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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: - Rentenanpassung Ost - Stand interkulturelle Öffnung in der Berliner Verwaltung - Kühnert zum Juso-Bundeskongress - Termine

Berliner SPD unterstützt Pläne zur Rentenanpassung Ost

Die Forderung ist nicht neu. Innerparteilich wird sie seit Jahren von den ostdeutschen SPD-Verbänden erhoben. Und auch beim Blick auf den politischen Gegner finden sich im Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP klare Aussagen zur Anpassung der Ost-Renten an das Westniveau.

Geschehen ist allerdings nichts. „Es wurde lange genug darüber geredet, jetzt muss die Angleichung endlich umgesetzt werden! Schwarz-Gelb hat trotz Versprechen keinen Finger für die Ost-Rentner gerührt“, so Jan Stöß, Vorsitzender der Berliner SPD.

Peer Steinbrück griff die Forderung der ostdeutschen SPD-Landesverbände am gestrigen Montag für die ganze Partei auf. Bis 2020 sollen die Ost-Altersbezüge stufenweise angeglichen werden. Mit Blick auf die Finanzierbarkeit dieser Forderungen sagte Steinbrück: „Die Anhebung der Ost-Rentenwerte auf West-Niveau wird einige Milliarden Euro kosten. Aber das ist mit Blick auf die Leistungsfähigkeit unseres Sozialversicherungssystems und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unseres Landes machbar.“

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin und stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, hatte die Debatte in seiner Rede in der Frankfurter Paulskirche am 2. Oktober 2012 befeuert. Mit Blick auf das Thema Gerechtigkeit sagte er: „Auch bei der Angleichung der Renten zwischen Ost und West sind wir 22 Jahre nach der deutschen Vereinigung immer noch nicht entscheidend vorangekommen. 28 Jahre hat die Mauer gestanden. Wie lange soll es noch Sonderregelungen geben? Dies verstehen die Menschen nicht. Hier muss sich was ändern.“
Rentenexperten reden bei Vergleichen vom sogenannten „Eckrentner“. Dieser hat 45 Jahre eingezahlt und bekommt im Osten dafür heute eine monatliche Bruttorente von 1.121 Euro. Der West-Eckrentner bekommt 142 Euro mehr – nämlich 1.263 Euro. Dahinter steht der „Rentenwert“. Er dient als Grundlage zur Berechnung der Altersbezüge. Der Rentenwert liegt im Osten mit 24,92 Euro bei 88,8 Prozent des West-Rentenwertes, der bei 28,07 Euro liegt. Der Rentenwert ist derzeit also im Westen der Republik 11 Prozent höher als im Osten. Kritiker der Angleichung verweisen gerne auf die Rentenhöhe. Obwohl sie de facto im Westen höher liegt, bekommen dennoch einige Rentnerinnen und Rentner im Osten eine höhere Rente. Der Grund dafür ist einfach und hebt den Ungerechtigkeits-Faktor nicht auf: In der DDR wurde im Schnitt länger gearbeitet, Frauen waren häufiger erwerbstätig bzw. gingen schneller nach der Geburt eines Kindes in den Beruf zurück.

„Gerade in einer Stadt wie Berlin ist das Thema Gerechtigkeit bei den Renten ein existentielles. Hier wird der Unterschied besonders deutlich. Aus diesem Grund unterstützen wir als Landesverband Berlin die Forderungen und Pläne der Bundes-SPD, die Angleichung der Ost-Renten an das Westniveau nach der Bundestagswahl sofort anzugehen“, so Stöß.

 

Stöß: Schwarz-Gelb versagt bei Strompreissteigerungen

Jan Stöß
 

Angesichts der angekündigten Strompreiserhöhungen hat der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß die schwarz-gelbe Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. „Diese Strompreiserhöhungen treffen jetzt wirklich jede und jeden", so Stöß. "Wenn ein Durchschnittshaushalt bis zu 110 Euro mehr im Jahr für Strom ausgeben muss, fehlt das Geld an anderer Stelle. Junge Familien, Arbeitslose, Studierende und Aufstocker stellt diese ausufernde „Zweite Miete“ vor große Probleme. Ich fordere Schwarz-Gelb auf, endlich die Hintergründe der hohen Preise für die VerbraucherInnen nachvollziehbar zu erklären."

