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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: - Landesvorstand beschließt Investionsprogramm - ASF nominiert für Bundestagswahl - Qualitätsstandards und Mitsprache beim Schulessen - Termine

Der Dienstagsbrief macht eine kleine Osterpause. Der nächste Dienstagsbrief erscheint am 9. April. 
Wir wünschen Euch erholsame Feiertage!

Die Dienstagsbrief-Redaktion

Berliner Landesvorstand beschließt Investionsprogramm im Wohnungsbau und Auflösung des Liegenschaftsfonds

Porträt Jan Stöß
 

In seiner gestrigen Sitzung unterstützte der Landesvorstand der Berliner SPD einstimmig ein Investitionsprogramm bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Ziel ist der Neubau von Wohnungen vor allem im niedrigen und mittleren Preissegment. Zugleich unterstützte der Landesvorstand ebenso ohne Gegenstimme die Auflösung des Berliner Liegenschaftsfonds.

„Die Berliner SPD steht geschlossen hinter dem Ziel schnell, effizient und zahlreich bezahlbare Wohnungen in Berlin zu bauen. Jedes Jahr ziehen bis zu 40.000 Menschen zusätzlich in unsere Stadt. Dadurch besteht dringender Handlungsbedarf“, so Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD. Neue Wohnungen sollen vor allem in öffentlichem Eigentum entstehen, deshalb setze man auf eine konsequente Expansionsstrategie der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Der Berliner Vorsitzende weiter: „Die landeseigenen Gesellschaften sollen dazu ein umfassendes Investitionsprogramm auflegen, für das ihnen die nötige Kreditfinanzierung ermöglicht wird. Gleichzeitig werden ihnen im Rahmen der neuen Liegenschaftspolitik die landeseigenen Grundstücke kostenlos zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum angeboten. Damit werden die entscheidenden Weichen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus in öffentlicher Trägerschaft gestellt.“
Iris Spranger, stellvertretende Landesvorsitzende und baupolitische Sprecherin im Abgeordnetenhaus zu den Beweggründen für diesen Landesvorstandsbeschluss: „Wohnungspolitisch haben wir in den letzten Monaten viel erreicht, doch stagniert noch die Umsetzung. Deshalb werden wir jetzt ein Wohnungsbauprogramm in landeseigener Verantwortung anstoßen.“

Der Landesvorstand hat sich ebenfalls für die Auflösung des Liegenschaftsfonds ausgesprochen. Dazu Iris Spranger: „Die Eingliederung in die Berliner Immobilien Management GmbH (BIM) ermöglicht es dem Land Bauflächen zur Verfügung zu stellen und den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zügig und ohne Verwaltungsblockaden in den Wohnungsneubau einzusteigen.“

 

Starke SPD-Frauen für den Bundestag

 

Am Samstag, dem 16. März 2013, fand in Berlin die Landesfrauenkonferenz der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Berlin statt. Drei Sozialdemokratinnen wurden für die Landesliste der Berliner SPD für die Wahlen zum Deutschen Bundestag nominiert.

Dr. Eva Högl (MdB, Wahlkreis Mitte) wurde dabei für Platz eins der SPD-Landesliste mit großer Mehrheit nominiert. Für den zweiten Frauenplatz nominierte die Konferenz die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert aus Tempelhof-Schöneberg. Auf dem dritten Frauenplatz setzte sich die Kandidatin aus Friedrichshain-Kreuzberg, Cansel Kiziltepe, durch.

„Ich freue mich sehr, dass erstmalig in der Geschichte der Berliner SPD in sechs von zwölf Berliner Wahlkreisen Sozialdemokratinnen kandidieren. Das ist ein großer Erfolg für die SPD-Frauen“, so die ASF-Landesvorsitzende Dr. Eva Högl. „Unsere heutige Diskussion und die verabschiedeten Anträge haben gezeigt, dass wir mit einem kompetenten Team für den Bundestag unsere Berliner Interessen auch auf Bundesebene durchsetzen können.“

Die Landesvertreterversammlung der SPD Berlin wird am 25. Mai 2013 die Landesliste für den Deutschen Bundestag wählen. Die Landesliste wird erstmals im Reißverschlussverfahren gewählt.

 

Foto:  Auf dem Foto seht Ihr unsere sechs Frauen für den Bundestag:  (v.l.) Cansel Kiziltepe, Eva Högl, Iris Spranger, Mechthild Rawert, Ute Finckh-Krämer und Ülker Radziwill.

 

Kranzniederlegung für die Märzgefallenen

 

Am 18. März jährte sich zum 165. Mal der Jahrestag der Märzrevolution. Den fast 300 Toten in Berlin wurde bei einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof der Märzgefallenen gedacht.

Zahlreiche Vertreter der Berliner SPD wie Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, Regierender Bürgermeister a.D., Sigrid Klebba, Staatssekretärin für Jugend und Familie, Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, die Abgeordneten Susanne Kitschun, Renate Harant und Frank Jahnke sowie der Vorsitzende der Historischen Kommission Siegfried Heimann nahmen an dem Gedenken teil.

Auch Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD war vor Ort und erinnerte daran, dass viele der Opfer u.a. aus Schlesien, Thüringen oder sogar der Schweiz kamen. Sie waren als Arbeiter, Gesellen oder Dienstmädchen nach Berlin gekommen, um der Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat zu entgehen. Viele der Toten kamen aus dem sogenannten „niedrigen Stand“. Sie organisierten sich, um den Kampf für bessere Lebensbedingungen aufzunehmen.

