Eva Högl: Die Frauenquote für Aufsichtsräte steht jetzt im Gesetz

Pünktlich zum Weltfrauentag: Die Quote für Aufsichtsräte steht im Gesetz!

"Der Weltfrauentag 2015 wird als Meilenstein in die deutsche Gleichstellungsgeschichte eingehen", sagt Eva Högl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Bundestagsabgeordnete für Berlin-Mitte. Denn mit dem Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen für Führungspositionen habe der Deutsche Bundestag jetzt ein Stück Gleichstellungsgeschichte geschrieben, so Eva Högl. Künftig müssen die Aufsichtsräte von börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen mit mindestens 30 Prozent Frauen besetzt sein.
„Die breite Zustimmung macht deutlich, dass niemand mehr ernsthaft an der Notwendigkeit der Quote zweifelt", so die Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Berlin. "Der erste Schritt zur faktischen Durchsetzung gleichberechtigter Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft ist damit getan. Außerdem wird festgelegt, dass sich Unternehmen öffentlich überprüfbare Ziele zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und in den beiden oberen Führungsebenen setzen müssen. Mit diesen gesetzlichen Regelungen wird sich die Unternehmenskultur nachhaltig und spürbar zum Positiven verändern, auf alle Ebenen auswirken und für mehr Gleichstellung sorgen."

Yasmin Fahimi und Elke Ferner zur Frauenquote

"Der Internationale Frauentag am 8. März steht in diesem Jahr unter einem besonders glücklichen Stern",  erklärten SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi und die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner nach der Verabschiedung des Gesetzes. "Gerade haben wir im Deutschen Bundestag nach langem, zähem Ringen mit der Union das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beschlossen. Die Arbeitswelt wird dadurch etwas gerechter." 
Die Quote ist nötig, daran gibt es keinen Zweifel: Aktuell beträgt der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten gerade 19 Prozent. In den Vorständen der großen privaten Unternehmen wird nicht einmal jeder 17. Platz von einer Frau besetzt. In den öffentlichen Unternehmen sieht es mit einem Frauenanteil von 25 Prozent nur etwas besser aus.
"Künftig werden die Aufsichtsräte aller Konzerne, die börsennotiert und voll mitbestimmungspflichtig sind, eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent vorweisen müssen", so die SPD-Politikerinnen. "Etwa 3500 weitere Unternehmen werden verpflichtet, festzulegen, wie sie den Frauenanteil in ihren Führungsebenen steigern wollen. Auch im öffentlichen Bereich wird die Gleichstellung vorangetrieben. Lange hat die SPD für eine gesetzliche Quote für mehr Frauen in Führungspositionen gekämpft – und mit ihr viele Frauenorganisationen in Deutschland. Das ist unser gemeinsamer Erfolg! Darauf sind wir sehr stolz.
Die SPD hält, was sie verspricht: Mit der gesetzlichen Quote sorgen wir für mehr Gerechtigkeit. Die gesetzliche Quote ist ein Meilenstein für die Frauen in Deutschland – und sie wird einen Kulturwandel in den Unternehmen und in der Gesellschaft insgesamt herbeiführen. Es ist ein historischer Schritt hin zu mehr Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland."