ASF ruft zum "Equal Pay Day" auf

ASF ruft zum "Equal Pay Day" auf

Equal Pay Day 2013
 

"Stillstand gab es in der Gleichstellungspolitik lange genug. Mit der SPD in der Regierung wird der Entgeltdiskriminierung endlich der Kampf angesagt", stellt die Berliner Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) in ihrem.Aufruf zum Equal Pay Day am Brandenburger Tor fest. Am 20. März um 12 Uhr findet dort die alljährliche Aktion statt, mit der auf die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht wird. Der Equal Pay Day markiert jenen Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen.
Seit über 100 Jahren fordern Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Trotzdem liegt der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen noch immer bei durchschnittlich 22 Prozent. Die Forderung ist aktueller denn je. Deshalb haben auch in diesem Jahr wieder der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutsche Frauenrat und der Sozialverband Deutschland (SoVD) zur Kundgebung aufgerufen. Auch die ASF Berlin wird sich daran beteiligen.

1.648 Euro verdient im Durchschnitt eine Köchin, ein Koch hingegen 2.090 Euro. In der Pflege, einer eher traditionellen Frauenbranche, sieht es ähnlich aus: Knapp 300 Euro weniger haben Frauen hier in der Tasche als Männer. Die Gründe dafür sind vielfältig: Frauen sind häufiger in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt, sie nehmen längere familienbedingte Auszeiten, sie sind weniger in Führungspositionen zu finden oder
wählen häufiger Berufe, in denen traditionell weniger verdient wird.
Mit der SPD in der Bundesregierung wird die Bekämpfung der Entgeltungleichheit endlich ernst genommen: Die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns ist auch hier ein Meilenstein, denn von ihm profitieren überwiegend Frauen. Die Frauenquote verhilft mehr Frauen in Führungspositionen und mit dem ElterngeldPlus wird es einfacher nach der Geburt eines Kindes in Teilzeit in den Beruf
zurück zu kehren. Letztendlich wird mit einem Entgeltgleichheitsgesetz, das Bundesfrauenministerin Schwesig angekündigt hat, für mehr Transparenz der Gehälter gesorgt. Außerdem soll das Gesetz die Überprüfung von Tarifverträgen ermöglichen. Damit kann vor allem strukturelle Diskriminierung aufgrund der Arbeitsbewertung aufgedeckt werden.

Kundgebung: 20. März 2015, 12 Uhr, Brandenburger Tor.