„Gerade als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist es wichtig, an die Revolutionärinnen und Revolutionäre vom März 1848 zu erinnern. Es waren vor allem Sozialdemokraten, die die Erinnerung an die Gefallenen und ihre politischen und sozialen Ziele über Jahrzehnte wach hielten“, so Susanne Kitschun. Jan Stöß mahnte, das Orte, wie den Friedhof der Märzgefallenen nicht vergessen werden dürfen: „Wenn Jung wie Alt, Berlinerin oder Nicht-Berliner diese Menschen und ihren Lebensweg nicht kennenlernen, ist ihr Kampf umsonst gewesen. Es ist auch Aufgabe der Sozialdemokratie, Orte wie den Friedhof der Märzgefallenen weiter bekannt zu machen, damit auch in Zukunft ein würdiges Erinnern möglich ist.“

 

Ein Abend über den Mut der Frauen

 

Am 15. März fand in Pankow das erste Mitglieder-Forum nur für Frauen statt. Über 100 Frauen erlebten eine rasante Zeitreise durch 150 Jahre SPD und 150 Jahre Emanzipationsbewegung.

Trotz Eis und Kälte fanden Genossinnen und Nicht-Genossinnen sich am Freitagnachmittag im historischen Ratssaal des Pankower Rathauses ein. Auf dem Programm standen nicht weniger als 150 Jahre SPD-Geschichte, gemacht durch Frauenhand. Zugleich war das Forum eine Prämie. Frauen sollten an diesem Abend die Gelegenheit haben unter sich zu diskutieren.

Zunächst war es an den drei Frauen im Geschäftsführenden Landesvorstand, Iris Spranger und Barbara Loth, beide stellvertretende Landesvorsitzende und Ulrike Sommer, Landeskassiererin, die Gäste zu begrüßen. In humorvollen Reden gingen sie auf die Rolle der Frau heute, die Diskussion um Frauen-Quoten und auf den Erfolg ein, dass zum erst Mal sechs Sozialdemokratinnen in Berlin für den Bundestagswahlkampf kandidieren.

Welche Frauen den Grundstein für die heutige Entwicklung legten, das war der Inhalt des ersten von insgesamt drei Haltepunkten auf dieser kleinen Zeitreise. Die Juso-Frauen Selcan Özbek und Rejane Herwig machten mit der Zeitspanne „Gründung bis 1949“ den Anfang. Sie stellten die bereits verstorbene Ottilie Baader und Louise Schröder vor. Claudia von Gélieu porträtierte Käte Frankenthal, die als Frau, Sozialdemokratin und Ärztin in keines der damaligen Klischees reinpassen wollte. Die Historikerin Helga Grebing, die erst vor kurzem ihre Erinnerungen niederschrieb, schloss den Kreis, indem sie von den Lebensbedingungen, Kämpfen, aber auch Hoffnungen der SPD-Frauen der damaligen Zeit berichtete. Viele von ihnen wollten begierig lernen, sich weiterentwickeln, für ihre Rechte eintreten und diese durchboxen – all jene Wünsche legten den Grundstein für eine starke Frauenbewegung – nicht nur in der SPD.

Mussten zuvor Patinnen verstorbene Sozialdemokratinnen zum Leben erwecken, waren es in der zweiten Phase „1949 bis in die 90er Jahre“ Jutta Limbach, Inge Wettig-Danielmeier und Eva Kunze, die lebendig und leibhaftig von ihren Erfahrungen berichteten. In sehr humorvollen, prägnanten Sätzen berichtete Jutta Limbach vom Sinn oder eher Unsinn der vormaligen Gesetzgebung, welche über viele Jahre die Rechte von Frauen beschnitt. Inge Wettig-Danielmeier hingegen erinnerte an den sehr emotionalen Entstehungsprozess des Berliner Programms, in dem der berühmte Satz zu finden ist: „Wer die menschliche Gesellschaft überwinden will, muss die männliche überwinden.“ Eva Kunz, die 1989 der SDP beitrat, erinnerte sich an das Fremdeln von Ost- und Westfrauen und dem letztlichen Finden wichtiger Gemeinsamkeiten.

Immer wieder, nach den einzelnen Zeitsprüngen, sang Sigrid Grajek ihre rauen und ironischen Lieder. Von Claire Waldoffs „Raus mit den Männern aus dem Parlament!“ über das Protestlied „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ und extra neu arrangierten Liedern, waren viele Songs dabei, die viele der Anwesenden nicht nur kannten und mitsummten, sondern so einigen Frauen auch aus der Seele sprachen.

Der Schluss des Abends gehörte ganz jenen SPD-Frauen, die heute in Parlament, Partei und Regierung mitreden. Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen beschrieb ihre ganze persönlichen Erfahrungen auf dem Weg dahin wo sie heute ist und was es bedeutet als Frau mit Migrationshintergrund immer wieder auch für gleiche Chancen eintreten zu müssen. Die erste Landesgeschäftsführerin in der Geschichte der Berliner SPD, Kirstin Fussan, nahm den Abend zum Anlass nicht nur von ihrer politischen Biographie zu berichten, sondern auch an die große Regine Hildebrandt zu erinnern. Immer wieder habe Hildebrandts Art und Weise mit Menschen und Situationen umzugehen ihre eigenen Entscheidungen beeinflusst, berichtete Fussan. Eva Högl, Bundestagsabgeordnete und ebenso wie Iris Spranger Kandidatin für die kommende Bundestagsperiode, erzählte von ihrer tief sozialdemokratischen Familie und den guten Gründen, die sie am Ende ebenso in die SPD führten und heute für die SPD Politik im Bundestag machen lassen. Die Bildungssenatorin Sandra Scheeres plauderte genauso wie die anderen Frauen des Abends auch ein wenig aus dem Nähkästchen. Statt eine allgemeingültige Formel zu präsentieren, wie man sich als Frau in der Männerwelt durchsetzt, erzählte sie die eine oder andere Anekdote, die den anwesenden Frauen am Ende sicher nicht nur bekannt vor kam, sondern auch ermutigte, sich nicht beirren zu lassen.

