Komplettansicht

Liebe Leserin, lieber Leser,

heute im Dienstagsbrief: - Wowereit zur Stärkung der Berliner Forschungslandschaft - Stöß zu den Vereinbarungen der schwarz-gelben Koalition - Scheeres zum Jugend-Demokraiefonds - Termine

Wowereit: "Ein Leuchtturm der Medizin"

Als "nachhaltige Stärkung der Berliner Forschungslandschaft" sieht Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit die vom Bund und dem Land Berlin vereinbarte Gründung des "Berliner Instituts für Gesundheitsforschung". Es entsteht aus der Zusammenführung von Charité und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC). Damit werden künftig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung Hand in Hand arbeiten. Dabei steht die Systemmedizin im Vordergrund, das heißt ein fachübergreifender Ansatz, der organübergreifende Mechanismen von Krankheitsprozessen einzelner Patienten betrachtet und damit das gesamte Krankheitsgeschehen im Blick behält, um neue Therapien zu entwickeln.

"In Kooperation zwischen Land und Bund entsteht ein beispielhaftes Modell für die Zusammenarbeit zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung", erklärte Klaus Wowereit auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). "Berlin wird dadurch noch mehr zu einem international bedeutsamen Forschungsstandort, insbesondere in der Biomedizin. Damit werden neue Maßstäbe gesetzt, die der Stadt insgesamt zugutekommen."

Für das "Berliner Institut für Gesundheitsforschung" ist - bei einer 90 Prozent (Bund) zu 10 Prozent (Land) Finanzierung - geplant, für die Jahre 2013 bis 2018 insgesamt mehr als 300 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die bestehende Grundfinanzierung von Charité und MDC bleibt dabei weiterhin gewährleistet. Das Land Berlin sichert zu, nach Ende der Exzellenzinitiative ab 2018 weiterhin den Berliner Universitäten Mittel in bisheriger Höhe der Landesmittel zur Förderung der Spitzenforschung zur Verfügung zu stellen.

„Diese Garantien geben den beteiligten Institutionen wichtige Planungssicherheit. Auch hinsichtlich der Zusagen Berlins an die Universitäten zeigen wir wieder, dass das Land seiner Verantwortung für die Wissenschaft nachkommt“, betont die Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres. Unter Federführung der Senatsverwaltung für Wissenschaft hatte das Land Berlin mit dem Bund über die Ausgestaltung einer institutionalisierten Kooperation von Charité und MDC verhandelt.

Scheeres erwartet von der Gründung des BIG „nicht nur einen Qualitätssprung in der medizinischen Forschung, sondern auch ideale Voraussetzungen für die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Denn schon die Ergebnisse der Exzellenzinitiative haben gezeigt, dass Berlin die Stadt der jungen Forscher ist.“

 

Stöß: Bundesregierung beschließt „Kuhhandel zulasten des Sozialstaats“

Porträt Jan Stöß
 

Als "Kuhhandel zulasten des Sozialstaats" hat der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß die jüngsten Vereinbarungen der schwarzen-gelben Koalition bezeichnet. Um Merkels schwächelnde Koalitionspartner zu stärken, würden die Schwachen in der Gesellschaft ein weiteres Mal im Regen stehen gelassen. Stöß kritisiert: „Für das Betreuungsgeld werden Steuermilliarden verschwendet, um Kindern ihre Bildungschancen vorzuenthalten, dem Gesundheitssystem werden zur Haushaltssanierung Milliarden entnommen und bei der Rente wird nur ein Placebo verordnet statt ernsthaft etwas gegen Altersarmut zu unternehmen.“
Das Betreuungsgeld ist in Stöß Augen verhängnisvoll: „Für das konservativ-reaktionäre Familienbild der CSU wird leichtfertig der Bildungserfolg von Kindern gefährdet: Wer jeden Euro zum Leben braucht überlegt sich zukünftig zweimal, ob das Kind in die Kita geschickt oder die Haushaltskasse um 100 Euro aufgebessert wird – besonders, wenn wie in unionsregierten Ländern Kita-Gebühren fällig werden.“

