ASF-Berlin: Aufruf zum Internationalen Frauentag

ASF Berlin: Frauen. Zukunft. Europa.

Eva Högl hf
 

„Zum Internationalen Frauentag werden die SPD Berlin und die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) berlinweit Rosen verteilen. In diesem Jahr beteiligen wir uns zusätzlich an der Demonstration Frauen*kampftag. Treffpunkt ist hier 13.00 Uhr am S-Bahnhof Gesundbrunnen“, so Eva Högl, die Berliner Vorsitzende der ASF. „Das Frauenwahlrecht gehört zu den Forderungen, für die der Internationale Frauentag von Beginn an stand. Im Jahr der Europawahl rufe ich alle dazu auf, am 25. Mai 2014 wählen zu gehen.“
Europa war in der Vergangenheit ein wichtiger Motor für die Gleichstellung: Bereits 1957 wurde der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in den Europäischen Verträgen verankert – doch ein Einkommensunterschied von 22 Prozent zwischen Frauen und Männern in Deutschland zeigt, dass wir von der tatsächlichen Gleichstellung noch meilenweit entfernt sind.
Die ASF fordert:

  • den Einkommensunterschied (Gender Pay Gap) zwischen Männern und Frauen zu beseitigen,
  • mehr Frauen in Führungspositionen – dazu bedarf es einer europaweit verbindlichen Geschlechterquote von 40 Prozent, und zwar nicht nur für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen, sondern für Vorstände und Aufsichtsräte aller in der EU registrierten Unternehmen,
  • eine umfassende europäische Strategie, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen – wir wollen Frauen umfassend vor sexuellen Übergriffen schützen und effektive Maßnahmen gegen sexuelle Ausbeutung, Zwangsprostitution und Menschenhandel ergreifen,
  • ein europäisches Programm zur Verbesserung der sexuellen und der reproduktiven Gesundheit von Frauen und den vollen Schutz der Selbstbestimmung von Frauen.
  • Die Zukunft Europas kann nur mit einer konsistenten Gleichstellungspolitik gelingen, denn ohne Gleichstellung wird es keinen nachhaltigen Fortschritt, keine soziale Gerechtigkeit in Europa geben. Am Internationalen Frauentag 2014 wollen wir dafür kämpfen, dass Europa wieder eine Vorreiterrolle in der Gleichstellungspolitik einnimmt. Dafür brauchen wir einen Kurswechsel in Europa – für Europa!