Das war es letztlich auch, was dieser Abend von und nur für Frauen bewirken wollte: Vorbilder aufzeigen und Mut machen. Vorbild ist ein großes Wort, doch vieles was Frauen damals wie heute erkämpften und erkämpfen werden, ist vorbildlich und Ansporn dafür sich mit eigenem Kopf und Handeln auch in Zukunft für eine Politik von und für Frauen stark zu machen.

 

Bandcontest der Berliner SPD – Bewerbung bis zum 26. April möglich.

Das Deutschlandfest der SPD auf der Straße des 17. Juni ist zwar noch ein bisschen hin (zur Erinnerung: 17./18.August), doch die Vorbereitungen rund um den Startplatz des Berliner Landesverbandes laufen bereits auf Hochtouren. Die Berliner SPD hat einen Bandwettbewerb für junge Berliner Bands ausgerufen, die sich noch bis zum 26. April 2013 um den Startplatz beim Deutschlandfest bewerben können. Vier Bands stellen sich in einem Vorausscheid Jury und Publikum, bevor es dann für die Gewinnerband heißt: The stage is Yours – und zusätzlich gibt es noch eine professionelle Songproduktion zu gewinnen!
Der Wettbewerb ist offen für alle Bands, die aus Berlin kommen, noch keinen Managementvertrag haben und deren Mitglieder unter 27 sind. Das Genre ist hierbei egal, es geht um Originalität. Die Berliner SPD möchte mit diesem Wettbewerb explizit jungen, aufstrebenden Künstler_innen aus unserer Stadt die Möglichkeit geben, beim Deutschlandfest vor einer breiten Öffentlichkeit aufzutreten und somit auch Berlin zu präsentieren.
Wer also Jugendbands kennt, in seinem Freundeskreis musikalische junge Menschen hat oder von einer Einrichtung (Schule, Jugendclub etc.) weiß, wo diese Informationen an die richtigen Leute gelangen: Sagt es weiter! Wir freuen uns über jede Bewerbung, weil wir genau die Vielfalt, die Berlin auszeichnet, auch in unserem Wettbewerb wiedergeben wollen.
Mehr Infos gibt es online unter http://www.spd-berlin.de/bandwettbewerb2013 oder bei Jan Bergner (jan.bergner@spd.de) aus dem Kurt-Schumacher-Haus.

 

Sandra Scheeres: Qualitätsstandards für Schulessen – bessere Mitsprache für Eltern

 

Das Mittagessen in den Berliner Grundschulen soll besser werden. Dazu hat der Senat in seiner heutigen Sitzung den Entwurf des „Gesetzes über die Qualitätsverbesserung des Schulmittagessens“ beschlossen. Für die Mahlzeiten will das Land mit insgesamt 19 Mio. € pro Jahr künftig rund 9 Mio. € mehr als bisher ausgeben. Mit dem neuen Gesetz spielen die Eltern eine aktive Rolle bei der Auswahl des Caterers und der Qualitätssicherung des Mittagessens in der Schule. Für diese Aufgabe sind sie Mitglied der neuen Mittagessensausschüsse, die ab dem neuen Schuljahr in den Schulen gebildet werden. Die Votumsbildung zur Auswahl des Caterers erfolgt durch Probeverkostung an Referenzstandorten der Essensanbieter. Die Eltern sowie die anderen Beteiligten der Essensausschüsse erhalten in den kommenden Monaten Informationen sowie Fortbildungsangebote.

Kern des Gesetzentwurfs sind die Eckpunkte des umfassenden Qualitätskonzepts für das Schulmittagessen, das die Bildungsverwaltung erarbeitet hat. Der Gesetzentwurf sieht die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) als Mindestanforderung eines einheitlichen berlinweit gültigen Ausschreibungsverfahrens verbindlich vor. Ab dem 1. Februar 2014 soll ein Schulessen 3,25 € kosten. Damit stehen rund 1,25 € zusätzlich für eine bessere Essensversorgung pro Mahlzeit zur Verfügung. Der Kostenanteil der Eltern für Kinder, die an der Ganztagsschule der Primarstufe in der gebundenen und offenen Form ein Mittagessen erhalten, ist im Gesetzentwurf auf 37 € pro Monat verbindlich festgesetzt. Die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets sowie Härtefallregelung bleiben unverändert. Das neue Gesetz sieht ferner regelmäßige Qualitätskontrollen der Speisen vor, die eine landesweite Kontrollstelle im Auftrag der Bezirke durchführt.

Nach dem heutigen Senatsbeschluss beschäftigt sich nun das Abgeordnetenhaus mit der Vorlage. Die vorgesehenen Gesetzesänderungen sollen zu Beginn des kommenden Schuljahres am 1. August 2013 in Kraft treten.

 

Dilek Kolat zur Integrationsministerkonferenz in Dresden

 

Am 20. und 21. März 2013 findet in Dresden die 8. Integrationsministerkonferenz (IntMK) statt. Die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen dazu: „Gerade die Zugänge zum Arbeitsmarkt müssen wir verbessern, um zu zeigen, dass wir es ernst meinen mit der Integration in Deutschland.“

Das Land Berlin selbst hat im Vorfeld der IntMK mehrere Anträge eingebracht, die auf der Konferenz zur Abstimmung stehen. Dazu gehören die interkulturelle Öffnung von Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie der erleichterte Arbeitsmarktzugang und die Abschaffung der räumlichen Beschränkung für Flüchtlinge. Zudem wird Berlin Beschlussvorlagen anderer Länder zustimmen, die die Startmöglichkeiten für Migrantinnen und Migranten verbessern, wozu leichtere Zugänge zu Integrationskursen, zu doppelter Staatsangehörigkeit und die Abschaffung der sogenannten Optionspflicht insbesondere für in Deutschland geborene Ausländerinnen und Ausländer gehören.

