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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: - Berliner Rentenkonzept setzt sich durch - Wohnungsbau kommt in Schwung - FES Studie: Antidemokratische und fremdenfeindliche Einstellungen nehmen zu - Termine

Stöß: Festhalten der Berliner SPD an Rentenniveau erfolgreich!

Das am Montag vom Parteivorstand der Bundes-SPD beschlossene Rentenkonzept enthält viele Forderungen der Berliner SPD. Es wird nun im Parteikonvent am 24.11. beraten.

„Allen voran konnten wir das Rentenniveau von gut 50 Prozent durchsetzen“, so Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Es brauchte erhebliches Beharrungsvermögen und Koordination, um diese Stabilisierung bei der Alterssicherung zu erreichen.“

Auch dem Vorschlag zur Finanzierung nach dem DGB-Modell, welches ein langsames und kontinuierliches Ansteigen des Beitragssatzes bis 22 Prozent vorsieht, wurde entsprochen. Dieses Modell versucht Unwägbarkeiten abzufedern und eine solide Nachhaltigkeitsreserve aufzubauen, die es ermöglicht, das heutige Rentenniveau zu sichern und die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente abzuschaffen.

„Bei der Rente geht es darum, die Lebensleistung der Menschen zu würdigen. Uns war es wichtig, dass es bei der Alterssicherung zu einem Paradigmenwechsel kommt. Denn ohne die Stabilisierung des Rentenniveaus haben auch viele andere Einzelmaßnahmen kaum Aussicht auf Erfolg. Dabei ist die wichtigste Maßnahme zur Sicherung der Renten eine wirkungsvolle Arbeitsmarktpolitik. Nur gute Löhne sichern die Rente im Alter. Hier ist noch sehr viel zu tun. Wir haben immer noch keinen flächendeckenden Mindestlohn – 8,50 Euro müssen das Mindeste sein! Frauen und Männer verdienen noch immer bei gleichem Beruf nicht das gleiche Gehalt! Und die Leiharbeit schafft Ungleichheit, Unsicherheit und Armut im Alter.“

Auch andere Forderungen aus dem Berliner SPD-Rentenbeschluss finden sich im Antrag des Parteivorstandes für den Parteikonvent am 24. November wieder. So wird die Änderung der Rentenformel als Option genannt. Diese wird notwendig, um ein Absinken des Sicherungsniveaus zu verhindern. Die SPD wird in der kommenden Wahlperiode ein einheitliches Rentensystem in Ost und West durchsetzen.

Die Berliner Delegation für den Parteikonvent am übernächsten Samstag wird den Rentenbeschluss des Parteivorstandes intensiv beraten und die vor Ort eingebrachten Reformvorschläge mit Blick auf die eigenen Berliner Forderungen bewerten.

Weitere Kernpunkte des Rentenkonzepts des SPD-Parteivorstandes sind:

• Die Solidarrente von 850 Euro
• Die volle Erwerbsminderungsrente ohne Abschlag
• Der Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge
• Die Aussetzung der Erhöhung des Renteneintrittsalters bis 50 Prozent der 60 bis 64-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Lohn und Brot sind
• Die Anerkennung der Erziehungs- und Pflegezeiten in Ost und West

 

SPD mit Bürger-Dialog in Friedrichshain-Kreuzberg

 

Nur wenige Minuten vom U-Bahnhof Gneisenaustraße entfernt, direkt gegenüber der Marheineke Martkhalle liegt das Johann-Trollmann-Boxcamp. Hier trainieren Mädchen und junge Frauen Kraft und Ausdauer, um in ihrem Sport, dem Boxen, Höchstleistung zu erbringen. Sie sind Berlinerinnen und doch bringt jede von ihnen eine andere Geschichte, andere Erfahrungen und oft auch eine andere Zweit-Sprache mit.

Warum und wie das konfliktfreie Miteinander, Toleranz und Respekt in diesem Mikrokosmos funktionieren – u.a. das wollten die SPD-Politiker Sigmar Gabriel, Jan Stöß, Julia Schimeta und Dr. Peter Beckers vor Ort herausfinden. Sie besuchten am gestrigen 12. November, im Rahmen des SPD Bürger-Dialogs, den Box-Club - nicht nur um in den Ring zu steigen, sondern auch um viele Fragen zu beantworten, aber auch viele selbst zu stellen.

