Michael Müller begrüßt Vorschlag zum Mindestlohn

Michael Müller begrüßt Vorschlag zum Mindestlohn

 

Als "logischen und notwendigen Schritt" hat der SPD-Landesvorsitzende Michael Müller die vorgeschlagene Anhebung des Mindestlohns bezeichnet. Die Mindestlohnkommission von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hat der Bundesregierung eine Erhöhung von 8,50 Euro auf 8,84 Euro vom 1. Januar 2017 an vorgeschlagen. „Deutschland geht es ökonomisch gut. Das muss sich auch in den Löhnen niederschlagen", erklärte Müller.

Entgegen aller Kritik im Vorfeld habe der Mindestlohn nicht zu einem Arbeitsplatzabbau geführt, stellte Müller fest. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs sei im Gegenteil gestiegen. Müller: "Die Einführung des Mindestlohns ist eine Erfolgsgeschichte, weil er Lohndumping effizient bekämpft. Klar ist aber auch: Der Mindestlohn bezeichnet eine Lohnuntergrenze. Ziel muss deshalb sein, möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen, bei der sie mehr als das Mindeste verdienen. Dafür werden wir auch weiterhin kämpfen.“

Auch die DGB-Vorsitzende von Berlin-Brandenburg Doro Zinke bezeichnete den Vorschlag der Kommission als akzeptablen Kompromiss. In Berlin und Brandenburg komme die erste Erhöhung des Mindestlohns rund 400.000 Geringverdienern zu Gute. "Jeder Cent bedeutet 70 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr – und damit mehr Steuer- und Beitragseinnahmen."