Die schwarz-gelbe Bundesregierung schweige sich über die Hintergründe der massiven Erhöhungen völlig aus und wälze die Verantwortung auf Energiekonzerne ab, die wiederum die Gelegenheit nutzen und zu den Kosten der Energiewende noch einen Gewinnanteil drauflegen, sagte Stöß. "Hier werden die Verbraucherinnen und Verbraucher für dumm verkauft. Von sozialpolitischer Verantwortung und fairer Regulierung ist weit und breit keine Spur." Schwarz-Gelb und insbesondere der Bundesumweltminister müsse diese Preise erklären, forderte Stöß. "Und: Wir brauchen eine stärkere öffentliche Verantwortung in der Energieversorgung,
wie wir sie in Berlin vorantreiben. Das Land ist dann in der Lage, für einen sozialen Ausgleich zu sorgen. Energie-Unternehmen und produzierendes Gewerbe müssen stärker in die Pflicht genommen werden – damit es am Ende nicht die Bürgerinnen und Bürger sind, die die Last alleine tragen.“

 

Zweite Berliner Mitgliederbefragung erfolgreich. Ülker Radziwill (MdA) mit absoluter Mehrheit als Bundestags-Direktkandidatin gewählt

Ülker Radziwill
 

Am Sonntag, dem 18. November 2012, waren alle Mitglieder des Wahlkreises Charlottenburg-Wilmersdorf aufgerufen ihre Stimme für ihre Wunschkandidatin, ihren Wunschkandidaten, zur Bundestagswahl 2013 abzugeben. Zur Wahl standen Florian Dörstelmann, Gotthard Krupp-Boulboullé, Ülker Radziwill und Felicitas Tesch. Bei 20 Prozent lag das Teilnahmequorum. Mit 452 abgegebenen Stimmen (bei 6 ungültigen Stimmen) wurde es erfüllt.

Ülker Radziwill, die als Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus für die Themen Sozial- und Seniorenpolitik spricht, errang dabei 235 der abgegebenen Stimmen. Zweitbestes Ergebnis erreichte Florian Dörstelmann mit 122 Stimmen. Gotthard Krupp-Boulboullé und Felicitas Tesch kamen auf jeweils 48 bzw. 37 Stimmen.Damit wird Radziwill den Delegierten am 1. Dezember auf der Wahlkreiskonferenz als Wahlkreiskandidatin der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf für die Wahl 2013 vorgeschlagen.

Ebenfalls bereits durch eine Mitgliederbefragung als Bundestagskandidat gewählt wurde im Oktober der Fraktionsvorsitzende der BVV Treptow-Köpenick, Matthias Schmidt. Insgesamt 301 Mitglieder gaben ihre Stimme ab, von denen 156 auf Schmidt entfielen.

In einigen Bezirken, wie z.B. Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Pankow stehen die Mitgliederbefragungen noch aus.

 

Kevin Kühnert, Landesvorsitzender der Jusos Berlin, zum Juso-Bundeskongress in Magdeburg

Kevin Kühnert
 

Unter dem Motto „Gerecht: Jetzt oder nie!“ fand am vergangenen Wochenende der Bundeskongress der JungsozialistInnen (Jusos) in Magdeburg statt. Etwas weniger als ein Jahr vor der Bundestagswahl stand die inhaltliche und strategische Vorbereitung auf die Ablösung der schwarz-gelben Katastrophenregierung im Mittelpunkt der dreitägigen Konferenz.

