Eva Högl: "Humboldtforum muss nun vom Bau- zum Kulturprojekt werden"

Eva Högl: "Humboldtforum muss nun vom Bau- zum Kulturprojekt werden"

Eva Högl hf
 

In der historischen Mitte Berlins wird derzeit am größten kulturellen Bauprojekt Deutschlands gearbeitet: Das wieder aufgebaute Berliner Schloss soll ab 2019 das Humboldtforum beheimaten. Es soll zu einem „Ort der Weltkulturen“ werden. Um der Bedeutung des Projekts angemessen Rechnung zu tragen, befürwortet die SPD-Bundestagsfraktion eine breite politische Debatte über die kulturelle Ausgestaltung des Projekts, erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Berliner Bundestagsabgeordnete Eva Högl.

„Der Zeitpunkt für den Beginn einer breiten öffentlichen Debatte ist bewusst gewählt", so Eva Högl. "Im Ausschuss für Kultur und Medien haben wir gestern erfahren, dass der Baufortschritt im Zeit- und Kostenplan liegt. Das ist erfreulich. Nun ist es an der Zeit, über die kulturelle Ausrichtung dieses zentralen Kulturprojektes in der Mitte unserer Hauptstadt zu sprechen. Klar ist, dass die zukünftigen Nutzer ihre Vorstellungen der inhaltlichen Ausgestaltung für das Humboldtforum entsprechend einbringen. Bereits jetzt geht es um die Detailplanungen der einzelnen Räumlichkeiten für die Sammlungen, ihre Präsentation und andere Formen der Vermittlung von Wissenschaft, Kunst und Kultur."

Gleichwohl bestünden noch einige Unsicherheiten, wie die einzelnen Pläne zu realisieren seien, so Eva Högl. "Konkret geht es um mögliche Folgekosten, wer die Verantwortung trägt und welches Gesamtbild am Ende entstehen soll. Der Ruf nach einer Intendanz ist groß – wie diese Aufgabe definiert und ausgefüllt werden soll, ist allerdings weitgehend unklar. Gerade deshalb wollen wir diese Debatte um den Inhalt des Humboldt-Forums aufnehmen und vorantreiben. Damit die kulturelle Welt in der historischen Mitte Berlins tatsächlich ein Zuhause finden kann, müssen wir diese Öffnung der Diskussion schaffen. Bei dem Nachdenken über eine Intendanz sind nicht nur Namen wichtig. Es muss vor allem Klarheit über die konzeptionelle Ausrichtung und Umsetzung bestehen – inklusive der Ausgestaltung und Kontrolle der Intendanz sowie der finanziellen Planung auch über den Bau hinaus.“