konnte eine weitere Zerstörung verhindert werden.

Neben zerstörten Scheiben wurde abermals wie schon im Mai 2013 die Fassade der Galerie durch ein Teergemisch beschmutzt. Es wird von einem Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro gerechnet. Seit August 2012 ist das bereits der 15. Anschlag auf eine SPD-Einrichtung in Berlin.

Jan Stöß, SPD-Landesvorsitzender, dazu: „15 Anschläge in zwei Jahren auf Einrichtungen der SPD - dieser Zustand wird immer unerträglicher. Dieses Mal hat es mit dem ABI eine dezidiert linke Bildungseinrichtung getroffen, die sich überaus engagiert für demokratische Bildung einsetzt. Eines ist gewiss, das Ziel dieser Anschläge wird immer verfehlt werden: Wir werden nicht klein beigeben und unsere Arbeit für Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit fortsetzen.“

Ingo Siebert, Leiter des August-Bebel-Instituts, welches die Galerie im Kurt-Schumacher-Haus derzeit für eine Ausstellung und begleitende Veranstaltungen zu Carlo Levi nutzt, fügt hinzu: „Diese Tat, ein ums andere Mal, ist weder mutig, noch schlau, noch Zeichen eines engagierten Protests. Wer die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will, muss es wie der italienische Antifaschist Carlo Levi, mit Worten und engagiertem gewaltfreien Handeln tun. Wer mutwillig das Eigentum anderer zerstört und Angst sähen will, schadet am Ende auch immer denen, für die er oder sie eintreten.“

 

Wowereit: Sehr gute Perspektiven für Kooperation vietnamesischer Unternehmen mit der Berliner Wirtschaft

Klaus Wowereit Portrait 2011
 

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, kam am Montag in Hanoi mit Vietnams Premierminister Nguyen Tan Dung zusammen. Im Mittelpunkt stand die vertiefte Zusammenarbeit zwischen Berlin und Hanoi.

Die Zwischenbilanz Klaus Wowereits:„Es gibt sehr gute Chancen für wirtschaftliche Kooperationen zwischen Unternehmen in Hanoi und Berliner Firmen und Institutionen. Für unsere Berliner Betriebe ist es wichtig, dass die Politik im Ausland Türen öffnet und diplomatische Unterstützung bietet. Das gehört ganz konkret zu den guten Rahmenbedingungen, wie die Wirtschaft sie von den politisch Handelnden fordert. Vietnam ist ein weiteres exzellentes Beispiel dafür, wie erfolgreich Senat und Berliner Wirtschaft auch im Ausland zusammenwirken.“

Die Wirtschaftsdelegation, die sich seit Sonntag mit dem Regierenden Bürgermeister in Vietnam aufhält, besteht aus 14 Berliner Unternehmerinnen und Unternehmern aus den Bereichen Energie, Umwelttechnik, Gesundheit, Verkehr.

Die Geschäftsführerin der Berlin-Partner GmbH, Melanie Bähr, die zur Delegation des Regierenden gehört, erklärte: „Wir konnten in Hanoi wichtige Kontakte knüpfen und ausbauen. Bei unseren Gesprächen war ein großes Interesse an Berlin, auch als Eingangstor in den europäischen Binnenmarkt, erkennbar. In Vietnam besteht zudem ein großer Bedarf an Lösungen für drängende Infrastruktur- und Gesundheitsfragen. Für Berlin ist es in diesem Zusammenhang von besonderem Vorteil, dass viele tausend Vietnamesen hier studiert und die dynamische Entwicklung der Stadt erlebt haben.“

 

Europawahl: SPD und PS für Martin Schulz als Spitzenkandidat

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Frankreichs (PS), Harlem Désir, unterstützen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Spitzenkandidaten der europäischen Sozialdemokraten bei der Europawahl. Nach einem Treffen am Donnerstag sprachen sie sich auf einer Pressekonferenz gemeinsam für ein demokratischeres und sozialeres Europa aus. 

Der Spitzenkandidat der SPE, der auf einem Wahlkongress der SPE am 1. März 2014 bestimmt werden soll,  ist auch der Kandidat der Parteienfamilie für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten.

In einer am Donnerstag vorgelegten gemeinsamen Erklärung legten Désir und Gabriel außerdem inhaltliche Schwerpunkte beider Parteien mit Blick auf die Europawahl fest: „Unser Ziel als europäische Sozialdemokraten und Sozialisten ist ein Europa, das solide Finanzen mit Wachstum und Beschäftigung verbindet.“ Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa und dem Zulauf rechtspopulistische Parteien, sei es umso wichtiger, dass Europa eine Antwort aus der Krise findet, die „unseren Kontinent zusammenhält und in die Zukunft weist.“ Dieser historischen Aufgabe fühlen sich die SPD und die PS zusammen mit ihren sozialdemokratischen Partnern in Europa verpflichtet.