Die Mädchen und Frauen berichteten von ihren Beweggründen sich im Verein zu engagieren, bei Mitgliederversammlungen und Vereinsausflügen mitzumachen, sich im Kiez zu engagieren und damit ihr Umfeld selbst aktiv mitzugestalten. „Nur wenn wir erfahren, was in der Praxis besonders gut läuft oder wo der Schuh drückt, kann sich Politik mit der nötigen Sachkenntnis für die Belange der in Vereinen und Initiativen engagierten Menschen einsetzen“, so Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD.

Besonders beeindruckt zeigte sich Jan Stöß, Vorsitzender der Berliner SPD, von der Vielfältigkeit des Club-Ansatzes. So arbeiten die Haupt- und Ehrenamtlichen dort mit dem Projekt „Sicher im Kiez“ zusammen. Es soll den jungen Frauen Selbstbewusstsein und Möglichkeiten der Mitsprache und des Engagements vermitteln. Zugleich zeigt es Wege auf, Gewalt zu vermeiden bzw. sich vor Gewalt zu schützen. „Das von der FU wissenschaftlich begleitete Projekt“, so Stöß, „beweist, wie wichtig Kooperationen vor Ort für das Funktionieren guter Nachbarschaften sind. Hier findet Integration ganz konkret und ohne großes Aufsehen statt. Solche Projekt müssen weiter gefördert werden.“

 

Zelt sucht Patin/ Paten!

 

Vom 9. bis 12. Mai 2013 kommen über 3000 Jugendliche aus der ganzen Welt in Dortmund zusammen, um unter dem Motto „United we make history-solidarity now!“ das Workers Youth Festival zu feiern.

2013 – das mag noch lange hin sein, doch arbeiten schon jetzt Jusos und Falken engagiert daran dieses große Ereignis vorzubereiten. Vor allem die Bereitstellung der Unterkünfte ist eine Herausforderung. Deshalb rufen der Landesvorsitzende der Jusos Berlin, Kevin Kühnert und der Berliner SPD- Landesvorsitzende, Jan Stöß, gemeinsam dazu auf, sich bei der Aktion „Zelt sucht Patin/ Pate“ zu beteiligen.

Jede Spende und freiwilliges Engagement sind höchstwillkommen. So kann neben den Unterkünften auch für das kulturelle Angebot gespendet werden. In den vier Tagen soll es Diskussionen, Konzerte, Lesungen und vor allem viel Raum für die eigene Gestaltung der Debatten geben. Open Space und World-Cafés sind da nur zwei Möglichkeiten.

Je nach den eigenen finanziellen Möglichkeiten kann für „verschiedene Zelte“ gespendet werden. Mit 60 Euro können die Organisatoren ein Übernachtungszelt finanzieren. Mit 120 Euro kann ein Workshopzelt aufgebaut und mit 250 Euro ein großes Veranstaltungszelt errichtet werden.

Seit über hundert Jahren engagieren sich junge Menschen in der ArbeiterInnen-Bewegung. Als fester Bestandteil der Sozialdemokratie kämpfen sie gegen Ausbeutung, unsoziale Lebensbedingungen und für den gesellschaftlichen Wandel. Ihre Ideen für die Umsetzung der sozialdemokratischen Werte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität haben die Arbeit der internationalen Sozialdemokratie immer wieder vorangebracht. Dieser Geist soll auch von Dortmund ausgehen!

Stiftung zur Förderung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, KTO 315 6100,
Verwendungszweck: Workers Youth Festival – Zeltpatenschaft, Vorname/Nachname

 

Wowereit: Wohnungsbau kommt in Schwung

Für den Bau von 30.000 neuen Wohnungen will die Koalition in dieser Legislaturperiode in Berlin sorgen, um eine Entlastung auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen. "Die neuesten Zahlen belegen jetzt, dass der Wohnungsbau in Gang kommt", so Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.

"6700 Genehmigungen für neue Wohnungen allein in den ersten drei Quartalen 2012 bedeutet einen Anstieg gegenüber 2011 um fast 20 Prozent", sagte Wowereit. "Das ist ein gutes Signal für eine Stadt, die wieder wächst - und natürlich auch ein gutes Signal für die Baubranche. Auf dem Weg zu dem politischen Ziel des Senats, dass in dieser Legislaturperiode insgesamt 30.000 neue Wohnungen in der Stadt entstehen, sind wir damit einen ersten wichtigen Schritt vorangekommen." Um rund ein Drittel hat sich die Zahl der geplanten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern erhöht, während die Genehmigungszahl für neue Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern leicht um 5,4 Prozent gesunken ist.

