Berlin bleibt emanzipiert

Berlin bleibt emanzipiert

ASF-Empfang Gruppenbild der Kandidatinnen
 

„In der Frauenpolitik ist Berlin ein Vorreiter“, so Eva Högl auf dem Frauenpolitischen Empfang der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) im Berliner Zoo. Die Vorsitzende der ASF und Bundestagsabgeordnete für Mitte wies darauf hin, dass die Anzahl der Kandidatinnen der SPD zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September, dies deutlich macht. „Gute Frauenpolitik wird von der SPD gemacht“, so Eva Högl..

 
ASF-Empfang 2016, Michael Müller.
 

Der Regierende Bürgermeister und SPD-Landesvorsitzende Michael Müller schloss sich in seinen Begrüßungsworten Eva Högl an, unterstrich aber auch, dass in Deutschland und in der Stadt Berlin noch viel getan werden muss. Müller machte deutlich, dass auf dem Arbeitsmarkt die Chancen für alle gleich sein müssen. Es dürfe keine Rolle spielen, welches Geschlecht oder welche Religion man hat oder ob man zugezogener oder gebürtiger Berliner ist. Viel wurde schon erreicht, so Müller, aber es müsse weiter dafür gekämpft werden, Ungerechtigkeiten zu beseitigen. „Es kann nicht sein, dass Frauen für die gleiche Arbeit immer noch weniger Geld bekommen als ihre männlichen Kollegen“, so der Regierende Bürgermeister.

 
 

Die SPD-Abgeordnete Ina Czyborra wies darauf hin, dass solche Benachteiligungen auch jungen Frauen widerfahren „Schon Studentinnen bekommen in Studijobs weniger Geld als Studenten. Das heißt für junge Frauen, sie müssen mehr arbeiten, haben weniger Zeit und somit von vornherein einen Nachteil.“

 
ASF-Empfang 2016, Dilek Kolat
 

Ein Thema des Abends war auch die schwierige Situation von Alleinerziehenden, zu denen meistens Mütter gehören. Dilek Kolat, die Senatorin für Arbeit, Frauen und Integration sprach davon, dass es gerade in Berlin ein vielfältiges Familienbild gibt und es besonders für alleinstehende Mütter nicht einfach ist. „Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Alleinerziehende mehr Geld bekommen“ so die Senatorin.
Sehr begrüßte Dilek Kolat nochmal das neue Gesetz „Nein heißt Nein“. Sie unterstrich, dass dieses von der SPD auf den Weg gebracht wurde und griff damit nochmal die Begrüßungsworte von Eva Högl auf, dass gute Frauenpolitik von der SPD kommt.
Anschließend wurden die politischen Themen in kleinen Gesprächsrunden bei lockerer Atmosphäre fortgeführt.

 
ASF-Empfang 2016, Michael Müller.
 

Zum Abschluss appellierte Müller noch einmal an alle Anwesenden, am 18. September wählen zu gehen und ihre Stimme einer demokratischen Partei zu geben. Rechte Parteien wollen keinen Fortschritt in der Frauenpolitik, sondern nur einen Rückschritt und das dürfe nicht zugelassen werden, sagte Müller.

Text/Fotos: Leonie Stock