Zu Gast waren neben Peer Steinbrück auch Sigmar Gabriel, Andrea Nahles und Manuela Schwesig und schworen die 300 Delegierten und dutzenden Gäste auf das heiße Wahlkampfjahr 2013 ein. Dem prominenten Parteibesuch begegnete der Bundeskongress mit unterschiedlich großer Begeisterung und verfolgte aufmerksam, welche Aussagen zum Wahlprogramm die vier Parteiprominenten mitgebracht hatten. Einigkeit bestand in der Ablehnung des Betreuungsgeldes sowie des Steuerabkommens mit der Schweiz. Auch das Ehegattensplitting, das traditionelle Familienbilder auf Kosten von Frauen in Zement gießt, fand im Saal keine Unterstützung. Auch über die höhere Besteuerung großer Einkommen und Vermögen bestand grundsätzliche Einigkeit und nicht zuletzt bekannte sich Peer Steinbrück zu einem paritätisch mit Männern und Frauen besetzten Kompetenzteam. So war die Stimmung am Ende seiner knapp 40-minütigen Rede versöhnlicher, als viele dies vorher erwartet hatten. Was blieb waren unter anderem unterschiedliche Auffassungen zur Ausbildungsplatzabgabe, zur Vermögenssteuer und leider nur wenige Worte zur prekären Situation von Flüchtlingen in Deutschland. Die Jusos wollen deshalb den Prozess zur Erarbeitung des Wahlprogramms kritisch begleiten und werden dafür Sorge tragen, dass die soziale Gerechtigkeit nicht auf der Strecke bleibt und sich junge Menschen in den Positionen der SPD wiederfinden können.

Durch und durch erfolgreich war der Juso-Bundeskongress für den Berliner Juso-Landesverband, dessen Delegation aufgrund der hervorragenden Mitgliederentwicklung seit Jahren wächst. 21 Delegierte aus allen zwölf Kreisverbänden entsendete die Landeskonferenz und mit ihnen neun Anträge, von denen fünf beraten und beschlossen wurden. Unter anderem setzte sich der mittlerweile viertgrößte Landesverband mit seinen Positionen zur Ablehnung des Flughafenasylverfahrens und zum Verbot der Hisbollah in der EU durch. Als Berliner Delegation haben wir uns hier von unserer besten Seite gezeigt und den Kongress inhaltlich bereichern können. Wir sind optimistisch, im kommenden Jahr mit noch mehr Delegierten zum Bundeskongress zu fahren.

 

Bericht zur Umsetzung des Partizipations- und Integrationsgesetzes

In der Berliner Verwaltung wird mit großem Engagement der Prozess der interkulturellen Öffnung fortgesetzt. Das geht aus dem ersten Bericht zur Umsetzung des Berliner Partizipations- und Integrationsgesetzes hervor. Der Bericht bezieht sich auf das Jahr 2011 und damit auf das erste Jahr seit Inkrafttreten des im Dezember 2010 verabschiedeten Gesetzes.

Senatorin Kolat: „Das Gesetz hat in zentralen Handlungsfeldern dazu beigetragen, die Beteiligung von Migrantinnen und Migranten und die interkulturelle Öffnung in der Berliner Stadtgesellschaft zu stärken. Die Integrationsausschüsse der Bezirksverordnetenversammlungen, die Stärkung der Integrationsbeauftragten des Senats und in den Bezirken sowie die Schaffung einer gesetzlichen Basis für den Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen stellen wichtige partizipative Elemente dar.“ Der Bericht zeigt ferner Entwicklungen in der interkulturellen Kompetenzbildung sowie Beispiele zur interkulturellen Organisationsentwicklung aus Berliner Bezirken und Unternehmen mit Landesbeteiligung auf. Zur Personalentwicklung fasst der Bericht die Anteile von Migrantinnen und Migranten unter neueingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Auszubildenden zusammen. „In dem Bericht drückt sich das starke Engagement der Berliner Einwanderinnen und Einwanderer aus. Dieses Engagement ist eine wertvolle Ressource für die partizipativ ausgerichtete Berliner Integrationspolitik“, so die Senatorin abschließend.

Berlin hatte 2010 als erstes Bundesland ein Partizipations- und Integrationsgesetz beschlossen. Die Initiative war ursprünglich vom Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen ausgegangen.

 

Das weiche Wasser bricht den Stein - Endlich tut sich was! Kommission stellt Vorschlag zu Geschlechtergleichgewicht in Aufsichtsräten vor

Kommissions-Vize-Präsidentin Viviane Reding hat am 14. November 2012 ihren Vorschlag zum Geschlechtergleichgewicht in Führungsebenen vorgestellt.

