Koalitionsverhandlungen: Mehr Sicherheit für die Hochschulen

R2G-Koalitionsverhandlungen

Koalitionsverhandlungen: Mehr Sicherheit für Hochschulen

Humboldt-Universität
 

„Wissenschaft – Impulsgeberin der wachsenden Stadt Berlin“ – unter dieser Überschrift verhandelten SPD, Linke und Grüne am 31. Oktober den Themenkomplex Wissenschaft bei den Koalitionsgesprächen. Eine wichtige Einigung konnte im Bereich der Hochschulfinanzierung erzielt werden. So will die künftige Koalition die Hochschulverträge mit einem jährlichen Aufwuchs von 3,5 Prozent fortschreiben und die Dauer der Verträge zudem auf fünf Jahre statt bislang vier Jahre ausweiten. Das verschafft den Hochschulen mehr Planungssicherheit.

Im Gegenzug will die künftige Koalition eine Verdopplung der Absolventinnen und Absolventen in der Lehrkräftebildung. Derzeit ist in den Hochschulverträgen die Kapazität von 1000 Plätzen festgeschrieben, es schließen jedoch nur 750 angehende Lehrerinnen und Lehrer ihr Studium ab. „Die Platzzahl selbst hat sich als Bezugszahl nicht bewährt“, sagte SPD-Vize Mark Rackles. Der Vertrag müsse deswegen dahingehend geändert werden, dass die Leistungsbringung erst dann erfolgt sei, wenn die künftig 2000 AbsolventInnen auch da sind.

Besonders der Bedarf an Grundschullehrerinnen und -lehrern soll dabei berücksichtigt werden. Auch weitere Studiengänge sollen an den Bedarf der wachsenden Stadt angepasst werden. So sollen die Studienkapazitäten im Rahmen der Hochschulverträge in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Gesundheitsberufe, Pädagogik und Soziale Arbeit verstärkt ausgeweitet werden.

Im Bereich der Beschäftigung an Hochschulen zielt Rot-Rot-Grün ebenfalls auf einen Paradigmenwechsel. Gute Arbeit soll auch in der Wissenschaft gegeben sein. Der bundesweit einmalige studentische Tarifvertrag soll weiterentwickelt werden.

Rot-Rot-Grün hat sich zudem darauf verständigt, Stadtgesellschaft und Wissenschaft stärker miteinander zu verknüpfen. Dazu will die künftige Koalition ein Forum sowie ein Förderinstrument schaffen, das Anregungen für Forschungsbedarfe aus der Stadtgesellschaft aufnimmt.