Equal Pay Day: Frauen fordern gerechte Bezahlung

"Equal Pay Day": Frauen fordern gerechte Bezahlung

Equal Pay Day 2015
 

Am Brandenburger Tor ist heute mit einer Aktion zum Equal Pay Day auf die nach wie vor unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam gemacht worden. Der Equal Pay Day markiert jenen Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen.Viele Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und der SPD beteiligten sich an der Kundgebung, zu der der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutsche Frauenrat und der Sozialverband Deutschland (SoVD) aufgerufen hatten.

Das Lohngefälle sei eine Ungerechtigkeit, die niemandem mit gesundem Menschenverstand zu erklären sei, sagt der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß. "Wir werden nicht locker lassen dagegen zu protestieren!“ Jan Stöß weiter: „Noch im vergangenen Jahr haben wir angemahnt, dass sich auf Bundesebene hier vieles bewegen muss. Heute können wir festhalten: Wir haben den Mindestlohn und die Frauenquote eingeführt. Das Entgeltgleichheitsgesetz soll für mehr Transparenz bei der Entlohnung sorgen, denn gerade das Verschweigen von Gehaltsunterschieden fördert das Fortbestehen der 22 Prozent. Das ElterngeldPlus unterstützt Väter und Mütter bei der Rückkehr in den Beruf und mit dem Ausbau von Kitaplätzen wird die Betreuungs-Infrastruktur erweitert. Viele Maßnahmen in kurzer Zeit – mit klarer SPD-Handschrift.“
Schon am Morgen hatten Mitglieder der Berliner SPD-Abgeordnetenhausfraktion zusammen mit dem SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß am Potsdamer Platz Postkarten zum Equal Pay Day verteilt. Dr. Ina Czyborra, die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion: „In Deutschland beträgt die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern aktuell 22 Prozent, in Berlin ist die Lohnschere mit knapp 15 Prozent kleiner. Aber auch das ist deutlich zu viel.“ Werden Berufe überwiegend von Frauen ausgeübt, werden diese traditionell schlechter bewertet und auch schlechter bezahlt. Als Folge haben Frauen eine schlechte Altersversorgung, vielen droht Altersarmut. „Wer Leistung bringt, egal ob in einem technischen Beruf oder in einem Beruf mit Verantwortung für Menschen, muss gleich gut bezahlt werden“, betont Czyborra.

Zum Aufruf der ASF Berlin