Stolpersteine: Berlner SPD erinnerte an die Opfer

Stolperstein-Aktion: Berliner SPD erinnerte an die Opfer

Iris Spranger, Stolperstein
 

An zahlreichen Orten in der Stadt haben Mitglieder der Berliner SPD rund um den 8. Mai Stolpersteine geputzt, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. In Marzahn-Hellersdorf beteiligte sich die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Iris Spranger an der Aktion. Der Stolperstein, den sie ausgewählt hatte, befindet sich im Eichenhofweg 9 in Mahlsdorf. Er erinnert an den Maler und Bildhauer Walter Reissner. Dieser wurde im März 1943 in das KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. Der Stolperstein wurde im Mai 2008 verlegt. „Ich finde es gerade anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung wichtig, dass an die verschleppten und ermordeten jüdischen Mitmenschen aus unserem Bezirk erinnert und gedacht wird. Deshalb beteilige ich mich immer wieder gern an dieser Aktion“, so Iris Spranger.

Überall in Berlin beteiligten sich prominente Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten an den Aktionen. In Charlottenburg-Wilmersdorf nahmen die Staatssekretäre Tim Renner und Engelbert Lütke-Daldrup sowie die Abgeordneten Franziska Becker und Ülker Radziwill teil. Sie machten zugleich darauf aufmerksam, dass am 8. Mai 1945 vor 70 Jahren durch die Befreiung Deutschlands durch die Alliierten der von Deutschen begangene Massenmord an den Juden Europas und das Unrecht an vielen anderen Menschen endete, die von den Nazis aus politischen, religiösen oder anderen Gründen verfolgt und ermordet wurden.

Da die Messingtafeln stark nachdunkeln, putzt die SPD Charlottenburg-Wilmersdorf jährlich die Stolpersteine, um die Inschriften wieder leserlich zu gestalten und so die regionale Gedenkarbeit unmittelbar zu unterstützen. Unter den Stolpersteinen waren auch viele, die direkt von den SPD-Abteilungen im Bezirk initiiert und verlegt wurden.