Mehr Wohnungsbau helfe mit, den Wohnungsmarkt zu stabilisieren, so der Regierende Bürgermeister. "Zusammen mit den wohnungs- und mietenpolitischen Maßnahmen des Senats trägt der Neubau entscheidend dazu bei, den Druck auf die Mieten zu lindern und den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt zu stärken."

 

FES-Studie: Es ist fünf vor zwölf!

Rechtsextremes, anti-demokratisches und intolerantes Denken war nie nur ein „Randproblem“. Es ist in der „Mitte der Gesellschaft“ angekommen bzw. auch dort schon immer verwurzelt. So lautet, spätestens seit dem Erscheinen der ersten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jahr 2006 zu rechtsextremen Einstellungen in unserer Gesellschaft, das Fazit.

Die neuen Zahlen der Studie „Die Mitte im Umbruch“, bei der 2500 Menschen im ganzen Bundesgebiet befragt wurden, sind erschreckend. So stieg die Zahl der Menschen mit einem „geschlossenen rechtsextremen Weltbild“ in Deutschland von 8,2 Prozent im Jahr 2010 auf 9,0 Prozent in 2012. Bezogen auf Ostdeutschland ergibt sich noch einmal ein dramatischeres Bild. Lag die Zahl der Menschen mit verdichtetem rechtsextremem Gedankengut vor zwei Jahren bei 10,5 Prozent, liegt sie aktuell bei 15,8 Prozent. In Westdeutschland, so die Autoren der Studie, geht die Zahl hingegen leicht von 7,6 (2010) auf 7,3 Prozent zurück. Diese Zahlen werden noch bedrückender vor dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen zwischen 14 und 30 Jahren ihre Zustimmung zu Sozialdarwinismus oder zur Verharmlosung der NS-Diktatur äußern – erstmals liegen die Zahlen hier höher als bei den über 60-Jährigen.

„Wenn jeder Vierte in unserer Gesellschaft antisemitische Denkmuster aufweist und knapp 20 Prozent der Aussage zustimmen, dass Juden ‚mit ihren Ideen immer für Unfrieden‘ sorgen, dann ist unsere Demokratie in hohem Maße gefährdet“, so Aziz Bozkurt, Landesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt. Zu dem Ergebnis, dass jene, die einen höheren Bildungsstand erwerben konnten und stärker gefördert wurden, weniger anfällig für rechtsextreme Einstellungen sind, sagt Bozkurt: „Dass man mit den Kürzungen der letzten Jahren im Bildungsbereich – so z.B. bei der Bundeszentrale für politische Bildung – auf dem Holzweg ist, zeigt diese Studie aufs Deutlichste. Wir brauchen dringend eine beherzte Erinnerungs- und Demokratiekultur, die aktives Lernen und Teilhabe ermöglicht.“

Als Ursachen für die zunehmenden rechtsextremen Einstellungen in der deutschen Bevölkerung machen die Wissenschaftler Oliver Decker, Johannes Kiess und Elmar Brähler u.a. die prekären Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitslosigkeit, schlechte Bildung und zunehmende Chancenlosigkeit aus. Teilhabe, Mitbestimmung und politisches Engagement werden als wenig attraktiv bzw. folgenlos wahrgenommen. Das politische Parteien Orte der Teilhabe und Mitgestaltung sind, ist vielen oft nicht mehr bewusst. Das Vertrauen in die Funktionsweise und Handlungsfähigkeit der Demokratie lässt nach. „Nicht nur die so genannte Mitte befindet sich damit im Umbruch. Es ist fünf vor zwölf“, so Aziz Bozkurt.

Die AG Strategien gegen Rechtsextremismus in der Berliner SPD trifft sich am 6. Dezember 2012 wieder. Ort und Uhrzeit werden in Kürze über den Dienstagsbrief bekannt gegeben. Wer Interesse an der Mitarbeit in bzw. den Aktionen der Arbeitsgemeinschaft hat, kann auch in den Verteiler der AG aufgenommen werden. Hierfür reicht eine kurze E-Mail an
johanna.rosse[at]spd.de.