"Dieser Vorschlag war längst überfällig! Bei einer Quote von 85 % Männern in Aufsichtsräten und der Tatsache, dass 60 % aller Universitätsabsolventen Frauen sind, müssen wir gar nicht erst darüber diskutieren, dass hier dringend etwas getan werden muss. Ohne Verpflichtungen für die Aufsichtsräte und Vorstände, an dem Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern etwas zu ändern, geht es offensichtlich nicht. Deshalb ist es gut, dass Vize-Präsidentin Reding gegen viele Widerstände jetzt das Thema angepackt und einen Vorschlag vorgelegt hat", meint die SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt.

Der vorgestellte Richtlinienvorschlag sieht Folgendes vor: Sind in einem Aufsichtsrat nicht mindestens 40 % der Mitglieder Frauen, muss der Aufsichtsrat, wenn neue Stellen zu besetzen sind, bei gleicher Qualifikation den weiblichen Bewerberinnen den Vorzug geben. Diese Regel wird für börsennotierte Firmen 2020 und für staatliche Firmen 2018 verbindlich. Außerdem beinhaltet der Vorschlag eine sogenannte 'Flexi-Quote' für Firmenvorstände und Geschäftsführungen, die Firmen dazu verpflichtet, sich eigene Ziele zur ausgewogeneren Besetzung von Vorständen zu setzen. Die Firmen müssen in einem jährlichen Bericht über die Erfolge und Misserfolge bei der Umsetzung berichten. Halten sich die Aufsichtsräte und Firmenvorstände nicht an die Richtlinie, können die Mitgliedstaaten Sanktionen durchsetzen und beispielsweise Ordnungsgelder verhängen oder sogar die Ernennungen von Aufsichtsratsmitgliedern rückgängig machen.

"Dieser Vorschlag ist ein Schritt in die richtige Richtung! Die Umsetzungszeit ist sehr großzügig. Ein bisschen weniger hätte sicher auch gereicht", so Dagmar Roth-Behrendt. "Auch die Männer müssen jetzt nicht verzweifeln, da die Richtlinie leider betont, dass immer der Kandidat mit der bessere Qualifikation genommen werden soll und es keine positive Diskriminierung gibt. Ich bin mir sicher, dass noch auf lange Zeit die ‚Männerclubs‘ in den Aufsichtsräten weiterhin lieber männliche Kandidaten auswählen. Dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass mehr Firmen in punkto Geschlechtergleichgewicht in den Führungsebenen die Zeichen der Zeit erkannt haben und Vorreiter auf diesem Gebiet sein wollen."

 

Gaebler: LED-Leuchten von Gaslaternen nicht zu unterscheiden

In der Kreuzberger Falckensteinstaße - zwischen Schlesischer Straße und Wrangelstraße - sind an fünf Standorten erstmals alte Gaslaternen mit neuer LED Technik nachgerüstet worden. "Wir möchten, dass sich die Berlinerinnen und Berliner selbst davon überzeugen, dass bei der so genannten Gasaufsatzleuchte auch nach der Umrüstung die Form und die Lichtfarbe der Gasleuchte annähernd erhalten bleibt - sich die moderne LED-Leuchte kaum von dem gasbetriebenen Modell unterscheidet", so Staatssekretär Christian Gaebler. "Es ist mir wichtig, dass Dank einer technischen Innovation nunmehr auch die gusseisernen Bündelpfeilermaste erhalten bleiben können.“

In der zum Teil sehr emotional geführten Diskussion wird häufig nicht wahrgenommen, dass die jeweiligen Leuchtentypen entsprechend ihrer bisherigen Charakteristik umgerüstet werden sollen. Ziel sei es, so Gaebler, neben der Reduzierung der Energiekosten auch das historisch gewachsene Stadtbild gerade im Hinblick auf die Vielfalt der Straßenleuchten zu bewahren. In der Falckensteinstraße lässt sich nun die Qualität der LED-Leuchte direkt mit den gasbetriebenen Modellen vergleichen: die fünf bereits umgerüsteten Leuchten stehen ihren Vorgängern direkt gegenüber. Mit seinem nachhaltigen Umrüstungskonzept für die Gasaufsatzleuchten hat sich das Land Berlin erfolgreich um Förderung weiterer Maßnahmen durch das Bundesministerium für Umwelt beworben. Diese Fördermittel sollen demnächst für die Umrüstung von insgesamt 700 Gasaufsatzleuchten im Bezirk Neukölln verwendet werden.