Bei den eingebrachten Anträgen geht es Integrationssenatorin Dilek Kolat auch um die Situation von Flüchtlingen: „Im vergangenen Jahr habe ich den hungerstreikenden Flüchtlingen am Brandenburger Tor versprochen, dass ich mich gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer, dafür einsetze, dass die räumliche Beschränkung für Flüchtlinge gelockert, ein Zugang zu den Integrationskursen gefunden und ihre psycho-soziale Versorgung verbessert wird. In Berlin sind wir in dabei gut aufgestellt. Flüchtlinge leben in der Regel in Privatunterkünften, sie erhalten Bargeldleistungen und mit Brandenburg wurde eine Regelung zur Lockerung der Residenzpflicht gefunden. Jetzt kommt es darauf an, dass wir auch die anderen Länder von diesem Weg überzeugen. Daher habe ich Anträge eingebracht, die die Rechte von Flüchtlingen stärken.“

Die IntMK ist die jüngste der Fachministerkonferenzen in Deutschland, die der Zusammenarbeit und der Koordinierung der Länderinteressen dienen. Sie berät und beschließt über grundsätzliche und länderübergreifende Angelegenheiten der Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

 

Nichts kommt von selbst – Willy-Brandt-Ausstellung in Treptow-Köpenick

Eröffnung der Willy-Brandt-Ausstellung SPD Treptow-Köpenick
 

„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer“, sagte Willy Brandt auf dem Kongress der Sozialistischen Internationale am 15. September 1992. Brandt, selbst schwer krank, ließ sein Rede von Hans-Jochen Vogel verlesen. Das nimmt nicht die Kraft, die in den Worten Willy Brandts stecken. Brandt war ein Politiker, der durch Wort und Tat zu überzeugen wusste. Noch heute schwärmen diejenigen, die Willy Brandt einmal selbst reden gehört haben, von diesem Erlebnis.

Das 150-jährige Parteijubiläum nahm die AG Kultur der SPD Treptow-Köpenick zum Anlass, die Worte Willy Brandts künstlerisch in den Mittelpunkt zu stellen. Ausgangspunkt war eine Lesung des früheren Bezirksbürgermeisters Klaus Ulbricht, der aus Reden und Vorträgen Willy Brandts einen Abend gestaltete, der viele ergriffen hatte. Aus dem umfangreichen Zitateschatz von Willy Brandt wurde eine Auswahl den Mitgliedern der SPD Treptow-Köpenick zur Abstimmung gestellt. Die Mitglieder sollten die Ausstellung mitgestalten dürfen. Mit welchen Worten wirkt Willy Brandt heute noch? Ist und bleibt Willy Brandt aktuell? Schnell wurde klar: Ja – Brandts Reden hallen nach und geben noch heute Orientierung. Insgesamt 25 Zitate wurden im Internet vorgestellt und konnten von den Mitgliedern bewertet werden. Die Zitate mit den meisten Stimmen sollten künstlerisch gestaltet und ausgestellt werden. Dank des Innovationsfonds des SPD-Parteivorstandes und der Spendenbereitschaft von Mitgliedern konnten sechs künstlerische Plakate gestaltet werden. Die kleine Ausstellung wurde dank der Willy-Brandt-Ausstellung durch zahlreiche Fototafeln aus dem Leben Willy-Brandts unterstützt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützte bei der Fotosuche für die Kunstplakate.

Der Grafiker und Künstler Ulrich Stulpe (Jahrgang 1946) gestaltete die Zitate mit einem behutsamen Zusammenwirken moderner SPD-Farben, historischer Brandt-Fotos und gelungener Hervorhebungen zu einer Form von Polit-Kunst, die bei der Ausstellungseröffnung begeisterte. Die Ausstellung in der Galerie „Kunst trifft Politik“ im SPD-Kreisbüro Treptow-Köpenick in der Grünauer Straße 8 (Köllnische Vorstadt) läuft bis Juni und steht danach als Wanderausstellung auch anderen SPD-Gliederungen und weiteren Institutionen zur Verfügung. Die Ausstellung soll durch weitere künstlerisch zu gestaltende Zitate erweitert werden. Hierfür werden weitere Spenden gesucht.

Die Abstimmung über die Brandt-Zitate hatte das eingangs erwähnte Zitat gewonnen. Es zeigt auch, dass sich Brandt nicht auf drei, vier Worte reduzieren lässt. Vollständig lautet es: „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“ Das gilt. Und: das bleibt.

 

Der Fachausschuss X: Natur, Energie, Umweltschutz stellt sich vor

von Heike Stock (für den Vorstand)

Wie unser Name schon aufzeigt, beschäftigen wir uns mit einem sehr breiten politischen Spektrum, das sich nicht mehr nur auf den klassischen Umweltschutz konzentriert. Der Na-tur- und Tierschutz ist ebenso unser Thema wie die Grün- und Freiflächenplanung, die nachhaltige Stadtentwicklung inklusive einer ökologischen Mobilität oder auch Fragen der ökolo-gischen Wirtschaft oder des ökologischen Verbraucherschutzes. Gerade die aktuelle Klima- und Energiepolitik macht deutlich, dass eine moderne, nachhaltige Umweltpolitik sehr verschiedene Aspekte berücksichtigen muss, damit sie von den Menschen akzeptiert werden und damit erfolgreich sein kann.

Dabei geht uns um ganz konkrete Zielsetzungen, Projekte und Maßnahmen in der Stadt, womit wir sozialdemokratische Stadtpolitik gestalten und prägen wollen – ganz nach dem Motto: global denken – lokal handeln. Wir beschäftigen wir uns u.a. mit Themen wie die Nachnutzung des Flughafen Tegel (irgendwann wird’s schon so weit sein), dem nachhaltigen Regenwassermanagement, das auch den Folgen des Klimawandels Stand hält, dem Fluglärm, dem Stadtklima, das die urbane Aufenthaltsqualität bestimmt und wie eine klimaneutrale Stadt aussehen muss.

