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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: Der Parteitag in Augsburg - Volksbegehren zum Tempelhofer Feld abgelehnt - www.mitmachen.spd.de - Termine

Stöß: Die Berliner SPD setzt Akzente im Regierungsprogramm

2013 STeinbrück auf dem BPT im April

Foto: Marco Urban

 

Der Bundesparteitag der SPD in Augsburg hat das Regierungsprogramm 2013 - 2017 (PDF-Dokument) [PDF, 1,5 MB] beschlossen. "Wir haben die Kraft. Wir haben die Ideen, unser Land zu verändern", so Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Der Parteitag zeigte die große Einigkeit: Die SPD steht geschlossen hinter dem Kandidaten und dem Programm. Die Bundestagswahl, das machten auch die Presseberichte nach dem Parteitag deutlich, ist nicht entschieden.

Die SPD tritt mit einem Programm für ein neues soziales Gleichgewicht und für wirtschaftlichen Erfolg an. Denn beides gehört zusammen. „Ohne das eine ist das andere nicht zu haben“, machte Steinbrück die Wechselbeziehung klar. Der Kanzlerkandidat will die Ego-Gesellschaft der FDP überwinden. Für mehr Gemeinsinn, die Renaissance der sozialen Marktwirtschaft, die Bändigung des Turbo-Kapitalismus und Zähmung der Finanzmärkte. Dafür will er kämpfen.

Der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß hat das auf dem SPD-Bundesparteitag in Augsburg beschlossene Regierungsprogramm als "ein Programm für mehr soziale Gerechtigkeit" bewertet. "Die Berliner SPD konnte an vielen Punkten deutliche inhaltliche Akzente im Programm setzen", sagte Stöß. "Wir wollen, dass Deutschland besser und gerechter regiert wird."

Stöß wies darauf hin, dass die SPD u.a. mit der Forderung nach einer Mietpreisbremse in den Wahlkampf ziehe. "Wir konnten erreichen, dass das mietenpolitische Konzept der SPD konkretisiert wird: Der Anstieg der Mieten soll stärker gebremst werden. Bei Neuvermietungen darf die Miete nur noch höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Miete liegen."

Die SPD trete für deutliche Verbesserungen im Asylrecht ein, zum Beispiel die Abschaffung der Residenzpflicht. Es gehe auf die Initiative der SPD Berlin zurück, dass die SPD das sogenannte Flughafenverfahren zur Abschiebung im Schnellverfahren aussetzen werde, erklärte Stöß. "Schon vor dem Bundesparteitag konnten wir in der Partei eine Mehrheit für unsere zentrale rentenpolitische Forderungen finden: die Beibehaltung des derzeitigen Rentenniveaus und die Angleichung der Ost-Renten auf das westdeutsche Niveau bis 2020. Das alles ist sozialdemokratische Politik für Deutschland und Berlin."

 

 

Berlin wächst und braucht mehr Wohnungen - auch am Tempelhofer Feld

Der Senat hat heute den Antrag auf Einleitung des Volksbegehrens zum Erhalt des Tempelhofer Felds abgelehnt. Ziel des Volksbegehrens ist es, den Zustand des Tempelhofer Feldes vollständig zu erhalten. Damit soll eine Bebauung an den Rändern  ausgeschlossen werden.

Berlin könne am ehemaligen Flughafengelände in Tempelhof nicht auf die vorgesehenen Baufelder verzichten, wie dies die Initiatoren eines Volksbegehrens gefordert haben. Vielmehr müsse dort eine sozial verträgliche Bebauung ermöglicht werden, forderte der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß. "Berlin wächst und braucht dringend mehr bezahlbaren Wohnraum", erklärte er. „Wir wollen das Tempelhofer Feld als großen Park erhalten, doch am Rand muss eine Bebauung möglich sein.“ Stöß begrüßte die Entscheidung des Berliner Senats, den Antrag auf Einleitung des Volksbegehrens zum Erhalt des Tempelhofer Felds abzulehnen.

Der SPD-Landesvorsitzend forderte zugleich, dass "alle Nutzungskonzepte auch Raum für das Gedenken an das KZ Columbiahaus und die Zwangsarbeiterlager während der Nazidiktatur lassen müssten".

