Theaterbesuch: "Kästner für Erwachsene"

"Kästner für Erwachsene": Kulturforum und Berliner Stimme laden ins Theater im Palais

"Kästner für Erwachsene" mit Gabriele Streichhahn
 

Seine Kinder- und Jugendbücher haben ihn berühmt gemacht. „Emil und die Detektive“ oder „Das Fliegende Klassenzimmer“ werden auch heute noch viel gelesen. Erich Kästner hat aber auch eine Reihe von Kurzprosatexten verfasst. Im Theater im Palais kommt sie jetzt in der Reihe „Berliner Geschichten“ zur Aufführung. Die Berliner Stimme und das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie laden zu einem Besuch der Aufführung am 23. September ein.
Mit der Reihe ,Berliner Geschichten’ widmet sich das Theater Berliner Persönlichkeiten, deckt Geschichten auf, die vielleicht in Vergessenheit geraten sind und erzählt diese neu. Die ersten beiden Produktionen waren Georg Hermanns „Rosenemil“ und „Preußens Luise“. Dass die Wahl jetzt auf Kästner fiel, hat gute Gründe: „Phantasievoll beschreibt er die Sehnsüchte der Figuren, die in seinen Romanen und Geschichten die Hauptrolle spielen, jene Menschen von den Berliner Hinterhöfen, mit denen es das Leben nicht immer gut meint“, so beschreibt es das Theater im Palais. „In seinen Erzählungen ermöglicht er ihnen und dem Leser, sich auf die Reise an unbekannte Orten zu begeben, die nur in der Phantasie existieren und ohne die das Leben sehr leer und einsam wäre.“ Der gebürtige Dresdner Kästner habe mit seinem Werk auch ein Stück Berliner Kulturgeschichte zu schreiben vermocht. „Gerade im Hinblick auf das Gesellschaftsbild aus Gewinnern und Verlierern eines Systems, das Kästner in seinem Werk entwirft, erscheint er heute aktueller denn je.“
Gabriele Streichhahn, Intendantin des Theaters, und Carl Martin Spengler tragen die Kästner-Texte mit großem Erfolg vor, das Stück steht immer wieder auf dem Spielplan des kleinen 99-Plätze-Theaters, das nach 1990 von einer kleinen Gruppe von Theaterleuten im historischen Palais am Festungsgraben gegründet wurde. Es ist ein Haus mit viel Geschichte: 1753 als „Donnersches Palais“ gebaut, beherbergte es ab 1787 die preußische Finanzbehörde, ab 1863 das preußische Finanzministerium. 1945, kaum beschädigt, fanden mitten in der Trümmerlandschaft Berlins dort die ersten Konzert- und Theaterveranstaltungen nach dem Krieg statt. Zwischen 1950 und 1990 war es das zentrale Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft.

Das Kulturforum und die Berliner Stimme laden zum Kennenlernen des Theaters am Dienstag, dem 23. September, ein. Wir haben 40 Plätze reserviert, die Karten kosten in Kategorie I 22 € (12 € erm.), in Kategorie II 19 € (10 € erm.). Eine Einführung in die Arbeit des Theaters und das Stück geben um 19 Uhr die Vorsitzende des Fördervereins Theater im Palais e. V. und Staatssekretärin a.D. Monika Helbig und Intendantin Gabriele Streichhahn. 

Wir bitten darum, verbindliche Anmeldungen auf unserer Terminseite einzutragen.