Wir verstehen unseren Fachausschuss ganz bewusst nicht als einen geschlossenen Expertenkreis, sondern als offene Plattform für sozialdemokratische Umweltpolitik. Wir wollen aber auch das Interesse an Fachpolitik wecken, indem wir Informationen, aber auch Weiterbildung zu aktuellen Themen anbieten. Ein Beispiel dafür ist die Besichtigung des Plus-Energie-Hauses hinter dem Bahnhof Zoo.

Wir mischen uns als Fachausschuss auch ein, indem wir konkrete Anträge an den Landespar-teitag stellen, uns an der Erarbeitung von Wahlprogrammen und Koalitionsverhandlungen beteiligen oder Vorlagen für Anträge / Beschlüsse zur Verfügung stellen, die von den Abteilungen und KDVs aufgegriffen werden können – letzteres war unser Weg sich in das Wahlprogramm für die nächste Bundestagswahl einzubringen.

Besonders hervorheben möchten wir die sehr gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, aber auch mit Vertretern der Bezirksverordnetenversammlungen. Trotzdem wünschen wir uns gerade mit der Bezirksebene eine noch engere Zusammenarbeit, denn uns ist es sehr wichtig, dass wir auch als Fachausschuss bei der Umsetzung und Gestaltung von kommunaler Umweltpolitik vor Ort mitwirken können.

Unsere nächste Sitzung am Dienstag, den 26. März 2013 um 19:00 Uhr bietet dafür eine gute Gelegenheit, denn unser Hauptthema wird sein: „Zukunft der Natur- und Grünflächenpolitik in den Bezirken?“. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch viele Genossen und Genossinnen, die sich vorwiegend in ihren Bezirken engagieren, zu uns kommen würden. Ihr seid also herzlich eingeladen!!!!

 

Flugblatt der Woche: Besser und gerechter - Ideen für ein neues soziales Gleichgewicht

Der Entwurf des SPD-Regierungsprogramms ist fertig. Das politische Ziel: ein neues soziales Gleichgewicht. Um das zu schaffen, muss die SPD besser und gerechter regieren als es CDU, CSU und FDP können. Besser, weil Schwarz-Gelb zu viele Chancen für das Land verspielt. Gerechter, weil die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht.
"Besser und gerechter - Ideen für ein neues soziales Gleichgewicht" (PDF-Dokument) (mit Logo)
"Besser und gerechter - Ideen für ein neues soziales Gleichgewicht" (PDF-Dokument) (ohne Logo)

 

Noch schnell anmelden: Workers Youth Festival

Es ist bald soweit: Das Workers Youth Festival findet vom 9. bis 12. Mai statt. Die Jusos und die Falken feiern 150 Jahre ArbeiterInnen-Jugendbewegung. Vier Tage lang gibt es ein tolles Programm mit Workshops und Diskussionen, Parties und Konzerten, Sport und hoffentlich viel Sonnenschein. Die Anmeldefrist ist der 1. April! Der Teilnahmepreis beträgt 35 Euro. Ein Schlafplatz, entweder in einem Zelt oder in einer Schule, wird bereitgestellt. Außerdem gibt es Verpflegung und natürlich das politische und kulturelle Programm. 5 Euro des Teilnahmepreises fließen in einen internationalen Solifond. Damit werden GenossInnen aus der ganzen Welt dabei unterstützt zum Festival zu kommen.

Alle notwendigen Informationen findet Ihr hier.

 

Gedenken an Otto Wels

Am 23. März 1933 wurde die endgültige Auflösung der Demokratie im Deutschen Reich eingeleitet. Unter dem tosendem Jubel durch die Nationalsozialisten wurde an diesem Tag das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“, besser bekannt als „Ermächtigungsgesetz“, verabschiedet. Dieses Gesetz ermöglichte es Hitler die letzten Reste der zerrütteten Weimarer Republik abzuwickeln und die Terrorherrschaft der NSDAP aufzubauen. An diesem Tag endete die erste deutsche Demokratie.

Als letzter Redner des freien Reichtages begründete Otto Wels die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes mit den Worten: „Wir deutschen Sozialdemokraten bekennen uns in dieser geschichtlichen Stunde feierlich zu den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus. Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten."

Verschiedene Gliederungen der Berliner SPD erinnern an diese wegweisende Rede Wels, so unter anderen die SPD Treptow-Köpenick. Bundestagskandidat Matthias Schmidt und der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, werden an all jene erinnern, die sich mit Leib und Leben für die deutsche Demokratie eingesetzt haben, und zugleich allen Demokraten Mut machen, auch dort für eine starke Demokratie einzutreten, wo Rechtsextremisten beginnen wieder Fuß zu fassen.

Samstag, 23. März 2013, 14.30 – 15.00 Uhr, Bölschestraße 27-30, 12587 Berlin-Friedrichshagen, an der Gedenkstele vor der Christophoruskirche

Die SPD Bellevue, die alljährlich der Rede des damaligen Partei- und Fraktionsvorsitzenden Otto Wels gedenkt, würdigt am kommenden Samstag, dem 80. Jahrestag der Rede, gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, und der Direktkandidatin für den Bundestags-Wahlkreis Berlin-Mitte, Eva Högl, den Mut und Einsatz der verbliebenen sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten für Demokratie und Zivilcourage. Der Schauspieler Nicolás Artajo-Kwasniewski wird die Otto Wels Rede vortragen. Danach wird der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, in einer kurzen Rede an seinen Vorgänger erinnern. Gemeinsam mit Eva Högl legt er danach einen Kranz an der Gedenktafel zur Kroll-Oper nieder.

Samstag, 23. März 2013, 11.00 bis ca. 11.45 Uhr, Gedenktafel zur Kroll-Oper, unweit des Glockenturms am Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles- Allee 10, 10557 Berlin

 

Szenische Lesung im Renaissance Theater: „Ferdinand Lassalle - Die Sache der unteren Klassen der Gesellschaft ist die Sache der gesamten Menschheit."