Senator Müller: „Dies entspricht nicht den stadtentwicklungspolitischen Zielen des Senats. Der Senat plant, neben der 230 ha großen Freifläche in der Mitte des Tempelhofer Feldes, einige quartiersnahe Randgebiete auch für den Neubau dringend benötigter Wohnungen zu nutzen. Dabei geht es in erster Linie um die Schaffung von Wohnraum zu bezahlbaren Mieten. Im Rahmen einer nachhaltigen Daseinsfürsorge kann auf die citynahen Flächenpotenziale des Tempelhofer Feldes für die Entwicklung von Wohnungsbau- und Gewerbeflächen nicht verzichtet werden.“ 

„Nach den derzeitigen Plänen sollen an den Rändern 4.700 Wohnungen entstehen", erklärte die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Iris Spranger. "Das werden in erster Linie bezahlbare Mietwohnungen sein. Zudem werden auch Sportflächen und Kindertagesstätten und Schulen entstehen, die in den angrenzenden Quartieren dringend benötigt werden. Die behutsame Entwicklung des Tempelhofer Feldes hat für die gesamte Stadt eine herausragende Bedeutung.“

Das Tempelhofer Feld sei in seiner derzeitigen Form nur für einen eingeschränkten Teil der Bevölkerung tatsächlich zur Erholung nutzbar, so Spranger. Wenige Sitzmöglichkeiten und fehlender Schatten schränken heute die Nutzung vor allem für Familien mit Kindern oder für ältere Menschen stark ein. „Die öffentliche Hand ist verpflichtet, unterschiedliche Interessen abzuwägen und Flächen so zu entwickeln, dass sie den Bedürfnissen möglichst vieler Menschen entsprechen. Deshalb ist die heutige Entscheidung des Senats richtig, “ so Iris Spranger.

 

AG Migration und Vielfalt: "Erster Schritt zu mehr Chancengleichheit"

Als "ersten Schritt zu mehr Chancengleichheit" hat die AG Migration und Vielfalt das jetzt vom Integrationsausschuss im Abgeordnetenhaus gebilligte Pilotprojekt zu anonymisierten Bewerbungsverfahren in der Berliner Verwaltung und den landeseigenen Betrieben bezeichnet. „Stadt des Aufstiegs hieß das Papier, das Jan Stöß, Raed Saleh und Klaus Wowereit am Anfang des Jahres vorgestellt haben. Es freut uns sehr, dass - als ein Baustein sozialdemokratischer Aufstiegspolitik - mit den anonymisierten Bewerbungsverfahren ein erster Schritt zu mehr Chancengleichheit gegangen wird", erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt, Aziz Bozkurt.

Bozkurt bedauerte, dass dieser Schritt nicht so beherzt ausfalle, wie ihn sich die AG Migration und Vielfalt gewünscht habe." "Zahlreiche Beispiele aus dem Ausland und jüngst in Nordrhein-Westfalen sind Beleg genug dafür, dass mit den anonymisierten Bewerbungsverfahren für benachteiligte Gruppen die Chancen auf ein Bewerbungsgespräch und im Anschluss auf einen Arbeitsplatz steigen. Ob Frauen in Männerdomänen, alte Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund: Anonymisierte Bewerbungsverfahren führen zu deutlich mehr Chancengleichheit, eine Voraussetzung für eine aktive Aufstiegspolitik. Deshalb gibt es keinen Bedarf für weitere Pilotprojekte. Was wir brauchen ist eine konsequente Umsetzung, die nun hoffentlich schnell an das Pilotprojekt anschließen wird.“

 

Schulz: Wankas BAföG-Luftballon ist geplatzt

Als "heiße Luft" hat sich der BAfög-Vorstoß von Bundesbildungsministerin Wanka herausgestellt. "Die Bundesregierung wird in dieser Legislatur keinen Gesetzentwurf zum BAföG mehr vorlegen", stellte der Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schult fest. "Nicht einmal konkrete Vorschläge konnte Bundesministerin Wanka vor der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) machen. Das Ergebnis ist das, was immer kommt, wenn man Entscheidungen scheut: ein Arbeitskreis wird gegründet und soll erst mal Vorschläge erarbeiten. Beim BAföG passiert also erst mal nichts, das ist die Botschaft von Bundesministerin Wanka. Damit ist klar, dass ihr BAföG-Vorstoß ein reiner Medienluftballon war und heute zerplatzt ist."

