In guter Erinnerung: Walter Momper und der "Frauensenat"

In guter Erinnerung: Walter Momper und der "Frauensenat"

25 Jahre Mompersenat
 

Es war ein freudiges Wiedersehen: 25 Jahre und einen Tag nach dem Amtsantritt des rot-grünen Senats von Walter Momper traf der frühere Regierende Bürgermeister bei einer Festveranstaltung im Rathaus Schöneberg auf die damaligen Senatsmitglieder. Erstmals hatte es 1989 in einer Landesregierung mehr Frauen als Männer gegeben. Der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß wies in seiner Begrüßung auf die seither ununterbrochene Regierungsbeteiligung der Berliner SPD hin. "Wir sind stolz auf das, was wir für die Stadt erreicht haben", so der SPD-Landesvorsitzende.

 
Jan Stöß, Walter und Anne Momper
 

Schon 1989 sei erstaunlich viel bewegt worden. Stöß erinnerte an die Wohnungsbauprogramme, an die heute selbstverständlichen Verkehrsprojekte wie die Einführung der Busspuren oder das Tempolimit auf der Avus. Auch die damalige Alternative Liste (AL) konnte ihre Projekte verwirklichen, das Verbandsklagerecht im Naturschutz wurde eingeführt, das Referat für gleichgeschlechtliche Lebensweisen nahm die Arbeit auf. "Selten ist so leidenschaftlich um Politik gerungen worden", so Jan Stöß.

 
Wolfgang Nagel, Walter Momper
 

Der damalige Wahlkampfleiter und spätere Bausenator Wolfgang Nagel erinnerte daran, dass der Erfolg 1989 hart erarbeitet worden sei. Die Berliner SPD habe die Themen und Botschaften gesetzt. Sie habe für die Mietpreisbindung gekämpft, für den Erhalt der Kleingärten.

 
Momper, Plakat Nagel
 

Walter Momper verknüpfte die Erinnerung an die aufregende Senatsarbeit der Jahre 1989 und 1990 mit einem Ausblick und einem aus seiner Erfahrung resultierenden politischen Anforderungsprofil: Zukunftsfähigkeit, Kampagnenfähigkeit und politische Führung in der SPD sind seine Stichworte. "Ein Bild von Berlin in der Zukunft zu entwerfen - das ist die Aufgabe der Partei SPD und ihrer Spitze", so Momper. 1989 war die SPD mit ihrer Vision erfolgreich: "Berlin ist Freiheit" lautete das Wahlkampfmotto. Es gilt bis heute.

Fotos Horb