Füreinander-Tour in Treptow-Köpenick

Füreinander-Tour mit Michael Müller in Treptow-Köpenick

Füreinander-Tour in Treptow-Köpenick

Füreinander-Tour in Treptow-Köpenick. Foto: Martin Becker

 

Um Musik ging es bei der Füreinander-Tour von Michael Müller in Treptow-Köpenick. Zur siebten Station seiner Runde durch Berlins Bezirke, diesmal auf dem Campus der HTW am Wilhelminenhof, waren rund 135  Bürgerinnen und Bürgern gekommen, die u.a. wissen wollten, welche Auswirkungen das „Lollapalooza“-Musikfestival  auf den Treptower Park haben könnte. Hinsichtlich möglicher negativer Folgen des geplanten  Großevents auf das Ökosystem des Treptower Parks verwies Müller auf den engen und guten Dialog mit dem Veranstalter. Angesprochen auf einen möglichen unwürdigen Umgang mit dem dortigen Ehrenmal merkte der Regierende Bürgermeister an, dass es bereits existierende, gut funktionierende Festveranstaltungen an ähnlichen Orten Berlins, wie beispielsweise der Siegessäule, gibt. Dennoch habe ein „sensibler Umgang mit dem dortigen Ehrenmal“ oberste Priorität, so Müller.

 
Füreinander-Tour: Michael Müller und Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick

Füreinander-Tour: Michael Müller und Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick. Foto: Martin Becker

 

Beim Füreinander-Dialog am Abend des 2. Mai 2016 waren die Fragen breit gefächert und deckten nahezu alle politisch relevanten Bereiche ab,  Fragen zur Renten- und Sozialpolitik, zu bezahlbarem Wohnraum sowie zur angestrebten Inklusion im Bildungsbereich waren darunter, ebenso wie direkte, den lokalen Kiez betreffende, Anliegen. So ging es um die örtliche Unterbringung und Integration von Geflüchteten. Die Debatte war von einer Sachlichkeit bestimmt, wie sie bei anderen Veranstaltungen dieser Art oftmals zu vermissen ist. Ziel muss es sein, so Müller, dass einerseits die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger gehört und ernst genommen werden, anderseits jedoch unabhängig von der aktuellen Debatten deutlich aufgezeigt werden muss, dass das Recht auf Asyl eine „über lange Zeit erstrittene Bereicherung“ für alle Bürgerinnen und Bürger darstellt.    

 
Füreinander-Tour mit Michael Müller in Treptow-Köpenick

Füreinander-Tour mit Michael Müller in Treptow-Köpenick. Foto: Daniel Eckardt

 

„Füreinander“ – unter diesem Motto steht die Dialogtour des Regierenden Bürgermeisters und frisch gewählten SPD-Landesvorsitzenden Michael Müller durch die einzelnen Bezirke Berlins. Ziel ist der direkte Austausch mit den Menschen und Bewohnern der jeweiligen Stadtteile über ihre Sorgen und Probleme, Anliegen aber auch Anregungen. „Füreinander“ steht nicht nur für den gemeinsamen Dialog und Diskurs, sondern insbesondere für das Da-Sein der Politik, das gemeinsame Einstehen sowie Zuhören, Diskutieren und Streiten für bestmögliche Lösungen.   Anliegen ist es, dass Berlin eine solidarische Stadt und zugleich Heimat für alle bleibt und die Herausforderungen, die der fast vier Millionen Stadt u.a. in den Bereichen Infrastruktur, Integration aber auch auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt unmittelbar bevorstehen, bestmöglich meistert.         
Am Ende der gut zwei stündigen Veranstaltung lobte Michael Müller die sachliche, und offene Diskussion sowie das soziale Engagement vieler Anwesender Gäste. „Wir brauchen aktive und sich einbringende Menschen für unser Gemeinwesen“, so der Regierende Bürgermeister. Zugleich verwies er darauf, dass es keineswegs einfache Aufgaben sind, die vor der Stadt und ihren Bewohnern liegen. Doch gemeinsam ist es möglich, diese Herausforderungen anzugehen und zu bewältigen. Hierbei ist Berlin in den zurückliegenden Jahren vieles gelungen, so Müller. Zum Abschluss appellierte der Regierende Bürgermeister an alle Anwesenden, am 18. September 2016 wählen zu gehen und dabei das Kreuz bei einer der demokratischen Parteien zu setzen.