Schulz, hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, kritisierte, dass drei Jahre nach der letzten Erhöhung und ein Jahr nach Vorlage des BAföG-Berichts die schwarz-gelbe Regierung die Hände weiter in den Schoß lege. "Der
Arbeitskreis ist auch die traurige Antwort dieser Bundesregierung auf die kommende Studie des Studentenwerks zur sozialen Lage. Schaut man in den Haushalt, dann ist klar, wieso Wanka eine BAföG-Novelle scheut: Dieses Jahr wurde der Ansatz gekürzt und im kommenden Jahr muss sie knapp 600 Millionen Euro einsparen. Der Luftballon war zwar bunt, enthielt aber eben nur heiße Luft."

 

Stöß trifft Freiwillige Feuerwehr

Tom Schreiber, Brigitte Schiffel, Jan Stöß
 

In der vergangenen Woche trafen der Vorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, und Tom Schreiber, Mitglied des Abgeordnetenhauses, mit Brigitte Schiffel, der Landesvorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Berlin, zu einem ersten Austausch zusammen.
Die Freiwilligen Feuerwehren sind in einer Großstadt wie Berlin nicht wegzudenken, die Berufsfeuerwehr könnte das Einsatzaufkommen allein nicht bewältigen. So würdigte Jan Stöß die wichtige Arbeit und das große Engagement der Freiwilligen Feuerwehr. Brigitte Schiffel und Jan Stöß verabredeten, den Dialog fortzusetzen und zu intensivieren.

 

Jeder kann mithelfen! www.mitmachen.spd.de

2013 Banner Mitmachen.de
 

Jede Form des politischen Engagements zählt: Ob eine Minute, eine Stunde oder länger. Wer die SPD im Wahljahr 2013 unterstützen will, kann dies künftig dann tun, wenn es der persönliche Tagesablauf hergibt - dank der zum Bundesparteitag freigeschalteten Internetplattform www.MITMACHEN.SPD.de!

Auf der Webseite können alle freiwilligen Wahlkampfunterstützerinnen und -unterstützer angeben, in welchem Umfang sie sich in den Wahlkampf einbringen möchten. Abhängig vom individuellen Zeitbudget gibt es dann unterschiedliche Möglichkeiten des Engagements.

Für diejenigen, die sich intensiver am Wahlkampf beteiligen können und möchten, gibt es die Möglichkeit, sich mit der Angabe ihrer Postleitzahl zu registrieren. Dadurch werden die Freiwilligen dann dem jeweiligen Wahlkreis zugeordnet. So hat man im Wahlkreis direkt die Möglichkeit mit den Freiwilligen vor Ort in Kontakt zu treten und sie zu Wahlkampfaktionen einzuladen.

 

Flugblatt der Woche: Das WIR entscheidet - Signal von Augsburg

Einstimmig hat der Bundesparteitag der SPD in Augsburg das Regierungsprogramm 2013 - 2017 beschlossen. "Wir haben die Kraft. Wir haben die Ideen, unser Land zu verändern", so Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Nur wenn es in Deutschland wieder gerechter zugeht, wird das Land auch wirtschaftlich stark bleiben. Mit dieser klaren Botschaft stimmte Peer Steinbrück die SPD in einer kämpferischen Rede auf den Wahlkampf ein. „Ich will mit euch gemeinsam unser Land wieder ins Lot bringen", rief der Kanzlerkandidat den Delegierten am Sonntag in Augsburg zu.
Das WIR entscheidet. Signal von Augsburg (PDF-Dokument) (mit Logo)
Das WIR entscheidet. Signal von Augsburg (PDF-Dokument) (ohne Logo)

 

Fachgespräch: Fachkräftelücke vs. Ausbildungsplatzmangel - Auflösung eines Widerspruchs

Die duale Ausbildung ist ein Erfolgsmodell und gibt allen Jugendlichen die Chance, eine qualifizierte Berufsausbildung zu absolvieren. Doch gerade in Berlin beobachten wir ein Ungleichgewicht am Ausbildungsmarkt. Einerseits haben Betriebe in ihrer Ausbildungstätigkeit nachgelassen oder finden es schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu identifizieren. Andererseits finden immer weniger Jugendliche "ausbildungsreife" Betriebe, die zu ihren Berufswünschen passen, oder sie haben individuelle Startschwierigkeiten. Die Region Berlin-Brandenburg ist im bundesdeutschen Vergleich Schlusslicht sowohl bei der Jugendarbeitslosigkeit als auch beim Langzeitbezug staatlicher Transferleistungen. Das gilt ebenso für die Anzahl der Abbrüche während der Schulzeit oder Ausbildung. Die Ursachen sind vielfältig und stellen die Zukunftsfähigkeit der dualen Ausbildung vor eine Bewährungsprobe. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Berufsorientierung, dem Übergang von Schule in Beruf im Sinne des Bildungsketten-Ansatzes, mit Trägersystemen, Betriebsnähe, Berufsschulen und bringt Best Practice-Beispiele.