 

Verbindliche Frauenquote – keine Frauenquote light! – Vorschlag der zuständigen Kommissarin für den 14. November angekündigt.

EU-Fahne
 

Die SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament haben ihre Forderung nach einer verbindlichen Frauenquote in börsenorientierten Unternehmen erneut bekräftigt und damit ein eindeutiges Zeichen für Chancengleichheit bei der Besetzung von Spitzenpositionen in der Wirtschaft gefordert.

Am Mittwoch, dem 14. November, wird EU-Kommissarin Viviane Reding voraussichtlich einen zweiten Anlauf unternehmen, verbindliche Frauenquoten in börsennotierten Unternehmen festzuschreiben. Dabei hat sie die Unterstützung der SPD-Europaabgeordneten. Die EU-Kommission hat jahrelang den Kopf in den Sand gesteckt. Jetzt wagt sich Frau Reding endlich nach vorne. „Wir appellieren an die übrigen 26 Kommissarinnen und Kommissare, ihre Kollegin nicht hängen zu lassen!“, so die Berliner SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt.

Die Möglichkeit, die Justizkommissarin werde einen abgeschwächten Vorschlag unterbreiten, der keine Sanktionen bei Nicht-Erreichung des Quotenziels vorsieht, hält Dagmar Roth-Behrendt für unwahrscheinlich: "Diesen Fehler sollte Frau Reding nicht machen. Eine ‚Frauenquote light’ lehnen wir ab! Modelle wie die Flexiquote oder eine freiwillige Selbstverpflichtung reichen nicht aus, und wären nach den vielen Ankündigungen der letzten Monate eine Enttäuschung."

Die Frauen Europas und das Europäische Parlament warten sehr gespannt auf den Vorschlag der Kommissarin. „Wir werden sehr genau prüfen, dass sich der neue Vorschlag der Kommissarin am kommenden Mittwoch von den keineswegs überambitionierten Vorschlag Ende Oktobers unterscheiden wird. Ich erwarte, dass die verbindliche Frauenquote für börsennotierte Unternehmen in diesem Vorschlag steht - ohne wenn und aber“, so Dagmar Roth-Behrendt.

 

Flugblatt der Woche: Regieren geht anders: Die Koalition löst keine Probleme – sie schafft neue

Der schwarz-gelbe Koalitionsgipfel ist vorbei – herausgekommen ist wenig bis nichts. Entsprechend vernichtend fallen die Reaktionen der Opposition aus: Die Rentenreform ist „zynisch", das Betreuungsgeld nur „Bakschisch" für den Koalitionsfrieden und der Gipfel ein einziger „Offenbarungseid" der Regierung.

Regieren geht anders: Die Koalition löst keine Probleme – sie schafft neue (mit Logo)
Regieren geht anders: Die Koalition löst keine Probleme – sie schafft neue (PDF-Dokument) (ohne Logo)

 

Fachausschuss Internationales: Der arabische Frühling - Kein Tauwetter für die eingefrorenen Konflikte in der Westsahara und in Palästina?

Der arabische Frühling hat Hoffnungen auf Demokratie und Selbstbestimmung in den arabischen Ländern geweckt, die sich bisher nur teilweise erfüllt haben. Dies gilt nicht nur für die Zuspitzung der Krise in Syrien, sondern auch für die "eingefrorenen" Konflikte zwischen Israel und Palästina und dem weithin vergessenen Konflikt in der Westsahara. Beide Gebiete leiden unter fremder Besetzung im Widerspruch zu bindenden UN-Resolutionen. Der Vertreter der westsaharischen Befreiungsfront POLISARIO in Deutschland berichtet über den Stand des Kampfes des sahrauischen Volkes um seine Selbstbestimmung. Rainer Zimmer-Winkel vom AphorismA-Verlag Kreuzberg berichtet über eine politische Bildungsreise nach Israel, Palästina und Jordanien, an der auch Mitglieder des Fachausschusses teilgenommen haben, in deren Mittelpunkt der Palästina-Konflikt steht. Der Fachausschuss lädt ein.