 

Flugblatt der Woche: Gute Renten sind möglich - 25 Cent sind zu wenig, Frau von der Leyen!

Während Schwarz-Gelb über einen Minimalkonsens zur Alterssicherung in unserer Gesellschaft munter weiter streitet, hat die SPD ein Rentenkonzept, das auf dem Parteikonvent Ende November beraten wird: Ein stabiles Rentenniveau, flexible Übergänge in den Ruhestand, kein Abrutschen in die Grundsicherung nach einem langen Arbeitsleben, bessere Betriebsrenten. Und: Insgesamt höhere Renten durch höhere Löhne. Das sind die SPD-Vorschläge, die auf dem Parteikonvent am 24. November beraten werden. Das Flugblatt der Woche:

Gute Renten sind möglich - 25 Cent sind zu wenig, Frau von der Leyen! (mit Logo)

Gute Renten sind möglich - 25 Cent sind zu wenig, Frau von der Leyen! (ohne Logo)

 

Benefiz-CD: Weihnachtsmärchen von Charles Dickens - gelesen von Wolfgang Thierse

 

„Das Weihnachtsmärchen von Charles Dickens ist eine wundervolle und anrührende Geschichte für Kinder und Erwachsene. Charles Dickens war einer der großen Romanautoren des 19. Jahrhunderts. Seine Schilderungen von Armut und Elend haben Millionen Menschen bewegt. Ich bin überzeugt, dass Charles Dickens auch noch im Jahr seines 200.Geburtstages Menschen bewegen kann, denn das Gefühl für Not und der Sinn für Gerechtigkeit dürften auch heutzutage noch lebendig sein“, so Wolfgang Thierse, Schirmherr des MACHmit! Museums für Kinder.

Der Erlös dieser Doppel-CD geht an das MACHmit! Museum für Kinder, das in der Eliaskirche in Berlin-Prenzlauer Berg ein Zuhause gefunden hat. Lernen soll an diesem Ort keine Last, sondern Lust sein. Kinder können an vorhandenen und ausgestellten Exponaten entdecken, probieren und erforschen, um spielerisch zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten bringen den Kindern Geschick bei und schärfen die Wahrnehmung für die tägliche Umwelt.

Die CD sowie weitere Informationen gibt es beim MACHMit! Museum für Kinder, Senefelderstraße 5/6, 10437 Berlin, 030-747 78 215 (www.machmitmueseum.de) oder aber bei Kristian Gaiser im Bundestagsbüro von Wolfgang Thierse, 030 – 227 – 77023.

 

Migration und Homosexualität

Ein sehr schwieriges und auf allen Seiten ein von vielen Missverständnissen und kontroversen Ansichten geprägtes Themenfeld. Umso mehr ist es gerade jetzt notwendig, offen und gerne auch im Diskurs ins Gespräch zu kommen und die gemeinsamen, aber auch unterschiedlichen Positionen zu beleuchten. Wissen schafft Akzeptanz! Es ist uns sehr wichtig, alle Facetten des Zusammenlebens von Muslimen und Nichtmuslimen in Berlin zu diskutieren, Erfolge wie Probleme, die bei unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen und Lebensentwürfen auftreten können, kennen zu lernen und Wege zu mehr Offenheit und Toleranz zu finden.
Die Berliner Schwusos und die AG Migration und Vielfalt laden ein zur Diskussion. Podiumsteilnehmer sind:
Jan Stöß, SPD-Landesvorsitzender 
Maria Tischbier, Ansprechpartnerin der Berliner Polizei für gleichgeschlechtliche Lebensweisen
Ender Cetin, Vorsitzender der Sehitlik Moschee e.V.
Kassem El-Sayed, junger Schwuler libanesischer Abstammung
Moderation Fritz Felgentreu, Vorsitzender der SPD Berlin-Neukölln
Freitag, 30. November 2012, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr 
Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin
 

 

