BER-Ausschuss: Bomba sieht Fehlverhalten bei Geschäftsführung

Kreins zum BER-Ausschuss: Bomba sieht Fehlverhalten bei Geschäftsführung

 

Staatssekretär Rainer Bomba, Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft, hat bei seiner Zeugenaussage im Untersuchungsausschuss BER des Berliner Abgeordnetenhauses,  die Geschäftsführung der Flughafengesellschaft belastet. Das berichtet der SPD-Abgeordnete Ole Kreins (Foto), Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss. Der damalige technische Geschäftsführer Körtgen habe nach Angaben Bombas trotz kritischer Nachfragen aus dem Aufsichtsrat kein realistisches Bild vom Zustand der Baustelle gezeichnet. Der Sprecher der Geschäftsführung Prof. Dr. Schwarz habe zwar einen guten Flugbetrieb in Tegel organisiert, beim Risikomanagement des BER aber versagt.
"Wenn der Staatssekretär des Bundes sagt, das Risikomanagement der Flughafengesellschaft sei der prekären Situation nicht angepasst gewesen, dann hat die Geschäftsführung hier gravierende Fehler zu verantworten", so Ole Kreins. "Staatssekretär Bomba, selbst als Diplom-Ingenieur mit technischem Sachverstand ausgestattet, sah aber auch erhebliche Fragwürdigkeiten im Bereich der Planer des Flughafenbaus. So sei die Brandschutzanlage von von Gerkan zum Teil gegen die Gesetze der Physik geplant gewesen."
Auch der CDU-Abgeordnete Stefan Evers sprach von schwerwiegenden Vorwürfen des Bundes gegen das Flughafen-Management. Sie würden gestützt durch die vom Aufsichtsrat beauftragten Gutachten zu den klaren Verfehlungen der Geschäftsführung. Auch den Planern des Flughafenbaus habe Staatssekretär Bomba unzureichendes Problembewusstsein und eine unehrliche Berichterstattung im Aufsichtsrat konstatiert und damit ihre Entlassung gerechtfertigt. Es sei deshalb gut, dass der Untersuchungsausschuss sich nach einem Jahr Anlaufzeit nun endlich zeitnah den Verantwortlichen von Flughafen und Planungsgesellschaften zuwenden werde.