Stöß und Buchholz: Stadtgüter sind eine große Chance für Berlin

Stöß und Buchholz: Stadtgüter sind eine große Chance für Berlin

Stadtgüter-Tour: Peter Hecktor, Daniel Buchholz, Jan Stöß
 

Insgesamt 16.000 Hektar Fläche verwaltet die Berliner Stadtgüter GmbH. Für die Energieversorgung und das künftige Stadtwerk sind die Stadtgüter eine große Chance. Davon überzeugten sich jetzt der SPD-Landesvorsitzende  Jan Stöß und der umwelt- und energiepolitische Sprecher im Berliner Abgeordnetenhaus, Daniel Buchholz (MdA), bei einer gemeinsamen Tour mit Stadtgüter-Geschäftsführer Peter Hecktor und einigen seiner Mitarbeiter.

„Die Stadtgüter sind eigentlich unser 13. Bezirk“, so Jan Stöß. "Jede dieser Flächen bietet unzählige Möglichkeiten. Ganz konkret wollen wir heute einen Blick in die Zukunft wagen wie diese Flächen zum Wohle der Stadt nutzbar gemacht werden können."

Erste Station und Beispiel einer neuen Liegenschaftspolitik in Berlin war das ILA-Messegelände in Selchow, nahe Schönefeld. Hier wurde das Gelände in Erbpacht vermietet und mit dem Bau des Messegeländes die regionale Wirtschaftsentwicklung positiv beeinflusst. Als Ausgleich für die bebauten Flächen wurden Grünflächen in der Nähe und der neu gestaltete Gutshofpark Selchow in unmittelbarer Umgebung geschaffen.

Peter Hecktor, Geschäftsführer der Stadtgüter GmbH berichtet von dem phasenweise massiven Druck, landeseigene Stadtgüter zu veräußern. „Ich bin froh, dass wir genau das nicht getan und nunmehr eine Abkehr von der Privatisierungspolitik vorgenommen haben“, so Stöß. "Man darf nicht vergessen, auch der BER wurde auf Stadtgüterflächen errichtet."

Von Selchow ging es nach Großbeeren. Die prosperierende Gemeinde, allen voran ihr Bürgermeister Carl Ahlgrimm, unterstützt den Ausbau von Photovoltaik und Winderräder-Anlagen in der Umgebung. „Das kommt leider viel zu selten vor, dass ein Bürgermeister Projekte wie diese aktiv unterstützt und spürbar ist, dass er dabei seine Gemeinde hinter sich weiß“, so Buchholz während des gemeinsamen Vor-Ort-Termins im sogenannten Bahnring Großbeeren. Das im Koalitionsausschuss   erneut beschlossene Stadtwerk könnte auf den Stadtgüter-Flächen innerhalb dieses Bahnrings als Investor für Windrad-Anlagen einsteigen. „Die Rieselfelder könnten damit", so Hecktor, "für eine ökologische Energieerzeugung reaktiviert werden.“

„Am Beispiel Großbeeren zeigt sich, wie kurzfristig Berlin in die Erzeugung von Erneuerbaren Energien einsteigen könnte. Fest steht jedenfalls das Berliner Stadtwerk wird kommen und es wird funktionieren“, unterstrich Stöß. Zwei Forderungen stellt der "Energietisch" als Initaitor des Volksbegehrens auf: erstens die Gründung eines Stadtwerks und zweitens die Bewerbung um die Netzkonzessionen. Die erste Forderung wäre mit einer Zustimmung des Berliner Parlaments am 24. Oktober bereits erfüllt.  Und zum zweiten Punkt sagte Buchholz: „Wir erfüllen diese Forderung sogar 200prozentig, denn wir haben uns nicht nur um die Netzkonzessionen beworben, sondern auch um das Gasnetz.“ Damit wäre den Anliegen des Energietisches vollumfänglich nachgekommen und der Entscheid überflüssig.