Fachausschuss Europa: Fachgespräch Europa mit den Jusos

"Gerecht - jetzt oder nie!" unter diesem Motto fand vergangenes Wochenende der Bundeskongress der Jusos in Magdeburg statt. Das gilt nicht nur für den Form annehmenden Bundestagswahlkampf, sondern auch für die Gestaltung Europas! Das Krisenmanagement der Deutschen Bundesregierung bleibt ungerecht: die Krisenlasten sind einseitig auf die südeuropäischen Staaten verteilt, Spekulanten und Banken als Krisenverursacher werden weiterhin geschont und die gerade entstehende Nachkrisenordnung der Währungsunion nach deutschem Bauplan scheint Ungerechtigkeit wie Ungleichgewichte zu zementieren und demokratisch defizitär zu sein.

Um Alternativen zu diesem Kurs geht es in der nächsten Sitzung des Fachausschusses. Eingeladen ist die stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos, Johanna Ueckermann, um vom Bundeskongress zu berichten, auf dem  der Antrag "Die Zukunft Europas ist unsere Zukunft" beschlossen wurde.

Dienstag, 27. November 2012, um 19.00 Uhr 
Abgeordnetenhaus, Raum 320, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

 

SPD Friedrichhain-Kreuzberg – Abt. Südstern: Familienpolitischer Brunch "Auf die Plätze, Kitas, los. Mehr Kitaplätze für Kreuzberg?!"

Ein ausreichendes Angebot an wohnortnahen Kitaplätzen ist ein wichtiges familienpolitisches Ziel in Berlin. Kitas sind längst Bildungseinrichtungen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und Integration von Kindern. Sie sind Voraussetzung für eine gelingende Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Um den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem 1. August 2013 zu sichern und die Anzahl der Kitaplätze zu erhöhen, hat die Berliner Landesregierung das Programm "Auf die Plätze, Kitas, los! Kitaausbau 2012-2015" ins Leben gerufen. Bis zum Jahr 2015 sollen 19.000 zusätzliche Plätze in Berlin geschaffen werden. Was haben die Bezirke - konkret Friedrichshain-Kreuzberg – von dem Ausbauprogramm zu erwarten? Welche Erwartungen haben Eltern, Einrichtungen und Träger an die Politik? Was bedeutet der Rechtsanspruch für Kinder ab dem ersten Geburtstag, der am 1. August 2013 in Kraft tritt, für Berliner Familien, aber auch für Einrichtungen und Erzieherinnen und Erzieher?

Die SPD Südstern lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Diskussion ein. Es diskutieren
Christiane Börühan, AWO Spree-Wuhle e.V., Projektkoordination „HIPPY“ und „Rucksack“
Roland Kern, Sprecher Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden (DAKS e.V.)
Sigrid Klebba, Staatssekretärin, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Landes Berlin
Katrin Molkentin, Landeselternausschuss Kita
Klaus-Harald Straub, Pädagogischer Geschäftsleiter, Kindergarten-City
Fazit und Ausblick: Björn Eggert, MdA,Sprecher für Jugend und Familie
Moderation: Nicole Groß

Samstag, 1. Dezember 2012 von 11.00 bis 13.00 Uhr
AWO Begegnungszentrum, Adalbertstraße 23a, Kreuzberg
Um verbindliche Anmeldung an Nicole Groß bis zum 28. November wird gebeten.

 

Vorwärts Bewegung – Verkehrspolitische Fachkonferenz

Wir sind alle VerkehrsverursacherInnen, - teilnehmerInnen und – betroffene – aber wir sind nicht alle gleich. Bei diesem Grundproblem setzt die Tagung der SPD Friedrichshain-Kreuzberg an. Allein in 2011 waren von den 54 Verkehrstoten in Berlin 40 Radfahrer und Fußgänger. Die Mittel für die Radwege-Sanierungen sollen halbiert werden. Straßen werden im Winter für Autofahrer freigeräumt, für Radfahrer nicht. Statt sicherer Schulwege und Zebrastreifen vor Spielplätzen werden nur Appelle Rücksicht zunehmen laut. Was läuft schief in Berlin und was soll sich ändern? Zu dieser Frage nehmen fünf Referenten aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft Stellung.
Um Anmeldung wird gebeten: kreis.friedrichshain-kreuzberg[at]spd.de
Montag, 3. Dezember 2012, von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr,
Bürgerbüro SPD Friedrichshain-Kreuzberg, Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin
Einladungsflyer (PDF-Dokument, 167 KB)

