Michael Müller: Berliner Kultur wird weiter gestärkt

Michael Müller: Berliner Kultur wird weiter gestärkt

Michael Müller beim Kulturforum

Michael Müller beim Kulturforum (mit Brigitte Lange und Joachim Günther)

 

Berlins Kultur soll weiter gestärkt werden. Das machte Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller in einer kulturpolitischen Grundsatzrede am Mittwochabend im Podewil deutlich.

Ein gutes Dreivierteljahr nach seinem Amtsantritt und mitten in den Haushaltsberatungen für die kommenden zwei Jahre gab Michael Müller auf Einladung des Kulturforums Stadt Berlin der Sozialdemokratie einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen. Die Vielfältigkeit und das Miteinander von Freier Szene und großen Häusern sei dabei eine der Stärken der Stadt, so Müller.  Kultur sei - neben der Wissenschaft - eine der tragenden Säulen der Stadt. „Ohne Kunst und Kultur wäre dieses solidarische und gute Zusammenleben in unserer Stadt nicht möglich.“

Die Bedeutung der Kultur für Berlin spiegelt sich auch im Haushaltsentwurf 2016/2017 wider: 2016 erhöht sich der Etat um knapp 7 %  auf rd. 504,5 Mio.  Euro.  Für das Jahr 2017 ist sogar eine Steigerung um über 10 %  auf dann 521,6 Mio. € vorgesehen. Müller: „Wir bewegen viel Geld für die Kultur. Das Mehr an Geld ist aber dringend notwendig, um der Kultur wieder Spielräume zu geben. Denn ein großes Problem in Kunst und Kultur - nicht nur in Berlin, sondern generell in Deutschland - ist die schleichende Erdrosselung der künstlerischen Leistung durch steigende Fix-  und Personalkosten. Hier setzen wir an und erhöhen damit Spielräume für die künstlerischen Aspekte.“
Deutlich erhöht werden die Mittel für die Freie Szene, Michael Müller sicherte zu, sich dafür einzusetzen, dass ihr auch höhere Einnahmen aus der City-Tax zugutekommen.  „Das ist mir wichtig, auch, weil die Freie Szene die City Tax mit erstritten hat“, so Müller. Förderung erfolgt auch über  Stipendien und Preise. Es müsse zudem Räume für Kunst und Kultur  geben.   Hier wurden die Fördermittel ebenfalls deutlich aufgestockt.  Da der Mindestlohn meist nicht greife, müssten langfristig neue Wege gefunden werden. Müller verwies aber auf die Stärkung der Ankaufsetats für die Sammlungen und die Ausstellungshonorare für Landes- und Bezirkseinrichtungen.

In seiner Rede ging Müller auch auf die jüngsten Personalentscheidungen an Theatern und der Stiftung Stadtmuseum ein, er sichert die Unterstützung Berlins beim Bau des Musuems der Moderne am Kulturforum zu und betonte die Bedeutung des Humboldtforums für die Stadt.