 

Dagmar Roth-Behrendt: "Binnenmarkt endlich auch für Patienten!"

Dagmar Roth-Behrendt
 

Vom heutigen Freitag an gewährt die EU-Richtlinie über die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung Patienten die Freizügigkeit im Binnenmarkt. Damit könnten sich, so die SPD-Europaabgeordnete und Gesundheitsexpertin Dagmar Roth-Behrendt, endlich auch Patienten frei in der EU bewegen.
Die Kosten für eine Behandlung in einem anderen EU-Land werden dabei in der Regel bis zu dem Betrag erstattet, den die Krankenkasse im Versicherungsland gewährt hätte – in besonderen Fällen, wie etwa bei unangemessen langer Wartezeit auf eine Behandlung, sogar darüber hinaus.
Die Mitgliedsländer haben mittlerweile Kontaktstellen eingerichtet, bei denen Patienten Informationen über ihre Rechte erhalten. Dort erfahren sie auch, ob sie die Behandlung in einem anderen EU-Mitgliedsland der Krankenversicherung vorher melden oder von ihr genehmigen lassen müssen. Die Vorabgenehmigung ist vor allem für Krankenhaus- und Spezialbehandlungen nötig, Ablehnungen müssen für jeden einzelnen Fall von der Versicherung sehr konkret begründet werden. Die Kontaktstellen geben auch Auskunft darüber, welche Qualitäts- und Sicherheitsstandards gelten, welche Behandlungen und Ärzte zu empfehlen sind oder wie die Ärzte beaufsichtigt werden. "Niemand lässt sich gerne woanders behandeln. Deshalb ist es wichtig, dass die Patienten sich vor ihrer Behandlung möglichst genau informieren, wissen, was sie erwartet und dann entscheiden können, wo und von wem sie sich behandeln lassen möchten", so Dagmar Roth-Behrendt, die die Gesetzgebung als Berichterstatterin der sozialdemokratischen Fraktion mitgestaltet hatte.
"Wenn die Richtlinie schließlich dazu führt, dass sich in Teilen der EU auch die Qualität und der Zugang zu Behandlungen verbessert, wäre das ein wundervoller und gewollter Nebeneffekt", so Dagmar Roth-Behrendt.

 

Online-Befragung zu Kultur- und Kreativwirtschaft

Stimmungsbild und Wirtschaftslage der Kreativwirtschaft stehen im Zentrum einer aktuellen Online-Befragung in den Ländern Berlin und Brandenburg.  Die Ergebnisse des Kultur- und Kreativwirtschafts-Index (KKI) liefern wertvolle Hinweise, um die Politik beider Länder zur Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft auszugestalten. Dafür werden in der Umfrage Geschäftsklimafaktoren wie Standortzufriedenheit, wirtschaftliche Situation und Zukunftsperspektiven der Unternehmen und Selbstständigen erhoben.

Angesprochen sind Solo-Selbstständige und Freiberufler/innen ebenso wie Mitarbeiter/innen aus den folgenden Branchen: Architektur, Buchmarkt, Pressemarkt, Rundfunk, Filmwirtschaft, Musikwirtschaft, Kunstmarkt, Markt für darstellende Künste, Mode, Designwirtschaft, Games, Software/ Multimedia, Telekommunikation, Werbung/ PR.

An der Umfrage kann unter diesem Link teilgenommen werden. Die Umfrage dauert etwa 12 Minuten.

Der KKI wurde erstmals 2011 durchgeführt und ist längerfristig angelegt, um auch Entwicklungstendenzen sichtbar zu machen. Er richtet sich an alle Teilbranchen der Kreativwirtschaft und ist ein Gemeinschaftsprojekt der für Kultur und Wirtschaft zuständigen Ministerien von Berlin und Brandenburg sowie den Industrie- und Handelskammern beider Länder. Anfang 2014 werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert. Durchgeführt wird die Erhebung bereits zum zweiten Mal vom Medienforschungsinstitut House of Research.

 

SPD Fraktion Pankow sucht MitarbeiterIn

Die SPD Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow sucht zum 1. Dezember 2013 eine Fraktionsmitarbeiterin/ einen Fraktionsmitarbeiter, mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20 Stunden, befristet bis zum Ende der VII. Wahlperiode des Abgeordnetenhauses von Berlin.
Einzelheiten in der Stellenausschreibung (PDF-Dokument, 37.2 KB).

