Gerhard Schröders Erinnerungen an Willy Brandt

Gerhard Schröders Erinnerungen an Willy Brandt

Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung lädt am 13. November zu einem Zeitzeugengespräch mit dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder in die  Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5 in Berlin.
"Wer die Macht hat, bestimmt die Musik, wer sie nicht hat, hat's schwer" lautet eine Lebensweisheit des Altbundeskanzlers. Mit Gerhard Schröder ist der dritte sozialdemokratische Bundeskanzler der Bundesrepublik in der Zeitzeugenreihe des Forum Berlin zu Gast.
Wie Willy Brandt stammt er aus einfachsten Verhältnissen. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf als Sohn einer Kriegerwitwe mit fünf Kindern, erfährt er an eigener Haut, was Chancenungleichheit in der Gesellschaft bedeutet. Eine raue Jugend verleiht ihm Härte, Durchsetzungswille und "Biss". Mit großer Zielstrebigkeit arbeitet er sich auf dem zweiten Bildungsweg "nach oben" und wird später Rechtsanwalt.
1963 tritt Gerhard Schröder in die SPD ein - und nimmt sich Willy Brandt zum politischen Vorbild. Die theoretischen Debatten jener Zeit liegen ihm fern. "Ich war nie ein 68er", bekennt Gerhard Schröder später selbst. Ihm geht es immer vor allem um bessere Aufstiegschancen in der Gesellschaft. Zielstrebig arbeitet er an seiner politischen Karriere und zeigt dabei großes Machtbewusstsein sowie Gespür für politischen Pragmatismus.
1990 wird Gerhard Schröder niedersächsischer Ministerpräsident einer rot-grünen Regierung - und profiliert sich fortan
als "Mann der Wirtschaft". 1998 löst er Helmut Kohl als Bundeskanzler der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene ab und übt dieses Amt bis 2005 aus.
Im Gespräch mit dem Journalisten Gunter Hofmann (DIE ZEIT) wird sich Gerhard Schröder zu seinem persönlichen Werdegang, seinen Erinnerungen an Willy Brandt, über die Bilanz seines eigenen politischen Wirkens und zu den aktuellen politischen Herausforderungen unserer Zeit äußern.

Mittwoch, den 13. November, um 18 Uhr
in der  Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kronenstraße 5 in Berlin