Michael Müller: "Es ist unsere Pflicht zu helfen"

Michael Müller: "Es ist unsere Pflicht zu helfen"

Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt

Michael Müller. Foto: SenStadt

 

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat in einem Interview mit der Berliner Morgenpost (Freitagausgabe) den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung der Flüchtlinge gedankt. "Die Verwaltung konzentriert sich im Moment sehr darauf, die Erstaufnahme und die konkrete Unterbringung zu bewältigen. Was drum herum passiert, Ansprache, Essensausgabe, Betreuung, läuft über private Träger oft in Verbindung mit ehrenamtlichen Strukturen. Da engagieren sich viele Menschen ganz großartig. Darauf sind wir dringend angewiesen, und dafür danke ich", so Müller.

Müller betonte: "Wir haben die Möglichkeit zu helfen und sind noch nicht am Ende unserer Ressourcen." Bei der Unterbringung suche das Land "kleinere Standorte, wo wir das Zusammenleben organisieren können". Müller erinnerte aber an das in vielen Zeitungen abgedruckte Bild des toten Jungen, der auf der Flucht an der türkischen Küste ums Leben gekommen ist: "Wir wissen, dass wir den Berlinerinnen und Berlinern viel zumuten. Aber ich glaube, es ist unsere Pflicht, zu helfen. Und ich möchte diesen Menschen auch helfen."

Müller appellierte an die Bundesregierung, "deutlich schneller und deutlich stärker" zu agieren als bisher. Müller: "Der Bund ist gefordert, über schnellere Verfahren und andere Verteilschlüssel nachzudenken und auch in Europa eine bessere Verteilung der Menschen durchzusetzen. Mir geht es schon längst nicht mehr nur um Geld, sondern um effizientere Entscheidungsstrukturen, eine Verantwortung des Bundes und auch stärkere personelle Unterstützung. Und dann müssen wir die Menschen schneller zurückführen, die keine Bleibeperspektive haben."