 

Offizielle Erstausgabe der Willy-Brandt-Briefmarke zum 100. Geburtstag - Walter Momper stempelt mit Sonderstempel „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ im Willy-Brandt-Haus

Willy Brandt Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag
 

Anlässlich des 100. Geburtstags von Willy Brandt am 18.12. 2013 gibt die Deutsche Post eine Sonderbriefmarke heraus. Die Briefmarke wird an ihrem Erstausgabetag am 2. November im Berliner Willy-Brandt-Haus in einer eigens eingerichteten Sonderpostfiliale zum Kauf angeboten. Ab 12 Uhr wird Walter Momper, ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin, die Briefmarke mit dem für diesen Tag exklusiv erstellten Sonderstempel der Post versehen. 

„Wir wollen mehr Demokratie wagen“ lautet der Text des Sonderstempels, ein Zitat aus Willy-Brandts Regierungserklärung vom 28.10.1969.
Briefmarkenfreunde und alle Interessierten können die Willy-Brandt-Marken zum Ausgabewert von 58 Cent/Stück erwerben. Ebenso werden philatelistische Ersttagsblätter angeboten.

Samstag, 2. November 2013, von 11.00 bis 17.00 Uhr
Sonderpostfiliale der Deutschen Post – Erlebnis Briefmarken im Willy-Brandt-Haus,
Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin-Kreuzberg

 

Matinee mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Berliner Literaturstipendiums 2013

Am 3. November um 11 Uhr laden das Literaturforum im Brecht-Haus, das Berliner Ensemble und die Kulturverwaltung des Berliner Senats zum mittlerweile 6. Mal alle Literatur- und Lesebegeisterten zum Kennenlernen der Preisträger des Berliner Literaturstipendiums 2013 in das Spiegel-Foyer des Hauses am Schiffbauerdamm ein.
13 Schriftstellerinnen und Schriftsteller präsentieren in kurzen Lesungen und Gesprächen ihre neuesten literarischen Arbeiten im Berliner Ensemble.

Aus 343 Bewerberinnen und Bewerbern hatte die Jury diese Stipendiaten ausgewählt: Konstantin Ames, Maxim Biller, Rabea Edel, Gerhard Falkner, Patrick Jon Findeis, Günter Herburger, Lioba Happel, Dr. Thomas Hettche, Dr. Gabriela Hift, Georg Leß, Thorsten Palzhoff, Tom Schulz und Ellen Wesemüller. Das sechsmonatige Stipendium ist mit insgesamt 12.000 € dotiert.

Die Matinee mit dem Titel „Berliner Manuskripte“ bietet wie immer die Gelegenheit, kurze Auszüge aus den neuesten (oder in Arbeit befindlichen) Romanen, Erzählungen und Gedichten zu hören.

In den Pausen kann man sich auf dem großen Büchertisch zum Blättern und Kaufen verleiten lassen, mit Getränken und einem kleinen Imbiss stärken, vor allem aber mit den anwesenden Autorinnen und Autoren, Journalisten, Literaturvermittlern und Publikum direkt ins Gespräch kommen. Søren Gundermann (Piano) und Thomas Strauch (Bass) sorgen mit Jazzstandards und Improvisationen für die musikalische Begleitung.

Karten zu der Veranstaltung (Eintritt 3 €) gibt es im Berliner Ensemble (Kartentelefon: 030-28 40 81 55, Eintritt: 3,- €).

 

Sonntag, 3. November 2013, 11.00 Uhr, Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1, 10117 Berlin

 

August-Bebel-Institut: Politische Diskussionen moderieren – Moderationstraining – Noch wenige Plätze frei

Bei politischen Diskussionen kann es mitunter »hoch hergehen«. Moderator/innen verfolgen dann den Gesprächsverlauf aufmerksam mit und sorgen für den roten Faden: Sie strukturieren, ordnen, fassen zusammen, pointieren, klären, provozieren manchmal oder wirken auf ein konstruktives Gesprächsklima hin. Der Workshop liefert dazu das erste Handwerkszeug. Bitte Bereitschaft zum eigenen Erproben und Trainieren mitbringen.