Grußwort: Raed Saleh, MdA, Vorsitzender der SPD-Fraktion, Abgeordnetenhaus von Berlin.
Vortrag: Willi Brase, MdB, Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD-Fraktion.
Willi Brase MdB gibt einen Überblick über bisherige parlamentarische Initiativen auf Bundesebene aus sozialdemokratischem Blickwinkel und beleuchtet das Wahlprogramm der SPD.
Impulsreferat: Hermann Nehls, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Referatsleiter für Grundsatzfragen der beruflichen Aus- und Weiterbildung beim DGB-Bundesvorstand.
Hermann Nehls zeigt auf, was aus gewerkschaftlicher Perspektive bei der Berufsbildungspolitik geschehen muss und bezieht die europäische Sichtweise ein.
Impulsreferat: Rainer Schulz, Geschäftsführer des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB).
Rainer Schulz berichtet anhand des Hamburger Modells, wie Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in den Beruf besser integriert werden können.
Moderation: Franziska Becker, MdA, Fraktion der SPD, Abgeordnetenhaus von Berlin, Sprecherin für Berufliche Bildung und Einladende zu dieser Veranstaltung.

Donnerstag, 25. April 2013, von 19.30 bis 21.30 Uhr 
Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 376, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

Anmeldung erbeten per E-Mail an spd-fraktion@spd.parlament-berlin.de

 

Mobilität: Gleichberechtigte Teilhabe - Diskussion mit Swen Schulz und Silvia Schmidt

Der Bundestagsabgeordnete Swen Schulz lädt zu einer Diskussion zum Thema "Mobilität: Gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung". Podiumsgast ist die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Silvia Schmidt, MdB.

"Ziel der SPD-Bundestagsfraktion ist eine Gesellschaft, die niemanden ausschließt - eine inklusive Gesellschaft. Alle Menschen müssen in unserer Gesellschaft von Anfang an die gleichen Chancen haben", so Swen Schulz.

Die wenigsten Menschen sind von Geburt an behindert. Bei vielen ist die Behinderung Folge eines Unfalls, einer chronischen Krankheit oder des Alters. Langfristiges Anliegen ist es, die betroffenen Menschen gleichberechtigt zu beteiligen und ihre Interessen zu stärken. Individualität und Vielfalt werden anerkannt und wertgeschätzt. Mobilität ist dabei ein zentraler Aspekt. Mobilität gewährt Teilnahme am Gesellschaftsleben und muss von der Gesellschaft gewährleistet werden. Ämter, Ärzte, Theater und Serviceeinrichtungen müssen gleichermaßen erreichbar und nutzbar sein. Eine barrierefreie Umwelt ist unverzichtbarer Bestandteil auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft.

Montag, 22. April 2013, um 19.00 Uhr
Kulturzentrum "gemischtes", Sandstraße 41, 13593 Berlin

Anmeldung bitte unter Tel.-Nr.: 227 70 187.

 

Fachausschuss Europa: Europa darf nicht zur Festung werden

Europa darf nicht zur Festung werden – das ist eine von uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten erhobene Forderung. Dabei spielt die europäische Politik im Rahmen der „3. Säule“ eine maßgebliche Rolle. Welche Bereiche werden von europäischem Recht geregelt? Welche Stellschrauben gibt es, um zu einer solidarischen Asyl- und Flüchtlingspolitik zu kommen? Und nicht zuletzt: Wie steht es um die europäische Innen- und Justizpolitik, also den „Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“?

Der Fachausschuss Europa hat als Referenten zu diesem hochaktuellen Thema den Inhaber des Jean-Monnet Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Universität Konstanz und Ko-Direktor des Forschungszentrums Ausländer- und Asylrechts, Prof. Dr. Daniel Thym, LLM (www.thym.de) gewinnen können.