Bei der Rentenpolitik sieht Stöß die Bundesregierung an ihren eigenen Ankündigungen gescheitert: „10 Euro mehr Rente soll es für Bezieher von Armutsrenten geben, die privat vorgesorgt haben. Damit scheitert Schwarz-Gelb gleich doppelt: Wer im Alter auf Grundsicherung angewiesen ist, hatte während der Erwerbsphase selten genug Geld für eine private Altersvorsorge übrig und mit 10 Euro mehr im Monat wird Altersarmut nicht verhindert. Wenn die Zahlen der Koalition stimmen, würden von den 33.000 Berliner Grundsicherungsempfängern gerade einmal etwa 660 Personen gut 10 Euro mehr Geld zum Leben erhalten. Das ist keine Würdigung der Lebensleistung. Von den großen Ankündigungen bei der Rente ist nicht mehr viel übriggeblieben.“

Auch bei der Gesundheitspolitik einigt sich die Koalition zulasten der Versicherten: Dem Gesundheitssystem möchte die Bundesregierung im kommenden Jahr eine halbe Milliarden, 2014 dann zwei Milliarden Euro weniger zur Verfügung stellen. „Diese Mittel wären besser für Leistungsverbesserungen eingesetzt, zum Beispiel für Sehhilfen oder Zahnersatz, die sich viele Ärmere nicht mehr leisten können. Die Abschaffung der Praxisgebühr verdeckt, dass sich Schwarz-Gelb schamlos im Gesundheitssystem bedient“, so Stöß.

 

Senatorin Scheeres gibt Startschuss für den Jugend-Demokratiefonds

 

Sandra Scheeres gab gestern bei einer Auftaktveranstaltung den Startschuss für den Jugend-Demokratiefonds. Unter dem Titel "Stark gemacht! - Jugend nimmt Einfluss" startet das neue Berliner Landesprogramm zur Stärkung der Partizipation und des demokratischen Handelns bei Kindern und Jugendlichen. „Mit dem Fonds sollen Jugendliche ermutigt werden, sich einzumischen, ihre Lebensverhältnisse selbst zu gestalten, sich gesellschaftlich zu engagieren und ihre Möglichkeiten der Selbstorganisation weiter auszubauen“, sagte Jugendsenatorin Scheeres.

Es sollen Initiativen, Organisationen und Angebote gefördert werden, die Jugendlichen alltagsgerechte Zugänge zu demokratischen Werten erschließen und zur Partizipation und Übernahme von Verantwortung befähigen. Im laufenden Jahr stehen für den Jugend-Demokratiefonds 50.000 €, im kommenden Jahr 300.000 € zur Verfügung. Ab 2013 sollen auf der Grundlage von Jury-Entscheidungen Fördermittel ausgezahlt werden.

 

Wowereit: "Berlin muss eine Stadt für alle bleiben"

Klaus Wowereit Portrait 2011
 

Es gelte, "den sozialen Zusammenhalt in den Metropolen zu wahren und Berlin als Stadt für alle zu stärken". Das betonte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit auf der Tagung des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU), die unter dem Motto "Gemeinschaft neu denken – solidarisch, kraftvoll, stark." in Potsdam stattfand.

"Gemeinschaft neu denken heißt daher zuallererst: Wohnungen für breite Schichten der Bevölkerung zu schaffen, damit wir ihnen überhaupt Gemeinschaft bieten können", sagte Wowereit. Berlin setze deshalb neue Akzente im Umgang mit den städtischen Liegenschaften. Wowereit: "Mit dem Neubau von 30.000 Wohnungen wollen wir die Lage entspannen. Und mit der Erhöhung des Bestandes der öffentlichen Wohnungsunternehmen auf 300.000 Wohnungen soll die öffentliche Verantwortung für eine gute Versorgung gestärkt werden." Der Regierende Bürgermeister verwies zudem auf das Mietenbündnis, mit dem das Land Berlin gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen einen wirksamen Beitrag dazu leisten wolle, Mietsteigerungen in der Stadt zu bremsen. Im Rahmen des Bündnisses haben sich die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften u.a. dazu verpflichtet, die Kaltmiete ohne Nebenkosten auf 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens zu begrenzen.