 

Ausstellungseröffnung: Projekte für Afrika

Unter dem Motto „Projekte für Afrika“ stellen sich vier Initiativen vor. Zwei kleinere Projekte aus Petra Merkels Wahlkreis präsentieren sich mit ihren Schulprojekten. Hier geht es darum, Kindern, insbesondere den benachteiligten Mädchen, die Chance auf Bildung und damit auf eine Perspektive für ihre Zukunft zu ermöglichen.

Im Rahmen einer Fotodokumentation gibt Lilo Defounga ebenso Einblick in ihr Projekt am Fuße des Kilimandscharo im Kongo, wie auch Marlies und Wilfried Weidenhöfer mit ihrem Projekt in Addis Abeba / Äthiopien.

Zudem stellen der Marie-Schlei-Verein sowie die „Seniorenhilfe Kamerun“ ihre Arbeit vor. Der Marie-Schlei-Verein arbeitet auch überregional und setzt sich für den Kampf gegen Armut und für den Abbau frauenfeindlicher Strukturen weltweit ein. Ziel und Arbeitsschwerpunkt der „Seniorenhilfe Kamerun“ ist die Unterstützung der häufig verarmten SeniorInnen in Kamerun durch Geld- und Hilfsmittelspenden.

Die Initiatoren der einzelnen Initiativen sind vor Ort, werden ihre Projekte persönlich vorstellen und stehen für Fragen zur Verfügung. 

Donnerstag, 6. Dezember 2012, von 16.00 bis 18.00 Uhr
Wahlkreisbüro von Petra Merkel, Goethestraße 15, 10625 Berlin

Um Anmeldung unter: Petra Merkel oder unter Tel.: 313 88 82 wird gebeten
Die Ausstellung ist bis Mitte April 2013 zu sehen, montags bis donnerstags von 10.00 bis16.00 Uhr.

 

Lonely at the Top: Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Sektor - Präsentation und Diskussion einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Alle reden über den Frauenmangel in Führungspositionen in der Privatwirtschaft, aber kaum jemand spricht über Frauen im öffentlichen Sektor. Um das zu ändern, stellen wir am 21. November 2012 eine Studie zu Frauen in Führungspositionen in der öffentlichen Wirtschaft und der Verwaltung vor. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in diesem Sektor sind Frauen, aber das spiegelt sich bislang kaum in den Führungspositionen wider. Die Studie beleuchtet die Topetagen des öffentlichen Sektors, sie zeigt, welche Bereiche nahezu frauenfrei sind und warum das so ist. Gleichzeitig lenkt sie den Blick auf bemerkenswerte Erfolge, die beweisen: Mehr Frauen in Führungspositionen sind möglich!

Mittwoch, 21. November 2012, von 18 bis 20 Uhr 
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Hiroshimastraße 28 (Haus 2), 10785 Berlin

Anmeldungen bitte per E-Mai an: forumpug@fes.de

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Themenwoche - Zeit für Gerechtigkeit

Vom 26. bis 29 November veranstaltet die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) die zweite internationale Themenwoche "Zeit für Gerechtigkeit". Deregulierung und Liberalisierung haben den Reichtum einiger Weniger gesteigert, gleichzeitig nahm die soziale Ungleichheit zu. Auch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat gezeigt, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen verändert werden müssen - weltweit! Wie können wir unsere Gesellschaften gerechter, ökologischer und gendersensibler gestalten? Welcher neuen Konzepte und Weichenstellungen bedarf es? Das Thema der diesjährigen internationalen Gerechtigkeitswoche der Friedrich-Ebert-Stiftung lautet »Wirtschaft und Gerechtigkeit«. In Podiumsdiskussionen, Fachkonferenzen, Workshops und Filmabenden sollen mit ExpertInnen und Gästen aus allen Weltregionen Alternativen aufgezeigt werden.
Das Programm der Gerechtigkeitswoche auf der Internetseite der FES.

 

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