Auf Initiative der SPD-Charlottenburg-Wilmersdorf wird mit freundlicher Unterstützung der SPD Berlin und des Parteivorstandes der SPD am Dienstag, dem 30. April, das Theaterstück „Ferdinand Lassalle“ im Renaissance Theater uraufgeführt. Das Stück wurde von den bekannten Autoren Felix Huby und Hartwin Gromes verfasst und wird nun anlässlich des 150. Jahrestages der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeiter Vereines (ADAV) unter der Regie von Rüdiger Canalis Wandel aufgeführt.

Der vor 150 Jahren am 23. Mai 1863 gegründete ADAV wurde als erste sozialdemokratische Partei maßgeblich von Ferdinand Lassalle geprägt. Bis zu seinem Tod 1864 war er dessen Präsident. Der ADAV schloss sich im Jahr 1875 mit der von August Bebel und Karl Liebknecht gegründeten SADP zur SAP zusammen, die sich nach den Sozialistengesetzen in SPD umbenannte. Wer war der Mann, der aus bürgerlichen Verhältnissen stammte, sich jedoch vehement für die Rechte der Arbeiter einsetzte? Wer war der Mann, der eine auf sich maßgeschneiderte sozialdemokratische Partei gründete und diese fast autoritär führte. Wer war der Mann, der 1863 sein Leben und seine gesamten politischen Errungenschaften bei einem Duell um eine Frau aufs Spiel setzte und verlor? Das Theaterstück will den Besucherinnen und Besuchern die Person Lassalle näher bringen.

Dienstag, 30. April 2013, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), Renaissance-Theater, Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin
Kartenvorverkauf ab 25. März: Für Euro 15,00 (inkl. 1 Freigetränk (Sekt, Saft oder Wasser) beim anschließenden Empfang im Theater-Foyer) sind die Karten beim Kurt-Schumacher-Haus (julia.zarbock@spd.de, 030-4692-142), beim Kreis Charlottenburg-Wilmersdorf (isabel.herrmann@spd.de, 030-86 31 38 75) oder an der Theaterkasse des Renaissance Theaters (Mo– Fr, ab 10.30 h, Sa ab 10 h, So- /FT ab 13 h, jew. bis eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) erhältlich.

Weitere Informationen findet Ihr hier (PDF-Dokument, 122.5 KB).

 

Stadt des Wissens – AG Schule und AG Hochschule: "Gute Lehrer und Lehrerinnen für eine gute Schule"

Auch wenn es gelungen ist, im Koalitionsvertrag die wesentlichsten Anforderungen an die inhaltliche Ausgestaltung der Reform des Studienangebotes für die künftige Lehrerschaft mit der CDU zu vereinbaren, war dies nur der Auftakt zur anstehenden Reform. Mit seiner Stellungnahme zu den Empfehlungen der Kommission Lehrerbildung des Fachausschusses vom 6. Dezember und der weiter geführten Diskussion hat der Fachausschuss den Ausgangspunkt, die konkreten Inhalte der anstehenden Reform gemeinsam anzugehen.
Die Eingangsreferate halten Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz und der Staatssekretär Mark Rackles.

Dienstag, 9. April 2013, um 18.30 Uhr
Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 376, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

 

Fachausschuss Internationales: Was tun für die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo?

Die Demokratische Republik Kongo bietet der Weltöffentlichkeit seit dem Schritt in die Unabhängigkeit von der belgischen Kolonialherrschaft 1960 das Bild eines von multiplen Krisenszenarien erschütterten Landes. Zu dem Kernproblem des "Ressourcenfluchs" dieses an Bodenschätzen reichen riesigen Landes - genannt sei hier nur das für die Handy-Herstellung notwendige Coltan - und der damit zusammenhängenden Probleme der illegalen Förderung und Vermarktung der Bodenschätze, von Rohstoffprofiten genährten bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen und Einmischungen der Nachbarstaaten Ruanda und Uganda kommen die geschichtlichen Hypotheken der Folgen der belgischen Kolonialherrschaft, der Konflikte der Staatsgründung und der Langzeitdiktatur des Kleptokraten Mobutu. Die DRC ist heute das Musterbeispiel eines Failing State, geprägt von schwachen und nicht legitimierten staatlichen Strukturen, versagenden Sicherheitsorganen und exorbitanter Korruption. All diese Übel konnten bisher auch durch Interventionen der internationalen Gemeinschaft nicht wesentlich gemildert werden.
Der Fachausschuss will ausloten, welche Beiträge die deutsche Politik, die an der Ausbeutung der Rohstoffe beteiligten Firmen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen bei uns und im Lande selbst leisten können, um das Land einem nachhaltigen Entwicklungspfad näher zu bringen.
Dr. Ilona Auer-Frege, Koordinatorin Ökumenisches Netz Zentralafrika, Berlin
Dr. Heidi Feldt, Transparency International Deutschland AG Internationale Vereinbarungen, Kampagne Publish what you pay
Christoph Strässer, MdB, Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Vorsitzender des Gesprächskreises Afrika der Fraktion
Zu Beginn der Veranstaltung hält Frau Julia Breidenstein, Vorsitzende von Humana People to People Deutschland, einen kurzen Powerpoint-Vortrag zu Projekten ihrer Organisation in der Demokratischen Republik Kongo

Mittwoch, 20. März 2013 18.30 Uhr 
Afrika-Haus, Bochumer Straße 25, 10555 Berlin-Moabit

 

Helga Grebing liest aus ihrem Buch: „Freiheit, die ich meinte: Erinnerungen an Berlin“

Helga Grebing ist seit fast 65 Jahren Mitglied der SPD und seit gut 40 Jahren Professorin für Politikwissenschaften und Geschichte. Zudem ist sie Mitglied der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand und war zeitweilig Mitglied der Grundwertekommission der Partei. Auch hat sie zahlreiche Bücher, hauptsächlich im sozialdemokratischen Kontext verfasst. Helga Grebing ist ein echtes Urgestein der deutschen Sozialdemokratie und langjährige politische Mitstreiterin von Willy Brandt. Über das erste Zusammentreffen mit ihm 1949 hat sie gesagt:

„Irgendwie, so erinnere ich mein damaliges Empfinden, wurde der dunkelmuffige Raum heller, und der sogleich beindruckende Mann vermittelte in seiner kurzen Rede Zuversicht auf eine ganz andere Zukunft, an der auch wir mitarbeiten wollten.“
In den Jahrzehnten danach beobachtete sie den Politiker Brandt nicht nur aus der Ferne der Wissenschaft, sondern ist ihm als politisch aktiver Mensch auch immer wieder begegnet.