Mittwoch, 28. November 2012, um 18.00 Uhr 
Abgeordnetenhaus, Raum 388, Niederkirchnerstraße, 10117 Berlin

 

 

Auftaktveranstaltung: Links und frei? Sozialdemokratische Identität in Geschichte und Gegenwart

 

Der Fortschritt feiert Geburtstag: 2013 wird die SPD 150 Jahre. Ein solches Jubiläum ist nicht nur Anlass für Feiern und Feste. Nicht nur Gedenken, Rückblick und Erinnerung. Das sicher auch. Aber es ist vor allem Anlass, über die Bedeutung der ältesten demokratischen Partei der Welt zu reden. Über ihren Beitrag für Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität in unserem Land und darüber hinaus zu diskutieren. In der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft.

Die SPD geht in einer sechsteiligen Reihe grundlegenden Fragen sozialdemokratischer Politik nach: Welchen Erfahrungsschatz und welches Selbstverständnis bringt diese traditionsreiche Partei ein – für die Politik von heute und morgen? Welche Werte bietet sie und wie übersetzen wir diese Werte in Herausforderungen der Zeit? Was gehört zum Selbstverständnis der SPD? Was können wir aus der historischen Erfahrung für die Zukunft der sozialen Demokratie und der Demokratie in Deutschland lernen? Was müssen wir in Zukunft für gesellschaftlichen Zusammenhalt, friedlichen, demokratischen Interessenausgleich und nachhaltigen Fortschritt tun?

Diese und andere Fragen diskutiert die SPD im Vorfeld ihres 150. Geburtstags gemeinsam mit namhaften Experten.

Den Auftakt bildet eine Diskussionsveranstaltung der Historischen Kommission beim SPD-Parteivorstand über sozialdemokratische Identität in Geschichte und Gegenwart. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel eröffnet sie mit einer Rede. Im Anschluss diskutieren: der Vorsitzende der Historischen Kommission, Bernd Faulenbach, die Publizistin Julia Friedrichs, der Journalist Albrecht von Lucke und der Publizist und Schriftsteller Johano Strasser.

Montag, 19. November 2012, um 19.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin
Teilnahme bitte anmelden. Beim Einlaß ist ein Personalausweis erforderlich.

 

Einladung der Projektgruppe „Russisch sprechende Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Berlin“ (RuSiB)

Im Juni dieses Jahres beschloss der Landesvorstand der AG Migration und Vielfalt, eine Projektgruppe "Russisch sprechende Sozialdemokratininnen und Sozialdemokraten in Berlin", kurz RuSiB, zu gründen.

Hintergrund des Beschlusses ist die Tatsache, dass heute in Berlin über 120.000 Menschen mit einem russischen Migrationshintergrund leben und eine der größten Communities der Stadt bilden. Die russischsprachige Gemeinschaft ist bereits aufgrund ihrer Vielfalt sehr interessant für die sozialdemokratische Politik und hat viel politisches Potential.

Die bisherigen Versuche diese Menschen aktiv in die Politik miteinzubeziehen soll nun stärker durch die RuSiB vorangetrieben und koordiniert werden. Den Menschen soll greifbare Hilfe und ein offener Dialog über ihre Probleme und Sorgen angeboten werden. Hierzu wird die Arbeitsgruppe auch enge Kontakte mit Migrantenvereinigungen, Interessenvertretungen sowie informellen Gruppen der Russisch sprechenden Bürgerinnen und Bürger knüpfen.

Als Ziel hat sich die Projektgruppe die Information der Russisch sprechenden Berlinerinnen und Berliner über die sozialdemokratische Politik, Inhalte und Grundwerte gesetzt. Die russischsprechenden Bürger sollen für eine dauerhafte, aktive Mitarbeit in der SPD und in der Landes-AG gewonnen werden.

Nun lädt die Projektgruppe zur ersten Sitzung ein. Zu Gast sind Farhad Dilmaghani, Staatssekretär für Integration und Arbeit in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration un Frauen, Rainer-Michael Lehmann, MdA und integrationspolischer Sprecher der SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus und Aziz Bozkurt, Landesvorsitzender der AG Migration und Vielfalt.

