Füreinander-Tour: Michael Müller in Steglitz-Zehlendorf

Füreinander-Tour: Michael Müller in Steglitz-Zehlendorf

Füreinander-Tour mit Michael Müller in STeglitz-Zehlendorf
 

Eine „tolle Möglichkeit, offen miteinander zu sprechen“, so das Fazit eines Besuchers. Gut 120 Gäste nutzten am 23. Mai die Gelegenheit, Michael Müller zu Themen wie Integration, Wohnen, AfD oder Bildung zu befragen. Unterstützt wurde er bei der Füreinander-Tour in der Schwartzschen Villa in Steglitz-Zehlendorf von Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, Staatssekretärin Barbara Loth und den SPD-Kandidatinnen und Kandidaten für die Abgeordnetenhauswahl.

 
Füreinander-Tour mit Michael Müller in Steglitz-Zehlendorf
 

Große Sorge bereitete den Bürgern der in der Gesellschaft wachsende Zuspruch für die AfD. Ein Bürger beklagt, dass diese Partei aktuell auch den Mittelstand abhole und die SPD in den Umfragen keine guten Ergebnisse erziele. Auch Müller bereitet das Wachsen der AfD große Sorgen. Es werde für alle  Konsequenzen haben, wenn die AfD gewählt werde, so seine Einschätzung.  Berlin sei gerade, weil es tolerant und weltoffen ist, eine der beliebtesten Städte Deutschlands. Die Menschen kommen in die Stadt, um die Vielfalt zu erleben. „Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit wurde von Ihnen erkämpft“, sagte Müller. Das werfe man nicht einfach über den Haufen, wenn es mal schwierig wird, wie zum Beispiel mit dem hohen Zuwachs an Flüchtlingen. Zudem warnte er davor, Rechtspopulisten aus Protest in den Bezirken zu wählen, wo sie  durch den Proporz mit erheblichen Haushaltsmitteln und Verwaltungsbereichen umgehen könnten.

 
Füreinander-Tour mit Michael Müller in Steglitz-Zehlendorf
 

Ein junger Bürger äußerte sich zur schlechten Situation für die Flüchtlinge bei der Aufnahme und sprach damit die Zustände vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales an. Michael Müller stellte klar, dass er  diese Zustände nicht schön reden wolle. Es gebe  aber durchaus Verbesserungen, zusätzliche Einrichtungen und bessere Wohnangebote wurden geschaffen. Ziel bleibe es, dass die Menschen aus den Turnhallen heraus kommen, sagte Müller.  Eine gute Integration erfolgt nur durch Bildung, das sei der Schüssel. „Durch Bildung vermitteln wir unsere demokratischen Werte“, so der Regierende Bürgermeister und SPD-Spitzenkandidat. Kritik wurde auch   an der Qualität, der Bildung geübt. Eine Fragestellerin meinte, in der Schule gebe es zu wenig Vorbereitung auf den Beruf, zwei Praktika in der neunten und zehnten Klasse seien zu wenig. Michael Müller erklärte, dass er ein großer Befürworter des Dualen Abiturs sei. Bisher gibt es Duale Studiengänge, die Ausbildung und Studium kombinieren, diese Form soll es auch für das Abitur geben. Schüler können während der Schulzeit einen Beruf erlernen.  Neben dem Freiwilligen Sozialen und dem Ökologischen Jahr, so Müller, soll es  auch ein Freiwilliges Industrielles Jahr geben. In diesem Jahr können die jungen Menschen in Berufe rein schnuppern und sehen, ob dieser Beruf für sie geeignet sei. Im Bereich Finanzen stand ihm der Senator Dr. Matthias Kollatz- Ahnen zur Seite und beantworte die Fragen der Bürger gerne.

Neben einigen Kritikpunkten erntete der Regierende Bürgermeister Michael Müller auch viel Lob und Beifall. Die Bürger freuten sich, dass er das Gespräch mit ihnen in ihrem Bezirk gesucht hat. Zum Abschluss appellierte Müller an alle, sich zu engagieren, sich gegen Rechtspopulisten einzusetzen und am 18. September eine demokratische Partei zu wählen: „Sich am 19. September zu beschweren, ist zu spät.“    

Text/Fotos: Leonie Stock