Mit dem Europa-Sonderzug nach Stettin

Mit dem Europa-Sonderzug nach Stettin

der polnische Europaabgeordnete und frühere polnische Verkehrsminister Prof. Bogusław Liberadzki,
 

Es ist eine gemeinsame Initiative deutscher und polnischer Sozialdemokraten: Die guten persönlichen Verbindungen sollen auch zu guten verkehrstechnischen Anbindungen führen. Mit einer gemeinsamen Fahrt per Sonderzug von Berlin-Gesundbrunnen nach Stettin am 25. April werben sie für Unterstützung. Mit an Bord des Zuges sind die Berliner SPD-Europakandidatin Sylvia-Yvonne Kaufmann und der polnische Europaabgeordnete und frühere polnische Verkehrsminister Prof. Bogusław Liberadzki (im Bild), der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Berliner und Stettiner Sozialdemokraten.

Eins der Ziele ist ein neuer Geschwindigkeitsrekord für die Strecke, die früher von Dampfloks in 94 Minuten bewältigt wurde und heute zum Teil sieben Stunden dauert: 88 Minuten soll der Sonderzug brauchen. Gemeinsam mit dem Berliner Senat, für den Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler an der Fahrt teilnimmt, soll weiterhin für die Verbesserung der Bahnverbindungen nach Polen geworben werden. Dabei konnte ein erster Erfolg erzielt werden, so dass europäische Gelder zum Ausbau und zur Elektrifizierung Berlin – Stettin bereitstehen. Derzeit laufen Gespräche in Brüssel zur Finanzierung der 1945 zerstörten Bahnverbindung Berlin – Swinemünde (Usedom) über die „Karniner Brücke“ aus Mitteln der Europäischen Union.

 

 
Prof. Bogusław Liberadzki und Jürgen Murach
 

Die Idee zur Fahrt hatten Jürgen Murach (im Bild rechts), der im SPD-Fachausschuss Mobilität und der AG Polen die Kontakte pflegt, und sein polnischer Kollege Ryszard Zajfert vor einem Jahr entwickelt. Denn 2014 gibt es weitere Jubiläen zu feiern: Polen ist zehn Jahre Mitglied der EU und die Partnerschaft zwischen der Stettiner SLD und der Berliner SPD besteht ebenfalls seit zehn Jahren. 

Vor der Abfahrt gab es eine Begrüßung im Kurt-Schumacher-Haus. Jürgen Murach wies bei der Begrüßung darauf hin, dass ein unterschriftsreifer Vertrag über die Verbesserung der Verkehrsverbindungen bereits 2005 vorlag, als die Sozialdemokraten mit Manfred Stolpe in Deutschland und mit Prof. Bogusław Liberadzki in Polen die Verkehrsminister stellten. Nach einem Wahlerfolg der Konservativen in Polen wurde der Vertrag zunächst auf Eis gelegt, als später Polen sein Interesse erneut bekundete, blockierte CSU-Verkehrsminister Ramsauer den Abschluss. Nun gibt es neue Chancen, die Region besser zu verbinden. Dazu gehört auch die Unterstützung für die Instandsetzung der Karniner Brücke, mit der Usedom schneller erreichbar wird.

 
Prof. Bogusław Liberadzki und Sybille Uken, FA Mobilität
 

Prof. Bogusław Liberadzki und Sybille Uken vom FA Mobilität.

 
Berliner und Stettiner Sozialdemokraten
 

Vor der Abfahrt im Kurt-Schumacher-Haus: Berliner und Stettiner Sozialdemokraten.