Mechthild Rawert zum Internationalen Tag des älteren Menschen

Mechthild Rawert zum Internationalen Tag der älteren Menschen

Mechthild Rawert, Porträt 2009
 

Anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen am 1. Oktober hat die Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert auf die verstärkten Anstrengungen im Bereich von Gesundheitspolitik und Pflege hingewiesen.

"Unsere Gesellschaft wird älter, bunter und vielfältiger. Positiv ist auch: Wir werden gesünder älter. Schon jetzt engagieren sich viele der 55- bis 70-Jährigen ehrenamtlich", so Rawert, die Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und Berichterstatterin der SPD-Fraktion für Pflege ist. "Viele Menschen haben Angst davor, pflegebedürftig zu werden und schieben das Thema daher lange weit vor sich her. Jede und jeder sollte sich damit auseinandersetzen, dass unsere letzte Lebensphase wahrscheinlich von Pflegebedürftigkeit geprägt sein wird. Jeder zweite Mann und zwei von drei Frauen werden pflegebedürftig sein. Wir wissen auch, dass die Zahl der an Demenz Erkrankten steigen wird, sofern es nicht neue Therapien gibt. Es ist deshalb wichtig, dass die ganze Gesellschaft über die Pflege redet, für Selbstbestimmung und Teilhabe streitet, sich für ein Recht auf ein würdevolles Leben in der Pflege einsetzt. Dafür gilt es jetzt die richtigen Weichen zu stellen".
Mit dem 1. Pflegestärkungsgesetz. so Mechthild Rawert. packe die Koalition viele der anstehenden Herausforderungen an, die auch von den ExpertInnen für richtig gehalten werden. "Dabei wissen wir, dass noch etwas sehr Wichtiges aussteht: der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff, der sich nicht mehr an den Defiziten sondern an den Ressourcen eines Menschen, am Grad der Selbstständigkeit im Alltag ausrichtet. Erst das 1. und das 2. Pflegestärkungsgesetz zusammen werden eine „große Reform“ darstellen."
Die Vereinten Nationen haben 1990 den 1. Oktober zum Internationalen Tag für ältere Menschen erklärt. Damit soll auf die Möglichkeiten und Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft und auf die Situation älterer Menschen auch in Entwicklungsländern aufmerksam machen.