Stöß: "Neuer Rahmenplan ist auf gutem Weg"

Stöß: "Neuer Rahmenlehrplan auf gutem Weg"

Jan Stöß, Porträt 2014
 

Die Auswertung der Anhörungsphase zum Rahmenlehrplan zeigt nach Ansicht des Berliner SPD-Landesvorsitzenden, dass der neue Rahmenlehrplan Berlin-Brandenburg auf einem guten Weg sei.

"Die Senatsverwaltung hat unter der Leitung von Senatorin Sandra Scheeres dieses partizipative Verfahren von Beginn an mit ruhiger Hand, Respekt und Umsicht gestaltet", erklärte Stöß. "Das belegt auch die beeindruckende Zahl von 72 Prozent positiver Rückmeldungen in diesem Verfahren."
Substantielle Kritikpunkte werden auf- und Präzisierungen in Facharbeitsgruppen vorgenommen. Stöß: "Ausdrücklich zu begrüßen ist die Maxime, Qualität vor Geschwindigkeit zu stellen. So wird der Rahmenlehrplan 2015 unterzeichnet – auch um die notwendigen Materialien zu erstellen und Qualifizierungen vorzunehmen – die Schulen haben aber Zeit bis zum Schuljahr 2017/2018, die Vorgaben final umzusetzen. Diese Übergangsphase ermöglicht es den Lehrenden, sich flexibler und zugleich intensiver mit den Änderungen auseinanderzusetzen."
Insbesondere die nun erreichte verstärkte Einbindung des Themas Sexualkunde/Diversity zeigt nach Ansicht von Stöß, dass dieser Rahmenlehrplan moderner und näher an den gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit sei. "Die Schulen nehmen hier eine wichtige Rolle in der Vermittlung und Akzeptanzgewinnung unterschiedlicher Lebensentwürfe ein.“

 

SPD-Fraktion begrüßt Rahmenplan-Verfahren

Auch der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, İlkin Özışık, und der Ansprechpartner für Queer-Politik, Tom Schreiber, begrüßten die Entscheidungen. İlkin Özışık: "Die SPD-Fraktion hält auch die spätere Unterrichtswirksamkeit ab dem Schuljahr 2017/2018 für eine gute Entscheidung von Sandra Scheeres und Günter Baaske. Damit haben wir mehr Zeit für die Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer und für die Aufstellung der schulinternen Curricula gewonnen. Mit den neuen Rahmenlehrplänen wird eine Durchlässigkeit der Jahrgangsstufen 1-10 sowie zwischen den Schularten sichergestellt."

Tom Schreiber: "Viele Verbände und Interessengruppen, die sich für Sexuelle Vielfalt und Diversity engagieren, hatten die Befürchtung, dass möglicherweise die Sexualerziehung und die Initiative Sexuelle Vielfalt unter den Tisch fallen. Bei einem ausführlichen Gespräch mit allen Beteiligten in der Senatsverwaltung konnten viele Kritikpunkte erörtert und Lösungen erarbeitet werden. Auch aus Diversity-Sicht sind die neuen Rahmenlehrpläne auf einem sehr guten Weg in Berlin und Brandenburg."