 

Dagmar Roth-Behrendt: Armutszeugnis für Blockierer - Rat verschleppt Verhandlungen zum Beamtenstatut

Die BILD-Zeitung behauptet heute in einem Artikel, dass den EU-Beamten ab 2013 eine Gehaltserhöhung von 8,8 % winke. "Die BILD-Zeitung vermengt und verkürzt verschiedene Aspekte in ihrem Artikel", so Dagmar Roth-Behrendt, Berichterstatterin zum Beamtenstatut im Europäischen Parlament. "Es wird keine Erhöhung um die genannten 8,8% des Gehaltes ab Januar 2013 geben. Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zur Gehaltsanpassung 2011 um 1,7% wird nicht vor April 2013 erwartet und ob es eine Erhöhung von 1,6% für 2012 gibt, ist rein spekulativ."

Auf der EU-Ebene gibt es nicht wie auf nationaler Ebene Tarifverhandlungen. Die Gehaltsanpassung der EU-Beamten beruht auf der durchschnittlichen Entwicklung von 8 Mitgliedstaaten, d.h. wenn diese Mitgliedstaaten die Gehälter ihrer nationalen Beamten erhöhen oder senken, bekommen das auch die EU-Beamten zu spüren. "In jedem Fall wird die reine Gehaltsanpassung 2012 für die EU-Beamten deutlich niedriger ausfallen als für die deutschen Beamten, die 2012 4,3% mehr Geld bekommen haben", sagt Dagmar Roth-Behrendt.

"Leider hat die BILD-Zeitung auch vergessen zu erwähnen, dass es die Schuld der Mitgliedstaaten ist, dass die Überarbeitung des Beamtenstatuts noch nicht beendet ist und somit die Sonderabgabe von 5,5% per Gesetz ausläuft, ohne dass es dafür eine neue Regelung gibt. Der Rat hat es in den letzten 10 Monaten nicht geschafft, eine gemeinsame Position zu finden und hat sich geweigert zu verhandeln", sagt Dagmar Roth-Behrendt.

Die Kommission hat ihren Vorschlag bereits im Juli 2011 vorgelegt und einen überarbeiteten Vorschlag im Dezember 2011. Darin fordert sie eine Erhöhung der Sonderabgabe sogar auf 6 %. Das Europäische Parlament legte seine Position im zuständigen Rechtsausschuss bereits im April 2012 vor und unterstützte die Kommission in diesem Punkt.

"Wäre es nach dem Europäischen Parlament und der Kommission gegangen, hätten wir schon lange mit Verhandlungen mit dem Rat über das Beamtenstatut begonnen. Die Regierungschefs der Mitgliedstaaten wussten von Anfang an, dass die Sonderabgabe im Dezember 2012 ausläuft. Trotzdem haben sie es nicht für nötig befunden, auch nur irgendetwas wie eine gemeinsame Position zu finden und zu verhandeln. Was für ein Armutszeugnis! Wenn nun ab 1.1.2013 ein rechtsfreier Raum besteht, ist dies ausschließlich die Schuld einiger Blockierer in den Hauptstädten!"", betont Dagmar Roth-Behrendt.

 

Swen Schulz: Bund muss Studierenden bei Wohnraumversorgung helfen

Der Bund ist in der Pflicht, seinen aktiven Teil beizutragen, damit die Unterversorgung der Hochschulstandorte mit bezahlbaren Wohnraum für Studierende abgestellt wird. Das fordert der Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz. "Davon würden nicht nur Studierende profitieren, sondern auch die übrigen Mieterinnen und Mieter, da der gesamte Wohnungsmarkt entlastet würde."

