Jan Stöß ist Metropolenbeauftragter der Bundes-SPD

Jan Stöß ist Metropolenbeauftragter der Bundes-SPD

Jan Stöß
 

Der SPD-Parteivorstand hat den Berliner SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß, zum Vorsitzenden des Forums Metropolenpolitik bestimmt. Er freue sich sehr, dass diese verantwortungsvolle und spannende Aufgabe im Parteivorstand in Berliner Händen bleibe, sagte Stöß, der dem Parteivorstand als Beisitzer angehört. "Das Forum Metropolenpolitik wird an die Arbeit der Metropolenkommission anknüpfen, die unter Leitung von Klaus Wowereit 2009 ein viel beachtetes Grundlagenpapier zur Zukunft der großen Städte vorgelegt hat, das auch in das Augsburger Regierungsprogramm der SPD eingeflossen ist. Diese Arbeit soll nun mit Nachdruck fortgesetzt werden. Wir wissen: Ohne die großen Städte ist in Deutschland kein Staat zu machen."
Drängende Themen, so Stöß, gebe es genug: Im Jahr 2030 werde jeder fünfte Bundesbürger in einer der 14 Großstädte mit mindestens einer halben Million Einwohnern leben, derzeit sei es noch jeder siebte. "2012 kamen per Saldo rund 370.000 Menschen nach Deutschland, im vergangenen Jahr waren es bereits etwa 400.000 – und die meisten von ihnen wollen und ziehen in die Großstadtregionen", so Jan Stöß. "Die großen Städte in Deutschland wachsen damit über ihre Grenzen hinaus. Damit stellen sich neue Herausforderungen an Wohnungsmarkt und Mieten, Integration, Mobilität, Energieeinsparung und Klimaschutz, Infrastruktur - und vor allem die wirtschaftliche Entwicklung in der Standortkonkurrenz der Metropolregionen."
Die Großstädte stünden vor der Aufgabe, ihr Wachstum mit einer hohen Lebensqualität zusammenzubringen und sich Freiräume, Kreativität und Offenheit zu erhalten, so der Berliner SPD-Vorsitzende. "Zugleich müssen sie sich als wettbewerbsfähige und attraktive Metropole profilieren, deutlich machen, wofür sie stehen, wohin sie streben, ihre mittel- bis langfristigen Perspektiven erkennen, inhaltliche und räumliche Schwerpunkte setzen und ihre Entwicklung klug und beherzt steuern. Das ist das Anliegen sozialdemokratischer Metropolenpolitik."