Startups in Berlin: Was die Wunderkinder brauchen

Startups in Berlin: Was die Wunderkinder brauchen

Firmenbesuch bei 6Wunderkinder: Jan Stöß, Thorsten Karge, Frank Jahnke
 

Gemeinsam mit dem SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß haben die beiden SPD-Abgeordneten Frank Jahnke (Wilmersdorf-Charlottenburg) und Thorsten Karge (Reinickendorf)  das Berliner StartUp 6Wunderkinder besucht, deren To-Do-Listen-App Wunderlist inzwischen über 13 Millionen Nutzer weltweit hat. Die Firma wurde kürzlich von Microsoft übernommen und setzt aufgrund des internationalen Wachstums auch auf ausländische Mitarbeiter, für die bei der Rekrutierung oft große Hürden genommen werden müssen.

Das Berliner Unternehmen wurde im Jahr 2010 gegründet. Mit seiner App Wunderlist lassen sich einzeln oder im Team am PC, Mac oder auf dem Smartphone Aufgaben verwalten, Notizen speichern und Erinnerungen erstellen. 
Benjamin Lehnert, Principal Design Manager bei den Wunderkindern, führte die SPD-Politiker durch die neu angemieteten Räume des Unternehmens am Berliner Alexanderplatz. Bislang ist hier nur eine Etage belegt, die andere ist noch frei. Dort soll das zu erwartende Wachstum Raum finden. Die Firma hat derzeit etwa 70 Mitarbeiter. Man will in absehbarer Zeit auf circa 150 anwachsen.

Die Besucher der SPD zeigten sich beeindruckt vom Tempo der Entwicklung der Wunderkinder und der Pläne für die Zukunft. Und sie versprachen, sich um ein Thema zu kümmern, dass im schnelllebigen und internationalen Geschäft der StartUps Probleme aufwirft: Programmierer und andere Spezialisten aus dem Ausland, die eine Arbeit in Deutschland annehmen wollen, müssen noch immer große bürokratische Hürden überwinden, um alle erforderlichen Papiere zu erhalten - selbst gut bezahlte Fachkräfte, die auch entsprechend Steuern zahlen würden.
Thorsten Karge unterstützt die Anliegen der Berliner StartUps: "Anstatt ihrer Arbeit nachgehen zu können und das Unternehmen, für das sie arbeiten, voranzubringen, muss teilweise stundenlang in der Ausländerbehörde für ein Dokument angestanden werden. Das ist schwer verständlich. Die Visavergabe für ausländische Fachkräfte, die in Deutschland arbeiten wollen, muss vereinfacht werden. Es muss einen einzigen Ansprechpartner (One-Stop-Agency) für die Vergabe geben! Die vielfachen Behördengänge müssen verkürzt und Wege gefunden werden, wie zumindest ein großer Teil der Aufgaben im Zusammenhang mit der Visabeantragung online erledigt werden kann."