In die Gespräche mit den Ländern über Wohnraum für Studierende gehe Bundesminister Ramsauer offenbar ohne Konzept, kritisierte Swen Schulz. "Eine Neuauflage eines Bund-Länder-Programms für die Schaffung bezahlbarer Wohnungen lehnt er ab, da der Bund seit der Föderalismusreform nicht mehr zuständig sei. Auf meine Frage, welche Vorschläge die Bundesregierung zur Lösung des Problems hat, antwortete die Bundesregierung lediglich, dass sie im Rahmen des angekündigten Runden Tisches alle Beteiligten zusammenführen wolle, damit Lösungsansätze erarbeitet werden. Das Ministerium biete "diesem Diskussionskreis die notwendige Plattform."

Das sei zu wenig, erklärte Schulz. "Die eigentlich gute Initiative von Ramsauer droht zur Showveranstaltung zu werden. Der Bundesminister darf doch nicht nur Grüßonkel sein, er darf nicht nur einladen und moderieren." Die SPD-Bundestagsfraktion habe in ihrem Konzept für einen Hochschulsozialpakt diesen Aspekt aufgegriffen. Schulz: "Wir fordern eine Ergänzung des Hochschulpaktes von Bund und Ländern durch gemeinsame Maßnahmen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums."

 

Flugblatt der Woche: Gemeinsam gegen rechten Terror - Politik und Zivilgesellschaft gefordert

In Kürze jährt sich der Tag, an dem wir von den schrecklichen Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) erfuhren. Um das Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden aufzuklären, richtete der Bundestag den NSU-Untersuchungsausschuss ein. Der Ausschuss übt massiv Kritik an den deutschen Sicherheitsbehörden. Dazu das flugblatt der Woche:
Gemeinsam gegen rechten Terror - Politik und Zivilgesellschaft gefordert (mit Logo)
Gemeinsam gegen rechten Terror - Politik und Zivilgesellschaft gefordert (ohne Logo)

 

Mut zur Integration - Lesung und Diskussion mit Klaus Wowereit

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz lädt am 14. November zu einer Lesung und Diskussionsrunde mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin und Buchautoren, Klaus Wowereit, ein. Thema: Mut zur Integration.

Schon seit Jahrhunderten wird Berlin vom Zuzug der Menschen aus unterschiedlichen Ländern geprägt. Heute wohnen in unserer Stadt Bürgerinnen und Bürger aus rund 190 unterschiedlichen Nationen. Auch in Spandau haben 27 % der Einwohnerinnen und Einwohner einen sogenannten Migrationshintergrund.

Zuzug und Integration sind demnach alte Bekannte, jedoch, wie Debatten darlegen, keine einfachen Themen. Mit seinem Buch „Mut zur Integration“ zeigt Klaus Wowereit warum es sich lohnt, für eine integrative Gesellschaft in Deutschland und Berlin zu kämpfen. 

Mittwoch, 14. November 2012, um 19.30 Uhr
Kulturhaus Spandau, Theatersaal, Mauerstr. 6, 13597 Berlin

Um Anmeldung wird unter 227 70 187 gebeten.

 

AGS Pankow: BID.Business Improvement District - ein Modell für Berliner Geschäftsstraßen?

Business Improvement Districts sind Werbezusammenschlüsse aus Einzelhändlern und Grundeigentümern zur Verbesserung von Geschäftsstraßen, die durch Umlagen der Grundeigentümer finanziert werden. Die Anwendbarkeit von BID soll laut SPD/CDU-Koalitionsvertrag für Berlin geprüft werden. Tine Fuchs, Referatsleiterin Stadtentwicklung beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag wird uns zunächst dieses Modell vorstellen, das bereits in mehreren deutschen Großstädten praktiziert wird. Auf dem Podium nehmen dann dazu Stellung Antje Leinemann vom Präsidium des Handelsverband Berlin-Brandenburg, Stephanie Draack, Sprecherin der IG Alt-Pankow, Sebastian Mücke, Sprecher der IG Kastanienallee (Prenzlauer Berg) sowie Axel Paul, Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz. Die AG möchte dieses Modell hinsichtlich seines möglichen Nutzens für die Beteiligten diskutieren und hat dabei vor allem den Nutzen für die Einzelhändler im Blick. Die öffentliche Podiumsdiskussion wird von der AG Selbständige in der SPD Pankow und der Interessengemeinschaft Alt-Pankow gemeinsam veranstaltet.

