Jan Stöß zum Mindestlohn: „Ein historischer Tag“

Jan Stöß zum Mindestlohn: „Ein historischer Tag“

Jan Stöß
 

Mit der Zustimmung zum Tarifautonomiestärkungsgesetz hat der Deutsche Bundestag am 3. Juli den Weg zum Mindestlohn freigemacht. In Berlin profitieren 200.000 Berlinerinnen und Berliner ab dem 1. Januar 2015 von der Einführung des Mindestlohns.

Der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß begrüßte die Entscheidung: "Der gesetzliche Mindestlohn bedeutet für 200.000 Berlinerinnen und Berliner ein Ende sittenwidrig niedriger Löhne. Sie werden dank des Mindestlohns ab dem 1. Januar 2015 mehr Geld im Portemonnaie haben. Endlich haben wir damit auch in Deutschland eine Lohnuntergrenze, die Lohndumping und Ausbeutung ein Ende setzt. Dafür hat die Sozialdemokratie hart gekämpft."
Mindestlohn, so Stöß, sei immer auch das Mindeste für harte Arbeit. Das gelte auch für Praktikanten. Stöß: "Eine Generation Praktikum wird es nicht mehr geben. Insbesondere in Berlin betrifft das viele junge Menschen, die über Monate hinweg für sehr wenig Lohn ausgebeutet wurden. Praktika nach Studienabschluss müssen mit 8,50 Euro vergütet werden. Praktika während des Studiums, die über 3 Monate gehen, ebenfalls."

Die Berliner SPD habe sich gegen die noch vorgesehenen Ausnahmen im Mindestlohn-Gesetz ausgesprochen, so Stöß. "Es ist bedauerlich, dass sich die CDU/ CSU im Bund hier verweigert hat. Dennoch hat die SPD ihre Position insgesamt weitgehend durchsetzen können. Mit der Stärkung der Tarifbindung und der Einführung des Mindestlohns wurde heute im Deutschen Bundestag Geschichte geschrieben. Wir freuen uns über diesen historischen Tag.“