Thomas Isenberg: "Gute Gesundheit hat ihren Preis!"

Thomas Isenberg: "Gute Gesundheit hat ihren Preis!"

Thomas Isenberg - Demo
 

Die Forderung der Charité-Beschäftigten nach mehr Personal im Gesundheitswesen wird ernst genommen: "Sie haben Recht, jede unterbesetzte Nachtschicht ist genauso gefährlich wie mangelnde Hygiene", sagte Thomas Isenberg, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, beim Zwischenstopp eines Demonstrationszuges, zu dem die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hatte, vor dem Kurt-Schumacher-Haus der Berliner SPD.

 
Thomas Isenberg, Gewerkschaftssekretärin Meike Jäger

Thomas Isenberg, Gewerkschaftssekretärin Meike Jäger

 

Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Charité waren am 27. April in einen zweitägigen Warnstreik getreten, um ihre Forderungen nach einem Tarifvertrag für mehr Personal im Krankenhaus durchzusetzen. Immer öfter bestehe die Gefahr einer "gefährlichen Pflege", warnen die GewerkschafterInnen. "Wir brauchen einen neuen Stellenwert des Personals und der Humanität in den Krankenhäusern", sagte Thomas Isenberg. "Auf Kosten der Beschäftigten ist kein gutes Gesundheitswesen zu machen."

Isenberg forderte in seiner Stellungnahme verbindliche Personalquoten. "Deshalb hat sich die Koalition auf Initiative der SPD in der Stellungnahme des Gesundheitsausschusses zum Krankenhausplan des Landes Berlins bereits im Sommer 2014 für die Erarbeitung und Festlegung von Personalmindeststandards und deren rechtliche Absicherung durch den Bund ausgesprochen. Dazu gehört auch ein neues und gerechteres Preissystem der Krankenkassen." Darüber hinaus sei die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung gefordert, Personalstrukturen in den Berliner Krankenhäusern transparent und vergleichbar zu machen, sagte Isenberg.

Das Land Berlin habe bereits in diesem Jahr den Anteil an Aufwendungen für Investitionen in Krankenhäuser um rund 110 Millionen Euro erhöht, allein 53 Millionen Euro davon wird die Charité zusätzlich erhalten. Isenberg: "Diese Mittel sind gut angelegt, denn gute Gesundheit hat ihren Preis."

Die Stellungnahme von Thomas Isenberg zum Warnstreik (PDF-Dokument, 377.2 KB)