Dienstag, 23. April 2013, um 19.00 Uhr
Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 388, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

 

Fachausschuss Internationales: Kandidatinnen und Kandidaten der Berliner SPD für die Wahl zum Europa-Parlament 2014

Der Fachausschuss Internationales hat die sechs Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Europa-Parlament 2014 eingeladen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und über zentrale Fragen der Europapolitik zu diskutieren, die für den Fachausschuss von besonderem Interesse sind. Wie lassen sich die Krisen im Euroraum bewältigen? Wie sieht eine zeitgemäße europäische Außen- und Sicherheitspolitik aus? Wie sollte die EU die Transformationsprozesse in der arabischen Welt flankieren? Wie ist eine gelungene Beitritts- und Erweiterungspolitik beschaffen? Wie kann die EU den Herausforderungen der internationalen Migration begegnen?
Der Fachausschuss will aufgrund der Ergebnisse dieser Vorstellungsrunde über eventuelle Nominierungen oder Wahlempfehlungen an die Landesvertreter/Innenversammlung am 25. Mai 2013 entscheiden.

Donnerstag, 25. April 2013, um 18.00 Uhr
Kurt-Schumacher-Haus, Franz-Künstler-Saal, Müllerstraße 163, 13353 Berlin

Moderation: Dr. Andrea Despot, stellv. Leiterin der Europäischen Akademie Berlin und stellv. Vorsitzende des Fachausschusses
(Hier die Bewerbungen der Kandidatinnen und Kandidaten.) (PDF-Dokument)

 

SPD Mitte – Abt. Alexanderplatz: Wie geht es weiter nach dem arabischen Frühling?

Seit dem Dezember 2010 erschüttern Proteste, Aufstände und Rebellionen viele Länder Nordafrikas. Was in Tunesien begann sprang schnell wie ein Flächenbrand auf Ägypten, Lybien oder Syrien über. Doch die Länder des arabischen Frühlings scheinen keinen Frieden zu finden. In Ägypten kommt es regelmäßig zu Ausschreitungen. In Syrien herrscht ein brutaler Bürgerkrieg. Und auch in Tunesien ist die politische Zukunft ungewiss.

Mit Prof. Dr. Udo Steinbach wird die Frage erörtert, wie es in den Ländern nach dem arabischen Frühling weiter geht? Der Islamwissenschaftler Udo Steinbach leitete von 1976 bis 2007 das Deutsche Orient-Institut. Seit Juni 2012 ist er Leiter des Governance Center Middle East/North Africa an der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der politische und gesellschaftliche Wandel in den arabischen Ländern, der Türkei, Iran, Afghanistan und Pakistan sowie die Erscheinungsformen des politischen Islam.

Dienstag, 23. April 2013, um 19.30 Uhr
Volkshochschule Mitte, Raum 1.12., Linienstraße 162, 10115 Berlin

 

Fraktion vor Ort – Zukunftsdialog: Kann denn Liebe Sünde sein? Homosexualität und Kirche

Homosexualität und Kirche - passt das zusammen? Kaum ein anderes Thema, wie die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und der Umgang mit homosexuellen Lebensweisen wird in der Kirche kontroverser debattiert. Im Zuge der aktuellen Debatte und mit Blick auf die Forderungen der SPD-Bundestagsfraktion zur Öffnung der Ehe und Gleichstellung wollen wir mit Expertinnen und Experten den Dialog zum Thema Homosexualität und Kirche führen.

mit Mechthild Rawert, MdB, Sprecherin der Berliner Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion 
Petra Merkel, MdB, Vorsitzende des Haushaltsausschusses 
David Berger, Theologe und Publizist 
Bruder Franziskus, Rogate-Kloster St. Michael zu Berlin 
Dorothea Strauß, Pfarrerin, Leiterin der Initiative Kirche positHIV
Freitag, 26. April 2013 um 18.30 Uhr
Gemeindehaus der Zwölf-Apostel-Kirchengemeinde, An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin

 

SPD Parteivorstand: Einladung zur Enthüllung von Gedenk-Stelen

Vor 80 Jahren, am 6. März 1933, besetzten SA und Polizei die Parteizentrale der SPD sowie die Redaktion, Verlag und Druckerei des Vorwärts in Berlin. In den folgenden Tagen wurde der gesamte Komplex, der zwischen Lindenstraße und Belle-Alliance-Platz (heute: Mehringplatz) seit 1902 entstanden war, von den Nationalsozialisten okkupiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden vertrieben oder verhaftet. Mit ihrem Verbot wurde die SPD auch enteignet. In den folgenden Jahren nutzten NS-Organisationen die Gebäude.

