Queer-Sozis: Berliner Delegation erfolgreich auf der Bundeskonferenz

QueerSozis: Berliner Delegation erfolgreich auf der Bundeskonferenz

Schwusos: Berliner Delegation auf der Bundeskonferenz
 

Auf der Bundeskonferenz der AG Lesben und Schwule in der SPD in Nürnberg konnten sich die Berliner Delegierten (Foto) über eine Reihe von Erfolgen freuen. So ist Berlin im neugewählten Bundesvorstand der AG künftig mit Petra Nowacki als stellvertretender Vorsitzende und mit André Rostalski als Beisitzer vertreten. Als Vorsitzender wurde Ansgar Dittmar aus Frankfurt/M. wiedergewählt. In den Beratungen ging es u.a. um die Themen "Gendergerechtigkeit", "Homosexualität und Alter" und "Alltagshomophobie".

Markus Pauzenberger, Landesvorsitzender der Schwusos (QueerSozis) Berlin: "Unsere zwei Kandidaten haben in den letzten zwei Jahren unglaublich viel Engagement auf Bundesebene gezeigt. Die tollen Ergebnisse sind als Dank und als Aufforderung zu verstehen, weiter so engagiert für queere Belange zu kämpfen“.
Inhaltlich hervorzuheben sind zwei Anträge zu den ehemaligen §175 StGB (West) und §151 StGB (Ost). Diese wurden auch mit den Stimmen aus Berlin einstimmig angenommen. Dabei wurden Anträge für eine intensive Aufarbeitung des begangenen Unrechts beschlossen. Setzt der erste Antrag einen Schwerpunkt auf die Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer, so richtete sich beim zweiten Antrag der Blick nach innen und fordert die Historische Kommission der SPD auf, die Geschichte der Partei im Zusammenhang mit der Strafgesetzgebung gegenüber Homosexuellen zu erforscht.
In einem weiteren Antrag aus Berlin ging es um die Umbenennung von Schwusos in QueerSozis. Der Name Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) – entstand vor über 36 Jahren und ist historisch gewachsen. Jedoch fühlen sich wesentliche Personengruppen, wie Lesben, Bi,- Trans- oder Intersexuelle, durch ihn nicht angesprochen. Um hier eine breite Zustimmung im Verband zu finden, wurde ein Antrag aus Berlin nach intensiver Diskussion beschlossen, einen inhaltlichen Dialog auf Ebene der Landes- und Bezirksverbände zu führen, der bis zum Frühjahr 2015 zu einem Ergebnis führen soll. Der Berliner Landesverband nennt sich bereits seit März 2014 Arbeitsgemeinschaft queere Sozialdemokrat*innen (QueerSozis).

Foto: QueerSozis Berlin