Feiger Brandschlag auf Neuköllner Falken

Feiger Brandschlag auf Neuköllner Falken

Anschlag auf Falken-Auto
 

Auf das Fahrzeug der Geschäftsführerin des Anton-Schmaus-Hauses der Falken Neukölln wurde in der Nacht vom 14. zum 15. Oktober 2016 in Berlin-Rudow ein Brandanschlag verübt. Das Landeskriminalamt Berlin hat das Fahrzeug zu Spurensicherung sichergestellt und die Ermittlungen übernommen.

Der Landesvorsitzende der SPD Berlin, Michael Müller, verurteilte den Anschlag: "Diesen feigen Brandanschlag verurteile ich zutiefst. Die Neuköllner Falken leisten eine wichtige und wertvolle demokratische Kinder- und Jugendarbeit. Umso mehr erschüttert es, dass diese Arbeit immer wieder mit Angriffen torpediert wird. Die Neuköllner Falken haben bereits mehrfach zeigen müssen, dass sie sich von solchen Angriffen nicht einschüchtern lassen, sondern im Gegenteil rechte Hetze und Gewalt gegen die Falken zum Ansporn ihrer Arbeit nehmen. Die Berliner SPD steht solidarisch an der Seite der Falken."

Die Neuköllner Falken waren in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Anschlägen aus der rechtsextremistischen Szene. Im Jahr 2011 wurde das Kinder- und Jugendzentrum Anton-Schmaus-Haus in Britz zweimal von Neonazis in Brand gesteckt. Zuvor wurde es mehrfach mit Hakenkreuzen und Drohungen beschmiert. Seitdem muss das Haus mit massiven Zäunen, Sicherheitsanlagen und Überwachungstechnik sowie der Polizei geschützt werden.

Auf rechten Internetseiten werden die Falken bzw. das Anton-Schmaus-Haus immer wieder von Neonazis bedroht und, neben anderen linken Einrichtungen, als Anschlagsziel benannt.

„Wir gehen davon aus, dass auch dieser feige Brandanschlag von Neonazis verübt wurde", erklärte Tim Haverland (21), Vorsitzender der Neuköllner Falken. "Wir wissen, dass wir mit unserer demokratischen Kinder- und Jugendarbeit immer noch im Fadenkreuz von Rechtsextremisten sind. Hetze, Hass und Gewalt werden auf unseren entschiedenen Widerstand treffen. Verbrechen wie diese sind uns ein Ansporn, unsere Arbeit noch zu verstärken. Wir sind das Bollwerk gegen Nazis!“