Füreinander-Tour: Michael Müller in Tempelhof-Schöneberg

Füreinander-Tour: Michael Müller in Tempelhof-Schöneberg

Füreinander-Tour in Tempelhof-Schöneberg
 

"Wir können über alles sprechen." So leitete Michael Müller die Gesprächsrunde in Tempelhof-Schöneberg ein, der zweiten Station seiner Füreinander-Tour durch Berlins Bezirke. Gut eineinhalb Stunden machten rund 150 interessierte Besucherinnen und Besucher in der UFA-Fabrik davon Gebrauch, stellten Fragen zur Europapolitik und zur Lichtenrader Bahnhofstraße, zum Wohnungsbau, zur Personalausstattung der Schulen oder zur Verschuldung des Landes.

Diese Gespräche sind ihm wichtig, machte der Regierende Bürgermeister gleich zu Beginn deutlich. Er habe wieder Sprechstunden im Roten Rathaus eingeführt, der Senat tage regelmäßig vor Ort in den Bezirken. Auf der Füreinander-Tour, die die Berliner SPD in allen Bezirken organisiert, geht es um den Gedankenaustausch, um Anregungen und Ideen. In der UFA-Fabrik nutzten viele Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, mit Michael Müller ins Gespräch zu kommen. Sie brachten Anliegen aus der Nachbarschaft mit, erkundigten sich nach der Schaffung von neuen Lehrerstellen.

 
Füreinander-Tour in Tempelhof-Schöneberg
 

Es blieb genug Raum, um Zusammenhänge zu erklären. So wies Michael Müller etwa bei der Frage nach dem BER darauf hin, dass nicht nur Fehlentscheidungen zur Verteuerung des Projekts geführt haben. Allein um 600 Millionen Euro habe sich der Lärmschutz gegenüber der ursprünglichen Planung verteuert, mit dem Bau neuer Flugzeugreihen habe sich die Notwendigkeit ergeben, die Landebahnen zu verlängern. 2016 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen werden, 2017 alle Genehmigungsverfahren und Tests.

Bei der Mietenentwicklung habe Berlin alle Werkzeuge ausgereizt, die Mietpreisbremse, das Verbot der Zweckentfremdung, die Vereinbarungen mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften, so Michael Müller. Seit 2011 werde der Neubau bezahlbarer Wohnungen angekurbelt, inzwischen werden 20.000 Baugenehmigungen pro Jahr erteilt, 10.000 Wohnungen fertig gestellt.

 

 
Füreinander-Tour in Tempelhof-Schöneberg
 

Zur Politik gehöre es auch, zuzugeben, wenn einmal etwas nicht funktioniert, stellte Michael Müller fest. Bei aller Selbstkritik aber könne Berlin durchaus selbstbewusst auftreten. Schließlich müsse es einen Grund haben, dass jedes Jahr 40.000 Menschen neu nach Berlin ziehen und nicht abwandern.

Am Ende der anderthalb Stunden appellierte Michael Müller an alle, sich zu engagieren und die offene und einladende Stadt zu erhalten. "Nutzen Sie Ihre Wahlentscheidung, um stabile politische Verhältnisse zu schaffen!"