Helga Grebing entfaltet in ihrem Buch - auf Basis ihrer eigenen Biografie - das Lebensbild einer Generation, die den Zweiten Weltkrieg als Kind und Jugendliche erlebt und verarbeitet hat und schon kurz nach Kriegsende die politische Teilung der Welt in Berlin hautnah miterlebte. Während und nach der Lesung ist Zeit für die eine oder andere Frage an die Autorin. 

Helga Grebing liest aus ihrem Buch: „Freiheit, die ich meinte: Erinnerungen an Berlin“
Donnerstag, 11. April 2013, um 18.00 Uhr
Wahlkreisbüro der Abgeordneten Petra Merkel. Goethestraße 15, 10625 Berlin

Aufgrund des begrenzten Platzes in der Goethe15 ist eine Anmeldung für diese Veranstaltung erforderlich an Petra Merkel oder unter Tel.: 313 8882.

 
10. April

Start der Lesereihe "150 Jahre SPD"

Mit einer Reihe von Lesungen begleitet das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie das Jubiläumsjahr "150 Jahre SPD". Im Mittelpunkt stehen Biografien und Autobiografien.

Den Auftakt macht am Mittwoch, d. 10. April eine  Veranstaltung mit Siegfried Heimann, Vorsitzender der Historischen Kommission der Berliner SPD. Siegfried Heimann liest ausgewählte Texte aus Biographien von Stephan Born, August Bebel, Anna Nemitz, Willy Brandt 

Mittwoch, 10. April 2013, 19 Uhr
Veranstalter:  Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

 

Weitere Termine der Reihe:

 

Mittwoch, 24. April 2013, 19 Uhr
Veranstalter:  Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Lesung
Helga Grebing liest aus ihrer Biographie „Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin“
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

Mittwoch, 22. Mai 2013, 19 Uhr
Veranstalter: Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Lesung
Christine Bergmann liest aus ihrer Biographie „Von Null auf Hundert: Stationen eines politischen Lebens“
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Mittwoch, 5. Juni, 19 Uhr
Veranstalter:  Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Lesung
Günter Lange liest aus der neu erschienenen Biographie
Siegfried Aufhäuser 1884-1969 - Ein Leben für die Angestelltenbewegung
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

 

Einladung zum Fachgespräch: „Nosokomiale Infektionen – Krankenhäuser im Wettbewerb um das beste Hygienemanagement?!“

Kaum vergeht ein Tag, an dem nicht das Thema Krankenhaushygiene in der Presse vertreten ist. Stetig werden der Öffentlichkeit neue Vorfälle von Krankenhausinfektionen präsentiert, die Gratwanderung zwischen unnötiger Skandalisierung und nützlicher Information gelingt nicht immer.

Mit SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN machen sich zwei Parteien und zwei Fraktionen gemeinsam stark für ein besseres Hygienemanagement sowie einen transparenten aber sachgerechten Umgang mit Hygienedaten von Krankenhäusern in Berlin. Zum Fachgespräch „Nosokomiale Infektionen – Krankenhäuser im Wettbewerb um das beste Hygienemanagement?!“ haben beide Fraktionen folgende Fachleute eingeladen

Dr. Sina Bärwolff, Gesundheitsamt Marzahn-Hellersdorf
Prof. Dr. Petra Gastmeier, Institut für Hygiene und Umweltmedizin, Charité Universitätsmedizin Berlin
Ilona Köster-Steinebach, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., Berlin
Channa Koglin, Helios Klinikum Emil von Behring 
Heiko Thomas MdA, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
Thomas Isenberg, MdA, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin
Dr. Nicolas Schönfeld und Wolfgang Schmidt, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit und Soziales
Boris Velter, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen

Dienstag, 26. März 2013, von 19.00 bis 21.00 Uhr
Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 376, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

 
11. April - Jetzt Karten reservieren!

Einladung ins English Theatre

Die Berliner Stimme und das Kulturforum Stadt Berlin laden  am 11. April zum Besuch des English Theatre Berlin ein. Auf dem Programm steht mit Alan Bennetts Klassiker „Talking Heads“ eine Auswahl von drei Monologen, die für das britische Fernsehen entstanden und sich mit Alttagssituationen befassen.

Geschrieben wurden die Texte Mitte der 80er Jahre für das britische Fernsehen - als bittere, entlarvende aber auch melancholische, von Mitgefühl geprägte Geschichten über Einsamkeit und die Tücken und Fallstricke des Alltags. Da die Serie zu einem Riesenerfolg wurde und  viele Preise erhielt, folgten Ende der 90er weitere sechs Episoden, die schärfer und pointierter ausfielen. Aus diesen stammen die drei Monologe, die am 11. April zur Aufführung kommen: "The Outside Dog", "Playing Sandwiches" und "Nights in the Gardens of Spain".

Das English Theatre in der Kreuzberger Fidicinstrasse 40 gibt es seit 1990. Aus einem mehrsprachigen Theater entwickelte es sich zu einer rein englischsparchigen  Bühne. Über seine Geschichte und die Auswahl der Stücke berichtet um 19 Uhr Bernd Hoffmeister, Mitbegründer des Theaters. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr.