Donnerstag, 8. November 201, um 19.00 Uhr 
Kiezbüro der Freien evangelischen Gemeinde Pankow, Berliner Straße 10, 13187 Berlin
 
(Nähe U&S-Bhf Pankow)

 

Wolfgang Thierse, Dietmar Keller und die "Mühlen der Ebene"

Zu einer Buchvorstellung lädt das Kulturforum der Sozialdemokratie und die vorwärts-Buchhandlung am 20. November. Bei dem Gespräch zwischen Dietmar Keller und Wolfgang Thierse wird es um Kulturpolitik in der DDR gehen, um Kultur und Politik in der Wendezeit, die Rolle von SED und PDS vor und nach 89, um Ideale und Verantwortung, um Karriere und Nischen, um Anpassung und Wahrheiten - um unterschiedliche und manchmal auch gemeinsame Erinnerungen.

Dietmar Keller ("Letzten Endes wollte ich Ideale durchsetzen, die dieses System zwar postuliert hatte, die jedoch mit ihm unvereinbar waren") war von 1984 bis 1988 stellvertretender Kulturminister der DDR, 1988 bis 1989 Staatssekretär im Kulturministerium und von November 1989 bis März 1990 in der Modrow-Regierung Minister für Kultur. Von 1990 bis 1994 war Keller Mitglied des Deutschen Bundestags. 

Dienstag, 20. November 2012, um 19.30 Uhr 
vorwärts:buchhandlung+antiquariat, Stresemannstraße 28, 10963 Berlin-Kreuzberg

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten: E-Mail: info(at)vorwaerts-buchhandlung.de
Fon 030 252 99 163
Dietmar Keller, In den Mühlen der Ebene. Unzeitgemäße Erinnerungen.
Dietz-Verlag Berlin, 256 Seiten, 24,90 € | ISBN 978-3-320-02270-9

 

ABSAGE: Radioaktiver Abfall und Reaktor in Wannsee am 13. November

Die Veranstaltung der SPD Steglitz-Zehlendorf Abt. Seenplatte am 13. November zum "Radioaktiven Abfall und Reaktor in Wannsee" wird nicht stattfinden. Die eingeladenen Fachleute des Helmholtz-Zentrums für Materialien und Energie haben ihre Teilnahme abgesagt.

 

Wolfgang Thierse wirbt für Benefiz-CD "Die Gedanken sind frei"

„Engagement für Andere birgt leider in nicht wenigen Ländern unserer Erde auch weiterhin Gefahr für Leib und Leben. Dies haben die Menschen, denen sich das Behandlungszentrum für Folteropfer annimmt, erfahren müssen“, sagt Wolfgang Thierse. Mit einer Benefiz-CD soll das Behandlungszentrum jetzt finanziell unterstützt werden. Auch Wolfgang Thierse hat seinen Beitrag dazu geleistet.

Die Benefiz-CD „Die Gedanken sind frei“ enthält 13 verschiedene Versionen dieses Liedes, u.a. von Pete Seeger, Gotthilf Fischer, Milva oder den Regensburger Domspatzen, sowie einige weitere Freiheitslieder“. Wolfgang Thierse liest den überlieferten Originaltext, begleitet von einem Saxophon.

Das Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. (bzfo) in Berlin bietet Opfern von Bürgerkriegen und staatlich organisierter Gewalt seit 1992 Hilfe bei körperlichen Leiden, seelischen Langzeitschäden und psychosomatischen Störungen. Sie kommen aus fast 50 Ländern, vor allem aus Tschetschenien, dem Iran, Afghanistan. Das Behandlungszentrum braucht Geld, um die notwendigen Therapien durchführen zu können. Wolfgang Thierse freut sich, dass zum 20jährigen Jubiläum die Benefiz-CD „Die Gedanken sind frei. 13 Versionen und weitere Freiheitslieder“ dank der Hilfe von Unterstützern angeboten werden kann, um die verdienstvolle Arbeit des Bzfo bei einer breiten Öffentlichkeit ins Gedächtnis zu rufen und um Unterstützung zu werben.

