SPD-Politiker: Arbeitsplätze bei Siemens erhalten

SPD-Politiker: Arbeitsplätze bei Siemens erhalten

Foto (v.l.n.r.): Herbert Klausner (Werksleiter), Frank Jahnke, Thorsten Karge, Dr. Jan Stöß, Günter Augustat (Betriebsratsvorsitzender)
 

Bei einem Besuch im Berliner Gasturbinenwerk der Firma Siemens haben sich der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß und die SPD-Abgeordnten  Frank Jahnke und Thorsten Karge für den Erhalt der Arbeitsplätze eingesetzt. „Das Berliner Gasturbinenwerk ist ein wichtiger Industriestandort unserer Stadt", sagte der Reinickendorfer SPD-Abgeordnete Karge. "Gaskraftwerke sind die Brücke zu den erneuerbaren Energien und somit zu einer positiven Energiewende. Durch ihre schnelle Einsatzfähigkeit sind sie in der Lage Schwankungen, die bei der Erzeugung von Wind- und Solarenergie entstehen können, auszugleichen. Es muss dafür gesorgt werden, dass der Standort erhalten und der geplante Stellenabbau verhindert wird. Eine Kürzung der Stellen und die damit einhergehende Verkleinerung des Standortes kann weitreichende wirtschaftliche Folgen haben.“
Siemens hatte angekündigt an seinem 110 Jahre alten, traditionsreichen Standort in der Moabiter Huttenstraße 500 Stellen abzubauen. Derzeit sind dort 3700 Mitarbeiter beschäftigt. Doch aufgrund der gesunkenen Preise für Kohle geht die Nachfrage nach Gas zurück. Gaskraftwerke sind unwirtschaftlich geworden und Gasturbinen werden vor allem in Europa kaum noch verkauft. Der Preisverfall beläuft sich auf 30%. Die Nachfrage weltweit beträgt nur noch ca. 180 Turbinen pro Jahr. Die Folge davon: Siemens fährt sein Geschäft mit den Gasturbinen zurück, was nun vor allem für das Berliner Gasturbinenwerk problematisch wird. Für die nächsten Wochen sind Gespräche zwischen dem Vorstand und dem Betriebsrat angekündigt bezüglich der Zukunft des Werkes.