Feiger Anschlag auf Zentrale der Berliner SPD

Feiger Anschlag auf Zentrale der Berliner SPD

Fensterfront der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus

 

In der Nacht vom 27. Oktober zum 28. Oktober wurde das Kurt-Schumacher-Haus der Berliner SPD erneut angegriffen.

Gegen ein Uhr nachts bemerkte ein aufmerksamer Passant, dass ca. 3 bis 5 Personen die untere Fensterfront des Eingangsportals des Kurt-Schumacher-Hauses, des angrenzenden Wahlkreisbüros von Eva Högl und des Eingangsbereichs der Galerie des August-Bebel-Instituts (ABI) beschädigten. Durch das beherzte Eingreifen und das Alarmieren der Polizei konnte eine weitere Zerstörung verhindert werden.

Neben zerstörten Scheiben wurde abermals wie schon im Mai 2013 die Fassade der Galerie durch ein Teergemisch beschmutzt. Es wird von einem Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro gerechnet. Seit August 2012 ist das bereits der 15. Anschlag auf eine SPD-Einrichtung in Berlin.

Jan Stöß, SPD-Landesvorsitzender dazu: „15 Anschläge in zwei Jahren auf Einrichtungen der SPD - dieser Zustand wird immer unerträglicher. Dieses Mal hat es mit dem ABI eine dezidiert linke Bildungseinrichtung getroffen, die sich überaus engagiert für demokratische Bildung einsetzt. Eines ist gewiss, das Ziel dieser Anschläge wird immer verfehlt werden: Wir werden nicht klein beigeben und unsere Arbeit für Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit fortsetzen.“

Ingo Siebert, Leiter des August-Bebel-Instituts, welches die Galerie im Kurt-Schumacher-Haus derzeit für eine Ausstellung und begleitende Veranstaltungen zu Carlo Levi nutzt, fügt hinzu: „Diese Tat, ein ums andere Mal, ist weder mutig, noch schlau, noch Zeichen eines engagierten Protests. Wer die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will, muss es wie der italienische Antifaschist Carlo Levi, mit Worten und engagiertem gewaltfreien Handeln tun. Wer mutwillig das Eigentum anderer zerstört und Angst sähen will, schadet am Ende auch immer denen, für die er oder sie eintreten.“