Donnerstag, 29. November 2012, um 19.00 Uhr,
Kurt-Schumacher-Haus, Erika-Heß-Saal, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

 

Fraktion vor Ort: Ist Wohnen noch bezahlbar? Soziales Mietrecht für alle

Die schwarz-gelbe Bundesregierung will ihre Energiewende auf die MieterInnen abwälzen. Geplant sind dauerhafte Mieterhöhungen, die Aufweichung des Kündigungsschutzes oder die Abwälzung der Kosten energetischer Sanierungen: Das bereitet vielen BürgerInnen große Sorgen. In den letzten Jahren ist bezahlbarer Wohnraum auch in Berlin immer knapper geworden. Die SPD setzt sich dafür ein, dass Wohnraum sozial, klimagerecht und wirtschaftlich verantwortlich gestaltet wird. Wohnraum ist auch soziales Umfeld und das Zuhause. Daher fordert die SPD-Bundestagsfraktion, dass die soziale Wohnraumförderung, die Programme der Städtebauförderung - insbesondere das Programm „Soziale Stadt“ - mit ausreichend finanzieller Mittelausstattung fortgeführt werden. Mechthild Rawert lädt ein, über die Vorstellungen der SPD Bundestagsfraktion für ein soziales Mietrecht für alle zu diskutieren.

Mittwoch, 21. November 2012, um 19.00 Uhr
PallasT, Pallasstr. 35, 10781 Berlin-Schöneberg

Teilnahme bitte anmelden bei Mechthild Rawert

 

 

Buchvorstellung: Führer zu den Stätten der Arbeiterbewegung

Einen historischen Reiseführer zu den Stätten der Arbeiterbewegung in der deutschen Hauptstadt haben die Historiker Helga Grebing und Siegfried Heimann herausgegeben. Gemeinsam stellen sie den Reiseführer am 21. November im Forum Willy Brandt Berlin (Unter den Linden 62-68) vor.

In sechs Kapiteln informiert der Band in chronologischer Abfolge vor allem über Stätten der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Berlin zwischen 1848 und der Gegenwart. Nach jeweils einführenden, zweiseitigen Essays werden die einzelnen historischen Orte in ihrer früheren und heutigen Bedeutung bzw. Nutzung vorgestellt. Porträts von bedeutenden Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung ergänzen die Ortseinträge. Das Büchlein erscheint rechtzeitig zum 150-jährigen Bestehen der Sozialdemokratie im Jahr 2013. Ch. Links Verlag (14,90 Euro, ISBN 978-3-86153-691-8). Die Herausgeber Helga Grebing und Siegfried Heimann stellen den Reiseführer vor.
Mittwoch, 21. November 2012, um 18.00 Uhr
Forum Willy Brandt Berlin, Unter den Linden 62 - 68, 10117 Berlin

Der Eintritt ist frei.

 

Geheime Orte: Wasserwerk Spandau - Exklusive Besichtigung am 23. November 2012

An der Pionierstraße in Spandau steht das drittgrößte Berliner Wasserwerk. Eine maximale Förderleistung von 160.000 Kubikmetern pro Tag, 44 Vertikalbrunnen und ein Horizontalfilterbrunnen im Spandauer Forst, das sind die zentralen Anlagendaten. Wie hier Trinkwasser gefördert und aufbereitet wird, zeigt der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz. Im Rahmen seiner Besichtigungsreihe „Geheime Orte“ lädt er dazu ein, das Wasserwerk exklusiv mit ihm zu besichtigen. 

Die Besichtigung beginnt am Freitag, dem 23. November 2012, um 15.00 Uhr. Wegen der begrenzten Besucherkapazitäten ist eine Teilnahme nur nach einer bestätigten Anmeldung möglich. Wer dabei sein kann, wird benachrichtigt und erhält weitere Informationen zum Ablauf.

 

SPD Mitte: Mit der BVG im Gespräch

Zu einer Gesprächsrunde mit Vertretern der BVG lädt die Weddinger Abgeordnete Bruni Wildenhein-Lauterbach alle interessierten Berlinerinnen und Berliner ein. Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 27. November 2012 um 15.00 Uhr in den "Tiroler Stuben" im Wedding. Zur Sprache kommen die örtlich interessanten Thema, z.B. Linienverlegungen im Zuge der Schließung von Tegel. Aber auch natürlich alle Fragen rund um das Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe, die von den Besucherinnen und Besuchern angesprochen werden. 
Dienstag, 27. November 2012, um 15.00 Uhr 
"Tiroler Stuben", Iranische Str. 5, 13347 Berlin

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

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