AG Selbst aktiv: Barrieren im Gesundheitswesen abbauen

AG Selbst aktiv: Barrieren im Gesundheitswesen abbauen

AG Selbst aktiv diskutiert inklusives Gesundheitswesen
 

Der individuelle Gesundheitszustand beeinflusst sowohl die subjektive Lebensqualität als auch die gesellschaftlichen Teilhabechancen. Menschen mit Behinderungen haben einen besonderen Bedarf an gesundheitlichen Versorgungsleistungen. Aber Arztpraxen und Krankenhäuser sind oft nicht
barrierefrei. In vielen Gesundheitsberufen existieren „Barrieren in den Köpfen“.
Am 9. September 2013 lud die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv zur Diskussionsveranstaltung zum Thema „WIE INKLUSIV IST UNSER GESUNDHEITSWESEN?“, um mit Betroffenen zu diskutieren, welche Änderungen man von einer SPD-geführten Regierung für ein inklusives Gesundheitswesen erwartet. Als Podiumsgäste waren Prof. Dr. Jeanne Nicklas-Faust, Bundesgeschäftsführerin der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V. , Martin Marquard, ehem. Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung Berlin und Mitglied des Arbeitskreises Barrierefreies Gesundheitswesen sowie Mechthild Rawert, MdB und Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, geladen.

In der Diskussion zeigte sich schnell, dass die SPD-Forderungen zum Thema unterstützt werden: Menschen mit Behinderungen dürfen auch im Gesundheitswesen keine Nachteile haben. Die von Deutschland unterschriebene UN-Behindertenrechtskonvention verlangt dieses.
Deshalb fordert die Arbeitsgemeinschaf Selbst aktiv:
■ ÄrztInnen und PflegerInnen müssen in der Ausbildung mehr darüber lernen, wie Menschen mit Behinderungen länger gesund bleiben.
■ Eine barrierefreie wohnortnahe Versorgung und spezialisierte Versorgungsangebote für alle.
■ Den Blick aufs Individuelle. Damit die Kommunikation stimmt, braucht der eine persönliche Assistenz, die andere einen Gebärdendolmetscher.