VorwärtsBerlin im Zeichen des Internationalen Frauentags

VorwärtsBerlin zum Internationalen Frauentag

Kirstin Fussan
 

Zum 8. März steht der Berlinteil (PDF-Dokument, 1.1 MB) des Vorwärts ganz im Zeichen des Internationalen Frauentags. Der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß und Landesgeschäftsführerin Kirstin Fussan stellen die Maßnahmen zur Gleichstellung in der Berliner SPD vor und benennen die Erfolge. Was sie in der Politik antreibt, beschreiben engagierte Frauen aus der Bezirks-, Landes- und Bundespolitik.

Selbstbewusst zur Gleichstellung

Die Berliner SPD ist Vorreiterin in Sachen Gleichstellung, stellt Kirstin Fussan in der Märzausgabe des VorwärtsBerlin fest. Ihr Beitrag im Wortlaut:

Gleichstellung ist für den Landesvorstand der Berliner SPD kein Feigenblatt. Das hat er mit der Umsetzung eines umfangreichen Maßnahmenpapiers zur Geschlechtergerechtigkeit gezeigt. Ziel war es, die SPD Berlin attraktiver für Frauen zu machen, um den Frauenanteil in der Partei zu erhöhen und damit stärker auf die Kompetenzen von Frauen in der politischen Arbeit zurückzugreifen.
Viele Frauen haben sich an den Rhetorikseminaren und Workshops beteiligt. Abteilungen aus allen Kreisen haben sich zu den Fragen coachen lassen, wie Sitzungen abwechslungsreicher und anziehender gestaltet und mehr Frauen für die Arbeit vor Ort gewonnen werden können. Zudem wurden in einigen Kreisen Mentoringprogramme eingeführt. Frauen, die neu in die SPD eingetreten sind oder noch nicht aktiv am Parteileben teilgenommen haben, hatten die Möglichkeit mit einer Mentorin aus ihrem Kreis die Arbeit der SPD kennenzulernen und mitzuwirken. Die SPD Berlin unterstützte die Mentorinnen und Mentees durch Workshops und Themenabende.
Die Kampagne „Mehr Frauen in die SPD“ war nicht nur in der Berliner SPD, sondern in der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen auf Bundesebene und in den Medien erfolgreich. Durch provokante Schlagworte, wie Diva, Zicke und Biest, konnte die Aufmerksamkeit von Bürgerinnen und Bürgern geweckt werden. Frauen konnten sich mit diesen Begriffen augenzwinkernd und selbstbewusst identifizieren. Zusammen mit den Karten „Ich will regieren.“, „Ich zeig's euch.“ und „Ich bestimme gern.“ konnten wir zeigen, dass Frauen zwar häufig als harmoniesüchtig, zurückhaltend und unpolitisch abqua- lifiziert werden, die Realität jedoch völlig anders aussieht.
Wir konnten durch diese Kampagne selbstbewusste Frauen ansprechen und ihnen zeigen, dass sie ihre Ziele, wie gleichen Lohn für gleiche Arbeit oder eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, nur mit der SPD erreichen können. Auf dem Bundesparteitag 2013 in Leipzig haben wir mit dieser Kampagne den ZuschauerInnenpreis des Wilhelm-Dröscher-Preises gewonnen - Delegierte wie Nicht-Delegierte waren begeistert. Auch dieses Jahr sind zahlreiche Workshops geplant. Die SPD Berlin macht es vor: Geschlechtergerechtigkeit gibt es nur in und mit der SPD!