Mit Michael Müller in der Wilmersdorfer Straße

Mit Michael Müller in der Wilmersdorfer Straße

Michael Müller, Wilmersdorfer Str.
 

Die 500 mitgebrachten Rosen waren rasch verteilt. Gut eine Stunde nahm sich SPD-Spitzenkandidat Michael Müller am 1. September Zeit, um in der Wilmersdorfer Straße mit Bürgerinnen und Bürgern über alles zu sprechen, was sie bewegt. Viele unterschiedliche Themen kamen dabei zur Sprache, viele Selfies mit dem Regierenden Bürgermeister entstanden.

 
Michael Müller, Wilmersdorfer Str.
 

In einer kurzen Ansprache warb Michael Müller für die Wahl demokratischer Parteien am 18. September - insbesondere der SPD. Und er wies auf die Unterschiede zu anderen Parteien hin. So würde etwa das AfD-Programm die Situation für Mieter und sozial Benachteiligte deutlich verschlechtern. Während die Berliner SPD die Zahl der Wohnungen im städtischen Besitz bereits von 270.000 auf 310.000 erhöhen konnte und damit für mehr bezahlbare Wohnungen sorgt, will die AfD die landeseigenen Wohnungen verkaufen. "An solchen kleinen Beispielen werden Unterschiede deutlich", so Müller. Die SPD werde die Zahl der städtischen Wohnungen auf 400.000 erhöhen, damit werde neben all den privaten Bauten auch für neue bezahlbare Mietwohnungen gesorgt, so der SPD-Spitzenkandidat. Und die SPD wolle auch die Bereiche der Daseinsvorsorge, die Gas- und Stromnetze, wieder in öffentliches Eigentum bekommen, so wie das bei den Wasserbetrieben geschehen sei.

 
Rosen
 

Die Probleme, die in den persönlichen Gesprächen mit Michael Müller eine Rolle spielten, reichten von der Sauberkeit auf öffentlichen Straßen bis hin zum Freihandelsabkommen CETA mit Kanada. Gerade im Bereich der Daseinsvorsorge setze das Abkommen mehr auf das Engagement privater Unternehmer, kritisierte Müller. In dieser Form könne er CETA deshalb nicht zustimmen. Was die Sauberkeit anging, gab es neben Kritik einer Anwohnerin auch Lob.  Gerade in den Grünanlagen, so bestätigte es auch Michael Müller, habe sich durch den Einsatz der BSR einiges verbessert.

Bei der Frage nach den Zusatzkosten beim Flughafen BER wies Müller darauf hin, dass nicht alles Versäumnisse beim Bau seien. Rund 600 Millionen Euro seien zum Beispiel zusätzlich für den Schallschutz der AnwohnerInnen ausgegeben worden und kämen damit Menschen zugute, die ein Anrecht darauf hätten.. Das überzeugte auch den Kritiker: Solche Zahlen müssten in der Öffentlichkeit besser dargestellt werden, meinte er.

 

 
Reinhard Naumann
 

Auch Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann verteilte Rosen und stand für Gespräche zur Verfügung.

Fotos: Horb