Die CD ist beim Versandhändler Amazon für 9,99 Euro erhältlich. Informationen zum Bezug der CD gibt Kristian Gaiser im Bundestagsbüro von Wolfgang Thierse, 030 227 - 77023.

 

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V: Fotoausstellung Tony Vaccaro. Retrospektive – 70 Jahre Fotografie

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus zeigt anlässlich des 90. Geburtstages des amerikanischen Fotografen Tony Vaccaro eine Retrospektive mit 100 Fotografien aus sieben Jahrzehnten. Tony Vaccaro gilt als einer der großen Fotojournalisten des 20. Jahrhunderts. In Deutschland ist er vor allem wegen seiner Bilder aus dem II. Weltkrieg und aus der Nachkriegszeit bekannt. 

Tony Vaccaro wurde am 20. Dezember 1922 in Greensburg in den USA geboren und wuchs später im Heimatort seiner Eltern, Bonefro in Italien, auf. 1942 kaufte er in Amerika seine erste Kamera, eine Argus C-3, mit der er im Juni 1944 als GI der 83. Infanteriedivision in der Normandie landete. Er fotografierte den Krieg bis zur Elbe und blieb als Fotograf für die US Army Zeitschrift The Stars and Stripes bis 1949 in Deutschland. Während dieser Zeit dokumentierte Vaccaro auch die Berliner Luftbrücke.
Nach seiner Rückkehr in die USA arbeitete er u.a. für die Zeitschriften Flair, Look, Time, Life und Venture. Berühmt wurde er auch durch seine Porträts von Marlon Brando, Charles Chaplin, Maria Callas, Marlene Dietrich, Marcel Duchamp, Federico Fellini, Sophia Loren u.v.a.

1963 erhielt Vaccaro seine 1. Goldmedaille für das beste Modefoto vom renommierten Art Directors’Club in New York. 1969 eine weitere für das beste Farbfoto von der World Press Association in Den Haag. Wegen seiner Fotografien von der Befreiung Frankreichs wurde er 1994 durch Francois Mitterand zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Tony Vaccaro lebt und arbeitet in Long Island City, New York.

Ausstellungseröffnung. Der Fotograf Tony Vaccaro ist anwesend.
Mittwoch, 21. November 2012, um 19.30 Uhr
Willy-Brandt-Haus, Stresemannstraße 28, 10963 Berlin 
Ausweis erforderlich
Ausstellung vom 22. November 2012 bis 27. Januar 2013
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Ausweis erforderlich
Die Ausstellung ist am 24., 25., 26. und 31. Dezember 2012 sowie am 1. Januar 2013 geschlossen.

 

Friedrich-Ebert-Stiftung: Themenwoche Zeit für Gerechtigkeit! 26. bis 29. November

Deregulierung und Liberalisierung haben den Reichtum einiger Weniger gesteigert, gleichzeitig nahm die soziale Ungleichheit zu. Auch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat gezeigt, dass die ökonomischen Rahmenbedingungen verändert werden müssen - weltweit! Wie können wir unsere Gesellschaften gerechter, ökologischer und gendersensibler gestalten? Welcher neuen Konzepte und Weichenstellungen bedarf es? Das Thema der diesjährigen internationalen Gerechtigkeitswoche der Friedrich-Ebert-Stiftung lautet »Wirtschaft und Gerechtigkeit«. In Podiumsdiskussionen, Fachkonferenzen, Workshops und Filmabenden wollen wir mit ExpertInnen und Gästen aus allen Weltregionen Alternativen aufzeigen. 
Und hier alle Veranstaltungen der Gerechtigkeitswoch der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

Du bekommst den Dienstagsbrief als Mitglied der Berliner SPD automatisch per Mail zugesandt. Wenn Du den Dienstagsbrief abbestellen möchtest, sende bitte eine E-Mail an dienstagsbrief@spd.de.

Termine, Fragen und Anregungen zum Dienstagsbrief bitte an roswitha.dybiona@spd.de.

Die Hotline der Berliner SPD 030 – 4692 222 oder spd@spd-berlin.de.

 

Termine