Leitung: Miriam Janke, Kommunikationstrainerin und Moderatorin
Beitrag 40 € inkl. Verpflegung und Getränke

Samstag, 9. November 2013, von 10.00 bis 17.00 Uhr, August-Bebel-Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Anmeldung bitte bis zum 3. November oder Tel. 4692-122

 

August-Bebel-Institut: In der Carlo Levi Reihe: Quo vadis Italia? Welche politische Zukunft hat Italien? Diskussion und Finissage der Ausstellung »Carlo Levi in Berlin«

Italien war in den 1980er Jahren ein Land mit einer breiten kapitalismuskritischen Opposition. Viele deutsche Linke bezogen sich positiv auf Italien. Diese Zeiten sind vorbei. Die aktuelle politische Situation Italiens ist desaströs: Die Zahl der Arbeitslosen und Armen steigt, die Jugend hat zu wenig Perspektiven und wählt erneut die Migration. Das Mehrheitswahlsystem hat die Spaltung im Land vertieft. Die politische Moral ist nach 19 Jahren Berlusconismo am Boden. Jahrhundertprobleme wie Mafia, das regionale Ungleichgewicht, die fehlende Sozialpolitik bestehen wie eh und je.
Referenten: Guido Ambrosino, Journalist und Autor u.a. il Manifesto, 
Stefano Vastano, Deutschlandkorrespondent L‘espresso (angefr.)
Moderation: Marcus Otto (Historiker)
Freitag, 15. November 2013, von 18.00 bis 21.00 Uhr
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Anmeldung erbeten bis zum 8. November. 

 

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.: Fritz Bauer – Tod auf Raten – Filmabend

Fritz Bauer (1903 - 1968) war einer der bedeutendsten Staatsanwälte, den die Bundesrepublik hervorbrachte. Mit seinem Namen verbinden sich die Überführung Eichmanns nach Israel, die Wiederherstellung der Ehre der Widerstandskämpfer des 20. Juli und die Frankfurter Auschwitz-Prozesse.

Ilona Zioks Film "Tod auf Raten" erzählt von Bauers mutigem Kampf für Gerechtigkeit. In Form eines filmischen Mosaiks montiert die Regisseurin Archivmaterial und Aussagen von Bauers Freunden, Verwandten und Mitstreitern.

Filmvorführung Fritz Bauer – Tod auf Raten, Dokumentarfilm, D 2010, 97 min
Podiumsdiskussion
Ilona Ziok, Autorin und Regisseurin des Films,
Werner Koep-Kerstin, Vorsitzender der Humanistischen Union,
Prof. Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg, Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg,
Moderation Klaus Wettig
Donnerstag, 7. November 2013, um 19.00 Uhr
Willy-Brandt-Haus, Stresemannstr. 28, 10963 Berlin

Eintritt frei | Ausweis erforderlich

 

Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung: Zeitzeugengespräch mit Gerhart Baum

Mit dem ehemaligen Bundesinnenminister ist einer der profiliertesten "Urliberalen" bei der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung zu Gast. Der Rechtsanwalt kann auf über 60 Jahre politisches Wirken zurückblicken.

Anlässlich seines 80. Geburtstages zog der Rechtsanwalt und einstige Bundesinnenminister Gerhart Baum Bilanz und blickte auf über 60 Jahre politisches Wirken zurück. Seinem Buch "Meine Wut ist jung" stellte er die Worte voran: "Wenn ich zurückblicke, muss ich sagen: Ich war immer durch und durch Politiker, ein 'political animal'".

Seit 1954 ist Baum Mitglied der Freien Demokratischen Partei (FDP). Er war Bundesvorsitzender der Jungdemokraten, Kommunalpolitiker in Köln, 30 Jahre Mitglied im Bundesvorstand und in verschiedenen weiteren Funktionen in der Bundespartei und im Landesverband Nordrhein-Westfalen tätig, davon neun Jahre als Stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender. Gerhart Baum gehört innerhalb der FDP zum linksliberalen "Freiburger Kreis". Von 1972 bis 1994 gehörte er dem Deutschen Bundestag an. Von 1978 bis 1982 war er Bundesminister des Inneren.

Von 1992 bis 1998 war Gerhart Baum Chef der deutschen Delegation in der UNO-Menschenrechtskommission in Genf und unter anderem von 2001 bis 2003 UNO-Beauftragter für die Menschenrechte im Sudan. Seit 1994 arbeitet er wieder als Rechtsanwalt und lebt in Köln und Berlin.

Gerhart Baum nimmt auch heute noch zu wichtigen gesellschafts-, rechts- und sicherheitspolitischen Fragen engagiert Stellung.

Zeitzeugengespräch
Mittwoch, 6. November 2013, um 18 Uhr
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Forum Willy Brandt Berlin,
Unter den Linden 62-68, 10117 Berlin
Um Anmeldung bis zum 5. November wird gebeten, Tel. 030 / 787 707 0 oder 
info@willy-brandt.de. Der Eintritt ist frei.

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

Die Hotline der Berliner SPD 030 – 4692 222 oder spd@spd-berlin.de.

 

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