Wir haben 20 Plätze reserviert, Karten zum Preis von 13 Euro können ab sofort unter www.spd-berlin.de/et-besuch   bestellt werden.

 

August-Bebel-Institut I: Frauen im Aufbruch – Politische Plakate 1918-1990 - Ausstellungseröffnung

„Die Männerwelt zum Tanzen bringen“ wollten die einen, andere forderten „Gleiche Rechte – Gleiche Pflichten“, wieder andere riefen zum Hüten von Frieden und Kindern auf. Mit solchen und anderen Ansprachen buhlten politische Parteien in Deutschland während der Umbrüche 1918/19, 1945/49 und 1989/90 um die Stimmen von Frauen. Einige der Plakate, die sie dafür nutzten, präsentiert die Ausstellung des Archivs der sozialen Demokratie. Sie zeigt, wie Frauen nach den beiden Weltkriegen als Mütter, friedfertige Wesen und in nationalistischer Manier als „Deutsche“ angesprochen wurden. Und wie die zwischen Ost und West unterschiedlichen Blicke auf Emanzipation sich in den Motiven widerspiegeln.
Mit: Ina Czyborra, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus

Freitag, 5. April 29013, von 18.00 bis 20.00 Uhr 
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, 13353 Berlin
Die Ausstellung ist zu sehen von Montag, dem 8. April, bis Freitag, dem 26. April, Öffnungszeiten Mo – Do 14.00 bis 18.00 Uhr
Anmeldung erbeten an August-Bebel-Institut 

 

August-Bebel-Institut II: Frauen im Aufbruch - Wegbereiterinnen der Sozialdemokratie

Von einer sozialdemokratischen Frauenbewegung kann in Deutschland erst seit Ende des 19. Jahrhunderts gesprochen werden. 1885 wurde in Berlin der „Verein zur Vertretung der Interessen der Arbeiterinnen“ gegründet, dessen zweite Vorsitzende Pauline Staegemann wurde. Zur zentralen Forderung der Sozialdemokratinnen wurde das Frauenwahlrecht, für das sich Clara Zetkin und ihre Mitstreiterinnen einsetzten. Sie gründeten 1907 die Sozialistische Fraueninternationale, die 1911 den Internationalen Frauentag erkämpfte. Damit war der Kampf um Frieden und Gleichberechtigung, der bis heute andauert, eingeläutet.
Referentin: Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin
Donnerstag, 11. April 2013, von 18.00 bis 20.00 Uhr
August-Bebel-Institut, Müllerstraße 163, 13353 Berlin
Anmeldung erbeten bis zum 1. April an August-Bebel-Institut

 

August-Bebel-Institut III: Ortstermin Barnimstraße - Erinnerungen an das Berliner Frauengefängnis 1868–1974

Vom Kaiserreich bis in die DDR wurden an diesem Ort Frauen aus politischen Gründen inhaftiert. Die ersten waren Initiatorinnen der sozialdemokratischen Frauenbewegung. Es folgten Kriegsgegnerinnen und Streikende. In der NS-Zeit mussten die zum Tode verurteilten Frauen hier auf ihre Hinrichtung in Plötzensee warten. Für Rosa Luxemburg wurde 1977 eine Gedenkstele aufgestellt. Erst 2014 wird hier ein Gedenkort realisiert.
Leitung: Claudia von Gélieu, Politikwissenschaftlerin und Frauenforscherin, Frauentouren, Autorin von „Frauen in Haft. Gefängnis Barnimstraße. Eine Justizgeschichte“ und des Dokumentarfilm „Frauengefängnis Barnimstraße. Zeitzeuginnen berichten über ihre Haft 1933-1945“.
Samstag, 13. April 2013, von 15.00 bis 17.00 Uhr 
Beitrag 5 €, Anmeldung bitte bis zum 6. April an August-Bebel-Institut [U86]

 

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.: Rudolf Holtappel – Ein Leben als Zeitzeuge 1956 – 1990

Zum 90. Geburtstag von Rudolf Holtappel zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus in Berlin eine Übersicht über das Werk des Fotografen. Ob im Stahlwerk oder im Supermarkt, auf dem Sportplatz oder im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder in der Kneipe, auf der Demo oder im Schrebergarten, stets stehen die Menschen im Mittelpunkt seiner Bilder. Und dass ihr Alltag nichts anderes ist als das Leben selbst, genau das machen Holtappels Fotografien immer wieder bewusst.
Eröffnung am 9. April 2013, um 19.30 Uhr
Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., Stresemannstr. 28, 10963 Berlin
Fotoausstellung vom 10. bis 24. April 2013 | Eintritt frei. | Ausweis erforderlich.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Who cares? And how?

Wer leistet in Zukunft eigentlich Sorgearbeit - und unter welchen Bedingungen? Das ist eine der Zukunftsfragen unserer Gesellschaft. Frauen partizipieren zunehmen am Arbeitsmarkt und wollen dort nicht nur ein Gastspiel geben. Damit gerät die Selbstverständlichkeit, mit der Frauen Care-Arbeit, also Fürsorgearbeit für Kinder, Alte und Kranke bislang erbracht haben, ins Wanken. Gleichzeitig wollen sich immer mehr Männer nicht auf die Funktion des Alleinernährers reduzieren lassen, sondern sich aktiv an Kinderbetreuung und der Pflege ältere Angehöriger beteiligen. Im Rahmen der Tagung "Who cares? And how" befasst sich die Friedrich-Ebert-Stiftung mit der Frage: Wie muss eine Gesellschaft organisiert sein, damit es Frauen und Männern zukünftig möglich ist, beide Sphären miteinander zu verbinden - das Erwerbsleben und die familiäre Arbeit?

Freitag, 19. April 2013, von 10.00 bis 19.00 Uhr
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Haus 2, Hiroshimastr. 28, 10785 Berlin

Anmeldung per Mail bitte an Friedrich-Ebert-Stiftung

 

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