Nach 1945 erlaubte die unterschiedliche Entwicklung der SPD in den vier Besatzungszonen nicht die Rückkehr nach Berlin in die stark kriegszerstörten Gebäude, die an die SPD zurückerstattet worden waren. 1962 – ein Jahr nach dem Mauerbau – entschied sich die SPD zum Verkauf der Ruinen, die von den neuen Eigentümern abgerissen wurden.

In Erinnerung der Zerstörung dieses bedeutenden Zentrums der Sozialdemokratie durch die National sozialisten werden am kommenden Montag drei Stelen enthüllt, die im 150. Gründungsjahr der SPD diesen Ort der Sozialdemokratie markieren und über seine Geschichte berichten.

Da der historische Standort durch die Nachkriegsbebauung stark verändert worden ist, wurde in Kooperation mit dem Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain ein Platz an der Einmündung Lindenstraße/Franz-Klühs-Straße ausgewählt, der einst zu dem Gebäudekomplex gehörte.

Montag, 22. April 2013, um 11.30 Uhr
Franz-Klühs-Straße/Lindenstraße, 10969 Berlin

 

Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung: Zeitzeugengespräch mit Erhard Eppler

Der langjährige politische Wegbegleiter Willy Brandts erzählt aus seinem Leben. Erhard Eppler (geb. 1926) ist eine der großen sozialdemokratischen Persönlichkeiten und seit Jahrezehnten eine moralische Instanz in unserem Land. Sein politisches Engagement in der SPD begann 1956 mit der Ablehnung der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Ab 1961 war er Mitglied des Bundestages. 1968 holte ihn Willy Brandt als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit ins Kabinett der Großen Koalition. Als Mitglied des Parteivorstandes und als Vorsitzender der Grundwertekommission wurde Eppler zu einem der wichtigsten Protagonisten und Vordenker der SPD im Nachkriegsdeutschland. Sein ganz besonderes Engagement galt der Sicherung des Friedens. Fünf Jahre lang hat Erhard Epper mit Willy Brandt am Kabinettstisch und noch länger gemeinsam im Präsidium der SPD gesessen. Heute sagt er über Willy Brandt: "Er ist einer der ganz wenigen Deutschen, deren Namen bis heute einen guten Klang in ganz Europa haben."
Dienstag, 23. April 2013, um 18 Uhr 
Forum Willy Brandt Berlin, Unter den Linden 62-68, 10117 Berlin 

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen erbeten unter info[at]willy-brandt.de oder Tel. 030-7877070.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Tagung - Who cares? Und how? - Auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Verteilung von Betreuungs- und Pflegearbeit

Wer leistet in Zukunft eigentlich Sorgearbeit - und unter welchen Bedingungen? Das ist eine der Schlüsselfragen unserer Gesellschaft. Frauen partizipieren zunehmen am Arbeitsmarkt und wollen dort nicht nur ein Gastspiel geben. Damit gerät die Selbstverständlichkeit, mit der Frauen Care-Arbeit, also Fürsorgearbeit für Kinder, Alte und Kranke bislang erbracht haben, ins Wanken. Gleichzeitig wollen sich immer mehr Männer nicht auf die Funktion des Alleinernährers reduzieren lassen, sondern sich aktiv an Kinderbetreuung und der Pflege älterer Angehöriger beteiligen. Im Rahmen der Tagung "Who cares? And how" befassen wir uns mit den Fragen: Wie muss eine Gesellschaft organisiert sein, damit es Frauen und Männern zukünftig möglich ist, beide Sphären miteinander zu verbinden - das Erwerbsleben und die familiäre Arbeit? Wie kann es gelingen, Sorgearbeit zu honorieren, ohne biografische Sackgasse aufzustellen? Und was sind Alternativen zum Betreuungsgeld?

Freitag, 19. April 2013, von 10 bis 19 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Haus 2, Hiroshimastr. 28, 10785 Berlin

Anmeldungen bitte per E-Mai an: forumpug@fes.de

 

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