Roth-Behrendt: BSE-Fälle mahnen zur Wachsamkeit

Roth-Behrendt: BSE-Fälle mahnen zur Wachsamkeit

Die Berliner SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt hat zur Wachsamkeit vor der Rinderseuche BSE aufgerufen. Nachdem Anfang Januar bei einem Rind in Brandenburg erstmals seit 2009 in Deutschland wieder ein Fall von BSE  nachgewiesen wurde, ist jetzt  bei der Schlachtung einer elfjährigen Kuh im nordrhein-westfälischen Lübbecke ein zweiter Fall entdeckt worden. "Das ist für mich keine Überraschung und es wird auch in Zukunft immer wieder Altfälle geben”, erklärte die Europaabgeordnete und frühere Vorsitzende des BSE-Untersuchungsausschusses. “Nach einer Epidemie wie BSE und bei der durchschnittlichen Lebenszeit von Zuchttieren ist das ganz normal."
Nach Ansicht der SPD-Europaabgeordneten beweisen dieser und ähnliche Fälle in anderen Teilen der EU aber auch, dass die von den Landwirten und der Industrie bei der EU-Kommission erpressten Verringerungen der Testzahlen  ebenso wie die Veränderungen der Überwachungsmechanismen falsch seien, so Dagmar Roth-Behrendt: "BSE ist noch nicht endgültig überwunden!”
Eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit bestehe nicht, weil die Erkrankung des Tieres  korrekt bei der Schlachtung entdeckt worden sei. "Bei einer Aufweichung der Überwachungsmechanismen werden Auswirkungen auf Menschen allerdings wahrscheinlicher, deshalb ist ein Gefahrenpotenzial nicht völlig auszuschließen", so die Lebensmittel- und Gesundheitsexpertin. "Die Haltung 'Je länger die Krise her ist, desto mehr vergesse ich sie und will den Profit maximieren' ist sehr gefährlich", warnte Dagmar Roth-Behrendt. "Durch die Gier nach Profitmaximierung sind wir überhaupt erst ins BSE-Desaster geraten. Die Konsequenz muss sein, dass bis zum letzen BSE-Fall weiterhin große Wachsamkeit nötig ist."